Manisch-depressive Arminia
Hippo beschreibt sehr richtig, was es bedeutet, Arminia-Fan zu sein. Genau dieses manisch-depressive Auf-und-Ab macht ja im Prinzip auch seit jeher den Reiz aus:
Die lustige Arminia - im steten Wechsel zwischen den Ligen, zwischen UI- oder gar UEFA-Cup-Hoffnungen über 'gewöhnliche' Abstiegsangst bishin zur Furcht vor einem drohenden Rückfall in die Bedeutungslosigkeit der 90er-Jahre (wie zuletzt 2000/2001). Das findet der selbstironische Ostwestfale 10 mal lustiger als wie der VfL Bochum der 80er zwar "unabsteigbar", aber dadurch auch unerträglich langweilig zu sein. Rauf und runter, Hoffen und bangen - das ist das Salz in der Arminia-Suppe.
Was aber nervt: Wenn genauso manisch-depressiv bereits nach zwei Spielen unter Frank Geideck der Name Uwe Rapolder wieder bzw. immernoch durch die Gazetten geistert. Es ist ganz schön frech, wie Herr Rapolder fortwährend versucht, sich bei (irgendeinem!) Bundesligisten selbst ins Gespräch zu bringen (Blog5 erinnert seine "Befreiungsschlag"-Empfehlung) und sich auch nicht zu schade war, dies beim Arminia-Spiel als arena-Experte noch auf die Spitze zu treiben.
"Es wird schwierig für Frank, er besitzt wenig Erfahrung als Cheftrainer und einen harten Brocken Arbeit vor sich." Bei arena ließ Rapolder noch einmal raus, warum sein Comeback in Bielefeld nicht stattfand: "Die Braut wollte, die Hochzeitsgesellschaft ebenfalls, nur der Brautvater war dagegen." Soll heißen: die Mannschaft hätte seine Rückkehr akzeptiert, das Umfeld ebenso, allerdings fand sich in der Führungsetage der Arminia keine Mehrheit für den Ex-Coach. (kicker.de)
Alleine dieses Verhalten unseres einst durchaus geschätzten Ex-Trainers - sich durch subtile Äußerungen plus Stadion-Präsenz bei kriselnden Klubs selbst ins Spiel bringen - macht ihn für mich erneut zur Anti-Person (zum zweiten mal nach seinem ätzend gestalteten Abgang zum 1.FC Köln). Aber so hat er, was er vermutlich wollte: Sein Name ist plötzlich präsent und wird von Schreiberlingen aller Orten dankbar aufgegriffen. Na immerhin scheint er hier in Bielefeld trotz seiner 'dezenten' Vorgehensweise kein Fuß an die Erde zu bekommen:
Schon wird in Bielfeld* mehr oder weniger offen über eine nicht zu Stande gekommene Rückholaktion des einstigen Arminia-Machers Uwe Rapolder diskutiert. "Da ist nichts dran", wollte davon allerdings Geschäftsführer Reinhard Saftig vor den Kameras nichts wissen und wies damit alle möglichen Zweifel an den Rettungs-Fähigkeiten des Von-Heesen-Nachfolgers Geideck zurück. (NW)
*Liebe NW, gleich 2 mal "Bielfeld" in einem Artikel - Respekt!
Wir sammeln weiter...




Die Steine sagten zu Gott:
"Wir wollen Arminia Fans werden."
Aber Gott sagte:
"Dafür seid Ihr nicht hart genug"
Hallo Sascha,
ich stimme im Bezug auf den Trainer Rapolder absolut zu und hoffe, dass dieser Name im Zusammenhang mit Bielefeld nicht mehr auftaucht. Am Wochenende habe ich dann mal versucht, ein Anti-Rapolder-Bild zu machen in Anlehnung an den Stil der aktuellen Arminia - Werbeplakate. Heraus kam dabei das:
http://www.jambass.de/dieArminendiesindda.htm
Na gut, die Schriftart paßt nicht so ganz, aber Du weißt ja zumindest wie ich es meine .)
NGZ-Online über Uwe Rapolder:
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