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Alle Beiträge von Santon

Kann ich jedes Mal zu Arminia gehen?

Eines vorab: Wir sind gut. Arminias Social Media-Fans sind gut! Mit den naturgemäßen Abstrichen à la Arno Nühm und Co, denen ein "Verpiss Dich, du Spast!" nur allzu leicht über die Tastatur geht, wird bei uns noch in angemessener Sprache diskutiert.

Freie Meinungen werden frei geäußert, aber auf Beleidigungen wird überwiegend verzichtet. Das sieht woanders anders aus.

Allzu häufig kommt es bei uns sogar vor, dass sich in der DSC-Community geholfen wird. Anbei ein besonders rührendes Beispiel, das mir im Hinblick auf das Spiel am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (18:30 Uhr, SchücoArena) aufgefallen ist:

Schokohase: Weiß nicht, ob ich hin soll oder nicht. Das kommt doch komisch wenn ich jedes Mal hingehe.

Sabrina: Warum das denn?

Kim: Ich geh immer hin.

Sabrina: Ich verstehe das gerade nicht. Leute mit einer Dauerkarte gehen doch auch immer hin und andere fahren sogar noch auswärts.

Schokohase: Stimmt. Scheiß drauf.

Kimberly: Als Fan will man doch eigentlich zu jedem Spiel, oder nicht?

Schokohase: Stimmt. Jetzt gehe ich hin. 100% !

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Widder verloren?

Mitunter treibt die dritte Liga muntere Spielchen mit ihren Fans. Wobei, was heisst hier ihren Fans? Fan der dritten Liga ist man wohl eher selten, vielmehr ist man Fan seiner Mannschaft und nimmt daher die Ligazugehörigkeit irgendwie in Kauf. Dieses Phänomen kann natürlich auch in anderen Ligen beobachtet werden, kommt jedoch hier am deutlichsten zum Vorschein.

Arminias Spiel in Saarbrücken ist ein gutes Beispiel. Als eines der ersten Spiele der Rückrunde sollte es bereits im Dezember stattfinden, doch Schnee und Eis durchkreuzten diese Pläne. Und das gleich ein zweites Mal im Januar. Während in der ersten und zweiten Liga überwiegend auf einem grünen Teppich weiter gespielt werden konnte, fehlt in Saarbrücken oder an anderen exklusiven Orten der Liga die Rasenheizung.

Nun gut, geschenkt. Vorgestern, also im Februar, haben wir das Spiel ja nachholen können. Und wir haben es gewonnen. Warum griesgrämig sein?

Nicht zuletzt wurde es das schon erwartete Torfestival gegen den 1.FCS. Nach einem 0:4, einem 4:2 und einem 3:2 gab es nun wieder ein 4:2 aus Sicht des DSC. 6 Tore - da freut man sich doch auf die Zusammenfassung im TV!

TV? Wir wären dann beim nächsten Problem. Nachholspiele der dritten Liga bleiben vom Fernsehen weitestgehend unbemerkt. Im WDR war gar nichts zu sehen und in irgendeiner Sportschau im Ersten erst recht nichts.

Kurz bevor sich einige nun daran machten aus Bilderstrecken der NW oder dem Westfalenblatt ein Daumenkino zusammenzufügen, ertönte frohe Kunde aus dem Funkhaus des Saarländischen Rundfunk! Es waren Kameras vor Ort. Es existiert ein rund dreiminütiger Bericht!

Über die sozialen Netzwerke verbreitet sich der Filmschnippsel in Windeseile. Doch die Freude weicht dem Schock.

Schon die Ankündigung im Studio unter dem Slogan „Widder verlor“ schickt den Ostwestfalen gedanklich ins Tierreich. Einschlägiges Feedback auf Arminias Facebook-Präsenz: „Ich versteh nix, aber is' lustig. Ich hoffe sie konnten den Widder finden, den sie verloren haben.“

Es war der einzige Bericht über den DSC in Saarbrücken – und er war saarländische Folklore: „De Fans han die Flemm“. „Bisch dahin woar de Luginger zufridde!“. „Des Toar is füdde Klos nua Formsach!“.

Passend dazu einige Tore. Das 1:1 sowie das 3:1 gelangen nur unter gütigster Mithilfe der Saarbrücker, dazu noch ein Eigentor von Appiah. Man hatte sich mehr erhofft.

Vielleicht wäre das alles besser zu ertragen gewesen, hätte man sich im Saarland der Landessprache seines Nachbarn bedient. Ein französischer Kommentar hätte eleganter geklungen. Wir hätten uns bei einem wieder einmal starken Platööhn im Tor bedankt, hätten über Tore von Klo (stummes -s-) und Glasnööhr gejubelt, den schnellen Ille bewundert, uns an der Rückkehr von Übenöhr und Ornisch nicht satt gesehen und uns gefreut, dass sich beim Torschützen und Vorlagengeber Testroet an der Aussprache nichts ändert.

Morgen geht’s gegen Unterhaching. Bleibt zu hoffen, dass der WDR wieder im Stadion ist.

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Programmtipp

Heute werden wir alle zu Volleyballfans.

Aufschlag zwischem dem Karlsruher SC und Arminia Bielefeld ist um 14 Uhr. Der SWR überträgt live! Gespielt wird über drei Gewinnsätze und eine Netzberührung wird als Fehler, und damit als Punkt für den Gegner gewertet.

Hoffen wir auf schöne Spielzüge und dass unsere Jungs den Ball immer schön oben halten.

Ein Querverweis zum Fussball ist dennoch möglich. Ich habe mir sagen lassen, dass beim Volleyball ein Schlag ins Netz von der gegnerischen Mannschaft mit einem lauten "Güüüüüünter" - "NETZER!" bejubelt wird.

(Dank an Sabrina für den Screenshot.)

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Ätsch, Acki!

Wie würde es Pierre Brice sagen? Vielleicht: In diesem Zitat vom BVB-Geschäftsführer Watzke fehlt mir der Respekt!

"In einer dreigeteilten Bundesliga nur Siebter zu sein und hinter Bielefeld zu stehen, kann nicht der Anspruch von Borussia Dortmund sein. Das nehme ich nicht mehr hin!"

(WAZ, 10.01.2013)

Musste aber wohl! Und ein besseres Kompliment für unsere Jugendarbeit konnte es ja gar nicht geben. Ärger' Dich nur weiter!

Den 2:0-Sieg unserer Almbuben gegen den BVB hab ich übrigens vor Ort miterlebt. Ein enges Spiel, aber der Sieg war verdient. Und im Dormtunder Lager war schon da der Frust nur allzu deutlich. Daher: Mütter Ostwestfalens, jagt Eure Talente nicht  stundenlang auf die Autobahn ins Ruhrgebiet. Schickt sie auf die Alm!

 

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Lachsalven und Juxraketen

Zum feucht-fröhlichen Jahresausklang dürfen auch bei Blog5 ein paar wirklich schlechte Wortwitz-Spielereien nicht fehlen:

 

  1. Ich geh' aufs KLOS einen abSALGERn.
  2. Wir waren so HORNIG, dass wir ungeSCHÜTZt hatten und nun stecken wir in der PATSCHE.
  3. Alles im RAHN?
  4. APPI geht's.
  5. Heute erwarte ich volles AGYEMANG!
  6. Reisst Euch gefälligst am RIEMER!
  7. Mit "Ein Bett im SCHÖNFELD" holten "Die ORTEGAs" PLATINS.
  8. Aramsamsam, aramsamsam, gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam -  ARABI ARABI gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam

Das Ganze ist natürlich beliebig erweiterbar. Ich trinke jetzt ein BURMEISTER und  rutsch' dann friedlich rein. Wir hören uns im neuen Jahr!

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Praktikumsbericht

Das fröhliche Fest ist schon wieder Geschichte, der Weihnachtsspeck ist unübersehbar. Besinnlich wurde es mit Ausnahme bei Blog5 wieder nur selten. Der letzte Beitrag – lang, lang ist er her.

Doch jetzt, wo sich das Jahr dem Ende neigt und Santon sein Praktikum beim DSC beendet, bietet sich die Gelegenheit zurückzuschauen.

Neben vielen unwichtigeren, auslaufenden Verträgen läuft auch mein Praktikumsvertrag in diesen Tagen aus. Die Verschwiegenheitsklausel verliert ihre Gültigkeit und meine Arbeitskollegen auf der Geschäftsstelle werden Blog5 in diesen Tagen wohl nervös verfolgen. Wann packt er aus?

Jetzt ist es soweit! Ich hole aus: Es ist ein Unding, dass acht Monate alte Schlagsahne, sieben Monate alter Frischkäse und ein mittlerweile gebräunter Orangensaft mehr als eine Halbserie hindurch ein unbeachtetes Dasein im Kühlschrank fristen konnten. Die Schlagsahne biederte sich als dunkel-bröckige quarkige Masse an, während der Frischkäse Pilzkulturen in Form von Walnüssen entwickelte. Der Orangensaft war als solcher schon gar nicht mehr zu erkennen.

Bei jener exorbitant häufigen Nutzung der Kaffeemaschine und gleichzeitig extremer Belastung der Spülmaschine hätte das auffallen müssen! Und niemand soll mir sagen, dass der Kühlschrank nie genutzt würde – so ist es doch nun wirklich nicht! Das ist doch – ohne drumherum zu reden – in Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden und ohne die Lage unnötig zuzuspitzen: Das kann von niemanden bestritten werden! Und meine Damen und Herren, warum auch nicht?

OK, mein Praktikumsbericht verliert sich im Thema Schimmelpilze und wird inhaltslos wie MdB Karl-Heinz Stiegler. Den an Arminia interessierten Lesern sei daher zugerufen, dass dies nur Ausdruck einer neu gewonnenen Gelassenheit rund um den DSC sein kann. Es war ein Praktikum in einer Reihe von vorherigen Praktika, die ohne Hiobsbotschaften auskamen. Selbst wenn ich es gewollt hätte, aus Blog5 wäre nie Arminia-Leaks geworden. Es wurde schon häufiger gesagt oder hier und da geschrieben: Arminias Mitarbeiter investieren viel Herz und Kraft in diesen Verein! Das ist keine Floskel und tilgt noch keinen Kredit, aber davon durfte ich mich überzeugen. Wo Arminia drauf steht, ist auch Arminia wieder drin. Es mag noch etwas dauern, aber der Karren wird schon wieder aus dem Dreck gezogen. In diesem Sinne... vielen Dank!

 

Ach, einer muss aber noch: Liebes DSC-Team, ich hatte mit dem Frankiergerät nie irgendetwas zu tun! Ich saß nur in der Nähe!
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"Ich habe Traurigkeit für die Mannschaft."

Bemerkenswertes Zitat von "Pele" Wollitz auf der Pressekonferenz nach dem 0:0 zwischen Osna und Arminia.

Dass Arminia nach der Halbzeit längere Zeit spielbestimmend war, rechtfertigte er damit, dass das "in die Augenhöhe" schonmal passieren kann.

Nur gut, dass der Elfmeter aus unserer Sicht nicht in die Auge ging. Timo Staffeldt spielte den Roberto Baggio Fußballgott, verzog völlig und schenkte uns in der letzten Minute den einen Punkt.

Martin Anders kommentiert folgerichtig auf Facebook: "Ich habe Heiterkeit für Timo Staffeldt."

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Leichen bei der Post

(Ein Erlebnisbericht von Daniel Schenk aus Münster Telgte Woanders)

Vergangenen Dienstag in Münster, kurz vor 9 Uhr, in der Nähe des Hafens. Ich gehe über einen tristen Hinterhof, vorbei an einer Packstation und einem Briefmarkenautomaten. In einem heruntergekommenen Gebäude soll sich die Poststelle befinden, bei der ich mein Einschreiben mit den Karten für Arminias Gastauftritt in Osnabrück abholen kann. Sagt zumindest meine Benachrichtigungskarte. Der zuständige Beamte prüft Karte und Ausweis. Sekunden später hat er tatsächlich den richtigen Brief gefunden. Beim Blick auf den Absender wird er jedoch stutzig.

„Bielefeld? Warum das denn?!“

Ich warte einen Moment, aber der ‚Bielefeld-gibt’s-doch-gar-nicht-Gag‘ bleibt erstaunlicherweise aus. Tatsächlich scheint ihn lediglich zu irritieren, dass jemand mit Wohnsitz in Münster ausgerechnet Post vom DSC bekommt. „Tja, wissen Sie“, sage ich, „Herkunft verpflichtet eben. Und..“ Noch bevor ich weiter darüber philosophieren kann, dass man sich seinen Verein weder aussuchen noch bei jedem Umzug wechseln kann, unterbricht er mich. „Tja, jeder hat eine Leiche im Keller“, sagt er und schiebt mir den Brief über den Tresen. Ich könnte ihn nun fragen, ob er Prxxe ist und in eine Diskussion über drittklassigen Fußball einsteigen. Da ich dazu jedoch keine Lust habe, sage ich: „Sie haben mein Geheimnis durchschaut!“ und mache mich auf den Heimweg.

Als ich einen Tag später am Münsteraner Hauptbahnhof in den Zug steige, um zum Pokalspiel auf die Alm zu fahren, bin ich keineswegs der einzige Fahrgast mit diesem Ziel. Eine Gruppe Arminia-Fans befindet sich in der einen Ecke des Zuges, eine Handvoll Leverkusener in der anderen. Die Arminen trinken Krombacher, die Bayer-Fans Kölsch (!). „Jeder hat eine Leiche im Keller“ denke ich und freue mich auf das Spiel.

 

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Arminia doch on-topic

Was so ein Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen doch so alles bewirken kann.. erstaunlich und überraschend für einen "Retortenclub" als Gegner.

Bereits vor einiger Zeit hat Hippo an dieser Stelle (völlig zu Recht) Werbung für den 1LIVE-Elfer gemacht.

Er hatte damals auf diese Sendung hingewiesen, weil...

weil Mike Litt und Christoph Biermann cool sind, es  öffentlich-rechtlich-unkommerziell ist, insofern authentisch ist, als ich die Sendung tatsächlich mal hören werde...

...und weil Arminia mit etwas Glück kein Thema dieser Sendung sein wird, so daß man sich heut Abend mal mit den Luxus-Problemchen anderer Vereine ablenken kann.

Nun gut. Mike Litt ist bestimmt immer noch cool, aber er moderiert heute Abend nicht. Das übernimmt Michael Dietz.

Und Arminia ist nicht off-topic. Zumindest heute nicht. Denn heute ist Stefan Krämer zugeschaltet und darf über unsere Erfolgssträhne sowie Pokalpläne berichten.

Nach netten Gesprächen mit Arminia-Fan und 1LIVE-Reporter Peter Schultz möchte ich den erstgenannten Argumenten Hippos hiermit zustimmen und ebenfalls auf die Sendung verweisen: Heute Abend, 23 Uhr, 1LIVE. "Die Blauen kommen."

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Gestatten, Fußballmanager!

Pascal Testroet ist 22 Jahre alt und Stürmer beim DSC Arminia Bielefeld, sprich Fußballprofi. In seiner fußballfreien Zeit hat Pascal, genannt „Paco“, gelernt und sich in einem Fernstudiengang weitergebildet. Heute konnte er nun auf seiner Facebook-Seite Vollzug melden: Er hat seine IST-Weiterbildung im Bereich Fußballmanagement erfolgreich abgeschlossen.

Auf seiner Diplom-Urkunde folgt dann ein Satz, der mich neidisch macht: „Herr Testroet ist somit berechtigt, den Titel Fußballmanager (IST) zu führen.“

Fußballprofi und Fußballmanager in Personalunion, und das mit 22 Jahren. Viele meiner Kindheits- und Jugendträume mal eben mit links durchgezogen. Es ist wie FIFA-Pro und Anstoss 3-Experte in einem. Was habe ich in beiden Disziplinen nicht alles investiert, um gescheiterte Träume („Ich will Fußballprofi werden!“) immerhin virtuell zu realisieren.

Besonders das Managerspiel Anstoss3 hat mich die ein oder andere bessere Schulnote gekostet. Ich habe an allem gefeilt. An Interviewstrategien („Der Erfolg gibt dem Recht, der ihn hat, so lange er ihn hat“), Taktiken („kontrollierte Offensive“, Einsatz: „hart“, Gegenspieler umtreten: „Spielmacher“) und Öffentlichkeitsarbeit („Journalistenfreund anrufen“). Ich wollte perfekt sein und den Ascaron-Hoeneß geben. Ich war Taktikfuchs und Visionär zugleich. Auf dem Trainingsgelände galt mein erster Blick immer freien Flächen, die genügend Platz für einen vereinseigenen Flughafen boten. Neben den Großprojekten habe ich immer auch an die Fans gedacht und darauf geachtet, dass genügend Kassenhäuschen, Fanshops und Bierzelte gebaut werden.

Peu à peu habe ich meinen Managerlevel verbessert und entwickelte mich als i-Tüpfelchen auch noch zum Motivationsguru. Meine Kabinenansprachen waren berüchtigt:


 

Gebracht hat mir das alles nichts. Der Aufprall in der Realität war hart: Lehre, zwar kaufmännisch aber ohne einen Hauch von Fußballmanagement. Muffen zählen statt Spielerverträge aushandeln.

Jetzt sitze ich hier und denke über Pascal Testroet nach. „Gestatten, Testroet. Fußballmanager“. Wie geil muss das sein?

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