Alle Beiträge von Albrecht Thiel

Samir Arabi: "Wir haben der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass wir noch mindestens ein Tor schießen und so ist es dann auch gekommen."

So einfach ist das! Wenn die Mannschaft ein Tor zurückliegt, in der Pause den entscheidenden Tipp geben. Warum hat das unter von Ahlen nicht geklappt? Hat da jemand die taktische Anweisung gegeben: "Steigt einfach mal so hart ein, dass ihr ne rote Karte kriegt und wir dann hinterher ne Ausrede haben."? Aber jetzt... - obwohl: Was mich nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass der Trainer nicht auf diese Lösung gekommen ist.

(Soll ich mich doch noch mal ins Spiel bringen, falls der Verein Zweifel an Stefan Krämers Fähigkeiten hat? Ich hätte den Spielern gesagt: "Schießt zwei Tore, dann gewinnt ihr!")

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Von Ahlen nach Osnabrück über Münster (oder das Aufwachen nach einem bösen Traum)

Der Kalauer musste sein: Ausgerechnet RW Ahlen bekam zuletzt 2 Punkte abgezogen, während Arminia den Antrag auf Punktabzug noch nicht bewilligt bekam. Aber von Ahlen, immerhin B-Jugendtrainer beim HSV, ist der neue Heilsbringer. Und damit ist nicht die Hammer Spielvereinigung gemeint.

Wenn wir Glück haben (aber nur, wenn wir großes Glück haben), dann spielen wir im nächsten Jahr gegen Ahlen und Münster, gegen Osnabrück und Oberhausen (die beiden Unentschieden waren Arminias Beitrag zur Wiedersehenstour, weil das mit dem Gewinnen einfach zu schwer war), gegen Sandburghausen (was tief im Süden liegt, aber doch eigentlich an die Nordsee gehört).

Oder wird das traditonelle Testspiel gegen Fichte halb sechs / halb sieben schon zum Saisonhöhepunkt?

Die spannende Frage der nächsten Woche wird immer wieder sein: Wer spielt neben Lohmann? Aber eins muss man sagen: Die Spieler haben ihre absolute Treue zu Arminia mit jedem Spiel bekundet - deren Marktwert ist so gesunken, dass man sie auch gleich behalten kann.

Ach ja, Kevin Schöneberg ist in OS fristlos gekündigt: Besoffen zum Training. Wäre er mal in BI geblieben - da wäre das nicht mal im Spiel aufgefallen...

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van Gaal, Magath & Co.: Bewährung in Bielefeld

Jetzt müssen sie einer nach dem anderen gehen, die Trainer mit den Millionen-Verträgen: Weil sie vielleicht nur Dritter werden oder nur Pokalsieger oder fast nur die Champions-League gewinnen. Oder weil sie den Draht zu den Fans nicht gefunden haben.

Ja, haben denn die Fans in München ernsthaft erwartet, van Gaal kommt als Rudi-Carrell-Imitat? Oder Magath in Gelsenkirchen in der Rolle des Schwiegersohns von Ernst Kuzorra? Und jetzt stehen sie da mit millionenschweren Verträgen und langweilen sich.

Halt! Da gibt es in Ostwestfalen einen Verein, bei dem könnten sie beweisen, dass sie als Trainer etwas aufbauen können! Denn: Mit den Spielern von Bayern würde selbst ich mir zutrauen, etwa so weit zu kommen wie van Gaal (Genialer Einfall: So lange wir den Ball haben, können die anderen kein Tor schießen - führt zu 80% Ballkontrolle und einzelnen genialen Solos von Robben und Ribery.) Aber ein richtiger Trainer, das müsste einer sein, der einer ganz schlechten Mannschaft beibringt, Fußball zu spielen.

Und so, wie die Hartz-IV-Empfänger ja auch die 1-€-Jobs annehmen müssen, so müssten dann die, denen es doch nur um den Fußball geht, dann in der beschäftigungslosen (aber nicht einkommenslosen) Zeit den Weg nach Ostwestfalen gehen. Ohne 39 Spieler zu kaufen und dann hinterher zu klagen, dass alles im Umbruch ist. Ohne endloses Ballgeschiebe, weil der Ball auf der Alm spätestens nach dem dritten Kontakt beim Gegner landet.

Wie geht Fussball? fragen Spieler und Fans beim schlechtesten aller Bundesligisten. Und sie fragen diejenigen, die das eigentlich am besten wissen müssen und denen man dieses Wissen gerade abspricht. Also: Felix und Louis - Bielefeld wartet auf euch!

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"..noch immer Fan von Arminia Bielefeld."

...so stellt die FAZ am 28.2.2011 den per Mitgliederbefragung ermittelten SPD-Spitzenkandidaten für Schleswig-Holstein und Kieler OB Torsten Albig vor.  Als Mann der Mitte, als einen, der es geschafft hat, gegen die regierende OB in Kiel aus dem Stand eine Wahl zu gewinnen, seinerzeit von Peer Steinbrück per Dienstwagen als Sprecher persönlich abgeholt, verheiratet, zwei Kinder (somit in der SPD nahezu ein Exot in Sachen bürgerliche Existenz) - und dann: "Er ist aus früherer Verbundenheit noch immer Fan von Arminia Bielefeld."

Tja, da hat der eine peinliche DDR-Kontakte in der Vergangenheit (dazu war Albig aber immer zu sehr Mitte), der andere hat einen Hang zum Luxus, um aus der Proll-Ecke aufzusteigen, der dritte hat fünf Ehen und der vierte hat die Aufsichtsratsvorsitzende eines Rüstungskonzerns zur Gespielin. Und dann gibt es noch Torsten aus Kiel - der ist "aus früherer Verbundenheit noch immer Fan von Arminia Bielefeld."

Wem soll denn da noch etwas einfallen, wenn dieser Aufsteiger dann im Laufe des Gesprächs den schwarz-weiß-blauen Kaffeebecher rausholt...

Torsten, we have to fight weiter!

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"Kär, bin ich voll! Aber hackedick. Is voll normal - anders hältste son Spiel nich aus."

(Vor dem Spiel gegen Fürth auf dem Herrenklo aufgeschnappt.)

Ja, klar - Kinder und Besoffene reden die Wahrheit.

Da freut man sich, dass die Abwehr mit Markus Schuler mehr Stabilität gewonnen hat - und da passiert es natürlich wieder nach 10 Minuten.

Da sieht es nach der Halbzeit richtig nach Fußball aus - und da bekommt Arminia ein reguläres Tor nicht.

Da drängen sie auf den Ausgleich - und werden mit ein paar Kombinationen so was von ausgespielt - eben, dass man es nicht aushält.

Und treffen auf einen Gegner, der eine derart effektive Chancenverwertung hat, dass die meisten Bundesligisten sich dem gegenüber schamhaft verstecken müssten. (Und außerdem wäre Dennis an guten Tagen das 0:1 und das 1:3 nicht passiert...)

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Es waren wieder zwei Standardsituationen, obwohl wir vorher darüber gesprochen haben. (Kevin Schöneberg)

Schön, dass Ihr darüber gesprochen habt! Zwischendurch habe ich mich gefragt: "Was trainiert Ihr eigentlich?" Zusammenspiel, Freistöße, Ecken? Oder sprecht Ihr da nur drüber?

Nee, Leute, unter dem Spiel steht: "Bemühten sich, Fußball zu spielen."

Da war kein Pass-Spiel, da wurde kein Ball verteilt, da stand die solide Abwehr von Union so, dass fast jeder Ball abgefangen wurde.

Ich habe immer gesagt: Gebt dem Trainer Zeit - spielen müssen andere. Ich nehme das zurück: Lange Zeit wirkte Union so, als hätten sie einen Spieler mehr auf dem Platz. Sie spielten diszipliniert, über die gelben Karten wollen wir nicht streiten, aber die Tendenz sagt doch auch was aus. Sie spielten so, wie ich mir das von Arminia auswärts vorstelle.

Wie viele rausgespielte Torchancen hatten wir denn? 2 oder 3 außer dem dicken Torwartfehler. Wer kam denn nach dem Ausgleich ins Spiel? Arminia?

Die haben sich bemüht... Aber wenn dann so wenig Spielaufbau dabei herauskommt...

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Arminia und der historische Materialismus

Es beginnt scheinbar harmlos: Damit, dass sich ein Armine, der nicht in der Hauptstadt aller (Fußball-Idioten) lebt, auf Grund seines Terminkalenders und anderer Unwägbarkeiten die Spiele der neuen Mannschaft nicht direkt ansehen kann.

"Schade!" denkt er zunächst. Und gibt nach knappen Niederlagen gegen große Mannschaften wie den FSV Frankfurt der Mannschaft noch ganz viel Kredit. Weil die sich ja noch finden müssen. Und weil hinten und vorne in dem ganzen Gefüge nichts mehr stimmt. Der Trainer verbreitet Zuversicht: Im nächsten Spiel werden die guten Ansätze weiter entwickelt (oder so ähnlich).

Und dann gibt es die beliebten "Stimmen nach dem Spiel", bei denen die begabten und zuversichtlichen Kicker beruhigend sagen: Wir waren in der ersten (oder in der zweiten Halbzeit) gar nicht so schlecht. Nun ja, warum muss ein Spiel auch zwei Halbzeiten haben? Oder sie sagen: Heute waren wir wirklich schlecht, aber beim nächsten Mal...

Und der Armine ist froh, dass er nicht wirklich dabei gewesen ist. Und hat allmählich den Eindruck, dass da nicht wirklich etwas besser wird, und die beliebten Stimmen sprechen schon gar nicht mehr von "unglücklich verloren", sondern von verdienter Niederlage, als sei das eine Zwangsläufigkeit. Und der Armine stellt sich zunehmend die Frage: Willst Du da überhaupt hingehen, wenn die hinterher doch nur erklären, warum sie verloren haben?

Und da fällt ihm Kurt Tucholsky ein, der das so schön auf den Punkt gebracht hat: "Es ist die Aufgabe des historischen Materialismus, zu zeigen, wie alles kommen muß – und wenn es nicht so kommt, zu zeigen, warum es nicht so kommen konnte. "

Ich schreibe das 20 Jahre nach dem Ende der DDR - und ich fürchte, der historische Materialismus hat in Ostwestfalen noch eine historische Bühne behalten.

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Tafelsilber! Welches Tafelsilber?

So langsam holen mich meine Phantasien übelsten Befürchtungen ein. Hätte ich doch nie geschrieben:

Erfahrene Kern-Spieler halten: Offenbar Rübe (Vertrag verlängert), Mijatovic (? wäre schön). Und das Tafelsilber: Katongo? Fort? So ganz waren sie nach meinem Eindruck nie Teil des Spiels geworden. Federico? Wäre schade - ich fand ihn gegen den FCK gut. Aber er und Halfar waren noch nie eine Achse.

Rübe? Nichts gegen Rübe - aber er hat schon bessere Zeiten gesehen. (Was bei einem Mann seines Alters keine Schande ist.)

Nun denn, sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Werden wir noch das eine oder andere Mal wach - und es füllt sich die Spalte "Neues vom Ex-Arminen"?

Oder baut Christian Ziege aus No-name-Spielern eine Mannschaft auf?

Wenn ich ehrlich bin: Ich rechne mit einem harten Kampf um den Klassenerhalt. Wer noch nicht begriffen hat, was die Krise auch auffem Platz bedeutet, sollte einfach mal über die Verkäufe nachdenken.

Ja, und Dennis... - der wäre Silber, aber ist auch Armine mit Leib und Seele. Wäre Integrationsfigur. Wr kauft den armen Fernandez (der an sich kein schlechter ist - welcher Zweitligaverein hat einen Nationaltorwart auf der Reservebank?)

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Wie ich neulich schon mal ganz richtig sagte...

Wenn (vielleicht) bald nichts mehr da ist, um draufzuklopfen, macht es doch Spaß, sich auf die eigene Schulter zu klopfen.

So schrieb ich denn zum Thema "Hat die Arminia überhaupt Tafelsilber?"

"Also brauchen wir eine Mannschaft mit Zweitliga-Niveau, die sich entwickeln kann. Mit einem Trainer, der ein gewisses Risiko ist, weil er noch keinen Namen hat, aber vielleicht eine Vorstellung von attraktivem Fußball (also: nicht Ernst, nicht Rapolder). "

Teil 1: Hat doch schon jemand zugehört. Der Trainer kann konnte mal spielen, hat das (mit A-Schein) sogar überlegt, wie das mit anderen geht. Und könnte jetzt - statt nur als angebliche Wunderwaffe eingesetzt zu werden - mal zeigen, ob er eine Mannschaft aufbauen kann.

"Und das Tafelsilber: Katongo? Fort? So ganz waren sie nach meinem Eindruck nie Teil des Spiels geworden. Federico? Wäre schade - ich fand ihn gegen den FCK gut. Aber er und Halfar waren noch nie eine Achse."

Sag ich doch: Halfar ist weg. Ist vermutlich das ewige jugendliche Strohfeuer. Und jetzt warten wir mal ab, ob Fernandez mit SA in SA weiter kommt als die deutsche Mannschaft. Denn, wie ich schon sagte:

"Ja, und Dennis... - der wäre Silber, aber ist auch Armine mit Leib und Seele. Wäre Integrationsfigur. Wr kauft den armen Fernandez (der an sich kein schlechter ist - welcher Zweitligaverein hat einen Nationaltorwart auf der Reservebank?)"

 

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"Hat die Arminia überhaupt Tafelsilber?"

fragt Peter Penders am 21.4. in der FAZ. Und zitiert Heinz Anders:"'Vermutlich müssen wir unser Tafelsilber verkaufen', sagt Anders und meint Spielerverkäufe."

So ähnlich stellt es auch der Verein selbst - in wohlgesetzten Worten - auf seiner Homepage dar:

Arminia solle

  • sich nicht alleine über Tabellenplätze definieren.
  • eine unmittelbare Identifikation der Fans mit den Spielern und der sportlichen Ausrichtung ermöglichen.
  • so attraktiv wie möglich spielen. Vor allem aber soll das Team Einsatz und Leidenschaft vermitteln. Der Anspruch des gesamten Umfeldes (Fans, Zuschauer, Mitglieder, Sponsoren), wieder stolz sein zu können auf Arminia, soll erfüllt werden
  • entsprechend aus jungen, überwiegend aus der hiesigen Region stammenden Spielern (idealerweise aus dem eigenen Nachwuchs) bestehen.
  • aus sich selbst heraus Werte schaffen und regelmäßig Transfererlöse generieren
  • Das ist banal! Ich kenne keine Mannschaft, die in der 3. Liga attraktiv spielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sponsoren und Zuschauer in einem Verein mit dieser Geschichte sich über die Karte Leidenschaft und Begeisterung definieren.

    Also brauchen wir eine Mannschaft mit Zweitliga-Niveau, die sich entwickeln kann. Mit einem Trainer, der ein gewisses Risiko ist, weil er noch keinen Namen hat, aber vielleicht eine Vorstellung von attraktivem Fußball (also: nicht Ernst, nicht Rapolder). Mit Spielern, die bei einer Mannschaft im Aufbau eine Chance bekommen. So, wie es Frank Eulberg gegen K'lautern ausprobiert hat. Selbstverständlich stand die Deckung noch nicht - aber die stand auch bei Gerstner zuletzt nicht mehr. Erfahrene Kern-Spieler halten: Offenbar Rübe (Vertrag verlängert), Mijatovic (? wäre schön).

    Und das Tafelsilber: Katongo? Fort? So ganz waren sie nach meinem Eindruck nie Teil des Spiels geworden. Federico? Wäre schade - ich fand ihn gegen den FCK gut. Aber er und Halfar waren noch nie eine Achse.

    Ja, und Dennis... - der wäre Silber, aber ist auch Armine mit Leib und Seele. Wäre Integrationsfigur. Wr kauft den armen Fernandez (der an sich kein schlechter ist - welcher Zweitligaverein hat einen Nationaltorwart auf der Reservebank?)

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