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Entscheidend is auf'm Platz

Land of Hope and Dreams (or a Saturday Derby-time)

Grab your ticket and your trikot
Thunder’s rollin’ down this track
Well, you know where you’re goin’ now
But you know it won’t be the same
Well, darlin’ if you’re weary
Lay your head upon my chest
We’ll take what we can carry
Yeah, and we’ll leave the rest

Big wheels roll through fields
Where sunlight streams
Meet me in a land of hope and dreams

(Frei nach Bruce Springsteen)

 

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Do you need player?

Aus Tuzla in Bosnien-Herzegowina erreichte Blog5 folgendes Bewerbungsschreiben:

"Do you need player i play atac and right wing i scored in my hal seson in bosnia 17 goals, i study in Tuzla and play profesionaly in 3 legue for Fk Proleter (ehemaliger Verein von Vedad Ibisevic; Anm. der Redaktion), I played in Croatia where i was lived before i came in this club i played for Varazdin and scored over 56 goals i'm born on 30.10.1990 played for croatia on age 17 pls give me a chance i lieke to win matches and im damn fast and good whit the ball....Dont let my talent fail tanks and pls think on my proposition for playing for you...Danke"

 

Blog5 hat keine Betriebsmannschaft gemeldet, wird allerdings gnädig als Berater auftreten und das Schreiben an Herrn Arabi weiterleiten. Aus Nähe zum Club kämen wir Arminia bei der Provision auch sehr entgegen.

Bei se wäh: At the moment, we dont need player. We need Derbysieg!

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West-fa-len-po-kal ! Vier-schan-zen-tour-nee!

Die Anreise hatte Kreisligacharme: Einspurige, spärlich beleuchtete Straßen innerorts, Kolonne fahren hinterm Traktor außerorts. Auch das Stadionflutlicht war aus wenigen hundert Metern von einer Straßenlaterne kaum zu unterscheiden.

Parkende Autos auf beiden Straßenseiten rund um das Stadiongelände sorgten für so eine schmale Fahrspur, dass die ASC-Helferlein vom Fanmobil durch Polizeibeamte zur präventiven Verkehrsregulierung aufgerufen wurden. Half nur bedingt: gekracht hat es trotzdem.

Charmant auch die Anordnung der Bratwurstbude: Direkt vor den Dixie-Klos entzündete sich nach kurzer Zeit ein Geruchsfestival.

Nachdem durch die Mikrofonanlage dem Schiedsrichter „allzeit richtige Entscheidungen“, den Mannschaften ein „herzliches Willkommen und viel Applaus“ sowie dem Spiel an sich ein „sportlich spannender Verlauf“ gewünscht wurde, wurde dann übrigens auch noch Fußball gespielt.

Klatsch, Bumms, Bumms. 3-0 für uns. Schön, wenn über Pokalspiele gegen unterklassige Gegener mehr nicht zu sagen ist. Auch wenn der ein oder andere Nebenmann im schlechten Sichtfeld aufs Spielfeld nach dem 2-0 noch raunte: „Wart ma´ab! Gleich kriegen wir eins und dann geht das große Zittern wieder los hier!“ Es war standesgemäß, also sogar mit Klassenunterschied.

Das Finale ist greifbar nah, der DFB-Pokal schon so gut wie safe. Jetzt wird Euphorie angeordnet! Wir können Geschichte schreiben und den Briefkopf erweitern – Westfalenpokalsieger. Wow! Wer noch nicht im Stadion war, sollte das schnellstens nachholen, denn wenn über Jahre von den Langemanns, Hammanns, Tims und Toms die Rede ist, ihr könntet nicht mitreden!

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Nächste Spielabsage nahe Telgte

Erneute Spielabsage in Münster. Der Platz im Preußen-Stadion ist weiterhin unbespielbar, somit wird das heiß ersehnte noch nicht einmal ausverkaufte Derby gegen Osnabrück verschoben. Nachdem blog5 schon vor Wochen die Frage in den Raum stellte, ob bei anhaltender Schneelosigkeit im nur wenig entfernten Bielefeld ein Naturwunder einen Skiurlaub in Telgte ermöglichen könnte, stellt sich diese Frage angesichts der ostwestfälischen Frühlingstemperaturen nun erneut.

Informationen waren der Preußen-Homepage zunächst nicht zu entnehmen. Sie war vorübergehend aufgrund zu vieler Zugriffe nicht zu erreichen.

Schwarz-weiß-blaue Zungen unken bereits, dass womöglich zig Tausend Skifahrer der einsetzenden Schneeschmelze in Süddeutschland trotzen wollen und sich auf die Preußen-Seite unter "Anfahrt für Gäste" vergoogelt haben.

Möglich erscheint aber auch, dass der Aufgang in den Gästeblock - neben dem Affenberg im Allwetterzoo die höchste alpine Erhebung Münsters - durch die Wintersportler im Januar so abgenutzt wurde,  dass das Verletzungsrisiko beim Betreten zu groß sein könnte.

Völlig ausschließen kann man dagegen, dass ein Drittligastadion keine zwei Regentage aushält ohne die Wassermassen weitestgehend über eine Drainage umzuleiten....

 

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"Uuuuuh, da kann aber was passieren!"

Im NW-Videointerview von heute spricht ein Hardliner, der den ganzen Dezember im T-Shirt unterwegs war über die Kälte:

"Jetzt lass uns das alle mal auch nicht zu hoch hängen. Freizeitfussballer machen das jede Woche und die knicken auch nicht alle um. Wenn man sich das immer einredet, dass alles gefährlich ist und 'Uuuuuh, da kann aber was passieren', dann passiert auch was. Deshalb: Rauf auf den Platz, kicken und dann schaun mer mal was passiert. (..) Wer lieber zuhause auf der Couch bleiben will, bleibt eben auf der Couch."

Gleiches Recht für alle! Der Hardliner an die Fans:

"Die sollen genauso wenig jammern wie meine Spieler, sich warm anziehen und die Jungs nach vorne peitschen."

 

Also ihr habt´s gehört. Bi-bi-bi-bi-bi-bibbert euch am Samstag ins Stadion. Es geht gegen den Tabellenführer und gegen Spitzenmannschaften sahen wir im Winter schon immer gut aus.

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Skiurlaub in Telgte?

Was bleibt einem, wenn es die Umstände erfordern sich über Tage in den eigenen vier Wänden einzuschließen? Was bleibt einem, wenn man stundenlang Bücher, Aufzeichnungen und Notizen wälzen muss, während die Haut schon schimmlig weiß wird?
Es bleibt immer noch die altbewährte Strategie des RTL-Zuschauers: Guck auf die, denen es schlechter geht als dir, guck nach unten!
Gesagt, getan und „Preußen Münster“ gegoogelt. Da war ja was diese Woche: Trainerwechsel. Da ist aber nichts an diesem Wochenende: Spielabsage.

Die Stadt Münster hat den Platz für unbespielbar erklärt, das Heimspiel gegen Jena ist abgesagt. Warum auch immer. Rund 70 Kilometer von Münster entfernt hat es diese Woche weder geschneit noch sintflutartig geregnet. Bielefeld kann spielen. Die Thüringer Zeitung TLZ berichtet, dass der Preußen-Vorstand damit Fanprotesten aus dem eigenen Lager entgehen will nachdem Trainer und Publikumsliebling Fascher am Montag entlassen wurde. Und in der Tat scheinen sie da etwas aussitzen zu müssen: Ich erinnere mich daran am Montag einen bekannten Preußen-Fan getroffen zu haben. Er erschien mir sichtlich aufgewühlt; über Arminias Niederlage kamen wir deshalb gar nicht zu sprechen („Hast du gehört, was bei uns los ist? Diese Asis haben den Fascher gefeuert! Scheiß Vorstand. Wenn das so weiter geht... na warte!“).
Schon beim letzten Auswärtsspiel in Oberhausen ist es Fans gelungen Vorstandsmitglieder auf der Tribüne zu identifizieren und mit vollen Bierbechern zu begrüßen.
Jena ist sauer, aber nicht unsportlich: "Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Herren der Platzkommission keinen Sonnenbrand bei der Begutachtung des Geläufs geholt haben", so der Pressesprecher von Carl Zeiss in der TLZ.

Während die Wogen sich nahe Telgte erstmal glätten müssen, dürfen wir in Bielefeld nach dem morgigen Heimspiel hoffentlich den weißen Handschuh putzen, um königlich zu grüßen. Nämlich von oben. Nach unten. Wie bei RTL.

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"Seit wann duzen wir uns, mein Schatz?"

Neu-Armine Philipp Heithölter bekam vor etlichen Jahren als Coach einer hoch begabten Jugendmannschaft für diese Reaktion auf die sehr persönliche Aufforderung des Schiedsrichters, er möge am Seitenrand doch etwas ruhiger werden, wohl einen der schönsten Platzverweise, die ein Trainer bekommen kann.

Mit der Lizenz ohne Punktabzug war man sich bei Arminia wohl sicher: Heithölter kann kommen! Gegen den HSV bot er eine vielversprechende halbe Stunde - die Vorfreude auf Aalen steigt.

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"Da pisst der Sack mir an den Lack!" - Arminia Live in Liga 3

Auswärtsspiel bei Stuttgart II. Na toll. Nachdem ARD-Sportchef Steffen Simon vor der Saison ankündigte, Spiele von Bundesliga-Zweitvertretungen in der Dritten Liga zu boykottieren, ist nicht davon auszugehen, dass der WDR eine Abordnung ins „GAZi-Stadion“ geschickt hat. TV-Bilder Mangelware.

Was nun? Radio Bielefeld! Dramatisches Mittelfeldgeplänkel mit Uli Zwetz. Trotz seiner Nörgelei, der Mann ist Fan und leidet mit. Das hört man. Nicht gut für´s Nervenkostum.

Was nun? NW-Liveticker! Nachdem im Osnabrück-Derby bestätigten Gerüchten zufolge Radio Bielefeld-Mitarbeiter im T-Shirt berichteten und sich damit als Krämer-Fans outeten, schickt die NW nun mit Lennart Krause die Krämer-Gedächtnis-Frisur ins Rennen.

 

Ein Spiel lesen, das soll der Trainer. Aber doch nicht der Fan. Ein bischen mehr Dramatik darf es dann doch sein.

Was nun? Der ASC-Livestream. Im Westfalenpokal-Fight gegen Lotte ein Hochgenuss zu verfolgen, wie die Herren - unterstützt von Geschäftsführer, Pressesprecher, Teammanager und Interimstrainer Marcus Uhlig - allen schlechten Sichtverhältnissen zu trotzen versuchten. Lotter „Ultras“ stellten sich inklusive Doppelhalter provozierend vor den ASC-Bulli, aus dem heraus das Spiel kommentiert wurde. Die Situation drohte mit zunehmender Spieldauer zu eskalieren: “Der Sack pisst an meinen Bulli. Der Sack pisst mir an den Lack.. Jetzt kriegt er eine...“ (Tür auf, Tür zu...)

Bei all den Bierbuden-Emotionen wurde dem Hörer dann der Platzverweis von Riemer unterschlagen. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Was nun? Wohl ein Mix aus Allem. In Hoffnung auf weitere Highlights der Liveberichterstattung wünsche ich uns allen einen Dreier.

 

(An einen Sieg kann ich heute irgendwie nicht glauben. Als ich im Freundeskreis auf ein 4:1 für Stuttgart tippte, wurde ich gefragt, ob ich von Dämonen befallen sei. Ich entgegnete: „Mir ist Kentsch begegnet.“ Ruhe.)
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"Wer die schlechten Spiele nicht verliert, ist auf einem guten Weg."

 

 

"Wenn ich an die Choreo denke, kriege ich eine Gänsehaut. Den Leuten kann man gar nicht genug danken."

 

Worte, denen man sich nur anschließen kann. Schließlich werden besonders diejenigen Fangruppierungen in den medialen Pyrodebatten schlecht dargestellt, die für beeindruckende Stadionbilder wie eben jenes aus dem heutigen Derby verantwortlich sind.

Aber nicht nur der warmen Worte wegen, die in Richtung Fans immer schnell gefunden sind, hat mich Stefan Krämers Interview nach Spielschluss voll überzeugt.

„In der Anfangsphase konnte man schon sehen, dass wir uns schwer tun werden – man hat ja als Trainer so ein Bauchgefühl und kann das interpretieren.“

 

Recht hat er. Ich denke man braucht nicht lange rumdiskutieren: Osnabrück war heute ein Stück besser als unsere Arminia. So fair sollte man sein. So fair ist auch der Trainer:

„Die zweite Halbzeit war besser, die Mannschaft hat gute Nehmerqualitäten. Nachher war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Osnabrück, deshalb können wir mit einer eher schwachen Leistung gut mit dem Punkt leben.“

 

Manchmal ist es besonders schwierig die Dinge so zu beschreiben, wie sie sind. Manche Trainer Gallionsfiguren Heilsbringer Notnägel sind gar dafür bekannt, dass sie das ob ihres überbordenden Temperaments nicht wollen oder können.

Krämer scheint herrlich klaren Kopf zu bewahren.

"Eine Mannschaft, die nicht funktioniert, verliert so ein Spiel – deswegen bin ich froh."

Nachdem die Mannschaft als siegloser Tabellenletzter vom Nobody von Ahlen an den Nobody Krämer weitergereicht wurde und das erste Spiel unter seiner Regie genauso schmachvoll verloren ging wie die Heimspiele zuvor, fing ich bereits an Sondermüllangebote für Fanartikelberge eines dahin gegangenen Traditionsvereins zu sondieren. Aber siehe da: die Mannschaft funkioniert. Trainer und Frisur funktionieren.

 

Stefan Krämer könnte nach langer Zeit mal wieder ein Glücksgriff sein – übrigens genauso wie das neue Präsidium. Wo sind die Maulwürfe? Wo sind die Horrormeldungen? Wo bleibt der Punktabzug?

 


"Wer die schlechten Spiele nicht verliert, ist auf einem guten Weg."

Diesen Satz darf man in Stein meißeln und auf den gesamten Verein übertragen. Es sind neun Punkte auf einen Relegationsplatz, aber sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Hören wir auf zu träumen und fangen wir an uns zu freuen, dass Arminia endlich wieder Hoffnung macht.

 

PS: Eines sei aber noch gesagt: So „robust“ wie Krämer von sich behauptet zu sein, ist er nicht. Es ist im NW-Video deutlich zu hören, dass er sich nach all den T-Shirt-Spielen doch erkältet hat.

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"Deutscher Sport-Club Allleeeez" - Bericht aus Bremen!

Nach längerer Zeit kann ich euch heute mal wieder einen Erlebnisbericht von einem Auswärtsspiel anbieten. Besagtes Auswärtsspiel bei der Bremer Zweitvertretung ist sogar zu einem Auswärtssieg mutiert, was bei meiner Anwesenheit nur äußerst selten gelingen will.

Auch wenn das Weserstadion im kalt-nassen Bremer Dezember durch sparsame Beleuchtung sehr elegant in Szene gesetzt wurde: besondere Wehmut kam nicht auf, als man sich am Stadion und den Vorplätzen eins bis zehn hinüber zum „Stadion“ Platz 11 schlich.

Irgendwie war es erheiternd spannend ein Punktspiel der Blauen vor 1200 Zuschauern zu verfolgen, unter denen sich auch Präsidenten von Vereinen wie Frisch Auf Herringhausen-Eickum mischten, die sich in dieses Ambiente wesentlich besser einfügen als ebenfalls anwesende Prominenzen wie Gerhard Weber.

Wohlwissend um das hohe Regenrisiko bei nur einer überdachten Tribüne hat der vorsorgende Armine die gesamte Sitzplatztribüne bereits im Vorfeld beschlagnahmt, was sogar zu Engpässen auf offizieller Seite führte und die Werderaner Verantwortlichen dazu zwang unter der Woche kreative Lösungswege aufzuzeigen:

 

„Herr Schonz kann sich mit auf das Tribünendach stellen, muss sich dort nur mit dem WDR arrangieren.“

 

Zeugwart Schonz gesellte sich dann doch lieber zu Stefan Krämer, der tatsächlich im T-Shirt dem Hundewetter trotzte. Uff!

Auch Arminias Profis bewiesen, dass sie klug voraus denken können: Mit dem Wissen um schwindende Kräfte aufgrund des Pokalfights gegen Lotte gaben die Jungs in der ersten Hälfte mächtig Gas. Aus den letzten Löchern pfeiffend, wurde sich dann in einer Abwehrschlacht zum Schlusspfiff durchgezittert.

Die völlig durchnässten Fans auf der unüberdachten Seite des Glücks heizten sich bei der Siegsfeier mit einer unnötigen (teuren?) Pyro-Aktion selber ein, während Krämer sich vor den Journalisten selbst revidierte: „Streicht den Satz mit „rocken“. Da gab es hier doch mal so einen Verwaltungsrat, der damit ziemlich daneben gelegen hat.“

Auf dem Rückweg donnerte uns dann aus einem schnörkellosen Flachdachbau ein lautes „Deutscher Sport-Club Alleeez, Du wirst nie untergeeeeehn!“ entgegen. Es waren weder der gute Gerry oder dörfliche Vereinsgrößen, noch Arminias Ältestenrat auf beschwippster Kaffeefahrt, die da riefen. Es war die Mannschaft, die die Kabine akustisch zerlegte.

Mit dem guten Gefühl, dass die 15 Neu-Bielefelder das Schickal Arminias tatsächlich zu interessieren scheint, ließ es sich dann erneut gefühlslos am Weserstadion vorbeilaufen. SIEG!

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