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Wie unser Top-Torjäger zu ganz unverhoffter Ehre kam

Liebesgrüße aus Hamburg kriegt man ja öfter, so als Armine. Meistens eher ungefragt und von den Blauweißschwarzen.

Jetzt begab es sich aber, dass eine erfolgreiche Initiative aus der Hansestadt (die übrigens auf ein Trainingslager dieses anderen bekannten Hamburger Vereins zurückgeht), eine neue Aktion startete. Und dass mir erstmals ein Erzeugnis dieser Aktion in die Hände fiel. Und, siehe da: Es enthält eine Kleinigkeit, die man als Huldigung eines gewissen Top-Torjägers von den Hängen des Teutoburger Walds verstehen darf, wenn man will. Und natürlich wollen wir!

Klospapier

Ganz lustig nebenbei: Die Rollen sind wohl die einzigen in Deutschland, die heißen wie sie nun mal heißen. Alle anderen sind nur Toilettenpapier. Und ja, neben dem schönen Klos-Spruch drängen sich natürlich haufenweise (geht schon los) weitere Wortwitze auf. Angefangen mit den Farben des erwähnten Vereins. Der ja auch mal ein Spiel verkackt. Sogar bei Schietwetter. Außer jetzt gerade gegen Braunschweig. Was ihn in der Tabelle ziemlich weit nach oben spült. Was mir wiederum nicht ganz wurst ist, bei aller Sympathie (Shitstorm bei Facebook in 3, 2, 1 ...). Denn es würde mir ganz schön stinken, hätte ich nächste Saison kein Arminia-Spiel in Hamburg. Wofür sich Arminia auch mal wieder auf den Pott setzen sollte, so rein punktemäßig. Hoffentlich sind also die Schwarzweißblauen gegen Bochum nicht wieder völlig von der Rolle. Deshalb jetzt: Alle für Klos, Klos für alle! Und jetzt Eure Wortwitze, bitte.

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Bunt ist alle Verschwörungstheorie. Eine alternative Vergangenheit

Man kann sich das Ganze ja auch ganz anders zusammenreimen. Und Stefan Krämers Abschied nicht mehr ganz so überraschend finden wie noch vor einer Handvoll Stunden.

Zum Beispiel so: November 2013. Nach sechs Liganiederlagen in Folge verlautbart Stefan Krämer in einem Boulevardblatt: "Ich bin nicht blauäugig, kenne die Gesetze des Geschäfts. Die kommende Heimpartie gegen Bochum ist ein echtes Endspiel." Ohne dass das beim Arminia jemand behauptet hätte. Wenn wir uns recht erinnern.

Es folgt ein Nullzwei gegen die genannten Westwestfalen. Doch: Krämer darf bleiben – "vorerst". Er selbst sagt: "Wenn ich meine, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen, dann muss mich hier keiner entlassen. Dann packe ich meine Sachen, verabschiede mich und fahre nach Hause."

Dann: das nächste Endspiel, wieder via Presse selbstauferlegt. Da konnte man schon denken: Was zur Hölle reitet diesen Mann? Will er sich selbst rausmobben? Und auch die Vorgesetzten wundern sich.

Aber wenn es ein Plan war: Er geht nicht auf. Zunächst. Denn es folgt ein kurzes Zwischenhoch mit Siegen gegen Frank'n'fürth. Vielleicht war der Verein aber gewarnt? Und sucht vorsorglich schon einmal nach Ersatz?

Das würde auch den irre schnellen Trainerwechsel diese Woche erklären – inklusive des "klaren Konzepts" des Nachfolgers. Denn so ein Konzept entwickelt man im Profisport ja nicht innerhalb weniger Stunden und über Nacht. Bilden wir uns mal so ein, mit unserem gefährlichen Halbwissen.

Und da fällt uns dann auch die Vokabel "freigestellt" noch mal wieder ein. Passt ganz gut ins Reimschema, oder? Und dass der alte Trainer den neuen auf der Pressekonferenz vorstellt – und ihn anschließend angeblich noch vier Stunden einarbeitet, bevor er dann tatsächlich seine Sachen packt, sich verabschiedet und  nach Hause fährt.

So. Und nun reimt Ihr mal schön weiter.

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Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf.

Man ahnt nichts Böses, man ahnt nichts Gutes, mahnt ahnt eigentlich überhaupt nichts. Weil man denkt: Krämer, Arminia, das wird eine Ära. Die reiten gemeinsam in den Sonnenuntergang. Egal in welcher Liga.

Dann ist der Trainer auf einmal gefeuert. Man fällt aus allen schwarzweißblauen Wolken der norddeutschen Diaspora. Und schlägt jäh auf der Realität der Hartalm auf:

"Die Entscheidung die Cheftrainer-Position neu zu besetzen, haben wir uns nicht leicht gemacht, sondern sie sehr genau abgewogen. Es geht einzig und allein um Arminia Bielefeld und darum, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu schaffen." (Samir Arabi in der NW)

"Mit dieser Entscheidung wollen wir neue wichtige Impulse im Kampf um den Klassenerhalt setzen." (Marcus Uhlig im Kicker)

Unser neuer Cheftrainer Norbert Meier bei seiner Vorstellung: "Wir haben ein Ziel: Klassenerhalt. Das schaffen wir nur gemeinsam!" (@Die_Blauen über Twitter)

Meier weiter: "In den nächsten zweieinhalb Monaten zählt nur Arminia und wir werden ab heute hart für das Ziel arbeiten."(@Die_Blauen über Twitter)

"Wir müssen alle Kräfte bündeln, um mit Arminia die Klasse zu halten. Meiers klares Konzept und sein Herangehen an die Situation hat uns überzeugt." (Marcus Uhlig in der NW)

"Wir haben schnell eine absolute Identifikation mit Arminia Bielefeld gespürt." (Marcus Uhlig im Westfalen-Blatt)

 

Man bekommt fast den Eindruck, das Ganze wird übers Phrasenschwein refinanziert.

 

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Um Haaresbreite

Liebe Leute: Der neue Sponsor wirkt!

Wie sonst ist es zu erklären, dass die Mannschaft motiviert war bis in die Haarspitzen? Dass die Frankfurter Arminias Tor mehrmals um Haaresbreite verfehlten? Dass sie sich reihenweise die Haare rauften? Dass mit Philipp Riese ein Spieler den Siegtreffer erzielte, der frisch aus dem Glatzenrechner entsprungen zu sein scheint? Dass die gesamte Mannschaft in den letzten Minuten ihr Tor mit Haut und Haar verteidigte? Dass den Frankfurter Zuschauern (so denn welche da waren) die Haare zu Berge standen?

Ach, egal. Wir wollen ja eigentlich gar kein Haar in der Suppe finden. Hauptsache gewonnen.

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Doping für die Tabelle

Arminia hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor: Alpecin.

Das ist bemerkenswert. In mehreren Hinsichten:

  • Ging verdammt fix. Respekt.
  • Bielefelder Unternehmen. Immer gut.
  • "Hauptsponsor" passte wohl noch nie besser.
  • Es kann jetzt nur noch aufwärts gehen. Weil: Doping für die Tabelle.

Also: Kopf hoch! Haare zu Berge! Gegner rasieren!

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Zurück aus der Zukunft

Es ist eines dieser Märchen, wie sie der moderne Fußball nur noch selten erzählt.

Gerade 18 Jahre alt ist der Stürmer, als er einen niedersächsischen Kleinverein von der Kreis- in die Bezirksliga ballert. Mit sage und schreibe 45 Saisontoren. Und weiter geht's. Für den benachbarten Kreisstadtclub macht er in zwei Jahren fast fünfzig Buden. Auf geht's in die Regionalliga: zwei Mal Vizemeister, wieder viele Tore.

Dann Arminia: gegen den Abstieg, um den Aufstieg, Torschützenkönig der dritten Liga, zweite Liga. Und weiter. Tore, Tore, Tore. Zweite Liga, erste Liga, Tore. Ein Mann für Jogi.

Und dann, im entscheidenden Spiel um die WM: eingewechselt, kurz vor Schluss, Spielstand einseins, da, der Pass, steil in die Spitze, Annahme! Dribbling! Schuss! Tor! Tor! Tor! Deutschland fährt nach Russland! Als Nummer eins der Hammergruppe!

Und die NW weiß das alles heute schon. Toll. Nur beim Foto haben sie irgendwie geschlampt.

Fabian Klos schießt Deutschland zur WM

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Wie es dazu kommt, dass Arminia nächste Saison zwei Spiele in Hamburg haben wird. Und in Berlin.

Geschätzte Leserschaft, werte Mit-Arminen,

rechnerisch ist noch alles drin. Das haben unsere Fanclub-eigenen Nobelpreisträger für Fußballarithmetik in nächtelanger Rechenschieberei ausbaldowert.

Und so sieht es aus, unser Idealszenario:

  • Die blauweißschwarzen Rothosen aus St. Ellingen verlieren die restlichen Spiele. Ob 9:2 oder 1:0 ist dabei so wurst wie Pinkel in Bremen und umzu. (In Hamburg würde so was übrigens niemand essen geschweige denn sagen.) Wie auch immer: Das reicht für einen Relegationsplatz. Weil gleichzeitig die Rotgrünweißen aus der St.-Glglgl-Arena eine bis dato nicht gekannte Siegesserie hinlegen. Und alle anderen Mannschaften sich freundlicherweise ebenfalls genau so benehmen, dass diese Prognose eintritt. Das Relegationsspiel vergeigt der HSV dann natürlich auch. Zusammengefasst: der selbsternannte Dino steigt ab.
  • Nun zum nächsten Kandidaten: den Braunweißen aus St. Pauli. Um im Wortbilde von Punkt eins zu bleiben, wursteln sie sich weiter durch die Restsaison. Und landen damit im Nirgendwo von Liga zwo. (Oder auch auf dem Relegationsplatz wie der Nachbarclub eine Liga höher. Möglicher und nicht ganz unspannender Nebeneffekt: ein Millerntor-Relegationsspiel dieser einen Mannschaft aus der Nähe von Telgte, zu der wir gerade einen Link finden. Keine Frage, wer dabei gewinnt, sagen unsere Top-Spekulierer mit mehrfacher Mathematik-Promotion.) Kurz: Pauli bleibt drin.

Mindestens zwei Spiele, müssen wir dazu sagen. Denn die DFB-Pokalfeen haben ja auch noch was zu sagen. In der nächsten Nacht wagen sich unsere Statistikitaka-Experten da mal dran. Und rechnen den Pokal bis zum Finale durch. Das voraussichtliche Ergebnis ist dem Blog5-Leser sicherlich keine Überraschung mehr: Arminia ist nächste Saison auch in der größten Stadt der Bundesrepublik zwei Mal zu Gast. Wir freuen uns!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Norden (und einem lauthals geschmetterten "Von der Alster bis zur Elbe stets dasselbe – DSC!")

Hein M

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Neues Leben für alten Bart

Die Bielefeld-Verschwörung. Für alle, die jemals etwas mit der Ostwestfalenmetropole zu tun hatten, der wohl längste Bart der Witzgeschichte. Darüber waren Torsten Albig und ich uns einig, als wir uns gestern im Rahmen eines Journalistentreffens über Bielefeld im Allgemeinen und die freundliche Fahrstuhlmannschaft von den Hängen des Teutoburger Waldes im Speziellen unterhielten.

Aber einen wirklich guten Folgewitz konnte er noch beisteuern, der derzeit politisch wohl ranghöchste Arminia-Anhänger der Republik. Er stammt aus seiner Zeit als Oberbürgermeister von Kiel. Damals wurde mit Flensburg auch die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins von einem Bielefelder gelenkt: Klaus Tscheuschner.

Und das veranlasste die Corona der Bielefeldverschwörungstheoretiker – der Witz stammt ja ursprünglich von einem Kieler Informatik-Studenten – zu einer neuerlichen Äußerung:

"JETZT REGIEREN SIE UNS SCHON!"

 

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Arminia kann sich nur noch selber schlagen. Sagt der Kicker. Und die Soziologie. Und wir auch. Vielleicht.

"Die Blauen schenken den Arminen den Dreier" titelt kicker.de heute.

Huch! denkt da der geneigte Arminia-Anhänger, können die Blauen sich jetzt nur noch selber schlagen? Und: Wieso weiß der Kicker etwas, das wir selbst nicht glauben? Oder ist das fränkische Fußballfachblatt womöglich unter die Soziologen gegangen und will uns zeigen, wie Selbstreferenzialität geht?

Vermutlich schreibt kicker.de dann bald nur noch darüber, wie die Blauen Arminia schlagen, das gleichzeitig Bielefeld unterliegt, das wiederum den DSC besiegt. Und darüber, dass der Doppelpass ein soziales System ist (aber nur, wenn er klappt). Und benennen sich um in Halbvier, sozusagen.

Wo wir schon beim soziologisieren sind: Die NW bringt heute einen wunderschönen Kommentar eines 13-jährigen Arminia-Anhängers. Er wünscht sich von seinem Verein vor allem eins: Er möge ihn künftig noch besser darüber informieren, dass es den Schülerrabatt nur im Vorverkauf gibt. Na, wenn das keine Möglichkeit ist, um den Studierenden an der hiesigen, landesweit einzigen Fakultät für Soziologie anhand eines (lebens-)nahen Beispiels den Unterschied zwischen Information und Wissen darzulegen.

Aber wir schweifen ab. Und fremdreferenzieren dauernd. Dabei gibt es doch nur eins: Blog5. Denn eigentlich brauchen wir ja nur über uns selbst zu schreiben. Und insbesondere über diesen Beitrag. Also los, hier ist Platz:

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Wie Arminia Bielefeld und der VfL Bochum einmal ernsthaft verhandelten

Marc Rzatkowski muss geht zurück nach Bochum.

Wie es dazu kam, darüber waren sich die Medien uneins. Das Blog5-Rechercheteam hat aber nicht lockergelassen. Und liefert hier - völlig unzutreffend wiedergegeben - den inoffiziellen Ablauf der Verhandlungen, wie sie garantiert nicht stattgefunden haben. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig. Besonders was Namen betrifft.

(Falls die Herren Harbusch und Heinemann von der Zeitung mit den großen Buchstaben ihren Henri-Nannen-Preis auch nicht mehr haben wollen - wir nehmen ihn gern. Macht sich bestimmt gut auf unserem Briefkopf Seitenheader.)

Neulich in der Arminia-Geschäftsstelle. Samir Arabi nimmt den Telefonhörer auf, wählt eine Nummer. Murmelt: "Null-zwei-drei-vier ..."

Telefon: "Tuut ... tuuut ... tuut"

Todt: "VfL Bochum, Todt?"

Arabi: "Tach Todti, hier Samir aus Bielefeld. Wollte mit dir noch mal über Rschad ... Ratz ... über Ratsche sprechen. Marc halt. Den kleinen Blonden mit dem komplizierten Nachnamen. Den wollt ihr doch bestimmt nicht wiederhaben, oder?"

Todt: "Naja, doch, er hat sich ja ganz gut gemacht eigentlich, oder? Was man so hört."

Arabi: "Na, sooo gut nun auch wieder nicht. Außerdem seid ihr ja da oben in der zweiten Liga viel häufiger im Fernsehen. Und den kann doch keiner aussprechen. Da geht euch in den Zusammenfassungen bestimmt immer die eine oder andere Sendeminute flöten."

Todt: "Äh?"

Arabi: "Ja, und die Beflocker, die kriegen die ganzen Buchstaben auch immer durcheinander. Das macht sich dann ja nicht so gut auf den Fantrikots."

Todt: "Aber ..."

Arabi: "Naja, und da dachte ich, wir würden den ja ganz gern hierbehalten, wir kommen ja auch kaum im Fernsehen. Und Trikots verkaufen wir sowieso nicht so viele. Und weil, wie gesagt, das würde euch ja nur schaden, wenn ihr ihn zurücknehmt. So rein wirtschaftlich, Sendeminuten, Sponsoren, Trikots und so, du weißt schon. Also ich dachte, deshalb können wir da vielleicht noch ein bisschen nachverhandeln."

Todt: "Ja, ähm - was bietet ihr denn?"

Arabi: "Naja, wie in dieser Saison halt. Oder ein bisschen weniger, wegen der Trikots. Und der Sendeminuten natürlich. Ich hab auch schon mit den Jungs von Sport 1 gesprochen, die finden das auch gut, wenn der nicht immer auftaucht bei Hattrick."

Todt: "Äh, wie, weniger? Ihr hattet den doch schon fast umsonst, meine ich? So wegen der Spielpraxis?"

Arabi: "Naja, genau. Also wenn ihr noch was drauflegt ..."

Todt: "Wie bitte?"

Arabi: "Wir könnten euch auch ein bisschen entgegenkommen. Wir hätten da noch ne Bande frei nächste Saison. Oder so ein Dings, ein Sky Office, direkt im Stadion, unterm Dach. Beste Sicht. Wenn ihr mal in der Gegend seid."

Todt: klick.

Arabi: "Oh, einfach aufgelegt? Hm, na dann eben nicht. Manchen kann man einfach nicht helfen. Gleich mal in Darmstadt anrufen, die haben grad nen interessanten Mann aussortiert, hab ich gehört. Owo ... Onru ... Onwosulrike. Oder so."

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