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Entscheidend is auf'm Platz

Ausblick aufs Spiel in Halle im blog5-Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung

Die Mitteldeutsche Zeitung (mit der herrrrrlichen old-school-Domain www.mz-web.de) hat blog5 in einer kleinen Vorschau auf das Auswärtsspiel in Halle befragt:

Was gibt es neues bei euch in Bielefeld bei Arminia?

Es gibt derzeit einen existentiellen Unterschied zur letztjährigen Abstiegssaison: Niemand auf der Alm geht während des Spiels noch freiwillig Bier holen. War man vergangenes Jahr bei diversen Grottenkicks noch froh über jede kurze Auszeit, muss man diese Spielzeit nämlich ernsthaft fürchten, ein Tor zu verpassen. Oft sogar eins für uns!

Wie zufrieden seid ihr mit der Hinrunde?

Sehr. Wir sind Herbstmeister geworden! Noch viel besser: Mit einem Punkt Vorsprung auf unseren hochverehrten und -achteten Konkurrenten aus der Nähe von Telgte: Prxßxx Mxxstx. Doppelt schön! Wunderschön!

Der Start war holprig, zuletzt stimmten die Ergebnisse meistens. Woran liegt es?

Zum einen ist die Liga von Platz 1 bis 11 punktemäßig so dicht beieinander wie selten zuvor - irgendeiner muss da zwangsläufig die Tabellenführung übernehmen. Und wenn kein anderer will: gerne wir. Andererseits sind wir aktuell vorne auch einfach zuverlässig durchschlagskräftig und in jedem Spiel zu jeder Zeit für ein Tor gut. Das gibt ein wahnsinniges Selbstvertrauen.

Was macht eigentlich Dennis Mast?

Dennis Mast hat sich als Stammspieler etabliert, spielt in beinahe jeder Partie und schoss gegen Wiesbaden ein physikalisch quasi unmögliches Tor. Isaac Newton überlegt immernoch, wie man mit dem Standbein im vollen Lauf so knipsen kann. Sagenhaft!

Besteht personeller Handlungsbedarf im Winter?

Nein.

Welche Spieler haben in der Hinrunde überzeugt? Vielleicht überrascht? Und welche haben enttäuscht?

Das Team insgesamt überzeugt. Die allermeisten Einzelspieler überzeugen. Insbesondere David Ulm im Mittelfeld, Alex Schwolow im Tor sowie Fabian Klos vorn sind eine Bank. Schade ist, dass Peer Kluge als prominenter Neuzugang verletzungsbedingt kaum zum Zuge kommt - positiv überraschend ist, dass er überhaupt nicht fehlt.

Worauf muss sich der HFC am Wochenende einstellen?

Insbesondere die Haller Ü-30-Garde um Kruse, Banovic und Engelhardt wird zweifelsohne ihre große Erfahrung in die Waagschale werfen (müssen), um gegen unsere selbstbewusste und geduldige Auswärtself, die weiß, dass sie jederzeit treffen kann, ähnlich erfolgreich zu bestehen wie beim Heimsieg gegen Osnabrück. Viel Erfolg (hust, hust)!

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Es ist mal wieder so weit!

Wir gegen die, Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, Luke gegen Vader, Gondor gegen Mordor, Batman gegen Joker...

Bitte ergänzen.

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1:1 in Cottbus. Ist das Glas halbvoll oder halbleer?

Ein Unentschieden in Unterzahl auf fremden Platz nach eigener Führung. Hat die Mannschaft einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Was ist Eure Meinung?

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Fußball zum Abgewöhnen

Die sportlichen Ergebnisse haben es in zwei Wochen geschafft, das zarte Pflänzchen "Anfangseuphorie" weitgehend verdorren zu lassen. Die gestrige Niederlage gegen den VfL ist der nächste Negativhöhepunkt in einer ganzen Reihe jüngster fußballerischer Unzulänglichkeiten.

Auf der Alm gibt es nur noch Fußball zum Abgewöhnen. An dieser Stelle kann gepostet werden, was einem am "Fußball a la Arminia" nicht gefällt. Und ich mache gleich mal den Anfang.

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Eilhoff: „Ich denke, dass sich Dynamo in die Relegation rettet."

Eilhoff: „Ich denke, dass sich Dynamo in die Relegation rettet. Denn der Heim-Bonus im Entscheidungsspiel gegen die Arminia ist ein klarer Vorteil, die Stimmung phänomenal.“ - so wird der zitiert (in bild.de), der angeblich im Herzen schwarz-weiß-blau sein soll. Kann das denn wahr sein? Hat er denn nicht mitbekommen, dass man in Sachsen "Dennis" eher für eine Sportart hält?

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Bunt ist alle Verschwörungstheorie. Eine alternative Vergangenheit

Man kann sich das Ganze ja auch ganz anders zusammenreimen. Und Stefan Krämers Abschied nicht mehr ganz so überraschend finden wie noch vor einer Handvoll Stunden.

Zum Beispiel so: November 2013. Nach sechs Liganiederlagen in Folge verlautbart Stefan Krämer in einem Boulevardblatt: "Ich bin nicht blauäugig, kenne die Gesetze des Geschäfts. Die kommende Heimpartie gegen Bochum ist ein echtes Endspiel." Ohne dass das beim Arminia jemand behauptet hätte. Wenn wir uns recht erinnern.

Es folgt ein Nullzwei gegen die genannten Westwestfalen. Doch: Krämer darf bleiben – "vorerst". Er selbst sagt: "Wenn ich meine, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen, dann muss mich hier keiner entlassen. Dann packe ich meine Sachen, verabschiede mich und fahre nach Hause."

Dann: das nächste Endspiel, wieder via Presse selbstauferlegt. Da konnte man schon denken: Was zur Hölle reitet diesen Mann? Will er sich selbst rausmobben? Und auch die Vorgesetzten wundern sich.

Aber wenn es ein Plan war: Er geht nicht auf. Zunächst. Denn es folgt ein kurzes Zwischenhoch mit Siegen gegen Frank'n'fürth. Vielleicht war der Verein aber gewarnt? Und sucht vorsorglich schon einmal nach Ersatz?

Das würde auch den irre schnellen Trainerwechsel diese Woche erklären – inklusive des "klaren Konzepts" des Nachfolgers. Denn so ein Konzept entwickelt man im Profisport ja nicht innerhalb weniger Stunden und über Nacht. Bilden wir uns mal so ein, mit unserem gefährlichen Halbwissen.

Und da fällt uns dann auch die Vokabel "freigestellt" noch mal wieder ein. Passt ganz gut ins Reimschema, oder? Und dass der alte Trainer den neuen auf der Pressekonferenz vorstellt – und ihn anschließend angeblich noch vier Stunden einarbeitet, bevor er dann tatsächlich seine Sachen packt, sich verabschiedet und  nach Hause fährt.

So. Und nun reimt Ihr mal schön weiter.

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Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf.

Man ahnt nichts Böses, man ahnt nichts Gutes, mahnt ahnt eigentlich überhaupt nichts. Weil man denkt: Krämer, Arminia, das wird eine Ära. Die reiten gemeinsam in den Sonnenuntergang. Egal in welcher Liga.

Dann ist der Trainer auf einmal gefeuert. Man fällt aus allen schwarzweißblauen Wolken der norddeutschen Diaspora. Und schlägt jäh auf der Realität der Hartalm auf:

"Die Entscheidung die Cheftrainer-Position neu zu besetzen, haben wir uns nicht leicht gemacht, sondern sie sehr genau abgewogen. Es geht einzig und allein um Arminia Bielefeld und darum, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu schaffen." (Samir Arabi in der NW)

"Mit dieser Entscheidung wollen wir neue wichtige Impulse im Kampf um den Klassenerhalt setzen." (Marcus Uhlig im Kicker)

Unser neuer Cheftrainer Norbert Meier bei seiner Vorstellung: "Wir haben ein Ziel: Klassenerhalt. Das schaffen wir nur gemeinsam!" (@Die_Blauen über Twitter)

Meier weiter: "In den nächsten zweieinhalb Monaten zählt nur Arminia und wir werden ab heute hart für das Ziel arbeiten."(@Die_Blauen über Twitter)

"Wir müssen alle Kräfte bündeln, um mit Arminia die Klasse zu halten. Meiers klares Konzept und sein Herangehen an die Situation hat uns überzeugt." (Marcus Uhlig in der NW)

"Wir haben schnell eine absolute Identifikation mit Arminia Bielefeld gespürt." (Marcus Uhlig im Westfalen-Blatt)

 

Man bekommt fast den Eindruck, das Ganze wird übers Phrasenschwein refinanziert.

 

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Vorgefürth

Eins mal vorweg angefürth: So ein klarer Dreier verfürth schnell zu Häme, aber die fürth ja bekanntlich beim Verspotteten zu noch mehr Trauer – und die Fürther sind ja auch sportlich genug vorgefürth worden. Lassen wir das also. Das fürth denn doch ein wenig zu weit.

Dennoch kann den Fürthern ein sportlicher Hinweis nicht erspart bleiben. Wer keinmal fürth, kann auch nicht gewinnen. Denkt dran, Ihr Fürther: Falls Ihr beabsichtigt, dass der Weg in der Tabelle weiter nach oben fürth, müsst Ihr da noch nachlegen.

So, genug Argumente ins Feld gefürth. Obwohl, eins gäbe es da noch. Euer Trainer heißt Kramer, unser Krämer. Und was fürth zur Steigerung? Richtig, ein simpler Umlaut! Jetzt fürth fahrt mal schön wieder nach Fürth!

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Arminia abgestiegen?

Da guckt man zunächst mäßig interessiert, nach dem ersten Gegentor zunehmend mürrisch ob der untauglichen deutschen Bemühungen das Länderspiel – und blättert zur Abwechslung in der Zeitung herum, bis man plötzlich elektrisiert an einem Artikel über Fangewalt hängen bleibt. Nein, nicht wegen des Themas, sondern weil man ganz beiläufig zwischen den Zeilen erfährt, dass Arminia abgestiegen ist!

Aufgedeckt wurde diese erschütternde Tatsache durch die Neue Ruhr-/Neue Rhein-Zeitung (NRZ). Natürlich ist man immer dankbar, wenn Medien darüber wachen, dass auch im Fußball alles mit rechten Dingen zugeht. Aber muss es gleich so bitter sein?

„Problemfall 3. Liga“ heißt es in der Unterzeile. Und im Text liest man „Die ,Problemfans’ von Dynamo Dresden stehen jetzt beispielsweise in der 3. Liga unter besonderer Beobachtung.“ Dresden? DSC? Die spielen doch in der Liga gegeneinander, erinnert sich man dunkel, guckt furchtsam beim Internetauftritt des DFB vorbei, wird bestätigt: Am 6. Dezember gibt es das Heimspiel gegen die Dynamos. Aber halt, das steht in der Rubrik „2. Bundesliga“. Sollte man sich an der Otto-Fleck-Schneise vertan haben? Oder war der 11. Mai 2013 ein Traum – ein zwar schöner, aber eben doch nur geträumter Aufstieg?

Mit Angstschweiß liest man noch einmal: „Fans...Dresden...jetzt...3. Liga“. Puh, Schwein gehabt, nur die Fans sind abgestiegen. Wieder was gelernt. Wahrscheinlich haben die die Relegation gegen die Fans vom VfL Osnabrück verloren.

PS: Die NRZ ist schon eine verdammt gute Zeitung und eine ehrliche dazu – nach dem Druck hat sie ihren Fehler bemerkt und in der Online-Version korrigiert!

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Hefte raus, Taktikschulung!

Hefte raus, Taktikschulung, Thema heute „9 ½“ – nein, nicht mit dem Nachnamen Wochen, Ihr Ferkel! Doch lassen wir unseren Cheftrainer selber sprechen. „Ich sehe Anass als Zehner oder sogenannte Neuneinhalb, weniger als Außenbahnspieler“, wird Stefan Krämer in der NW zitiert. Hut ab vor so viel Fachwissen in der Redaktion und selbstverständlich auch bei den Lesern des roten Blatts, weswegen (pep) auch gar nicht erklärt, was die Neuneinhalb ist.

Gehen wir doch einmal mit dem gesunden Menschenverstand an das Thema heran. „Weniger als Außenbahnspieler“: Das klingt schon mal gut, weil in der Mitte werden die Tore erzielt. Aber die Erklärung ist natürlich viel zu simpel.

Vielleicht hilft ja Google. Bei der Suche nach „Neuneinhalb“ und „Fußball“ wird schon an vierter Stelle – äh – ausgespuckt: Mike Hanke. Der allseits als Philosoph Bekannte überrascht natürlich keineswegs mit der Selbsteinschätzung „Ich bin eine Nummer neuneinhalb“, nachzulesen in der FAZ, also die mit den klugen Köpfen dahinter. Wollen wir Hanke als Erklärer stehen lassen?

Zurückhaltend bei Google weiter hinten, erst auf der zweiten Seite, findet sich ein Beleg eines Schweizers: Lucien Favre sagt über seinen Stürmer Max Kruse, der könne problemlos „Neuneinhalb“ spielen – schreibt zumindest der Theaterkritiker der Zeit, Peter Kimmel. Lustiger Erklärungsansatz des Auch-Fußballerklärers zur Frage, was Neuneinhalb ist: „Wir vermuten, es ist der um einen Halbton erhöhte "klassische Neuner", also der Mittelstürmer alter Prägung, in den der Geist eines Spielmachers gefahren ist.“

Kimmel bringt auch noch einen falschen Neuner sowie einen scheinbaren Zehner ins Spiel. Das führt jetzt aber zu weit! Und über die hängende Spitze soll hier auch nicht geredet werden.

Tja, da muss wohl doch der Trainer ran: Stefan, erklär uns doch bitte mal an dieser Stelle, was Du denn unter Neuneinhalb verstehst. Kobra Krämer, übernehmen Sie!

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