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Die erwartete Nicht-Erwähnung findet an unerwarteter Stelle nicht statt

In Olli Fritsches Newsletter ist beim zitierten Spielbericht selbstverständlich ausschließlich Wolfsburg das Thema. Daß es in Bielefeld einen Fußballverein geben muss (einen mit Trainern und so), erfährt der geneigte Leser dann aber an anderer Stelle:

Stefan Osterhaus (taz) forscht nach der Ursache der - überwundenen - Formschwäche Lukas Podolskis: "An wem lag es, dass von Podolski über Monate nicht mehr allzu viel zu sehen war? Vielleicht waren es ja die Folgen seines Machtkampfs mit Uwe Rapolder. Der Volkstribun Podolski gewann, Rapolder musste gehen. Kein Verlust für die Liga, wie überhaupt auch die Arbeit seines Nachfolgers in Bielefeld, Thomas von Heesen, die Dampfplauderei des aufgeblasenen Systemtheoretikers um diesen und jenen Schachzug auf dem Spielfeld ins rechte Licht rückt.

Interessant, wie Rapolder binnen weniger Monate vom Liebling zum Oberarsch der sog. Qualitätspresse geworden ist.

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Chelsea, Hoffenheim, Augsburg: Denk ich an Arminia 2016 in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht

Heute in der Welt gelesen:

Augsburg kommt in Mode

Ehemaliger Textil-Unternehmer will mit dem Fußball-Regionalligisten bis 2011 in die Bundesliga - Stadionbau für 60 Millionen Euro geplant

Auch wenn das Beispiel LR Ahlen gegenwärtig etwas dagegen spricht: Mittel- und unterklassige Fußballvereine scheinen immer mehr ein Hobby von Investoren zu werden, die ihre Midlife-Crisis überbrücken möchten, indem auch sie mal beim DSF-Doppelpass neben Beckenbauer sitzen dürfen; oder zum Marketing-Instrument von Konzernen (Wolfsburg). Zwar wird immer die Gefahr betont, der Verein verknüpfe sein Schicksal damit zu eng mit dem Wohlwollen und den Stimmungsschwankungen eines Mäzens, aber als Regionalligaverein oder finanziell dahinsiechender Zweitligaverein kann man dem Reiz kaum erliegen.

Bleibt die Frage: Welche Rolle spielt Arminia in zehn Jahren im Profifußball zwischen den öffentlich geförderterten Vereinen, bei denen Vereinskrisen immer gleich Staatskrisen sind (Dortmund, Hertha, Schalke, Klautern, Bayern etc), wenn sich bis dahin auch noch zehn, fünfzehn weitere der oben beschriebenen Geldgeber für irgendwelche anderen Vereine finden?

Ich befürchte eine eher untergeordnete. Es sei denn, das Mäzen-Modell stellt sich in den kommenden Jahren als Irrtum heraus (Geld schießt keine Tore, Mäzen geht pleite, Stadt weiß nicht, was sie mit einer 60-Mio-Stadion-Ruine anfangen soll) oder Arminia findet ebenfalls einen Mäzen, einen besseren Mäzen. Einen, der immer schon Fan von Arminia war und dem der Verein nicht allein zur Selbstdarstellung dient – in diesem Sinne: Baue auf, baue auf, baue auf. Digitalkombinat baue auf! :-)

[Arminia 2006 ist zum Glück kein finanziell dahinsiechender Verein mehr – auch dank eines Teils der Mannschaft, der zwar gestern gegen Wolfsburg verloren hat, vor nicht sehr langer Zeit aber noch die verspäteten Zahlungen von Prämien und Gehältern duldete. Wenn man das (und natürlich den Verlauf der gesamten Saison) bedenkt, waren die Pfiffe gestern gegen Hain, Kauf, Vata und von Heesen richtig für'n Arsch. Schämt euch, ihr Pfeiffern!].

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Das vorentscheidende Aufstiegs-Spiel der Regionalliga Süd gegen die TSG Hoffenheim (...) vergangenen Mai (...) wurde der Aufstieg verspielt - in den letzten zehn Minuten der Saison.

Am selben Tag stand Walther Seinsch (63), der Präsident, wie immer im Fanblock und entschuldigte sich unter Tränen bei den bestürzten Anhängern für die Niederlage. Die nächsten Tränen, die der seit fünf Jahren amtierende Präsident vergießen wird, dürften Freudentränen sein. Augsburg ist der Aufstieg in die Zweite Liga nach 23 Jahren Wartezeit kaum mehr zu nehmen, und man wird allgemein sagen, es sei sein Werk. Ein Werk, das noch lange nicht vollendet ist. In einem Interview sagte Seinsch im Herbst 2005: "Sollten wir es dieses oder nächstes Jahr packen, sind wir in fünf Jahren in der Bundesliga."

(...) Sobald der Aufstieg feststeht, wird mit dem Bau der "Augsburg-Arena" begonnen, die in der ersten Bauphase 30 000 und in der zweiten 45 000 Zuschauern Platz bieten soll. So kalkuliert kein ewiger Zweitligist.

Das beweisen auch 48 Logen, 1500 VIP-Plätze und der Kostenvoranschlag von rund 60 Millionen Euro. Wer das zahlt, bleibt fraglich. Die Stadt übernimmt für 13 Millionen Euro die Infrastruktur, sprich Parkplätze und Verkehrsanbindung. Doch das Stadion selbst, verkündete Seinsch, soll von einer Investorengruppe finanziert werden. Doch wer investiert 60 Millionen in den FC Augsburg? Lokale Medien gehen davon aus, daß Seinsch der einzige Investor ist. (...)

Hier im schwäbischen Teil Bayerns will er verwirklichen, was ihm noch in Reutlingen nicht vergönnt gewesen war, wo die Stadt kein Stadion bauen wollte. Auch Präsident von Schalke 04 wollte der 63jährige einmal werden (...) führte er doch den insolventen Verein ab November 2000 aus der Bayern-Liga zurück an den Rand des Profifußballs, bei gleichzeitiger Entschuldung. (...)

Gerade erst wurde eine Kapitalgesellschaft für die Lizenzfußballer gegründet, mit dem Ex-Kölner Manager Andreas Rettig zieht ein Profi in deren Geschäftsführung ein. Der ließ ein anderes Angebot sausen (...)

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Arminia - VfL Wolfsburg 0:1

Die Arminia hat den Klassenerhalt so gut wie gesichert, zeigte ihren Fans aus dieser sicheren Position aber das wohl schlechteste Heimspiel der Saison. (...) Thomas von Heesen: "Die Niederlage war unnötig. Wir haben gut ins Spiel gefunden, aber nach vorne fehlte uns die Durchschlagskraft. Ich hoffe, dass alle im Umfeld vernünftig einschätzen können, was diese Mannschaft geleistet hat, damit nicht plötzlich Dissonanzen entstehen."

Sehr richtig. Es war zwar ein Grottenkick sondergleichen, trotzdem in unseren Augen völlig unverständlich, die Mannschaft nach dem Spiel auszupfeifen. Um das nachvollziehen zu können, muß man schon die hervorragenden Leistungen in den 30 Spielen zuvor gnadenlos ausblenden. Also: Immer schön locker bleiben.

Randnotizen:

Eine schwer beeindruckende Choreographie der Wolfsburger Auswärtsfans ("Schalala-lalalalala - Wolfsburg!") vor dem Anpfiff. Das müssen ja mindestens 20 Schildchen gewesen sein, die da hochgehalten wurden. Respekt!

Megabeeindruckende Fan-Choreo

Noch beeindruckender: Die Kinder-Kutte dieses Armini-Hooligans:

Arminia-Kinder-Kutte

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Kämpfen und Fighten

Zum Xten mal bin ich heute von Ohrenkrämpfen beim Fußballgucken unterbrochen worden. Es gibt tatsächlich Vereine, die im Abstiegskampf sowohl kämpfen als auch fighten. Im DSF-Bundeliga-Pur wurde das deutlich zu verstehen gegeben.

Was wäre wohl, wenn ihr euch entscheiden müßte:

kämpfen
fighten
kämpfen und fighten

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Schlechtes Wetter, Schlechtes Spiel, Schlechtes Ergebnis

Korze sagt Hallo.JPG

Zur 0:1 Heimpleite gegen Wolfsburg. Hätte alles so schön werden können: Noch am Samstag schien über OWL die Sonne, beim ersten Heimspiel nach Auswärtspleiten in Frankfurt und München freute man sich auf Wiedergutmachung und ein Heimsieg hätte die 40 Punkte voll gemacht. War nix. Regen, Grottenkick sowie 0 Punkte. Was war gut? Endlich mal ein Foto von Korze, wie er uns begrüßt (diesmal sogar zwei Mal, vor Anpfiff sowie nach der Halbzeit) und eine super Wolfsburg Choreographie, von der Sascha ein Bild gemacht hat. Tja, das wars auch schon.

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Das wär Zuma, das wär elegant

Bleibt er oder geht er? Eine Klausel im Vertrag von Zuma erlaubt dem Südafrikaner den Wechsel nach Italien, Spanien und England sowie zu einem Europa-Cup-Starter. Zuma fordert nun eine Gehaltsaufbesserung, stößt damit aber auf taube Ohren bei Manager Saftig.

www.kicker.de

By the way: Donnerstag, erzählte eine Studienkollegin meiner lieben Frau, waren Buckley und Zuma bei den Arminis, um etwas über ihr Heimatland Südafrika zu vertellen.

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Ein weit größerer Triumph als die x-te Meisterschaft der Bayern

Uff! Unverhoffte Würdigung durch die Frankfurter Rundschau:

Zog die Branche die richtigen Lehren aus Erfahrungen wie der Kirch-Krise oder dem Finanz-Infarkt von Borussia Dortmund? Darauf gibt es bis heute keine pauschal gültige Antwort. Die Gefahr der Verführbarkeit bleibt akut, denn sie ist systemimmanent. Wer, wie Schalke 04 oder künftig wohl der Hamburger SV, sportlich und finanziell an der Schnittstelle zwischen gehobenem Mittelstand und europäischer Fußballaristokratie agiert, schließt schon mal eine riskante Wette auf die Zukunft ab. Wer sich, wie Hertha BSC Berlin, endlich in der nationalen Spitze etablieren will, reitet womöglich auf der Rasierklinge, bis er glaubt, sie sei stumpf, weil er den Schmerz nicht mehr fühlt. Und wer, wie der 1. FC Köln, nach dem Aufstieg im Wortsinn um jeden Preis die Klasse halten will, geht die Aufgabe eben mit dem Gehaltsgefüge eines Anwärters auf die Uefa-Cup-Plätze an. Diesem strukturell bedingten Wahn nicht zu erliegen, das schaffen nur wenige - oft genug zum Preis sportlicher Frustration. So gesehen wäre der absehbare Klassenerhalt von Arminia Bielefeld ein weit größerer Triumph als die x-te Meisterschaft der Bayern.

Quelle: Wolfgang Hettfleisch (FR)

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Entzugserscheinungen

VfB Fichte Bielefeld - VfL Bochum II 1:1

Nach den zahlreichen Bundesligapartien und durch Pokalhalbfinalspiele zusätzlich verdichtete englische Wochen in letzter Zeit traten bei mir soeben akute Entzugserscheinungen ob der noch langen Wartezeit bis zum Samstagsspiel gegen Wolfsburg auf. Der über meinen sonnenüberfluteten Balkon hereinströmende Stadionlärm von der Rußheide tat sein übriges. Also kurzerhand statt Fernglas* mal wieder eine fluxe Stipvisite beim VfB Fichte in der Oberliga Westfalen (1:1 gegen VfL Bochum II). Puuh, Entzugserscheinungen erfolgreich bekämpft.

*Jaha, man kann von meinem Balkon per Fernglas ins Stadion gucken:

Stadion Rußheide via Fernglas

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Hat doch wer gesehen, dass Sie uns ärgern

Am Mittwochnachmittag kam das Urteil: Valérien Ismael (30) wird dem FC Bayern in den nächsten drei Bundesliga-Spielen fehlen, der DFB sperrte ihn wegen seines Ellbogenchecks vom Samstag gegen Bielefelds Radomir Dalovic.

...

Damit nicht genug der Kritik. "Es kann nicht sein, dass die Großen glauben, sie kämen durch ihr besonders lautes Geschrei ungeschoren davon", schimpft Hilpert, "dass Uli Hoeneß und die übrigen Verantwortlichen die Öffentlichkeit gerne nutzen, um ihren Standpunkten Nachdruck zu verleihen, ist ja eine bekannte Taktik und auch legitim. Aber mit uns sollten sie so etwas bitte nicht machen!"

Ismaels Sperre haben die Bayern akzeptiert. Magath freilich versteht sie nicht: "Der Kontrollausschuss soll lieber mal ermitteln, ob Dalovic in der gleichen Szene nicht ein elfmeterwürdiges Foul begangen hat."

Quelle: kicker.de

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Trainingskibitz

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Wer gestern und heute die Übungseinheiten an der Friedrich-Hagemann-Straße mitverfolgte, entdeckte zwei fremde Gesichter im Trainingskader der DSC-Profis. Dabei handelt es sich um die beiden Testspieler Labinot Haliti und Josef Olumide. Haliti ist 20 Jahre alt, Albaner und spielt für Newcastle Sydney. Olumide hatte einen nicht ganz so weiten Weg zum Probetraining. Der 18-Jährige stammt aus der A-Jugend von Waldhof Mannheim. Reinhard Saftig dazu: "Wir müssen uns auch nach Verstärkungen für die Amateure umsehen."

Nachdem Mathias Hain am gestrigen Dienstag wegen privater Angelegenheiten nicht anwesend war, stieg er heute wieder in den regulären Trainingsbetrieb ein. Bezogen auf das Wolfsburg-Spiel stellte Linksverteidiger Markus Schuler eine hoch motivierte DSC-Elf in Aussicht. "Für uns ist ein einstelliger Tabellenplatz Anreiz genug, uns in den letzten vier Spielen voll reinzuhängen. Außerdem möchten wir den Fans, die uns bei den letzten beiden Auswärtspartien in Frankfurt und in München so toll unterstützt haben, damit etwas zurückgeben."

Zwei Stürmer sind beim DSC zum Probetraining. Während der 18-jährige Josef Olumide von Waldhof Mannheim eventuell für die zweite Mannschaft verpflichtet wird, konnte sich der 20 Jahre alte Albaner Labinot Haliti (Newcastle Sydney) nicht empfehlen.

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