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Arminia in Offenbach – Kaninchenzüchter on Tour?

Der Auswärtssieg in Offenbach war schön, aber dass er angesichts solcher Erfolge wie gestern gegen Paderborn so in Erinnerung bleiben würde, war nicht zu erwarten.

Die Anekdoten sind vielfältig, beschränken sich aber im Besonderen auf die Busfahrten. Nachdem wir nun wissen, dass die Mannschaft zwei Tage nach ihrer Rückreise den KSC rein ohne Restalkohol abgefertigt hat, kommen nun weitere Kuriositäten ans Tageslicht.

So fuhr ein prall gefüllter Fanbus von Bielefeld gen Offenbach. Fans, die ein Spiel in Offenbach unter der Woche besuchen, zählen zweifelsohne zu den treuesten der Treuen und haben einen weiten Erfahrungsschatz rund um Arminia und den Fußball. Man würde jedenfalls nicht vermuten, dass neun junge Zwergkaninchen als Hauptgesprächsthema der Hinfahrt her hielten.

Doch von vorne. Fan A erklärte sich gegenüber Freunden als Kaninchensitter während des Urlaubs bereit. Zwei Kaninchen, die in getrennten Käfigen gehalten werden, sollten fortan observiert werden. Fan A versteht diese Trennung nicht und will der Einsamkeit entgegentreten. Er entfernt ein Gitter und schafft gemeinsamen Wohnraum ohne allerdings beachtet zu haben, dass es sich bei beiden Mitbewohnern um Männlein und Weiblein handelte. Wenig später wurden aus zwei Zwergkaninchen nun elf Zwergkaninchen und es stellte sich die Frage: Was tun? Und wie erklären?

Und genau diese Fragen wurden im Bus nach Offenbach diskutiert. Von Verzehren über „bei eBay reinstellen“ bis einen Arminis-Streichelzoo eröffnen, war alles an Vorschlägen dabei.

Welche Lösung nun in die Tat umgesetzt wurde, ist unbekannt. Auch in diesem Fall zeigt sich Blog5 für eine Gegendarstellung offen ;-)

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Derby-Teasing!

Bevor ich eine schlechte Überleitung zum Pokalspiel gegen Paderborn einbaue, seien ein paar Auffälligkeiten des Zeigler-Clips genannt:

 

  • Arnd hat Recht. Die Ranzen sind wirklich cool.

  • Arnd hat Recht. Niemand möchte zum Arminia Bielefeld-Fan gemacht werden, denn wenn überhaupt macht Arminia Bielefeld dich zum Fan.

  • Was Arnd aber nicht erwähnt: Die Vereinswappen auf den Ranzen sind auch cool. Und ganz objektiv gesehen ist das Bielefelder Wappen tatsächlich das Schönste. Wer mag da ernsthaft widersprechen?

  • „Ein sauberer Schulhof, liebe nette kleine Jungs, die sich auf angenehme Weise die Zeit vertreiben“ - derjenige Journalist, der heutzutage eine Klassenkeile in diesem Ton kommentieren würde, stünde in Windeseile im Büro seines Intendanten.

 

Dass ein paar kleine Arminen das Schicksal eines kleinen Bayern-Fans besiegeln, welches er selbst kaum rührender hätte kommentieren können („Ich werd hier verprügelt weil ich Bayern München-Fan bin und die, die mich verprügelt haben, sind von Arminia Bielefeld. Und die wollen mich jetzt alle zum Arminia Bielefeld-Fan machen und das will ich nicht. Ich will bei Bayern München bleiben.“), ist nicht wieder gut zu machen. Als aufgeklärte Fans des neuen Jahrtausends gilt es sich von Gewaltakten dieser Art zu distanzieren. Die Vergangenheit holt uns hier ein.

Eine Vergangenheit, die unser Gegner vom Sonntag gar nicht erst besitzt. (Achtung: Das ist die schlechte Überleitung!) Von Schmitti Milse beim KSC-Spiel noch als „SC Paderborn 2007“ angekündigt, bahnen sich die „Domstädter“ (wuuhuuu, klingt nach Köln und Champions League doch nur 2. Liga) nun als Favorit ihren Weg nach Bielefeld. Wer damit nicht zurechtkommt, soll sich bewusst machen, dass die Paderborner „Dominanz“ in OWL über einen jahrzehntelangen Zeitraum betrachtet nur ein kleiner, schnell verglühender Funken sein kann. Möglich, dass der SCP angeführt von einem talentierten Arminia-Jugendspieler das Pokalspiel gewinnt. Möglich, dass sich Paderborn auch dieses Saison in der oberen Hälfte der 2. Liga etablieren kann. Sicher aber, dass all das nur Momentaufnahmen sind.

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Arminia in Offenbach - Eine Stellungnahme von Marcus Uhlig

Sich auf Artikel der BILD-Zeitung zu  berufen, ist riskant. Wegen der schnellen Pointe und meiner ureigenen Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison, habe ich es heute dennoch getan.

Allen BILD- und Blog5-Lesern sei folgende Stellungnahme von Marcus Uhlig entgegengehalten, der ich persönlich auch deutlich mehr Glauben schenke  als den Lettern in der BILD ;-)

Die Stellungnahme von Marcus Uhlig im Wortlaut:

"Hallo zusammen,

ich lege großen Wert auf folgende Richtigstellung: Offensichtlich spielt die Geschichte „Spritis on Tour“ auf einen heute erschienenen Zeitungsbericht an. In diesem wurde kolportiert, dass auf der Rückfahrt aus Offenbach eine ausgelassene Siegesfeier stattgefunden haben soll und in Folge eines Staus auf der Autobahn die Getränke ausgegangen sind. Diese Information ist zu 100% falsch. Fakt ist, dass der Bus noch keine halbe Stunde vom Bieberer Berg entfernt war, als die meisten Spieler bereits eingeschlafen sind. Auf der gesamten Rückfahrt aus Offenbach ist genau das passiert, was eigentlich gerade auch in einer englischen Woche selbstverständlich ist: Nichts! Keine Ausgelassenheit, keine Party und auch keine Partygetränke. Kein Spieler und auch kein Trainer aus unserem Team neigt auch nur im Ansatz dazu, zu glauben, sich in irgendeiner Weise auf dem bisher Erreichten ausruhen zu können. Erreicht haben wir bisher einen besseren Start als in der letzten Saison. Nicht mehr und nicht weniger. Wir wollen uns weiter oben festbeißen und werden alles dafür tun. Natürlich kann auch schon mal gefeiert werden (wird sicherlich auch), aber ganz sicher nicht nach einem Auswärtssieg am vierten Spieltag unter der Woche, wenn drei Tage später der KSC und elf Tage später Paderborn warten. Also: Durchzecht wurde hier gar nichts, nicht einmal ansatzweise.

Beste Grüße,

Marcus Uhlig."

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Arminia in Offenbach - Spritis on Tour?

Gut, gut... Nach einem offensichtlich bescheidenem Auswärtsspiel in Dortmund sind nun zwei Siege mit jeweils drei Toren gelungen. Einer davon sogar nicht bei irgendwem, sondern bei Kickers Offenbach. Vor der Saison war ja von einem gelungenen Saisonstart die Rede, der Funken der Euphorie entfachen sollte, die Mannschaft und Fans dann möglichst lange auf Trab halten mögen. Im Stile des neuen sportlichen Leiters des FC Bayern München muss ich nun allerdings als antizyklischer Mahner auftreten. Dazu benutze ich nun eine Floskel: „Wer glaubt man könne sich auf diesen beiden Siegen erstmal wieder ausruhen, der ist schief gewickelt!“

Aber warum das? Ist das im Sinne des formulierten Saisonziels nicht kontraproduktiv?

Nun, nach einem kurzen Überblick über die Berichterstattungen von heute, schrillten die Alarmglocken: Arminias Kicker standen nach Angaben eines Klatschblattes mit vier Großbuchstaben auf der Rückreise von Offenbach drei Stunden im Stau und begannen das Trinken! So wird es dem Leser jedenfalls durch ein Trainer-Zitat vermittelt: „Die Stimmung war nach dem Dreier total ausgelassen. Schade nur, dass uns irgendwann der Getränke-Sprit ausging.“ Es soll Trainer in Bielefeld gegeben haben, die für sowas noch immer eine Flasche Chardonnay im Taktik-Koffer dabei gehabt haben...

Man darf nach einer offenbar durchzechten Nacht also gespannt sein, wie sich die Truppe morgen um 14 Uhr gegen Karlsruhe präsentiert. Sollte das schief gehen, gebe ich umgehend meine antizyklische Haltung auf und referiere über Champagner-Exzesse unter Drittligaspielern... Ausrufe wie „Scheiß Millionäre“ sind dann schnell bei der Hand. Ich kann nur warnen. Das will doch niemand!

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Liga der Superlative

Sturm-Ass Pascal Testroet hat sich unlängst als Mann großer Gefühle geoutet, als er den Sieg in Offenbach an alter Wirkungsstätte kommentierte mit:

"Es war das emotionalste Spiel meines Lebens!"

Vierter Spieltag der Drittligasaison 2012/13. Knapp 7.000 Zuschauer. Ausgewechselt nach guter Leistung nach 56 Minuten. Schöner Auswärtssieg. 5. Platz. Wem kommt da nicht gleich ein lebenslanger Superlativ in den Sinn!

Das letzte Mal meint man von Diskuswerfer Harting oder Max Morlock oder Rudi Völler solche Sätze gehört zu haben, aber auch in der 3. Liga ist Zeit für hehre Emotionen! Jawohl! Es sind eben die einfachen Dinge, die ganz groß zählen! Oder meinte er das Spiel gegen Saarbrücken?

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2:2 Kruse (90.), 3:2 Klos (90 + 3.)

Es braucht nicht viel, um die Eindrücke eines Fußballspiels in einem Fernsehbericht derartig zu verzerren, dass am Ende annähernd nichts dem entspricht, was im Stadion zu sehen war. Die Rezeptur ist einfach. Der Saarländische Rundfunk hat sich ihrer bedient.

- Man streiche alle Chancen des ungeliebten Gegners, in diesem Fall Arminia, aus dem Gedächtnis und konzentriere sich des Ergebnisses wegen einzig und allein auf die Tore.

- Man lasse den Gegner in Interviews gar nicht erst zu Wort kommen, sondern die eigenen Jungs schwadronieren: „Wir rennen hier eine Halbzeit an und sind in der zweiten Halbzeit drückend überlegen.“ (Saarbrückens Tim Kruse)

- Man unterfüttere den selektierten Zusammenschnitt mit einseitigen Off-Kommentaren wie etwa „Die Saarländer kontrollieren die Partie von Beginn an.“ oder „Der FCS hatte die Gastgeber im Griff.“

In der dritten Liga sollte man zwar jede Form der Berichterstattung zu schätzen wissen, doch aus den wenigen Möglichkeiten ergibt sich zwangsläufig die Gefahr einer „Meinungsmache“ weniger Redakteure „unterworfen“ zu sein.

Und so überrascht es schon, dass ausgerechnet im FCS-Blog ein Fan der Saarländer sich kritischer mit seinem Team befasst als der TV-Journalist: „Erneut ließ er aber gerade in der Abwehrarbeit die Konzentration der ersten beiden Spiele vermissen und ließ sich oft weit zurückdrängen. Die Umbesetzung in der Innenverteidigung schien sich nicht auszuzahlen.“

Natürlich dürfen wir besonders nach den schwachen ersten 30 Minuten nicht so vermessen sein und den Last-Minute-Sieg vom Freitag als souverän oder hochverdient zu deklarieren, aber fairerweise sollte auch der Saarländische Rundfunk anerkennen, dass Herzkasper-Potentiale schon einige Zeit vor der Schlussphase bestanden. So hätte Fabian Klos nach Traumkombination über den starken Appiah und Hille bereits Mitte der zweiten Hälfte das 3:1 machen können. Wenig später war es Patrick Schönfeld, der nach ähnlicher Kombination das Tor aus zwei Metern eigentlich nicht mehr verfehlen konnte. Er schoss aber kunstvoll noch drei Meter drüber.

Und selbst noch nach dem 2:2, das zugegebenermaßen in den letzten zehn Minuten in der Luft lag, war es Tim Jerat, der abermals aus kürzester Distanz den Kasten verfehlte.

Das viel umjubelte 3:2 ist auch keineswegs als Zufallsprodukt zu sehen. Die Blauen hatten auch nach dem Ausgleich noch den Biss und den Willen das Ding noch zu holen. All das spiegelt sich in dem Tor wider: Nachdem der gute Freistoß bereits aus dem 16er herausgeköpft wurde, springt der kleine Riese heldenhaft dem Ball entgegen und bugsiert ihn irgendwie mit dem Rücken in den Strafraum zurück. Da sieht Tim Jerat ein, dass gegen Klos kein Kraut gewachsen war, lässt ihn knallen und der Rest ist einzigartig.

Tolle Dramatik! Tolles Ende! Glücklich sein und weiterfighten. Schon Mittwoch geht’s nach Offenbach.

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"...mal wieder gesehen, warum das 3. Liga heißt"

10 Minuten Fußball, endlich mal den Ball im Mittelfeld halten, schnell und sauber Chancen rausgespielt (leider fahrlässig vergeben) - na ja, ist gegen einen Aufsteiger, das baut die Mannschaft vielleicht auf (denkt man).

Und dann? Fällt das Gegentor, weil der ballführende Spieler nicht angegriffen wird. Schlimmer noch: Man hätte eigentlich abpfeifen können, weil nichts mehr kam. Ein Rumgehake auf dem Platz, die Bälle nach vorn geschlagen in der Hoffnung, vielleicht kriegt sie ja einer. Hinten: Hau weg! Wer hat eigentlich im Mittelfeld gespielt? Ach so, ist ja 3. Liga. Währenddessen fand auf den Rängen die Hochstilisierung von Ratsche statt - als ob Arminia da einen Wunderspieler abgegeben hätte.

Ach ja, 3. Liga - für schlappe 6€ hätte man ein Spiel gut sehen können. War aber nix zu sehen...

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"Ich wage zu behaupten, dass bei vielen EM-Spielen keine so gute Stimmung war wie hier heute auf der Alm."

Jürgen Bergener, Live-Kommentator vom WDR beim Spiel gegen Aachen, zeigt sich beeindruckt von der Stimmung in Bielefeld und widerspricht damit ungewollt Alemannias Geschäftsführer Kraemer, der erst kürzlich aufgrund angeblich mangelnder Atmosphäre davor warnte  ein Saison-Eröffnungsspiel in Bielefeld auszutragen.

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Heute knallt´s.

Heute ist Saisonstart. Und pünktlich dazu gab es wieder ein paar Sonderseiten in der NW. Das finde ich klasse, denn ich lese sie gerne. War es doch Jörg Fritz, der mir vor der letzten Zweitligasaison als Einziger einen Hauch Restoptimismus einhauchen konnte, indem er einzelne Mannschaftsteile unter der Überschrift „Im Mittelfeld knallt´s“ sezierte. Gerade mit Alon Abelski hätte Christian Ziege ein Juwel ausgegraben. Nach 2-3 Spielen fiel auf, dass Abelski seinen Gegenspielern körperlich derart unterlegen war, dass er wortwörtlich kaum ein Bein an die Erde setzen konnte. Heute spielt er in der vierten Liga bei Eintracht Trier.

So gesehen ist es kein gutes Omen, dass wir heute über unseren Angriff lesen: „Diese dynamische Abteilung der Arminen ist vom Feinsten, was die 3. Liga zu bieten hat.“

Damit möchte ich keinesfalls Herrn Fritz zu nahe treten, sondern vielmehr darauf aufmerksam machen, dass jeder Saisonstart trotz aller Eindrücke aus der Vorbereitung immer wieder eine Wundertüte ist. So auch heute. Es kribbelt ein wenig. Aachen ist stark.

Damit ihr auch mich hinterher an meinen Aussagen festnageln könnt, haue ich ein paar steile Thesen raus:

 

  1. Arminia gewinnt heute.

  2. Arminia steigt nicht auf, aber landet unter den ersten 5.

  3. Arminia kommt in die 3. Runde des DFB-Pokal und macht ein paar Kröten gut.

 

Ach..und vielleicht tippe ich noch die heutige Aufstellung, um mich endgültig als Dummschwätzer bloß zu stellen.

Wir spielen selbstredend mit: Platins – Salger, Hübener, Burmeister, Appiah – Schütz, Jerat, Rahn, Lorenz – Schönfeld – Klos.

Das klassische 4-4-1-1. Wer hält dagegen?

Denkt an die Großbaustelle Bielefeld, fahrt frühzeitig los, aber versackt ja nicht vor dem Fernseher.

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"Rot-Weiss Essen ist für mich das Synonym eines schlafenden Riesen. Dann sicher RB Leipzig, aber auch Arminia Bielefeld."

Andreas Rettig, ab 1.1.2013 neuer DFL-Geschäftsführer, antwortet im heutigen Kicker auf die Frage, welche Vereine außerhalb des Südens (Bayern und Baden-Württemberg stellen 12 der 36 Bundesligavereine) nach oben kommen werden.

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