“Wenn wir wollen, kaufen wir Euch auf!”

Vertraut man der Einschätzung von transfermarkt.de, besitzen Arminia Bielefelds Spieler zur Zeit einen Gesamt-Marktwert von 30,55 Millionen Euro. Der Kader glänzt dabei wie eh und je (außer vielleicht zu Rüdiger Lamm-Zeiten) vor allen Dingen durch Ausgeglichenheit:

Marktwert in € Anzahl Spieler im Kader
> 2 Mio. 4
1 - 2 Mio. 11
< 1 Mio. 11

Ok, dreimal raten, wer die 4 Spieler sind, die 2 Mio. Euro oder mehr wert sind? Bitteschön:
Matze Hain (2,0), Rübe Kauf (2,4), Sibusiso Zuma (2,75) und Heiko Westermann (2,8).

Ein durchschnittlicher Armine kostet 1,175 Mio. €. Bedenkt man, daß der Vollpfosten Ilija Aracic auch weiterhin der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte sein soll (1,25 Mio. €), "beweist" dies nur nochmal das Prinzip Arminia: Nur höchst selten "fertige" Spieler einkaufen (vornehmlich in der Lamm-Ära: Bode, Walter, von Heesen, Maas, Stein, Kuntz), sondern entweder augenscheinlich talentierte, aber anderswo gescheiterte Existenzen (Buckley, Sternkopf, Böhme, Ahanfouf, Marx) oder noch besser: talentierte, junge Spieler, um diese für die Bundesliga auszubilden - und ggfs. später von deren Wertsteigerung zu profitieren, falls/wenn man sie nicht mehr halten kann (Reina, Owomoyela, Maul, Reeb, Meißner, Friedrich, Westermann (oh nein!)).

Ali Daei brachte damals bei seinem Wechsel zu Bayern 2,55 Mio., für Markus Weissenberger gab's 2,25 Mio. von 1860, für Billy Reina (BVB) und Patrick "Uwe" Moyela (Werder) je 2,2 Mio., für Arne Friedrich 1,8 Mio. Euro von Hertha BSC.

Das das Prinzip funktioniert, zeigt auch die Preisentwicklung der einzelnen Spieler. Von den 26 Kickern im Kader hat sich nur bei 7 der Marktwert zuletzt verschlechtert (jeweils nachvollziehbar bei Senior Vata, Spring-ins-Feld Tobias Rau und der Wundertüte Zuma sowie - auch logisch im Sinne von Arminias Einkaufspolitik: bei den Neuzugängen Marx, Ahanfouf, Ziegler und Böhme), bei den übrigen 19 Profis geht die Marktwert-Tendenz nach oben.

Weniger wertvolle Kader haben übrigens nur Mainz (29,35), Bochum (24,2), Aachen (21) und Cottbus (16,7). Alle übrigen ("etablierten") Bundesligisten besitzen Spielermaterial im Wert von 40 Millionen aufwärts (und zwar deutlich aufwärts) und zementieren die klaffende finanzielle Lücke zwischen den 5 Kleinen (die 3 Aufsteiger plus Mainz und Arminia) und dem Rest der Liga zukünftig wohl eher noch mehr:

Tabelle der Marktwerte der einzelnen Kader der Fussball-Bundesliga

(blog5 hat sich erlaubt, ungefähre Sinnabschnitte
in Form der horizontalen Linien zu setzen.)

Sei's drum, denn wir wissen ja alle: Geld schießt keine Tore.

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