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Gestatten, Fußballmanager!

Pascal Testroet ist 22 Jahre alt und Stürmer beim DSC Arminia Bielefeld, sprich Fußballprofi. In seiner fußballfreien Zeit hat Pascal, genannt „Paco“, gelernt und sich in einem Fernstudiengang weitergebildet. Heute konnte er nun auf seiner Facebook-Seite Vollzug melden: Er hat seine IST-Weiterbildung im Bereich Fußballmanagement erfolgreich abgeschlossen.

Auf seiner Diplom-Urkunde folgt dann ein Satz, der mich neidisch macht: „Herr Testroet ist somit berechtigt, den Titel Fußballmanager (IST) zu führen.“

Fußballprofi und Fußballmanager in Personalunion, und das mit 22 Jahren. Viele meiner Kindheits- und Jugendträume mal eben mit links durchgezogen. Es ist wie FIFA-Pro und Anstoss 3-Experte in einem. Was habe ich in beiden Disziplinen nicht alles investiert, um gescheiterte Träume („Ich will Fußballprofi werden!“) immerhin virtuell zu realisieren.

Besonders das Managerspiel Anstoss3 hat mich die ein oder andere bessere Schulnote gekostet. Ich habe an allem gefeilt. An Interviewstrategien („Der Erfolg gibt dem Recht, der ihn hat, so lange er ihn hat“), Taktiken („kontrollierte Offensive“, Einsatz: „hart“, Gegenspieler umtreten: „Spielmacher“) und Öffentlichkeitsarbeit („Journalistenfreund anrufen“). Ich wollte perfekt sein und den Ascaron-Hoeneß geben. Ich war Taktikfuchs und Visionär zugleich. Auf dem Trainingsgelände galt mein erster Blick immer freien Flächen, die genügend Platz für einen vereinseigenen Flughafen boten. Neben den Großprojekten habe ich immer auch an die Fans gedacht und darauf geachtet, dass genügend Kassenhäuschen, Fanshops und Bierzelte gebaut werden.

Peu à peu habe ich meinen Managerlevel verbessert und entwickelte mich als i-Tüpfelchen auch noch zum Motivationsguru. Meine Kabinenansprachen waren berüchtigt:


 

Gebracht hat mir das alles nichts. Der Aufprall in der Realität war hart: Lehre, zwar kaufmännisch aber ohne einen Hauch von Fußballmanagement. Muffen zählen statt Spielerverträge aushandeln.

Jetzt sitze ich hier und denke über Pascal Testroet nach. „Gestatten, Testroet. Fußballmanager“. Wie geil muss das sein?

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Und dann war da noch...

Wenn man mal ganz unbefangen durch Moers schlendert, der kleinen Großstadt am Rand des Ruhrgebiets, tauchen doch immer wieder erstaunliche Sachen auf - zum Beispiel Fans unserer Blauen. Da zuckt das Fotohandy doch gewissermaßen fast ganz allein aus der Tasche. Und man hat Hoffnung: Es gibt auch noch fernab der alten Heimat Menschen mit Geschmack!

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Paulus schrieb an die Arminen: Er kriegt's noch hin, der Ewald Lienen

Wie sich die Dinge manchmal ähneln:

Lienen wird Trainer bei AEK Athen

"Der finanziell angeschlagene Klub liegt derzeit allerdings mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Im Vorjahr kam die Mannschaft auf den fünften Rang, der griechische Verband entzog dem Verein wegen Schulden in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro aber das Startrecht für die Europa League."

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"Ich bin sehr viel rumgelaufen und wusste nicht genau, wo ich hinlaufen muss."

Thomas Stratos über sein Comeback-Auftritt für Arminia in Aachen am 21.10.1994.

129 Bundesligaspiele für den HSV und Bielefeld sowie 10 Bundesligatore und das Recht behaupten zu können mit Arminia von der 3. bis zur 1. Liga hochmarschiert zu sein, brachten ihm einen Platz in der Jahrhundertelf.

Erst letzte Saison zeigte er als Coach des SC Wiedenbrück erneut seine Verbundenheit mit dem DSC, indem er seine Elf im Westfalenpokal nahezu widerstandslos gegen Arminia verlieren ließ.

Heute hat Thomas Stratos Geburtstag. Alles Gute!

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In eigener Sache

In den vergangenen Monaten hat Blog5 bereits an der ein oder anderen Stelle dem DSC Arminia ein klein wenig unter die Arme greifen können / dürfen.  Jetzt gibt es eine (um mal zu übertreiben) neue "Form der Zusammenarbeit": Ich habe ein Praktikum beim DSC begonnen.

Was das für Auswirkungen auf Blog5 haben könnte? Hoffentlich keine. Wenn Zeit ist, schreibe ich weiter. Und Andere schreiben ja auch.

Ich möchte hiermit nur allen Enthüllungsreportern präventiv entgegen wirken. Blog5 ist ein Hobby, DSC ist...  an dieser Stelle fehlen mir die Worte. "Karriere" im Zusammenhang mit Arminia klingt in Anbetracht der letzten Jahre unpassend.

(PS: Chef liest mit und ist leidensfähig. Ein Beweis dafür, dass hier niemand mundtot gemacht werden soll.)

In Vorfreude auf wütende Kommentare (Stichwörter: Ämtertrennung, Unabhängigkeit und warum spielen wir gegen Chemnitz eigentlich nur 0:0 ?!?!) verbleibt mit besten Grüßen,

Tim Santen.

 

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Bielefeld - Chemnitz 0:0

Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell der Westfalenpokal (Sieg im Finale gegen MS), der DFB-Pokalsieg gegen Paderborn und die Tabellenführung vergessen werden. Auch wenn der Stachel aus dem Telgte-Debakel tief sitzt: Es hat etwas von Hochnäsigkeit jetzt über die Mannschaft herzuziehen oder zu pfeiffen.

Sogar  "Krämer raus"-Stimmen soll es schon gegeben haben, nachdem dieser angeblich - so liest es sich im NW-Liveticker - einigen, buhenden Sitzplatzinhabern den Scheibenwischer entgegenbracht hat.

Die 3. Liga ist eben nichts für Feinschmecker. Oft genug wurde betont, dass in jedem Spiel an die Grenze gegangen werden muss, um in dieser Liga eine gute Rolle zu spielen. Arminias Kader kann das und ist ausgeglichen genug, um oben dran zu bleiben. Dafür braucht es nur Geduld. Und kein Pfeiffen.

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LIVE - Derbyticker aus dem Wohnzimmer - LIVE

Schlusspfiff: Wir wissen gar nicht mehr, was wir schreiben sollen. Wir sind einfach nur traurig. Auch Krämer sieht traurig aus, während Dotchev über Zigarren referiert. Beim nächsten mal trainieren wir vorher gar nicht, sprechen auch nicht über das Derby, sondern rauchen eine Woche lang Bong. Viel langsamer als heute geht ja ohnehin nicht. Gute Nacht!

88. Minute:Wow. Druckphase. Klos ringt Schöneberg im Bodenkampf nieder und zieht ab. Leider nur ein Gruß an die verbitterte schwarz-weiß-blaue Kurve.

83. Minute:Da war sie endlich: die 100-Prozentige für den DSC. Ackermann im Fünfer frei vorm Tor. Tatsächlich daneben. "Ist der Linksfuß?" - "Der ist Blutgrätsche."

80. Minute: Hoffentlich bleiben die Arminia-Fans auf den zwei Kilometern zum Bahnhof bei Bewusstsein. Bloß nicht durchdrehen und alte Leute anpöbeln, es könnte Helmut Schmidt sein. Der ist noch in Münster. Bekam heute einen Preis, weil er den Westfälischen Frieden mitverhandelt hat oder so...

77. Minute: Der Kommentator blubbert etwas von kleinen Dingen, die bei der Arminia nicht klappen. Er sagt das während der DSC einen falschen Einwurf macht. Mathis schluchzt leise, wendet sich ab.

71. Minute: Erste Chance für Arminia. Schütz taucht irgendwie im Fünfer auf und grätscht ans Außennetz. Wir denken an die Zukunft und sehen in einem Lagerfeuer aufm Siggi die letzte Bestimmung für den gelben Trikotsatz.

66. Minute:Gelb für Ackermann. Tim sieht ihn seit seiner Einwechslung schon rotgefährdet. Vielleicht war eine langfristige Schwächung des Gegners sein Auftrag. Wir müssen 'Auftrag' sagen. 'Taktische Marschroute' klingt heute absolut deplatziert. "Arm, absolut arm."

63. Minute:Vor dem Spiel war die Arminia für ein Mittagessen im Spexarder Krug in Gütersloh. Gut möglich, dass der Wirt die Apfelschorlen der Abwehrspieler mit "Wässerchen" anstatt mit Wasser aufgefüllt hat. Die sind doch besoffen, die gelben Vögel! (alle sauer hier)

60. Minute: Bischoff schießt eine Ecke nach der anderen. Die Bielefelder Abwehr bettelt um eine Lohnkürzung und der Preußen-Block träumt von der ersten Liga. Wir schicken ihnen in zwei Jahren eine Postkarte.

57. Minute: Hübner ist heute nicht gut drauf. Während seine Mitspieler in der Arminia-Abwehr es ohne Mühe schaffen, sich schnell genug von den Gegenspielern wegzubewegen, um ihre Ruhe zu haben, läuft er beim Versuch zu entkommen leider in Taylor rein. Elfmeter: 4:0 für die Adlerträger.

55. Minute: Soooo: Wir sammeln dann mal Vorschläge für die Umgestaltung Münsters nach dem Spiel: Einer unserer Gäste ist dafür in Richtung Schloss zu ziehen. O-Ton: "Den Aasee kriegt man schlecht kaputt gemacht". Recht hat er.

51. Minute: Wir sind uns sicher, dass der WDR eine Wiederholung aus den 80ern zeigt. 2012 läuft ja auch keiner mehr in gelben Trikots herum...kann uns mal einer eine SMS schreiben, wie hoch die Arminia in Wirklichkeit schon führt?

48. Minute:Langes Ding. Taylor (!). Tor. 0-3. Nie wieder Dart.

46. Minute Taylor (!) auf Nazarov. Der "Mann für Berti Vogts" nimmt ihn direkt und lässt Platins keine Chance.

Immer noch Halbzeit.Carsten Gockel im Interview. Schade, dass man auch so aussehen muss, wenn man so einen Namen trägt.

Halbzeit. Der WDR zeigt Phil "The Power" Taylor in irgendeiner deutschen Kneipe vor der Dart-Scheibe. Der bierbäuchigste Profisportler lallt irgendwas in die Kamera. "Arminia wird´s noch richten", haben wir verstanden und verschweigen eine Namensverwandtschaft mit einem Münsteraner Stümer.

Halbzeitpause Wir nehmen erst einmal einen großen Schluck aus dem Westfalenpokal und essen Naschwerk (Malteser - selbstredend), zur Verfügung gestellt von Tims Mama. Fußball sollte man nur im Stadion oder bei den Eltern schauen (klar).

44. Minute: Kurz vor der Pause noch einen Freistoß für die Blauen. Stefan Salger entscheidet sich dafür die Preußen in der Mauer schwerstmöglich zu verletzen. Nicht fair, aber sinnvoll.

39. Minute: 39 Minuten hat der Schall gebraucht, jetzt hören wir das erste "Arminiaaa". gleichzeitig Freistoß von Bischoff. Gutes Ding - hat er bestimmt in dem einen Spiel für Arsenal gelernt, dass er gemacht hat.

33. Minute: Kommentator Winkler lobt die "Strukturen" bei den Münsteranern, die er für Höheres berufen sieht. Wahrscheinlich haben sie ihn nicht ins Stadion gelassen. Das Mikro hat der WDR auch vor die Preußenkurve gestellt. Gut, dass wenigstens wir unparteisch bloggen. (Nur der DSC!)

30. Minute: Gelbe Karte für Amaury Bischoff wegen Trikotziehens. Das ist schon die zweite Verwarnung für den Preußen, nach der Entscheidung seiner Eltern für diesen Vornamen.

28. Minute: Eine Ecke von Salger bringt nichts ein. Wahrscheinlich hat ihn der Preuße im Rollstuhl irritiert (Megafone sind für Mädchen). Tim ärgert sich trotzdem und maltretiert das Sitzmöbel.

24. Minute: Thorsten Winkler kommentiert ein emotionales Westfalenderby wie einst Uli Potofski Heimspiele von LR Ahlen. Schade drum. Aber warum sich jetzt auch noch darüber aufregen? Weiter 0-1.

18. Minute:Was viele nicht wissen: Schütz besteht seit einem Mofa-Unfall zu 40 Prozent aus Stahl. Nazarov, der aus dem Halbfeld geschickt wurde, prallt im Strafraum auf den Verteidiger und wird in eine andere Umlaufbahn zurück geworfen. Preußen will einen Elfmeter. Die Arminen fordern: Erstmal Schütz wieder ausbeulen. Richtig so!

15. Minute:Benjamin Siegert zieht 20 Meter vor dem Tor nach innen und bricht sich fast den Fuß beim Schlenzer. Das ist Salger anscheinend egal, der sich wie eine Ballerina wegdreht. Auch den Ball kümmert es wenig - der geschmeidig linksoben in den Winkel. 1:0 für die verbotene Stadt.

12. Minute: Ein Freistoß von Salger von der rechten Seite wird wahnsinnig lang. Zu lang. Aber immerhin Ecke. Nebenbei erfahren wir durch ein Schnittbild: Die Preußen haben ihren türkischen Edelfan "ACAB" im Block stehen.

2. Minute: Nazarov schließt einen Vorstoß der Preußen mit einem Schuss in Richtung Berg Fidel ab. Der Ball fliegt auf die einsturzgefährdete Halbkurve des Preußenstadions und dürfte damit für immer verloren sein. Da traut sich nicht einmal der Platzwart hin.

Duell der Choreos endet mit einem langweiligen Unentschieden - Fahnen, bischen Rauch, bischen Farbe - nix Bleibendes. Jetzt aber:
Anstoss.

Vor dem Spiel: Interview mit Stefan Krämer, der sich passend zum Spiel die Dauerwelle hat auffrischen lassen. Im Hintergrund läuft sich die Arminia in den traditionellen IKEA-Trikots warm.
Wir (Mathis Vogel und Tim Santen) sitzen im Blog5-Headquarter und trinken uns das Preußenstadion schön. Alkoholfreies Weizen - wird also nichts.

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Auf zum Mühlenstein!

Morgen steht wieder ein Derby an, von dem alle behaupten es sei ein Derby. Kein Nord-Süd-Derby wie etwa Bayern-HSV und auch kein Großkonzern-Derby wie Hoffenheim-Wolfsburg. Nein, morgen gibt es trotz aller inflationären Verwendung des Begriffes ein richtiges Derby.

Grund genug nachzuschlagen, was "Derby" eigentlich bedeutet und wie dieses Wort entstanden ist.

Wikipedia berichtet:

Der Begriff „Derby“ geht im Zusammenhang von Mannschaftssportarten auf ein mittelalterliches „Sportereignis“ – das „Shrovetide-Fußballspiel“ – in England zurück. (...) Bei dem Spiel des „derby village“ ging es darum, dass die Spieler versuchten, mit einem Ball das gegnerische Tor – einen Mühlenstein – zu berühren. Die Entfernung der Mühlensteine zueinander betrug etwa 3 Meilen.

Wenn wir den Münsteraner Mühlenstein als erste treffen wollen, sollten wir uns noch heute unerkannt auf die Socken machen...

Was im Falle des Misserfolges in Bielefeld passiert, habe ich heute bei "UNSer UWE" gelernt. Radio-Kommentatoren, die Niederlagen gegen Münster kommentieren, müssen zur Strafe Arminia-Präsident werden. Nach all dem Schabernack der letzten Jahre ein hartes Strafmaß. Aber so geschehen beim aktuellen Präsidenten Zillies, der 1989 eine 1:3-Niederlage für den WDR kommentierte.

Wir stellen uns Uli Zwetz als DSC-Chef vor und wünschen uns trotz aller Sympathie dann doch, dass kein Preuße einen Bielefelder Mühlenstein findet.

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'Ich spiele grade etwas länger als ein Jahr hier und kann jetzt schon sagen, dass ich in meinem Leben nie nach Münster wechseln würde. Für mich ist das nicht nur ein Derby, sondern ein Derby, wo ich mit dem Herzen dabei bin.'

Fabian Klos findet nicht nur den direkten Weg zum Tor, sondern obendrein auch die richtigen Worte.

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"Ich brauche keinen Spieler, der den großen Zampano macht und keinen Star, der hier mit seinem Kulturtäschchen unterm Arm ankommt."

Stefan Krämer gibt im heutigen Westfalenblatt Auskunft über seine Anforderungskriterien für Neuzugänge.

Christian Müller sei weder Zampano noch Star und deshalb verpflichtenswert, musste sich aber dennoch einem kleinen Charaktertest unterziehen: Krämer befragte offensichtlich die Mannschaft nach ihrem persönlichem Eindruck. Reaktion: "Den kannst du blind nehmen."

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