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Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf.

Man ahnt nichts Böses, man ahnt nichts Gutes, mahnt ahnt eigentlich überhaupt nichts. Weil man denkt: Krämer, Arminia, das wird eine Ära. Die reiten gemeinsam in den Sonnenuntergang. Egal in welcher Liga.

Dann ist der Trainer auf einmal gefeuert. Man fällt aus allen schwarzweißblauen Wolken der norddeutschen Diaspora. Und schlägt jäh auf der Realität der Hartalm auf:

"Die Entscheidung die Cheftrainer-Position neu zu besetzen, haben wir uns nicht leicht gemacht, sondern sie sehr genau abgewogen. Es geht einzig und allein um Arminia Bielefeld und darum, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu schaffen." (Samir Arabi in der NW)

"Mit dieser Entscheidung wollen wir neue wichtige Impulse im Kampf um den Klassenerhalt setzen." (Marcus Uhlig im Kicker)

Unser neuer Cheftrainer Norbert Meier bei seiner Vorstellung: "Wir haben ein Ziel: Klassenerhalt. Das schaffen wir nur gemeinsam!" (@Die_Blauen über Twitter)

Meier weiter: "In den nächsten zweieinhalb Monaten zählt nur Arminia und wir werden ab heute hart für das Ziel arbeiten."(@Die_Blauen über Twitter)

"Wir müssen alle Kräfte bündeln, um mit Arminia die Klasse zu halten. Meiers klares Konzept und sein Herangehen an die Situation hat uns überzeugt." (Marcus Uhlig in der NW)

"Wir haben schnell eine absolute Identifikation mit Arminia Bielefeld gespürt." (Marcus Uhlig im Westfalen-Blatt)

 

Man bekommt fast den Eindruck, das Ganze wird übers Phrasenschwein refinanziert.

 

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Wiedererkennungseffekte

Man ahnt nichts Böses, man ahnt nichts Gutes, mahnt ahnt eigentlich überhaupt nichts und dann läuft einem Arminia über den Weg. Man ist auf Bildungsreise im Heiligen Land und mitten auf der Via Dolorosa in Jerusalem klebt ein Arminia-Sticker einfach so an einer Haustür. Man ist in Spanien in Urlaub und in der Dorftaverne mitten im kastillianischen Nichts hängt ein Arminia-Wimpel. Zwischen Real Madrid und CF Valencia. Oder anders: Man guckt eine Länderspielübertragung, döst so vor sich hin und entdeckt auf einmal das Transparent des Spengers.

Oder ganz anders: Letztens stehe ich auf meinem Balkon, rauche eine und gucke auf die Straße. Das ist nichts besonderes, das passiert öfter mal. Ein Fahrrad kommt um die Ecke gefahren. Das ist erst recht nichts besonderes, vor allem, da mein Balkon in (Wuaaah! Aufschrei!) Münster ist, der Stadt mit der höchsten Fahrraddichte Deutschlands, wo in diesem Moment wahrscheinlich hunderte Fahrräder um hunderte Ecken gefahren kamen. Das besondere an diesem Fahrradfahrer: SchwarzWeißBlaue Mütze, SchwarzweißBlauer Schal. Sofort beginnt der müßige Verstand zu arbeiten: Großer Bruder aus der Freien und Hansestadt? Eintracht Trier? Oder sollte er vielleicht tatsächlich... Das Fahrrad ist an meinem Balkon vorbei. Soll ich oder soll ich nicht? Ach komm - „ARMINIAHAAA!“...Der Radler ist zwei Häuser weiter. Er bleibt stehen. Er dreht sich um. Er schaut zu mir auf meinem Balkon. „BIE-LÄ-FÄHÄÄÄLD!“ brüllt er zurück, grinst selig, winkt und setzt seinen Weg fort. Weg ist er und kam bisher nicht nochmal um irgendeine Ecke geradelt.

Jeder geneigte und arminia-affine Leser wird aber dieses Gefühl kennen, das ich hatte und das der Radfahrer hatte: Wir sind überall und überall gibt es Spuren des DSC. Hat etwas Heimeliges. Frei nach Horst Wolfram Geißler: „Die Heimat ist ja nie schöner, als wenn man in der Fremde von ihr spricht.“, egal, ob „Fremde“ jetzt fremde Gegend oder fremde Situation ist. Oder, wie Lohmann wohl sagen würde: „Ist ein Stier im fremden Land, wird er doch als Rind erkannt.“

Welche Episoden habt Ihr erlebt? Ein Abtei-Trikot von 1987 in New York entdeckt? Einen Dauerkarteninhaber in Bangkok getroffen? In der Arminenkneipe im Hauptbahnhof Osnabrück abgestürzt? Erzählt es!

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Fundstück der Woche!

Sensationeller Zufallsfund im Bestand der nicht mehr existenten "Osnabrücker Zeitung" aus dem März 1933: Nach fünfjähriger Abstinenz kann Arminia Bielefeld mit einem 4:2 gegen SpVg Herten in Münster (!) wieder die Westfalenmeisterschaft feiern. Glückwunsch auch an den Westfalenpokalsieger Viktoria Recklinghausen!

(Entschuldigt die Qualität, besser geht es nicht. Grafik kopieren und vergrößern. Dann geht's auch mit dem Kleingedruckten.)

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Vorgefürth

Eins mal vorweg angefürth: So ein klarer Dreier verfürth schnell zu Häme, aber die fürth ja bekanntlich beim Verspotteten zu noch mehr Trauer – und die Fürther sind ja auch sportlich genug vorgefürth worden. Lassen wir das also. Das fürth denn doch ein wenig zu weit.

Dennoch kann den Fürthern ein sportlicher Hinweis nicht erspart bleiben. Wer keinmal fürth, kann auch nicht gewinnen. Denkt dran, Ihr Fürther: Falls Ihr beabsichtigt, dass der Weg in der Tabelle weiter nach oben fürth, müsst Ihr da noch nachlegen.

So, genug Argumente ins Feld gefürth. Obwohl, eins gäbe es da noch. Euer Trainer heißt Kramer, unser Krämer. Und was fürth zur Steigerung? Richtig, ein simpler Umlaut! Jetzt fürth fahrt mal schön wieder nach Fürth!

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Um Haaresbreite

Liebe Leute: Der neue Sponsor wirkt!

Wie sonst ist es zu erklären, dass die Mannschaft motiviert war bis in die Haarspitzen? Dass die Frankfurter Arminias Tor mehrmals um Haaresbreite verfehlten? Dass sie sich reihenweise die Haare rauften? Dass mit Philipp Riese ein Spieler den Siegtreffer erzielte, der frisch aus dem Glatzenrechner entsprungen zu sein scheint? Dass die gesamte Mannschaft in den letzten Minuten ihr Tor mit Haut und Haar verteidigte? Dass den Frankfurter Zuschauern (so denn welche da waren) die Haare zu Berge standen?

Ach, egal. Wir wollen ja eigentlich gar kein Haar in der Suppe finden. Hauptsache gewonnen.

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Doping für die Tabelle

Arminia hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor: Alpecin.

Das ist bemerkenswert. In mehreren Hinsichten:

  • Ging verdammt fix. Respekt.
  • Bielefelder Unternehmen. Immer gut.
  • "Hauptsponsor" passte wohl noch nie besser.
  • Es kann jetzt nur noch aufwärts gehen. Weil: Doping für die Tabelle.

Also: Kopf hoch! Haare zu Berge! Gegner rasieren!

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Wenn's schiefgeht, ist Arminia immer mit dabei...

Auf dem Weg zu Waldi Hartmanns Blamage bei "Wer wird Millionär?" war auch natürlich wieder eine Frage mit Arminia-Beteiligung dabei. An der ist Hartmann zwar nicht gescheitert, sie bereitete aber wohl das peinliche Ausscheiden zwei Fragen später vor.

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Arminia abgestiegen?

Da guckt man zunächst mäßig interessiert, nach dem ersten Gegentor zunehmend mürrisch ob der untauglichen deutschen Bemühungen das Länderspiel – und blättert zur Abwechslung in der Zeitung herum, bis man plötzlich elektrisiert an einem Artikel über Fangewalt hängen bleibt. Nein, nicht wegen des Themas, sondern weil man ganz beiläufig zwischen den Zeilen erfährt, dass Arminia abgestiegen ist!

Aufgedeckt wurde diese erschütternde Tatsache durch die Neue Ruhr-/Neue Rhein-Zeitung (NRZ). Natürlich ist man immer dankbar, wenn Medien darüber wachen, dass auch im Fußball alles mit rechten Dingen zugeht. Aber muss es gleich so bitter sein?

„Problemfall 3. Liga“ heißt es in der Unterzeile. Und im Text liest man „Die ,Problemfans’ von Dynamo Dresden stehen jetzt beispielsweise in der 3. Liga unter besonderer Beobachtung.“ Dresden? DSC? Die spielen doch in der Liga gegeneinander, erinnert sich man dunkel, guckt furchtsam beim Internetauftritt des DFB vorbei, wird bestätigt: Am 6. Dezember gibt es das Heimspiel gegen die Dynamos. Aber halt, das steht in der Rubrik „2. Bundesliga“. Sollte man sich an der Otto-Fleck-Schneise vertan haben? Oder war der 11. Mai 2013 ein Traum – ein zwar schöner, aber eben doch nur geträumter Aufstieg?

Mit Angstschweiß liest man noch einmal: „Fans...Dresden...jetzt...3. Liga“. Puh, Schwein gehabt, nur die Fans sind abgestiegen. Wieder was gelernt. Wahrscheinlich haben die die Relegation gegen die Fans vom VfL Osnabrück verloren.

PS: Die NRZ ist schon eine verdammt gute Zeitung und eine ehrliche dazu – nach dem Druck hat sie ihren Fehler bemerkt und in der Online-Version korrigiert!

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Alles Gute, Fabian Klos!

Nach der schweren Verletzung von Fabian Klos gestern beim Spiel gegen den FCK wünscht blog5 dem Stürmer alles Gute und eine rasche Genesung.

Forza DSC!

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Hefte raus, Taktikschulung!

Hefte raus, Taktikschulung, Thema heute „9 ½“ – nein, nicht mit dem Nachnamen Wochen, Ihr Ferkel! Doch lassen wir unseren Cheftrainer selber sprechen. „Ich sehe Anass als Zehner oder sogenannte Neuneinhalb, weniger als Außenbahnspieler“, wird Stefan Krämer in der NW zitiert. Hut ab vor so viel Fachwissen in der Redaktion und selbstverständlich auch bei den Lesern des roten Blatts, weswegen (pep) auch gar nicht erklärt, was die Neuneinhalb ist.

Gehen wir doch einmal mit dem gesunden Menschenverstand an das Thema heran. „Weniger als Außenbahnspieler“: Das klingt schon mal gut, weil in der Mitte werden die Tore erzielt. Aber die Erklärung ist natürlich viel zu simpel.

Vielleicht hilft ja Google. Bei der Suche nach „Neuneinhalb“ und „Fußball“ wird schon an vierter Stelle – äh – ausgespuckt: Mike Hanke. Der allseits als Philosoph Bekannte überrascht natürlich keineswegs mit der Selbsteinschätzung „Ich bin eine Nummer neuneinhalb“, nachzulesen in der FAZ, also die mit den klugen Köpfen dahinter. Wollen wir Hanke als Erklärer stehen lassen?

Zurückhaltend bei Google weiter hinten, erst auf der zweiten Seite, findet sich ein Beleg eines Schweizers: Lucien Favre sagt über seinen Stürmer Max Kruse, der könne problemlos „Neuneinhalb“ spielen – schreibt zumindest der Theaterkritiker der Zeit, Peter Kimmel. Lustiger Erklärungsansatz des Auch-Fußballerklärers zur Frage, was Neuneinhalb ist: „Wir vermuten, es ist der um einen Halbton erhöhte "klassische Neuner", also der Mittelstürmer alter Prägung, in den der Geist eines Spielmachers gefahren ist.“

Kimmel bringt auch noch einen falschen Neuner sowie einen scheinbaren Zehner ins Spiel. Das führt jetzt aber zu weit! Und über die hängende Spitze soll hier auch nicht geredet werden.

Tja, da muss wohl doch der Trainer ran: Stefan, erklär uns doch bitte mal an dieser Stelle, was Du denn unter Neuneinhalb verstehst. Kobra Krämer, übernehmen Sie!

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