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"Ich wage zu behaupten, dass bei vielen EM-Spielen keine so gute Stimmung war wie hier heute auf der Alm."

Jürgen Bergener, Live-Kommentator vom WDR beim Spiel gegen Aachen, zeigt sich beeindruckt von der Stimmung in Bielefeld und widerspricht damit ungewollt Alemannias Geschäftsführer Kraemer, der erst kürzlich aufgrund angeblich mangelnder Atmosphäre davor warnte  ein Saison-Eröffnungsspiel in Bielefeld auszutragen.

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Heute knallt´s.

Heute ist Saisonstart. Und pünktlich dazu gab es wieder ein paar Sonderseiten in der NW. Das finde ich klasse, denn ich lese sie gerne. War es doch Jörg Fritz, der mir vor der letzten Zweitligasaison als Einziger einen Hauch Restoptimismus einhauchen konnte, indem er einzelne Mannschaftsteile unter der Überschrift „Im Mittelfeld knallt´s“ sezierte. Gerade mit Alon Abelski hätte Christian Ziege ein Juwel ausgegraben. Nach 2-3 Spielen fiel auf, dass Abelski seinen Gegenspielern körperlich derart unterlegen war, dass er wortwörtlich kaum ein Bein an die Erde setzen konnte. Heute spielt er in der vierten Liga bei Eintracht Trier.

So gesehen ist es kein gutes Omen, dass wir heute über unseren Angriff lesen: „Diese dynamische Abteilung der Arminen ist vom Feinsten, was die 3. Liga zu bieten hat.“

Damit möchte ich keinesfalls Herrn Fritz zu nahe treten, sondern vielmehr darauf aufmerksam machen, dass jeder Saisonstart trotz aller Eindrücke aus der Vorbereitung immer wieder eine Wundertüte ist. So auch heute. Es kribbelt ein wenig. Aachen ist stark.

Damit ihr auch mich hinterher an meinen Aussagen festnageln könnt, haue ich ein paar steile Thesen raus:

 

  1. Arminia gewinnt heute.

  2. Arminia steigt nicht auf, aber landet unter den ersten 5.

  3. Arminia kommt in die 3. Runde des DFB-Pokal und macht ein paar Kröten gut.

 

Ach..und vielleicht tippe ich noch die heutige Aufstellung, um mich endgültig als Dummschwätzer bloß zu stellen.

Wir spielen selbstredend mit: Platins – Salger, Hübener, Burmeister, Appiah – Schütz, Jerat, Rahn, Lorenz – Schönfeld – Klos.

Das klassische 4-4-1-1. Wer hält dagegen?

Denkt an die Großbaustelle Bielefeld, fahrt frühzeitig los, aber versackt ja nicht vor dem Fernseher.

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"Rot-Weiss Essen ist für mich das Synonym eines schlafenden Riesen. Dann sicher RB Leipzig, aber auch Arminia Bielefeld."

Andreas Rettig, ab 1.1.2013 neuer DFL-Geschäftsführer, antwortet im heutigen Kicker auf die Frage, welche Vereine außerhalb des Südens (Bayern und Baden-Württemberg stellen 12 der 36 Bundesligavereine) nach oben kommen werden.

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Frühkindliche Vereinsprägung, Teil II. Lektion heute: Pokalgewinn!

Für die bereits andernorts beschriebene frühkindliche Vereinsprägung und langfristige Kundenbindung ist so ein Pokalerfolg goldwert! Hier zählt nur das Bild der Mannschaft mit dem Pokal, denn Pokal = Gewinner.

Eine ganz simple Rechnung. Wert des Wettbewerbes, unterirdische Spielleistungen auf dem Platz, Perspektiven, halbleeres Stadion etc. fallen komplett raus.

In diesem Sinne wurde der Pokalgewinn hier auch gleich verwertet. Und es wirkte! Als also Armini Nr. 10 Großeltern und Onkel einen Tag später stolz von dem großen Erfolg erzählte, ließ es sich der Onkel als Borusse natürlich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass Dortmund ja schon viel mehr Pokale gewonnen habe und Deutscher Meister sei. Die entwaffende Antwort der Kleinen im O-Ton: "Ist mir doch pupsegal!"

Leute, so einfach kann Fußball sein!

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Ein Pokal, ein Pokal – Trainer wir danken Dir

Die heutigen Vorkommnisse auf der Alm waren einfach zu sonderbar um im Blog unerwähnt zu bleiben. Das Spiel an sich verdient die Bewertung „besserer Vorbereitungskick“. Ehrgeiz war zu erkennen, spielerisch holperte es trotz lichter Momente noch ganz schön. Aber weil Patrick Schönfeld – von mir seit einigen Monaten „Zidane der dritten Liga“ genannt – elegant chippen und Marcel Appiah eine Etage höher springen kann als alle anderen, geriet der 2:0-Sieg gegen Preußen eigentlich nie wirklich in Gefahr.

So weit so gut. Kurios wurde es gegen Spielende mit der Durchsage, man solle doch bitte nach Abpfiff auf den Plätzen ausharren um der Siegerehrung einen würdigen Rahmen zu verleihen – Worte, die man so in Bielefeld nicht kannte. Mit großen Augen erwiderte mein Stehnachbar: „Ist gleich nicht Platzsturm? Ich wollt doch den Elfmeterpunkt.“ Eine Bielefelder „Fußball-Schande“ galt es zu vermeiden, also entgegnete ich ein Platzsturm sei im Protokoll nicht vorgesehen, die Jungs müssten schnell duschen und dann per Autokorso über Stapenhorst und Niedernwall zum Rathaus, wo sicherlich schon mehrere Zehntausende warten würden. Und so hielt sich die Begeisterung nach Abpfiff hinter Zäunen.

Das gellende Pfeiffkonzert für die Telgteraner, die sich sicherlich schöneres hätten vorstellen können als in Bielefeld als „2.Sieger“ geehrt zu werden, verlief erwartungsgemäß. Eine akustische Untermalung der Pokalübergabe offenbarte für den titellosen Arminen jedoch ihre Tücken. Selbst die härteste Fan-Kehle musste sich eingestehen, dass ein langgezogenes „Oooooh“ über zwanzig mit Plaketten auszustattende Profis nicht durchzuhalten ist. Hochrote Köpfe signalisierten den Wechsel zu rhytmischem Klatschen. Nach einigen Minuten war es dann soweit: Thomas Hübener streckte als DSC-Kapitän einen Pokal in den Himmel. Wow!

Man sehnte sich nach Standards wie Queen: „We are the Champions!“ Und sie spielten Queen. Wow! Sich zu „We are the Champions“ in den Armen zu liegen während ein Pokal in die Kurve getragen wird. Wow! Vor zwei Jahren hat man uns schon totgeschrieben – und jetzt das!

Am 12. August geht’s wieder von vorne los. In Petershagen-Ovenstädt. Yeah!

NACHTRAG

Wer sich wundert, dass Bundespräsident Gauck im Sommerinterview auf ZDF den Arminen nicht gratuliert hat: Das Ganze war eine Aufzeichnung.

Prominente Glückwünsche aus Berlin lassen dennoch nicht auf sich warten, wie etwa dieser Tweet von Casper belegt: „ARMINIA HAT DIE UNAUSSPRECHLICHEN WEGGEWICHST! glueckwunsch zum pokal!“

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FC Valencia Olé

Diese Vorbereitung hat es in sich. Vor allem organisatorisch. Durch EM-Frust und Finalfreuden unbemerkt, verabschiedeten sich die Arminen bereits ins Trainingslager nach Teistungen. Doch einer fehlte: „Du kannst in einem Trainingslager jeden ersetzen, aber nicht den Physiotherapeuten!“ (Uhlig). Michael Schweika wechselte nahezu unbemerkt nach Berlin. Auf Anraten der Hertha gar ohne sich abzumelden.

Die hinterlassene Lücke konnte Arabi über alte Aachener Kontakte noch rechtzeititg stopfen.

Nächstes Ungemach zog dann aus Schottland herüber. Wohl entgegen aller deutschen „Das wird schon gut gehen“-Erwartungen wird den Glasgow Rangers tatsächlich die Lizenz entzogen. Ein Deutschland-Trainingslager fällt somit natürlich genauso flach wie das geplante Testspiel auf der Alm.

Erst hatten wir Meppen, dann hatten die Dortmund und wir hatten Cloppenburg in Schwagstorf. Zwischendurch wollten wir Paderborn, aber die kommen lieber im Pokal.Dann hatten wir Glasgow und dachten „Yes“ bis uns über Nacht neue Optionen geöffnet wurden. Olé! Valencia kommt! Drittplazierter aus dem Schlaraffenland des Fußballs. Schade um Glasgow, aber am 25.7. steigt ein wahres Highlight.

Wohl ebenfalls unbemerkt blieb zunächst, dass dieses Testspiel bereits nach dem ersten Pflichtspiel stattfindet. Von Vorbereitung kann also eigentlich kein Gerede mehr sein, vielmehr ist es ein Bonbon für die Fans, was wir bei Möglichkeit auch wahrnehmen sollten.

Ein weiterer Leckerbissen steht schon Sonntag (übermorgen) an. Westfalenpokal gegen Münster! Finale dahoam. Eines jener Spiele, in denen nur drei Mal gewechselt werden darf. Es geht also um was! Mindestens um eine Zeile im Briefkopf! Alle, die da sein werden, dürfen Geschichte mitschreiben.

Ihr merkt´s: Die Fußballpause, die es nie gegeben hat, ist bereits vorbei.

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Neue Strahlkraft oder Abraumhalde?

Nach dem Osnabrücker VfL-Spieler Stephan Salger und dem gebürtigen Münxxlüsimpfer Marc Lorenz hat jüngst ein neuer Co-Trainer aus Paderborn bei Arminia angeheuert.

Ist das ein Witz, den wir noch nicht verstanden haben? Lachen sich die Nachbarn heimlich scheckig? Oder werden dort sinkende Schiffe verlassen? Oder ist es etwa die neue Strahlkraft eines zukünftigen Champions? Sind wir wieder wer?

 

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Mit Pudelfrisur nach oben!

Carsten ist Fan des 1. FC Saarbrücken und betreibt das „FCSBlog 2.0“, das sich im Wesentlichen von Blog5 nicht unterscheidet. Der Carsten hat aber ein deutlich interessanteres Projekt zur neuen Saison gestartet als blog5 es wohl jemals auf die Reihe bekommen hätte. Und zwar lässt er Blogger eines jeden Drittliga-Vereins im Hinblick auf die neue Saison zu Wort kommen, um sich auf das gemeinsame Kräftemessen einzustellen. Quasi ein Blogger-Sonderheft zur 3. Liga, das mit Sicherheit interessante und amüsante Sichtweisen der Konkurrenz offenbaren wird.

Schaut doch einfach mal im FCS-Blog vorbei!

Wir bzw. ich durfte heute den Stein ins Rollen bringen. Mit der freundlichen Genehmigung aus Saarbrücken könnt ihr daher auch hier das blog5-Interview nachlesen:

 

FCSBlog: Stellt Euch mal bitte vor!

Santon: Blog5 ist ein Sammelsurium von Liebes- und Leidensgeschichten aus dem nicht immer ganz leichten Alltag als Fan des ehemaligen Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. Nicht immer todernst, aber manchmal. Die Übergänge sind da verwirrend fließend.

Zeitgleich mit der Arminia-Krise wurde auch Blog5 ordentlich durchgerüttelt, aber wie der Verein, so können auch wir von uns behaupten: Blog5 lebt! Die Altvorderen sind in Teilzeit gegangen und neue „Autoren“ drangen nach vorne. Der Weg war das Ziel. Es musste weitergehen.

FCSBlog: Die -fast schon- etwas entschuldigende Frage zu Beginn: Das Unterzahlspiel 1986, die Relegation 1985 und letzte Saison das 0:4 zu Hause gegen Saarbrücken – beliebt wird der 1. FC Saarbrücken nicht mehr auf der Alm, oder?

Santon: Ihr seid ja nun nicht der erste Verein, mit dem wir Niederlagen assoziieren. Würden wir nach jeder Pleite neue Feindbilder aufbauen, wären wir ja verbitterte und vereinsamte Hinterwäldler. (..) Oh, einen Augenblick…

FCSBlog: Euer Trainer Stefan Krämer gilt nach seiner Erstlingssaison in Liga 3 als Wunderkind. Wie seht Ihr das?

Santon: Wir haben mehrere qualvolle Jahre ohne überzeugende Persönlichkeiten auf der Trainerbank hinter uns. Wir hatten ja nichts. Es gab niemanden mit positiver Ausstrahlung, der das Fanvolk hinter sich versammelt und gierig auf Erfolg ist. Stefan Krämer kann diese Sehnsüchte befriedigen – und zwar weil er das genaue Gegenteil eines Wunderkindes ist. Diese Pudelfrisur und seine unkonventionell offene Art sind ein Indiz dafür, dass unsere „Bosse“ den chemisch gereinigten Elfenbeinturm verlassen haben und sich hier demnächst sogar wieder Leute mit Dreitagebart bewerben dürfen.

FCSBlog: Bielefeld wird zwar offen aus unterschiedlichsten Gründen belächelt (wir lassen mal die Bielefeld-Verschwörung aus dem Spiel), hat aber stets sehr gute Fanmagazine und jetzt auch Blogs wie blog5 hervorgebracht. Woran liegt das?

Santon: Da regt mich ja die Frage schon auf. Was heißt denn hier belächelt? Humor und Kreativität sind doch nicht ausschließlich von Rheinländern gepachtet. Ich finde gerade ein Traditionsverein mit großer Familie sollte gute Fanmagazine und Blogs haben. Denn wenn die Spieler dann mal aus dem Haus sind oder es passiert irgendwas, dann haben wir immer noch unsere Fanmagazine und Blogs. Da haben wir was in der Hand und wir haben als Fans das Gefühl auf eigenen Füßen zu stehen. Da haben wir etwas Eigenes.

FCSBlog: Und was passiert diese Saison so auf der Alm?

Santon: Same procedure as last year: Wir stehen und sitzen dort, gucken in unsere kleine Stamford Bridge und verstehen nicht, warum man mit diesem Stadion 3. Liga spielen muss bis uns die niedere Spielqualität jäh aus allen Träumen reisst. Aber vielleicht machen wir ja doch noch einen Sprung nach vorne.

(Fragenblock!)

Wenn meine Mannschaft 2011/12 ein Film war, dann:

Einer mit vielen unbekannten Schauspielern, der aber wieder einmal genügend Dramaturgie bot. Von verruchten Ausflügen ins Rotlichtmillieu (Schnitzmeier) bis hin zur Wiederauferstehung (11 Spiele, 0 Siege), es war für jede Konfession etwas dabei.

Auf diesen Verein freue ich mich 2012/13 am Meisten:

Irgendwie ja doch auf die Preußen, dann ist die Hütte wenigstens voll.

Auf diesen Verein freue ich mich 2012/13 überhaupt nicht:

Ich kann mir Namen so schlecht merken…

Wer steigt 2012/13 höchst wahrscheinlich in die 2. Liga auf?

Einer der drei Absteiger bestimmt. Der Rest der Liga kommt für alles in Frage – die 3.Liga hab ich persönlich noch nicht verstanden.

Und wer muss ab in eine der gefühlt 26 Regionalligen?

Einer der drei Aufsteiger bestimmt. Der Rest der Liga kommt für alles in Frage – die 3.Liga hab ich persönlich noch nicht verstanden. (Ich wünschte ich könnte besser antworten.)

Moderne Fußballarena oder Betonschüssel mit Flair?

Sind viele der modernen Fußballarenen nicht Betonschüsseln, denen Flair angedichtet wird?

In zwei Jahren ist die 3. Liga...

…für uns hoffentlich kein Thema mehr.

Relegation ist ja...

… kein gewaltverherrlichendes Synonym für Frustbewältigung.

Andere Fußball-Blogs sind...

…nicht anders, nur besser? :-)

Wenn Fußball nicht mein Sport wäre, dann...

…hätte ich als Politikstudent ja noch mehr Zeit über Sinn und vor allem Unsinn nachzudenken.

 

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Und Fußball ist gar nicht so wichtig....

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Siegesserie aufgeklärt - Fanclub stellt sich der Öffentlichkeit

Was veranlasst einen Radiosender dazu einen Verein als „Verein der Woche“ zu präsentieren, den es inoffiziell erst etwa zehn Monate und offiziell gar erst ein halbes Jahr lang gibt? Seine simple Eigenschaft einer von über 110 Fanclubs von Arminia Bielefeld zu sein, dürfte nicht das ausschlaggebende Fundstück auf der Suche nach Errungenschaften gewesen sein.

Gut, schaut man sich den Vorgänger-Verein der Woche an, so ahnt man bereits, dass die Kriterien nicht allzu hoch gesteckt wurden: Der „Still- und Fläschchentreff“ im Klinikum Herford klärt „Breifragen“ und erörtert warum die Kleinen wann weinen.

Der Trumpf des Fanclubs „Die Blaublüter“  ist eher spiritueller Natur. Die Blaublüter halten sich – wohl exklusiv – dafür verantwortlich Arminias Niederlagen-Misere zu Beginn der letzten Saison beendet zu haben. Nach inoffizieller Gründung hagelte es Punkte. Allein diese Einbildung war runde anderthalb Minuten Sendezeit auf Radio Herford wert.

Wer jetzt „Blaublüter“ gelesen hat und auf mächtige Finanzspritzen Uerentruper Großgrundbesitzer spekuliert, wird jedoch enttäuscht: Der Name hat eher wieder was mit Casper zu tun.

Sollte wider Erwarten jemand neugierig auf den Bericht geworden sein, so findet er ihn hier!

 

Anmerkung: Der Autor gibt zu Teil dieser mystischen Gruppierung zu sein, schwarzen Katzen den Rücken zuzudrehen und im Morgenkaffee sehen zu können was abends gegessen wird.
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