Entscheidend is auf'm Platz

Eine kurze Lanze für den VfL

Bei all dem Freudentaumel muss eine kurze Lanze für den VfL Osnabrück gebrochen werden.

Unser Fußballnachbar droht im Falle des wahrscheinlichen Nichtaufstiegs im Chaos zu versinken und führt damit vor Augen, was den DSC vielleicht in diesem Fall erwartet hätte. Einige interne Problemen der Lilaweißen scheinen hausgemacht. Der Rücktritt von Pele Wollitz hat das eindrucksvoll gezeigt. Der VfL ist aber auch ein Opfer der defizitären Pleiteliga 3.

In der letzten Saison hatten die beiden Direktaufsteiger nach 38 Spieltagen 66 bzw. 64 Punkte. Der VfL wäre mit 70 Punkten nach 37 Spieltagen jetzt schon Meister. Nach so einer Saison mit leeren Händen dazustehen, ist verdammt bitter.

Pele Wollitz hat mit wenig Geld eine erfolgreiche Truppe zusammengestellt und die Region ist genauso fußballverrückt wie Schwarzweißblau. Die Duelle beider Clubs werden mir sehr fehlen. Und das nicht nur, weil ich mit dem Rad zur Bremer Brücke fahren konnte, sondern weil die Spiele sportlich rassiger waren als gegen Telgte.

Der VfL steht jetzt ungefähr da, wo Arminia 2011 stand. Und weil man weiß, wie sich das anfühlt, haben Fans und Mitarbeiter mein solidarisches Mitgefühl. Ich hoffe für den VfL auf den Relegationsplatz und ein Wiedersehen in Liga 2.

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Widder verloren?

Mitunter treibt die dritte Liga muntere Spielchen mit ihren Fans. Wobei, was heisst hier ihren Fans? Fan der dritten Liga ist man wohl eher selten, vielmehr ist man Fan seiner Mannschaft und nimmt daher die Ligazugehörigkeit irgendwie in Kauf. Dieses Phänomen kann natürlich auch in anderen Ligen beobachtet werden, kommt jedoch hier am deutlichsten zum Vorschein.

Arminias Spiel in Saarbrücken ist ein gutes Beispiel. Als eines der ersten Spiele der Rückrunde sollte es bereits im Dezember stattfinden, doch Schnee und Eis durchkreuzten diese Pläne. Und das gleich ein zweites Mal im Januar. Während in der ersten und zweiten Liga überwiegend auf einem grünen Teppich weiter gespielt werden konnte, fehlt in Saarbrücken oder an anderen exklusiven Orten der Liga die Rasenheizung.

Nun gut, geschenkt. Vorgestern, also im Februar, haben wir das Spiel ja nachholen können. Und wir haben es gewonnen. Warum griesgrämig sein?

Nicht zuletzt wurde es das schon erwartete Torfestival gegen den 1.FCS. Nach einem 0:4, einem 4:2 und einem 3:2 gab es nun wieder ein 4:2 aus Sicht des DSC. 6 Tore - da freut man sich doch auf die Zusammenfassung im TV!

TV? Wir wären dann beim nächsten Problem. Nachholspiele der dritten Liga bleiben vom Fernsehen weitestgehend unbemerkt. Im WDR war gar nichts zu sehen und in irgendeiner Sportschau im Ersten erst recht nichts.

Kurz bevor sich einige nun daran machten aus Bilderstrecken der NW oder dem Westfalenblatt ein Daumenkino zusammenzufügen, ertönte frohe Kunde aus dem Funkhaus des Saarländischen Rundfunk! Es waren Kameras vor Ort. Es existiert ein rund dreiminütiger Bericht!

Über die sozialen Netzwerke verbreitet sich der Filmschnippsel in Windeseile. Doch die Freude weicht dem Schock.

Schon die Ankündigung im Studio unter dem Slogan „Widder verlor“ schickt den Ostwestfalen gedanklich ins Tierreich. Einschlägiges Feedback auf Arminias Facebook-Präsenz: „Ich versteh nix, aber is' lustig. Ich hoffe sie konnten den Widder finden, den sie verloren haben.“

Es war der einzige Bericht über den DSC in Saarbrücken – und er war saarländische Folklore: „De Fans han die Flemm“. „Bisch dahin woar de Luginger zufridde!“. „Des Toar is füdde Klos nua Formsach!“.

Passend dazu einige Tore. Das 1:1 sowie das 3:1 gelangen nur unter gütigster Mithilfe der Saarbrücker, dazu noch ein Eigentor von Appiah. Man hatte sich mehr erhofft.

Vielleicht wäre das alles besser zu ertragen gewesen, hätte man sich im Saarland der Landessprache seines Nachbarn bedient. Ein französischer Kommentar hätte eleganter geklungen. Wir hätten uns bei einem wieder einmal starken Platööhn im Tor bedankt, hätten über Tore von Klo (stummes -s-) und Glasnööhr gejubelt, den schnellen Ille bewundert, uns an der Rückkehr von Übenöhr und Ornisch nicht satt gesehen und uns gefreut, dass sich beim Torschützen und Vorlagengeber Testroet an der Aussprache nichts ändert.

Morgen geht’s gegen Unterhaching. Bleibt zu hoffen, dass der WDR wieder im Stadion ist.

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Ätsch, Acki!

Wie würde es Pierre Brice sagen? Vielleicht: In diesem Zitat vom BVB-Geschäftsführer Watzke fehlt mir der Respekt!

"In einer dreigeteilten Bundesliga nur Siebter zu sein und hinter Bielefeld zu stehen, kann nicht der Anspruch von Borussia Dortmund sein. Das nehme ich nicht mehr hin!"

(WAZ, 10.01.2013)

Musste aber wohl! Und ein besseres Kompliment für unsere Jugendarbeit konnte es ja gar nicht geben. Ärger' Dich nur weiter!

Den 2:0-Sieg unserer Almbuben gegen den BVB hab ich übrigens vor Ort miterlebt. Ein enges Spiel, aber der Sieg war verdient. Und im Dormtunder Lager war schon da der Frust nur allzu deutlich. Daher: Mütter Ostwestfalens, jagt Eure Talente nicht  stundenlang auf die Autobahn ins Ruhrgebiet. Schickt sie auf die Alm!

 

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"Ich habe Traurigkeit für die Mannschaft."

Bemerkenswertes Zitat von "Pele" Wollitz auf der Pressekonferenz nach dem 0:0 zwischen Osna und Arminia.

Dass Arminia nach der Halbzeit längere Zeit spielbestimmend war, rechtfertigte er damit, dass das "in die Augenhöhe" schonmal passieren kann.

Nur gut, dass der Elfmeter aus unserer Sicht nicht in die Auge ging. Timo Staffeldt spielte den Roberto Baggio Fußballgott, verzog völlig und schenkte uns in der letzten Minute den einen Punkt.

Martin Anders kommentiert folgerichtig auf Facebook: "Ich habe Heiterkeit für Timo Staffeldt."

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LIVE - Derbyticker aus dem Wohnzimmer - LIVE

Schlusspfiff: Wir wissen gar nicht mehr, was wir schreiben sollen. Wir sind einfach nur traurig. Auch Krämer sieht traurig aus, während Dotchev über Zigarren referiert. Beim nächsten mal trainieren wir vorher gar nicht, sprechen auch nicht über das Derby, sondern rauchen eine Woche lang Bong. Viel langsamer als heute geht ja ohnehin nicht. Gute Nacht!

88. Minute:Wow. Druckphase. Klos ringt Schöneberg im Bodenkampf nieder und zieht ab. Leider nur ein Gruß an die verbitterte schwarz-weiß-blaue Kurve.

83. Minute:Da war sie endlich: die 100-Prozentige für den DSC. Ackermann im Fünfer frei vorm Tor. Tatsächlich daneben. "Ist der Linksfuß?" - "Der ist Blutgrätsche."

80. Minute: Hoffentlich bleiben die Arminia-Fans auf den zwei Kilometern zum Bahnhof bei Bewusstsein. Bloß nicht durchdrehen und alte Leute anpöbeln, es könnte Helmut Schmidt sein. Der ist noch in Münster. Bekam heute einen Preis, weil er den Westfälischen Frieden mitverhandelt hat oder so...

77. Minute: Der Kommentator blubbert etwas von kleinen Dingen, die bei der Arminia nicht klappen. Er sagt das während der DSC einen falschen Einwurf macht. Mathis schluchzt leise, wendet sich ab.

71. Minute: Erste Chance für Arminia. Schütz taucht irgendwie im Fünfer auf und grätscht ans Außennetz. Wir denken an die Zukunft und sehen in einem Lagerfeuer aufm Siggi die letzte Bestimmung für den gelben Trikotsatz.

66. Minute:Gelb für Ackermann. Tim sieht ihn seit seiner Einwechslung schon rotgefährdet. Vielleicht war eine langfristige Schwächung des Gegners sein Auftrag. Wir müssen 'Auftrag' sagen. 'Taktische Marschroute' klingt heute absolut deplatziert. "Arm, absolut arm."

63. Minute:Vor dem Spiel war die Arminia für ein Mittagessen im Spexarder Krug in Gütersloh. Gut möglich, dass der Wirt die Apfelschorlen der Abwehrspieler mit "Wässerchen" anstatt mit Wasser aufgefüllt hat. Die sind doch besoffen, die gelben Vögel! (alle sauer hier)

60. Minute: Bischoff schießt eine Ecke nach der anderen. Die Bielefelder Abwehr bettelt um eine Lohnkürzung und der Preußen-Block träumt von der ersten Liga. Wir schicken ihnen in zwei Jahren eine Postkarte.

57. Minute: Hübner ist heute nicht gut drauf. Während seine Mitspieler in der Arminia-Abwehr es ohne Mühe schaffen, sich schnell genug von den Gegenspielern wegzubewegen, um ihre Ruhe zu haben, läuft er beim Versuch zu entkommen leider in Taylor rein. Elfmeter: 4:0 für die Adlerträger.

55. Minute: Soooo: Wir sammeln dann mal Vorschläge für die Umgestaltung Münsters nach dem Spiel: Einer unserer Gäste ist dafür in Richtung Schloss zu ziehen. O-Ton: "Den Aasee kriegt man schlecht kaputt gemacht". Recht hat er.

51. Minute: Wir sind uns sicher, dass der WDR eine Wiederholung aus den 80ern zeigt. 2012 läuft ja auch keiner mehr in gelben Trikots herum...kann uns mal einer eine SMS schreiben, wie hoch die Arminia in Wirklichkeit schon führt?

48. Minute:Langes Ding. Taylor (!). Tor. 0-3. Nie wieder Dart.

46. Minute Taylor (!) auf Nazarov. Der "Mann für Berti Vogts" nimmt ihn direkt und lässt Platins keine Chance.

Immer noch Halbzeit.Carsten Gockel im Interview. Schade, dass man auch so aussehen muss, wenn man so einen Namen trägt.

Halbzeit. Der WDR zeigt Phil "The Power" Taylor in irgendeiner deutschen Kneipe vor der Dart-Scheibe. Der bierbäuchigste Profisportler lallt irgendwas in die Kamera. "Arminia wird´s noch richten", haben wir verstanden und verschweigen eine Namensverwandtschaft mit einem Münsteraner Stümer.

Halbzeitpause Wir nehmen erst einmal einen großen Schluck aus dem Westfalenpokal und essen Naschwerk (Malteser - selbstredend), zur Verfügung gestellt von Tims Mama. Fußball sollte man nur im Stadion oder bei den Eltern schauen (klar).

44. Minute: Kurz vor der Pause noch einen Freistoß für die Blauen. Stefan Salger entscheidet sich dafür die Preußen in der Mauer schwerstmöglich zu verletzen. Nicht fair, aber sinnvoll.

39. Minute: 39 Minuten hat der Schall gebraucht, jetzt hören wir das erste "Arminiaaa". gleichzeitig Freistoß von Bischoff. Gutes Ding - hat er bestimmt in dem einen Spiel für Arsenal gelernt, dass er gemacht hat.

33. Minute: Kommentator Winkler lobt die "Strukturen" bei den Münsteranern, die er für Höheres berufen sieht. Wahrscheinlich haben sie ihn nicht ins Stadion gelassen. Das Mikro hat der WDR auch vor die Preußenkurve gestellt. Gut, dass wenigstens wir unparteisch bloggen. (Nur der DSC!)

30. Minute: Gelbe Karte für Amaury Bischoff wegen Trikotziehens. Das ist schon die zweite Verwarnung für den Preußen, nach der Entscheidung seiner Eltern für diesen Vornamen.

28. Minute: Eine Ecke von Salger bringt nichts ein. Wahrscheinlich hat ihn der Preuße im Rollstuhl irritiert (Megafone sind für Mädchen). Tim ärgert sich trotzdem und maltretiert das Sitzmöbel.

24. Minute: Thorsten Winkler kommentiert ein emotionales Westfalenderby wie einst Uli Potofski Heimspiele von LR Ahlen. Schade drum. Aber warum sich jetzt auch noch darüber aufregen? Weiter 0-1.

18. Minute:Was viele nicht wissen: Schütz besteht seit einem Mofa-Unfall zu 40 Prozent aus Stahl. Nazarov, der aus dem Halbfeld geschickt wurde, prallt im Strafraum auf den Verteidiger und wird in eine andere Umlaufbahn zurück geworfen. Preußen will einen Elfmeter. Die Arminen fordern: Erstmal Schütz wieder ausbeulen. Richtig so!

15. Minute:Benjamin Siegert zieht 20 Meter vor dem Tor nach innen und bricht sich fast den Fuß beim Schlenzer. Das ist Salger anscheinend egal, der sich wie eine Ballerina wegdreht. Auch den Ball kümmert es wenig - der geschmeidig linksoben in den Winkel. 1:0 für die verbotene Stadt.

12. Minute: Ein Freistoß von Salger von der rechten Seite wird wahnsinnig lang. Zu lang. Aber immerhin Ecke. Nebenbei erfahren wir durch ein Schnittbild: Die Preußen haben ihren türkischen Edelfan "ACAB" im Block stehen.

2. Minute: Nazarov schließt einen Vorstoß der Preußen mit einem Schuss in Richtung Berg Fidel ab. Der Ball fliegt auf die einsturzgefährdete Halbkurve des Preußenstadions und dürfte damit für immer verloren sein. Da traut sich nicht einmal der Platzwart hin.

Duell der Choreos endet mit einem langweiligen Unentschieden - Fahnen, bischen Rauch, bischen Farbe - nix Bleibendes. Jetzt aber:
Anstoss.

Vor dem Spiel: Interview mit Stefan Krämer, der sich passend zum Spiel die Dauerwelle hat auffrischen lassen. Im Hintergrund läuft sich die Arminia in den traditionellen IKEA-Trikots warm.
Wir (Mathis Vogel und Tim Santen) sitzen im Blog5-Headquarter und trinken uns das Preußenstadion schön. Alkoholfreies Weizen - wird also nichts.

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Es müllert wieder beim DSC

Es gibt sie doch noch, die Nachverpflichtung. Es ist weder Benjamin Auer noch eine Rückholaktion von Marc Rzatkowski geworden. Heimlich, still und leise hat Arminia ein Comeback von Christian Müller realisiert.

Mit Christian Müller – U21-Nationalspieler, zwischenzeitlicher Bundesliga-Shootingstar – kehrt ein Stück der endlos schlechten Zweitligasaison 2010/2011 zurück nach Bielefeld.

Auch damals ging der Transfer von Müller während der Saison über die Bühne und leitete das kurze Inferno der Rückennumern über 40 ein. Am Samstag, dem 13.11.2010, war in der Frühstückslektüre zur Vorbereitung auf das Derby gegen Osnabrück von einem Neuzugang noch keine Rede. Kurze Zeit später im Stadion stand eine Nummer 42 in der Startelf und wurde wie der neue Trainer Lienen euphorisch begrüßt.

Bekanntlich konnten auch diese Beiden die unglaubliche Negativspirale nicht stoppen. Und dennoch ist Christian Müller mir positiv in Erinnerung geblieben. Neben den Dennebooms, Nibombés und Sakos war es nur allzu auffällig, wie sehr er um seine neue Chance im Profifussball kämpfte. Symptomatisch sein Auftritt am letzten Spieltag in Aachen. Arminia schon längst abgestiegen. Mit den Hufen scharend stand Müller am Spielfeldrand und erweckte den Eindruck als könne ihn gleich kein Regelwerk mehr daran hindern als 12. Armine das Spielfeld zu betreten.

Und tatsächlich: seine Einwechslung kippte das Spiel und er selbst besorgte das völlig wertlose, aber frenetisch gefeierte 1:1. In 20 Spielen für Arminia standen letztlich 2 Tore und 4 Torvorlagen für Müller zu Buche. Nicht unbedingt wenig bei nur 28 Toren.

Seinen Einsatz belohnte Pele Wollitz bei Energie Cottbus mit einem Einjahresvertrag, der allerdings nicht verlängert wurde.

Nun also wieder Bielefeld. Dieses Mal eine Liga tiefer, aber wieder mit einer hohen Rückennumer: die 37. Ich freue mich auf die ein oder andere linke Klebe à la Tarnat und glaube, dass dieser Rückgriff in die Vergangenheit sich zukünftig auszahlen wird.

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"Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus, die wir noch gar nicht haben."

Scheint als hätte Stefan Krämer mich verstanden. Und wenn er den Dreikäsehoch von Blog5 versteht, kann wirklich gar nichts mehr schief gehen. Dementsprechend stünde heute abend gemeinsames "Spitzenreiter, Spitzenreiter! Hey, hey!"- Singen an. Wenn nur die Leute dafür kämen.. Erwartet werden 8.000 Zuschauer und zuletzt lagen die Erwartungen meist über der Resonanz.

Allen Fernbleibern gehen natürlich nach und nach die Argumente aus, um ihr Fehlen zu entschuldigen. Die Mannschaft ist gut in Form und gewinnen macht Spaß. Wer sich zuletzt gefragt hat: "Warum tue ich mir das seit 30 Jahren alles an?", kann so langsam wieder in der Stadt erzählen "man sollte den Verein nie verloren glauben. Wir kommen wieder!"

Ach ja... 19 Uhr, Alm. Heute! Stuttgarter Kickers. Wisster Bescheid!

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Die Väter des Erfolgs flicken den Scherbenhaufen

Im Web kursiert ein Artikel über die Arminia, den es in dieser Form schon über Jahre nicht mehr gegeben haben dürfte.

Unter der noch zurückhaltenden Überschrift: „Nach Scherbenhaufen: Die Vase Arminia nimmt wieder Gestalt an“ versteckt Liga3-online.de eine euphorische, nahezu schmierige Lobeshymne auf den DSC. Ein Weg von der Lachnummer des deutschen Fußballs zu... ja zu was eigentlich?

Liest man den Artikel, könnte man annehmen wir hätten es geschafft und über der Alm scheint nur noch die Sonne. In einer List of Fame ("Väter des Erfolgs") bekommt jeder Akteur seinen Honig um den Mund gestrichen. Stefan Krämer sei der neue „Messias“, Marcus Uhlig mit „eigener Fanpage auf Facebook“ anscheinend auf dem Weg zur Kult-Figur, der begehrte Fabian Klos bereits im heißen Vertragspoker und die ach so treuen Fans seien ach so treu, leidenschaftlich und stünden auch in Krisenzeiten immer hinter dem Verein.

Gegen all das hätte ich natürlich nichts einzuwenden. Und ich bin zur Zeit auch sehr angetan wie sich Arminia entwickelt, aber ich habe eben mal auf die Tabelle geguckt: Es sind erst fünf Spiele absolviert. Genauso wie sich ein Fabian Klos nach seinen guten letzten Wochen noch keine Flausen in den Kopf setzen sollte, könnte sich auch unter uns Fans noch mehr regen. Gegen Aachen waren 12.000 Zuschauer da, gegen Ex-Erstligist KSC nur 8.000 und im Pokal gegen Paderborn sind auch nicht die erwarteten 20.000 erschienen. Stattdessen wurde ein Sonderzug nach Erfurt wegen mangelnder Nachfrage wieder gestrichen.

Die Botschaft, dass Arminia wieder Spiele gewinnt, wird zunächst natürlich auch ungläubig wahrgenommen. Sofern sie überhaupt wahrgenommen wird, denn Arminia ist weiterhin so klamm, dass für Marketing so gut wie kein Geld zur Verfügung steht.

Vielleicht hilft eine eMail an den ASC im Kampf um ein volles Stadion und steigenden Einnahmen weiter. Wie der ASC heute auf Facebook verkündete, wurden ihm nämlich "High Quality-Loskugeln mit Branding für das Auslosen von Spielpaarungen bei Sport-Events" angeboten. Wir könnten uns die Bayern zulosen, oder Dortmund. Oder erst einen schlagbaren Zweitligisten und dann Bayern oder Dortmund.

Über den Messias und Kult-Figuren reden wir dann auf dem Rathaus-Balkon...

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Die Nummer 1 in OWL

Um die Derby-Frotzeleien nach einem tollen Sonntag stilvoll zu vollenden:

Ich habe Uli Zwetz gestern in der Schlussphase kommentieren sehen. Und zwar mit einer Hand am Mikro und der anderen jubelnd zur Faust geballt in der Luft schwingend. Und das bestimmt nicht, weil das hier der Realität entspricht:

 

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Derby-Teasing!

Bevor ich eine schlechte Überleitung zum Pokalspiel gegen Paderborn einbaue, seien ein paar Auffälligkeiten des Zeigler-Clips genannt:

 

  • Arnd hat Recht. Die Ranzen sind wirklich cool.

  • Arnd hat Recht. Niemand möchte zum Arminia Bielefeld-Fan gemacht werden, denn wenn überhaupt macht Arminia Bielefeld dich zum Fan.

  • Was Arnd aber nicht erwähnt: Die Vereinswappen auf den Ranzen sind auch cool. Und ganz objektiv gesehen ist das Bielefelder Wappen tatsächlich das Schönste. Wer mag da ernsthaft widersprechen?

  • „Ein sauberer Schulhof, liebe nette kleine Jungs, die sich auf angenehme Weise die Zeit vertreiben“ - derjenige Journalist, der heutzutage eine Klassenkeile in diesem Ton kommentieren würde, stünde in Windeseile im Büro seines Intendanten.

 

Dass ein paar kleine Arminen das Schicksal eines kleinen Bayern-Fans besiegeln, welches er selbst kaum rührender hätte kommentieren können („Ich werd hier verprügelt weil ich Bayern München-Fan bin und die, die mich verprügelt haben, sind von Arminia Bielefeld. Und die wollen mich jetzt alle zum Arminia Bielefeld-Fan machen und das will ich nicht. Ich will bei Bayern München bleiben.“), ist nicht wieder gut zu machen. Als aufgeklärte Fans des neuen Jahrtausends gilt es sich von Gewaltakten dieser Art zu distanzieren. Die Vergangenheit holt uns hier ein.

Eine Vergangenheit, die unser Gegner vom Sonntag gar nicht erst besitzt. (Achtung: Das ist die schlechte Überleitung!) Von Schmitti Milse beim KSC-Spiel noch als „SC Paderborn 2007“ angekündigt, bahnen sich die „Domstädter“ (wuuhuuu, klingt nach Köln und Champions League doch nur 2. Liga) nun als Favorit ihren Weg nach Bielefeld. Wer damit nicht zurechtkommt, soll sich bewusst machen, dass die Paderborner „Dominanz“ in OWL über einen jahrzehntelangen Zeitraum betrachtet nur ein kleiner, schnell verglühender Funken sein kann. Möglich, dass der SCP angeführt von einem talentierten Arminia-Jugendspieler das Pokalspiel gewinnt. Möglich, dass sich Paderborn auch dieses Saison in der oberen Hälfte der 2. Liga etablieren kann. Sicher aber, dass all das nur Momentaufnahmen sind.

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