Skiurlaub in Telgte?
Verfasst von Santon am 27. Januar 2012 - 19:53.Was bleibt einem, wenn es die Umstände erfordern sich über Tage in den eigenen vier Wänden einzuschließen? Was bleibt einem, wenn man stundenlang Bücher, Aufzeichnungen und Notizen wälzen muss, während die Haut schon schimmlig weiß wird?
Es bleibt immer noch die altbewährte Strategie des RTL-Zuschauers: Guck auf die, denen es schlechter geht als dir, guck nach unten!
Gesagt, getan und „Preußen Münster“ gegoogelt. Da war ja was diese Woche: Trainerwechsel. Da ist aber nichts an diesem Wochenende: Spielabsage.
Die Stadt Münster hat den Platz für unbespielbar erklärt, das Heimspiel gegen Jena ist abgesagt. Warum auch immer. Rund 70 Kilometer von Münster entfernt hat es diese Woche weder geschneit noch sintflutartig geregnet. Bielefeld kann spielen. Die Thüringer Zeitung TLZ berichtet, dass der Preußen-Vorstand damit Fanprotesten aus dem eigenen Lager entgehen will nachdem Trainer und Publikumsliebling Fascher am Montag entlassen wurde. Und in der Tat scheinen sie da etwas aussitzen zu müssen: Ich erinnere mich daran am Montag einen bekannten Preußen-Fan getroffen zu haben. Er erschien mir sichtlich aufgewühlt; über Arminias Niederlage kamen wir deshalb gar nicht zu sprechen („Hast du gehört, was bei uns los ist? Diese Asis haben den Fascher gefeuert! Scheiß Vorstand. Wenn das so weiter geht... na warte!“).
Schon beim letzten Auswärtsspiel in Oberhausen ist es Fans gelungen Vorstandsmitglieder auf der Tribüne zu identifizieren und mit vollen Bierbechern zu begrüßen.
Jena ist sauer, aber nicht unsportlich: "Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Herren der Platzkommission keinen Sonnenbrand bei der Begutachtung des Geläufs geholt haben", so der Pressesprecher von Carl Zeiss in der TLZ.
Während die Wogen sich nahe Telgte erstmal glätten müssen, dürfen wir in Bielefeld nach dem morgigen Heimspiel hoffentlich den weißen Handschuh putzen, um königlich zu grüßen. Nämlich von oben. Nach unten. Wie bei RTL.
Neues vom Wandervogel
Verfasst von Santon am 25. Januar 2012 - 12:15.Mit jedem Jahr, in dem es für Arminia tiefer nach unten ging, verschwanden auch zunehmend wundervolle Arminia-Rubriken aus den lokalen Printmedien.
Dass die „Promi-Box“ sich schon ab der zweiten Liga nicht mehr für die NW gelohnt hat, ist nachvollziehbar. Der Glamour-Faktor gegen den FSV Frankfurt oder Greuther Fürth pendelt sich ja doch eher auf Dschungelcamp-Niveau ein.
Bei einer derart emotionalen Vergangenheit, in der die wildesten Trainer und Spieler für Arminia gearbeitet haben, ist der Wegfall der Rubrik „Neues vom Ex-Arminen“ aber eher schwer zu verkraften.
Zwar entgeht niemandem auch nur eine Bewegung von Ernst Middendorp in Afrika und sogar jedes überflüssige Wort von Ansgar Brinkmann ist es wert genug gedruckt zu werden, aber auf so ein wunderbares Fundstück wie heute im Westfalenblatt mussten wir lange warten.
Erhan Albayrak spielt jetzt für den FC Sylt! Und damit nicht genug: Morike Sako soll folgen. „Er hofft noch auf etwas Größeres. Aber am Ende wird er wohl doch zu uns stoßen.“, wird Sylt-Mäzen Volker Koppelt zitiert und beweist damit einmal mehr die Affinität der Insulaner für Natur und Umwelt. Mit Wandervögeln kennen sie sich bestens aus, haben doch einige von denen im letzten DSC-Zweitligajahr so gespielt, als hofften sie noch auf etwas Größeres.
Die exklsuiven Sylter lassen den FC Sylt übrigens nicht auf Sylt, sondern nur auf dem Festland spielen, weil sich der FC originär leider nicht auf Sylt gegründet hat. Dieses und anderes unnötiges Wissen könnt ihr dem originellen Artikel im Westfalenblatt entnehmen.
"Seit wann duzen wir uns, mein Schatz?"
Verfasst von Santon am 19. Januar 2012 - 14:15.Neu-Armine Philipp Heithölter bekam vor etlichen Jahren als Coach einer hoch begabten Jugendmannschaft für diese Reaktion auf die sehr persönliche Aufforderung des Schiedsrichters, er möge am Seitenrand doch etwas ruhiger werden, wohl einen der schönsten Platzverweise, die ein Trainer bekommen kann.
Mit der Lizenz ohne Punktabzug war man sich bei Arminia wohl sicher: Heithölter kann kommen! Gegen den HSV bot er eine vielversprechende halbe Stunde - die Vorfreude auf Aalen steigt.
Bielefeld ist "In" ! Aber sowas von!
Verfasst von Santon am 19. Januar 2012 - 14:01....und das in einer Zeit, in der „unsere geliebte Arminia und damit auch Bielefeld drohte, für immer in der Versenkung zu verschwinden“. Mischa Sarim-Vérollet machte dafür in seinem annekdotenreichen berlinerischen Bielefeld-Rückblick 2011 vor allem Rapper (oder Popstar?) Casper verwantwortlich, der „unsere Heimatstadt auf die Landkarte“ setze. „Für immer. Danke dafür.“
Während Casper nachgesagt wird aus Bielefeld emporkommend durch seine Texte den Nerv einer neuen jugendlichen Generation getroffen zu haben, wird die TAZ noch deutlich radikaler und ruft aus: „Be first, be Bielefeld“!
Bielefeld sei „Vorreiter für allerlei Trends“ und Berlin als Epizentrum gesamtdeutscher Kultur damit nur ein bis ins „Maßlose und Professionelle“ übertriebener Auswuchs Bielefelds. „Wer Berlin verstehen will, muss Bielefeld studieren“, so die These.
Der Indoor-Campus der Universität stehe beispielsweise symbolträchtig für das Zeitalter der Einkaufspassage und die Tatsache, dass mit Niklas Luhmann einer der weltweit bekanntesten Soziologen sich hier niederließ sei ein Beleg für die große Kommunikationsbereitschaft der Bielefelder. Zugegeben: dem sturen Ostwestfalen zu unterstellen er kommunziere „wie verrückt“ klingt hanebüchen.
Aber egal: Endlich einmal irgendwelche Indizien dafür gefunden zu haben, dass die Hauptstadt auf uns, das „westdeutsche Provinznest“, guckt und nicht umgekehrt, war Anlass genug die Botschaft in die ostwestfälische Welt zu tragen.
Und so erzählte ich einer Freundin davon: „Hast Du´s schon gehört?? Die Berliner kopieren uns!“
Ihre Reaktion war genauso trocken wie verblüffend: „Wie? Spielt die Hertha mittlerweile genauso schlecht Fußball? Oder haben sie schon wieder Wichniarek verpflichtet?“
Niemand würde ihr nachsagen sie sei fußballerisch besonders bewandert, aber für solche Seitenhiebe reicht ihr Fachwissen. Rotzgöre!
Am liebsten hätte ich ihr einen Artikel der WELT über das Suchen und Finden der Liebe entgegengehalten, sie wüsste ja gar nicht was sie da sagt, sie müsse offener sein, sich mehr überraschen lassen und es sich vor allem mit Arminia-Fans ja nicht verscherzen.
Ich tat es nicht, sie hätte es falsch verstehen können. Wie wäre es auch angekommen, wenn ich ihr als Stromberg guckender Armine berichtet hätte, dass die WELT-Autorin Nicola Erdmann sich eben NICHT gedacht hat ´Scheiße, ein Stromberg guckender Arminia-Fan!´ und somit doch oder gerade deswegen zu ihrem großen Glück gefunden hat?
Ja, Stromberg guckende Bielefeld-Fans („auch von der Stadt, nicht nur vom Fußballverein!“) machen glücklich!
Der weibliche Teil Arminias weiß das schon längst. Für diejenigen, die weniger an Arminia interessiert sind, sich aber trotzdem auf dieses Blog verirrt haben, gilt: santon@blog05.de :-)
Keine Angst. Ich bin Armine, offen für vieles und lasse mich gern überraschen: die neueste Stromberg-Staffel steht beispielsweise noch nicht in meinem Regal...
„Verschuldung an sich sagt doch erstmal gar nichts aus.“
Verfasst von Santon am 16. Januar 2012 - 15:45.Gut möglich, dass es einige es leid sind. Gut möglich, dass einige nicht mehr zurückschauen möchten. Aber gerade weil viel (und häufig auch von mir) über Herrn Kentsch gemosert und gewitzelt wird, sollte man ihm heute noch einmal Beachtung schenken. Denn: In einem Interview mit dem Westfalenblatt bricht Herr Kentsch sein Schweigen. Nach gründlicher Lektüre, hier meine eigene bescheidene Meinung.
Es mag kleinkarriert sein jede einzelne vom Westfalenblatt wiedergegebene (!) Äußerung zu zerpflücken aber dennoch gibt es in den Antworten auffällige Gegensätzlichkeiten, auf die ich mir keinen Reim bilden kann. So spricht Herr Kentsch von kalkulierten Gesamtkosten von 15,5 Mio € für die Osttribüne, die aus landesverbürgten Bankdarlehen (12 Mio €) und einem geplantem Umsatz von 3 Mio € aus der Fananleihe abgedeckt werden sollten, um am Ende festzustellen, dass die Tribüne de facto 18,5 Mio € gekostet hat.
Seine Begründung: „Da fielen etliche Zusatzarbeiten an, die mit der Tribüne direkt nichts zu tun hatten, die aber sowieso hätten vorgenommen werden müssen (..)“.
Diese „Zusatzarbeiten“ beinhalten auch den Kauf des Grundstücks von der Stadt Bielefeld, der in der Kentschen Wahrnehmung „gern noch draufgelegt wird“.
Sachen, die „gern noch drauf gelegt werden“ und „sowieso hätten vorgenommen werden müssen“ sind also für Kostenkalkukationen zunächst nicht relevant. Interessant.
Vielleicht ist es ein handwerklicher journalistischer Fehler, vielleicht habe ich etwas überlesen, aber nachdem nun ein Finanzloch von 3 Mio € ausgewiesen wurde, ist Kentschs abschließendes Urteil, dass „es nicht ein Euro gewesen ist, der nicht bezahlt war“ sehr abenteuerlich.
Zumal von „bezahlt“ überhaupt nicht die Rede sein kann, wenn Bankdarlehen aufgenommen werden und durch eine Fananleihe der Schuldenstand noch zusätzlich erhöht wird. Aber darauf kommt es ja auch gar nicht an, schließlich haben ja auch Schalke und Bayern hunderte Millionen von Schulden und große Konzerne gar in Milliardenhöhe. Die Verbindlichkeiten zu bedienen, das ist die „ganze Kunst“.
Vielleicht wird hier das große Missverständnis zwischen Herrn Kentsch und Arminia Bielefeld deutlich. Arminia wäre in Fußballdeutschland vermutlich nur dann ernsthaft konkurrenzfähig, wenn überhaupt keine langfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen sind. Arminia ist nicht Schalke, Arminia ist nicht Bayern, Arminia ist kein großes Unternehmen, aber für einen Arminia-Fan ist sein Verein und vor allem auch das Stadion dennoch etwas Besonderes - und nicht wie im Kentschen Duktus etwas „Übliches“. In seinem ersten und einzigen Eingeständnis eines eigenen Fehlers gibt Kentsch folgerichtig zu Arminia nicht verstanden zu haben:
"Wir haben damals die emotionale Bedeutung der alten Stehtribüne unterschätzt und hätten die Fans mehr mitnehmen müssen."
Man könnte ihn nun noch daran erinnern, dass er sich der fünf Jahre Bundesliga, von denen spätestens mit dem Abgang von Hessens drei Jahre sportlich zum visionslosen Geplänkel inklusive spektakulärer Trainer-Entscheidungen à la Frontzeck und Jörg Berger verkommen sind, nicht besonders rühmen sollte, aber man sollte ihm fairerweise zustimmen, wenn er sagt:
„Ganz Bielefeld hat sich in diesem Thema doch gesonnt: Das Stadion ist schuld. Die Tribüne ist schuld. Also ist Kentsch schuld.“
Fussballvereine leben von ihrem Umfeld und in Bielefeld hat eben jenes versagt. Arminia ist gegenüber der heimischen Wirtschaft häufig in Vorleistung getreten. Die Vereinsmitglieder haben in der Hoffnung auf finanzielle Großhilfe vorschnell auf Souveränitäten verzichtet. Immer wieder standen Gerüchte und Summen im Raum, während die Zeit lief. Bei knapper Kasse und unter dem großen Druck möglichst schnell wieder aufsteigen zu müssen, wurden letztlich auch sportlich zu viele Fehlentscheidungen getroffen. Der Teufelskreis aus immer geringeren Einnahmen bei gleichbleibend hoher Finanzlast nahm dem Verein nach und nach die Luft zum Atmen.
Die dritte Liga ist ein Wust aus alledem, aber sie bietet die große Chance sich selbst endlich bewusst zu werden, was man eigentlich ist, nämlich Arminia Bielefeld. Perfekt unperfekt und titellos.
Nur dann geht’s vielleicht auch wieder mal nach oben...
Fananleihen: Systemrelevante Investitionen in Gemüsegurken
Verfasst von Santon am 11. Januar 2012 - 14:20.Interessantes Fundstück auf Seite neun der TAZ von gestern (10.1.2012). Unter der Überschrift „Teure Liebeserklärung“ rollt Felix Laurenz den Sinn und Unsinn diverser Fan-Anleihen im Profifußball auf. Natürlich dürfen wir als anleihenerprobte Experten auf dieser Reise nicht fehlen:
"Doch Fans sehen in den Anleihen des eigenen Vereins weniger Finanzanlage denn emotionales Investment in den eigenen Verein. Das zeigt das Beispiel von Arminia Bielefeld. Als der damalige Erstligist 2006 fünfjährige Anleihen ausgab, um den Umbau des Stadions zu finanzieren, ahnte noch keiner, dass der Verein nach dem Ablauf der Anleihe als fast hoffnungslos überschuldeter Drittligist dastehen würde. Um die Insolvenz zu verhindern, flehte der Klub im Herbst seine Fans an, die auslaufenden Anleihen zu verlängern.
Über 40 Prozent der fast 2.500 Gläubiger folgten der Bitte und stundeten den Ostwestfalen die Schulden bis 2016. 86 verzichteten sogar komplett auf ausstehende Forderungen. Und damit nicht genug: Über 1.000 Menschen, fast ausschließlich Kleinanleger, zeichneten eine "Zukunfts-Anleihe" und gaben dem Verein damit neues Geld.
Und das, obwohl die Arminia im Herbst 2011 am unteren Tabellenende der dritten Liga dümpelte und kurz vor dem direkten Durchmarsch in die Viertklassigkeit stand. Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig nennt das Verhalten der Fans in der Krise "sehr wohlwollend".
Man könnte auch sagen: Das war weniger eine Finanzanlage, als vielmehr die ultimative Liebeserklärung der Fans an den eigenen Verein. Genauso gut hätten die Anleger ihr Geld auf dem Höhepunkt der Ehec-Krise in spanische Gemüsegurken stecken können."
Dass das Geld, welches Fans des FC St. Pauli in ihren Verein stecken, keineswegs mit einem Gurken-Investment zu vergleichen ist, soll im Artikel später deutlich gemacht werden:
"Auch Michael Meeske vom FC St. Pauli weiß um den "Komfort", die eigenen Fans als Gläubiger zu haben. Die Anleihen seines Klubs schätzt er aber als sicher ein: "Ich glaube an die emotionale Systemrelevanz des Fußballs. Aufgrund unserer besonderen Alleinstellungsmerkmale sind wir nahezu insolvenzsicher.“ "
Bis hier hin bin ich geneigt diese tragenden Worte auch auf die Arminia zu adaptieren. Aber auch nur bis hier hin, denn Meeske ergänzt:
„Zumindest so lange es keine gravierenden Veränderungen gibt oder schwere Fehler gemacht werden. Ein geringes Restrisiko bleibt eben."
Wir wissen ja seit heute, dass die schweren Fehler rund um Arminias Tribünenbau „unternehmerisch, aber nicht strafrechtlich relevant“ sind und dadurch wissen wir auch, dass es in Bielefeld erheblich größere Restrisiken, aber - und das wir wissen jetzt auch - mit Sicherheit nicht weniger ultimative Liebeserklärungen als auf dem Kiez gibt.
Fanclub in Gründung berät über serienweise Anschaffung von Faxgeräten
Verfasst von Santon am 10. Januar 2012 - 11:30.Arminia Bielefeld darf sich in Kürze darüber freuen einen neuen Fanclub zu begrüßen. Mehr als ein Dutzend Verrückte, die die selbe verrückte Leidenschaft für die Arminia teilen, haben sich zu einem Fanclub zusammengerottet. Die Idee entstand - wie es sich für Arminia-Fans gehört - während einer dieser trostlosen Halbzeiten der Hinrunde, in denen der DSC mal wieder 0:1 hinten lag und der Nichtabstiegsplatz nur mit dem Fernglas zu erkennen war.
Das sich die endgültige Gründung bis Januar hinzog, ist unter anderem einer 12-seitigen Gründungshilfe zu verdanken, die man nach Anfrage vom DSC zugeschickt bekommt. Diese „Starthilfe“ ist an und für sich sehr hilfreich und sinnvoll, trägt jedoch auch des Öfteren zur Ermunterung bei.
Unter dem Punkt „Was bietet der DSC den Fanclubs“ ist beispielsweise zu lesen:
„Unterstützung bei Fahrten zu Heim- und Auswärtsspielen, sei es […] durch gezielte Unterstützung in finanziellen Dingen.“
Gezielte Unterstützung in finanziellen Dingen durch den DSC? Der Fanclub lehnte dankend ab.
Ferner: „Organisierte Fanreisen zu den Trainingslagern unserer Lizenzmannschaft im In- und Ausland.“
Dieser Punkt kann sich gemessen an den aktuellen Umständen wohl nur auf eine Fahrtvermittlung im Nahverkehr der lokalen Verkehrsbetriebe beschränken. Highlight dieses Winters: eine Fahrt in den Sportpark nach Enger.
Später gibt es noch einen kurzen Fragebogen auszufüllen. Hier wird u.A. gefragt, wie man seine Fanclubmitglieder informieren möchte.
Stilsicher wie man als offizieller Arminia-Fanclub sein will, wird nun über die Anschaffung einer Serie von Faxgeräten als erste gemeinsame Investition beraten...
UPDATE IN EIGENER SACHE zum Thema: "Blog5 deckt Briefpapierklüngel auf!"
Verfasst von Santon am 9. Januar 2012 - 15:45.Die investigativen Recherchen von Uwe Mojela haben nun auch für Blog5 Auswirkungen, die zu einer Klärung veranlassen.
Zur Erinnerung: Am 4. Januar 2012 berichtete Uwe Mojela, dass im Ticketgeschäft rund um das Freundschaftsspiel gegen den HSV alte Briefpapierbögen im Umlauf sind.
So „grüßte noch in alter Farbenfrische, als sei nichts gewesen das knallrote Bundesliga-Logo von oben herab. Und unten in der Unterzeile führten noch Detlev Dammeier und Ralf S. wacker und unermüdlich die Geschäfte.“, war zu lesen.
Gestern Abend verfasste Santon zum gleichen Thema ein paar Zeilen, die offenbar den unberechtigten(!) Verdacht aufkommen lassen konnten, dass Eventim Schuld an der Verwendung von falschem Arminia-Briefpapier sei. Für die aufgekommenen Missverständnisse möchte sich Santon hiermit entschuldigen.
Per Telefon stellte DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig zudem klar: „Das Problem ist in guter Zusammenarbeit mit Eventim aus der Welt geschafft worden.“
Im Gegensatz zu Gepflogenheiten auf anderen Ebenen können dieser Mitteilung weder drohende Züge noch die Intention der Verhinderung von Beiträgen unterstellt werden. Auf Basis gegenseitigen Vertrauens verzichtet Blog5 daher auch darauf eine Abschrift der Telefon-Botschaft anzufertigen.
Wieso? Das alte Briefpapier ist doch noch gut...
Verfasst von Uwe Mojela am 4. Januar 2012 - 10:56.Als ich im Dezember 2011 die Bestätigung für die Tickets zum Freundschaftsspiel gegen den HSV in Händen hielt, war der Briefbogen eine kleine Zeitreise.
Da grüßte noch in alter Farbenfrische, als sei nichts gewesen das knallrote Bundesliga-Logo von oben herab. Und unten in der Unterzeile führten noch Detlev Dammeier und Ralf S. wacker und unermüdlich die Geschäfte.
Es ist bewunderswert, dass der DSC bei dem derzeitigen Gremienverschleiß nicht jeden Modernisierungstrend mitgeht, alten Werten verpflichtet bleibt und wenigstens in Sachen Briefbogen auf Kontinuität setzt. Wo gibt es das sonst noch im schnellebigen Fußballgeschäft!

Winterpause! Frohes Fest!
Verfasst von Santon am 22. Dezember 2011 - 17:00.Kurz vor dem Feste, in Anbetracht der informativen Nichtinformationen von heute, nochmal etwas wirklich Wichtiges:
Kann sich der fürsorgende Bielefelder Familienvater das geile Haupt Gesicht von Herrn Geilhaupt mit Arminia-Emblem im Hintergrund noch schnell vor Heiligabend als Wallpaper von seiner Homepage downloaden, um es seinen Söhnen dann als Poster ins Zimmer zu hängen?

Nun gut..aber liebe NW, Verwaltungsratsvorsitzende gehören der Vergangenheit an. Leute wie Geilhaupt, die von sich selbst behaupten ihr Name sei Programm und damit die Intentionen ihres Engagements deutlich machen, gehören der Vergangenheit an.
Gegenwart ist eher ein Präsident, der sich nahezu jeden Tag hilfsbereit auf der Geschäftsstelle blicken lässt,sich basisnah zeigt und sich nicht in den Heiligtümern auf der Ostseite suhlt.
Gegenwart ist Stefan Krämer. Nachdem ihn anfangs niemand kannte, ist mittlerweile annähernd alles zu ihm gesagt. Hut ab vor seiner Leistung.
Was bringt die Zukunft?
Keine Ahnung, bei Arminia ist ja alles möglich. Auch wenn es ruhiger geworden ist und Blog5-Autoren dadurch weniger zu lästern haben, darf es eigentlich so weitergehen.
Eines muss aber noch: Don´t forget Rübe!
Möge man sich für 2012 vornehmen ihm einen Job beim DSC so schmackhaft wie die Weihnachtsgans zu machen und möge man ihm ein zünftiges Abschiedsspiel bereiten, sofern er es denn will. Ich erwische mich auf der Alm immer noch dabei, dass ich nach einer blonden Mähne Ausschau halte, die sich grätschend in irgendwelchen Grashälmen verfangen hat.
Einer muss wirklich noch, aber denn is´ Schluss:
Großen Dank an alle, die hier mitlesen und mitkommentieren.
Es ist etwas schade, dass ich momentan weitestgehend der Einzige bin, der fleißig „beiträgt“, aber das kann ja niemandem zur Last gelegt werden ;-) Zumal die Gründe dafür ja auch nachvollziehbar sind.
Mir macht´s jedenfalls Spaß und wer im neuen Jahr weiter Bock auf Blog5 hat, wird auch wieder von mir lesen.
Das war´s. Mit einem Tränchen im Auge, dass wir auf Videos wie das Folgende in der doofen dritten Liga leider verzichten müssen, halte ich es wie Michael Lamey:
Ik wens u allen een zalig Kerstfeest en een Gelukkig Nieuwjaar!



