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Entscheidend is auf'm Platz

„Ich glaub ich geh auch ma´wieder nachhe Arminia hin. Soll ja zuletzt gar nich schlimm gewesen sein.“

Ein gebürtiger Bielefelder, dessen Vereinsliebe den kurzen Weg zur Alm leider dennoch nie gefunden hat, mit einem für ostwestfälische Verhältnisse geradezu rührendem Lob.

Nach drei Heimsiegen am Stück inklusive Powerplay à la Krämer ist dieses Lob durchaus angebracht. In zwei Wochen darf daher das Derby gegen Osnabrück auch gut besucht werden. In den weiten Sphären des Internets wurde bereits zur „Ausverkauft gegen Osnabrück“-Aktion aufgerufen, die ja in vergleichbarer Form schon gegen Oberhausen vor anderthalb Jahren bestens funktionierte...

Ebenfalls gelesen habe ich, dass sich der DSC mit einem Zuschauerschnitt von 9.000 in den Winter verabschieden würde, wenn 21.522 Zuschauer gegen den VfL kämen. Wird wohl nicht gelingen, aber alles unter 15.000 Zahlende wäre dennoch enttäuschend.

Last but not least ein weiteres Fundstück. Die Deutsche Welle, die bekanntlich weltweit schwappt, hat sich der glorreichen Arminia und ihrem Niedergang gewidmet. Auch wenn der „Betroffene“ (also das wir von uns in Arminia) nicht viel neues erfährt: ein netter Beitrag, der den Arminen-Fan als most suffering supporter auszeichnet!

Besonders markant ist ein wohl langlebiges Zitat von Christian Venghaus:

"Die Beziehung zu meinem Verein ist so, wie mit einem Partner, der einen immer wieder betrügt"

 

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Glühweinsause mit Lohmann

Kurzes „Vorwort“: Ich habe den letzten Blog-Eintrag bearbeitet und „entreißerisiert“. Ich kann zwar mein Geschreibsel weiterhin vertreten, bin jedoch der Meinung, dass Blog5 für das angesprochene Thema und die aufkommende Diskussion nicht der richtige Platz ist.

Auch wenn es rund um Arminia Bielefeld meist nie ums Sportliche geht, sollten wir hier versuchen beim Sportlichen zu bleiben. Und rein sportlich gesehen, steht ein netter Kick am Samstag auf dem Programm: 14 Uhr gegen Babelsberg.

Als ich mich am letzten Wochenende beim Bundesliga-Topspiel unter die Bayern-Fans gemischt habe, habe ich einen absurden Vergleich gewagt und versucht konkrete Unterschiede in den Fachsimpeleien zwischen Bayern- und Arminia-Fans ausfindig zu machen. Dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass Bayern-Fans viel über Taktik reden. Robben rechts oder links? Schicken wir Müller in die Mitte oder bringen wir ihn doch als zweite Spitze wenn Robben spielt? Und wo bleibt dann Toni Kroos, wenn Schweini wieder fit ist? Doppel-Sechs, flache Vier, Raute? Harte Sorgen!

Aber worüber reden wir Arminen? Es ist schon gelegentlich zu hören, dass eher Spieler X als Spieler Y spielen sollte, aber wird auch über taktische Rafinessen gesprochen? Ich habe eher den Eindruck, dass sich darüber kaum jemand auf der Tribüne Gedanken macht. Vielmehr glaube ich, dass alle hoffen, dass der Trainer irgendwo elf Leute findet, die den Ball anstoppen können. Im nächsten Schritt ergibt sich aus den besten Elf dann die taktische Aufstellung.

Es ist wohl einem endlich seriös arbeitenden Präsidium zu verdanken, dass heute in der NW nach gefühlten Ewigkeiten tatsächlich ein Artikel über taktische Möglichkeiten zu finden ist. Von „strategischen Überlegungen mit Hernandez“ ist die Rede. Ja sogar von einem „Plan B“, der besagt den jungen Flitzer als Joker zu bringen, sollte man sich für eine defensivere Startformation entscheiden. Als i-Tüpfelchen wird gar eine Systemumstellung mit zwei Sturmspitzen angesprochen. Ich bin baff.

Da die Babelsberger unser Rasenschach am Samstag nicht verstehen werden, hat sich der Bielefelder Westen vorbereitet und auf dem naheliegenden Siegfriedplatz einen Weihnachtsmarkt organisiert. Neben üblichen Glühweinangeboten soll sich auch Arminis-Trainer Lohmann für ein Meet & Greet angekündigt haben

Die Elchkuh freut sich...bestimmt...auch über taktische Fachsimpeleien.

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Sagt allen "Prügelt euch nicht"....

Ungewöhnliche Woche, findet ihr nicht?

Auf Glasflaschenverbot in ganzen Landstrichen folgen Ankündigungen großer Ausweichmanöver per Kleinbulli und Bier-Hänger.

Auf Pyro- und Prügelphobie folgen Großkonferenzen zwischen Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Vertretern der Fanprojekte, Polizeibeamten beider Städte, Ordnungsdienst, Bundespolizei, Landespolizei, der Ordnungsdienst der Stadt Münster, Feuerwehr... (was für eine Aufzählung!)

Auf Ultra-Fanbrief folgt Willkommensgruß der Polizei Münster.

Dazu jede Menge Kriegsrhetorik, selbst in Statistiken...

"Bei 16 Aufeinandertreffen konnten sich die Preußen erst dreimal über einen Sieg freuen, fünfmal trennten sich die Mannschaften unentschieden und achtmal ließ die Macht aus dem Teutoburger Wald in Münster nur Schutt und Trümmer zurück."

(Quelle: dasWettangebot)

… oder in Ratschlägen zum richtigen Umgang mit den eigenen Fanartikeln:

„Generell gilt: Eure Utensilien sind Bielefelder Utensilien und gehören nicht in des Feindes Hand.“

 

Der „Feind“ darf meinen Schal sehen, nur spüren, darf er ihn nicht! Jawohl!

Ist es bei aller Vorfreude nicht angebracht die Situation um eine Portion Dramatik zu entschlacken und sich vielleicht am Samstag ausschließlich die folgende Marschroute der Lokal Crew zu Herzen zu nehmen ?

 

"Es gilt die Jungs nach vorn zu peitschen. Beim für uns alle wichtigsten Spiel muss auch der beste Support her. Das bedeutet die Betonung jeder Menge Antipathien für die Gegenseite, wir wollen aber unbedingt unser Team siegen sehen und sollten die Unterstützung nicht vernachlässigen!"

 

Die Betonung von Antipathie, wird in meinem Fall auch eine Betonung bleiben und ich hoffe, dass viele der Anwesenden im Stadion das genauso handhaben werden. Aus meiner Sicht durfte Arminia sich lange Zeit und in jeder Lage besonders seiner Fans rühmen. Wenig Gewalt, viel kreativer Support! Lokal Crew und Co haben einiges für die Stimmung im Stadion sowie für das Bielefelder Fan-Image getan und ich bin mir sicher, dass man sich das am Samstag nicht nehmen lassen wird, zumal viele – darunter auch ich – den Ursprung der Rivalität allenfalls aus Erzählungen kennen.

Rivalitäten entstehen ja eh oft dann, wenn sich zwei Vereine besonders ähneln und nach Alleinstellungsmerkmalen suchen. Davon kann zwischen Prxn und Arminia jawohl keine Rede sein. Es dürfte direkt beim Anblick des Stadions deutlich werden, wer vor wenigen Jahren Bundesliga gespielt hat und wer zur gleichen Zeit in der Oberliga herumgekrochen ist. Nach Anpfiff wird dann hoffentlich auch deutlich, dass beide Seiten den Weg, der sie zu diesem Derby geführt hat, wieder rückwärts antreten werden.

Eigentlich hat uns Münster also gar nicht zu interessieren. Wir „ziehen das Ding“ (Fabian Klos), feiern ein wenig und fahren nach Hause! Is´ja nur Fußball...

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Es wird wieder gerockt, Jungs!

Ohje! Von 12 möglichen Punkten haben wir 10 geholt. Aus nervöser Magerkost wurde mit zunehmender Spieldauer gegen Oberhausen demonstrative Überlegenheit, die im Anschluss mit dem vollen Repertoire gemeinsamer Jubelarien zwischen Fans und Mannschaft gekrönt wurde. Die Welle, eingehaktes „Crowd-Hüpfen“, Spruchbandparty und schließlich auch noch eine Humba, intonisiert vom letzten Arminen, an dessen Namen sich alle Zuschauer noch erinnern können: Markus Schuler.

Wie dieser jenes tat, bleibt zugunsten seines Geldbeutels mal unerwähnt.

Im Stile eines antizyklischen Nörglers à la Matthias Sammer, der das als großer Mahner besonders nach Siegen perfektionierte, möchte ich in Stunden der Heiterkeit und Vorfreude auf Prxn darauf aufmerksam machen, dass immer noch 10 Punkte auf einen Aufstiegsplatz aufzuholen sind. Späßchen, aber wer hat den Rückstand auf einen Aufstiegsplatz noch nicht runtergerechnet und „in Liga Drei ist alles möglich“ in sich hineingemurmelt?

Ein Tipp zum Zeitvertreib bis nächsten Samstag: Alexander Geilhaupt, einst als Verwaltungsratsvorsitzender und Rückrundenrocker bekannt geworden, schreibt ein Buch. Wissen viele ja gar nicht!

Vorabveröffentlichungen von "Willkommen im Club" soll es auf seiner Homepage geben. So zum Beispiel das erste Kapitel: „Überraschungssieg“.

Es beschreibt den heldenhaften Aufstieg eines einfachen Unternehmers, der es in tranceartigem Zustand mit Umweg über den Raucherbalkon hinein in den biederen Saal der Stadthalle geschafft hat und dort vom anwesenden, johlenden Pöbel in Arminias Vorzeigegremium „Verwaltungsrat“ gewählt wurde. Intime Details aus der Gefühlswelt des Autors („Meine Stimme ist sicher und dynamisch, so wie geübt.“) und die Schilderungen seines augenscheinlich bannenden rednerischen Erfolges („Ich erhalte als einziger Beifall“) lassen den Leser in Ehrfurcht zurück.

Für Herrn Geilhaupt, dessen Name selbstredend Programm ist (s. Homepage), zählt nur der Erfolg. Er sollte ihn an diesem Abend bekommen, Arminia in den Jahren danach nicht.

Diejenigen unter uns, die daran zweifeln, dass Arminia noch genügend Strahlkraft besitzt, werden dank der Lektüre gerne zur Kenntnis nehmen, was dieser Verein für das Selbstwertgefühl einiger Herren noch ausrichten kann.

Denjenigen, die darauf hoffen, dass Arminia demnächst in Bestseller-Listen zu finden ist, ist diese Hoffnung schnellstens auszutreiben. Beruhigenderweise befindet sich Herr Geilhaupt selbst nicht unter ihnen.

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Samir Arabi: "Wir haben der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass wir noch mindestens ein Tor schießen und so ist es dann auch gekommen."

So einfach ist das! Wenn die Mannschaft ein Tor zurückliegt, in der Pause den entscheidenden Tipp geben. Warum hat das unter von Ahlen nicht geklappt? Hat da jemand die taktische Anweisung gegeben: "Steigt einfach mal so hart ein, dass ihr ne rote Karte kriegt und wir dann hinterher ne Ausrede haben."? Aber jetzt... - obwohl: Was mich nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass der Trainer nicht auf diese Lösung gekommen ist.

(Soll ich mich doch noch mal ins Spiel bringen, falls der Verein Zweifel an Stefan Krämers Fähigkeiten hat? Ich hätte den Spielern gesagt: "Schießt zwei Tore, dann gewinnt ihr!")

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Klos im Hals

Nach dem ein oder anderen Nörgel-Beitrag in den letzten Wochen, sehe ich mich heute geradezu in der Pflicht mal "Danke" zu sagen.
Danke für den lang ersehnten zweiten Sieg in Folge.

Danke vor allem auch für die Art und Weise wie der Dreier eingefahren wurde.

Die "Jungs" - über die jetzt wieder als "unsere Jungs" gesprochen wird - haben sich diesen Erfolg so dermaßen verdient, dass man sich einfach fragen muss was in den 11 Spielen zuvor unter von Ahlen alles falsch gelaufen ist...

Lässt man Spieltempo und spielerische Fertigkeiten mal unbeachtet, war es ein Sieg, den man so auch in guten Erstligazeiten selten gesehen hat. Ein absolut leidenschaftlicher Auftritt, der ganz große Werbung für den DSC war. Die Hachinger wussten wohl in der 2. Hälfte genauso wenig wie die Zuschauer , was ihnen geschieht. Neuestes Arminia-Zauberwort: "Hoch verteidigen." Wie die Feuerwehr rannten die Blauen an, kesselten die Hachinger schon um ihren eigenen 16er ein und zwangen sie zu Fehlern. Größte Sorge war einzig, dass der Kräfteverschleiß zu groß sein könnte, um gegen Ende das Ding noch zu entscheiden. Aber auch hier: konditionelle Mängel absolut nicht zu erkennen.

Purer Wille und Entschlossenheit wurden belohnt. Dieser Auftritt hat Bock gemacht.

Trainer machen es ja nur sehr selten und wenn sie es machen, klingt es eher wie eine Schutzmaßnahme denn als ehrliches Lob, aber einen Mann muss man einfach hervorheben: Fabian Klos. Nicht nur des Tores wegen, sondern vor Allem für eine wahnsinnige Laufleistung und großem Einsatz. Vorne gefährlich, immer in Bewegung, anspielbereit und gefühlt zur gleichen Zeit als Ausputzer am eigenen Strafraum.

Im Namen wohl Aller, die gestern da waren: Danke, wir kommen wieder!

Das musste gesagt werden...

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Weil heute Montag ist...

"Dann bereits die 82. Minute. Wieder Ballverlust Kickers. Hernandez auf Hille. Der hat Platz. Und nicht nur das: Der hat das Auge für Rzatkowski. Rzatkowski– TOR! Eins Null Bielefeld.

Die Führung ist verdient, dass es nur so kracht."

 

Die Sportschau bittet bestimmt den Fehler, dass Jerat statt Hernandez den Hille geschickt hat, zu entschuldigen...
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Kein Applaus für Scheiße!

Wer Stimmen zum Spiel gehört hat, wer Reaktionen der Zuschauer nach dem Spiel wahrgenommen hat, der könnte schnell auf den Gedanken kommen, Arminia habe wieder nur unglücklich verloren.

Stop! Dem war nicht so. Eigentlich war nämlich alles so wie immer.

Weil Arminia es in keinem Spiel zu Stande bekommt 90 Minuten ohne groben Abwehrschnitzer auszukommen, geht der Gegner immer irgendwann in Führung.

Weil bei Arminia einfach niemand "schießen" kann und Arminia damit immer noch seit dem ersten Spieltag zu Hause kein einziges Tor mehr geschossen hat, reicht dem Gegner immer ein Tor zum Sieg.

Weil auf dem Platz niemand zu sehen ist, der gallig ist und wild entschlossen wirkt mal den Bock umzustoßen, reicht dem Gegner jeweils eine durchschnittliche Leistung für drei Punkte.

Weil – wie die Beispiele Schönfeld und Agyemang nach ihrer Auswechslung mit plötzlich engagiertem Rumpelstilzchentanz belegen – immer nur außerhalb des Platzes große Reden geschwungen werden, hat Arminia nach 11 Spielen immer noch keinen Sieg geholt.

Diejenigen, die dafür noch klatschen, möchte ich fragen, ob sie in scheinbarer Einheit mit der Mannschaft jegliche Ansprüche verloren haben und froh sind alle zwei Wochen in einem Bundesligastadion zu Gast zu sein.

Entweder hier ergibt sich ein Verein seinem Schicksal oder Frank Elstner springt morgen aus einer Ecke hervor und lädt uns alle zu „Verstehen Sie Spaß?“ ein.

 

Nachtrag: Mit Nils-Ole Book bei Wehen und Nico Frommer bei Heidenheim haben übrigens jeweils zuvor arbeitslose Nachverpflichtungen den Siegtreffer  auf der Alm erzielt.
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Ja, so war das damals, es war genauso...

Saarbrücken kommt am Samstag. And memories are made of this:
Memory 1: Am 17. Juni 1985 schiesst Sascha Jusufi in der 78. Minute alles kaputt. Es ist das Rückspiel der Relegation - Arminia als 16. der Bundesliga, der 1. FC als 3. der 2. Liga. Saarbrücken gewinnt das Hinspiel mit 2:0. Das ist schonmal schlecht, denn nun müssen die Blauen das auf der Alm wieder wettmachen. Ich bin 15 Jahre alt und verschwende keinen Gedanken an das Undenkbare namens Abstieg.
Es sollte das erste Mal sein, das ich im Stadion weinen würde. Es steht nach einer Stunde 1:0 durch Matze Westerwinter. Schon vorher hatte Siggi Reich eingenetzt, und bis heute denke ich, dass das kein Abseits war. Saarbrücken ohne nennenswerte Chance, wir sind hochüberlegen. Bis es diesen Freistoß 12 Minuten vor Schluss gibt. 1:1 - 200 Saarländer jubeln, 31.800 Bielefelder sind entsetzt und totenstill. Arminia steigt nach 5 Jahren Bundesliga mit Borchers, Reich, Kneib, Pohl und Büscher ab. Die Zuschauer ahnten noch nicht, was dann so kommen würde (inklusive Gisela Schwerdt ...).
Memory 2: 10 Jahre später: Am 33. Spieltag der Regionalliga West-Südwest ist Gisela Schwerdt DSC-Vergangenheit und Arminia gewinnt beim ehemaligen Bundesligisten Borussia Neunkirchen mit 4:0 (2x Der-schießt-aus-200-Metern-eine-Kuh-tot-Wuckel, je 1x Hobday und Geideck). Damit ist die Scharte ausgewetzt, AUFSTIEG, die lange trostlose Zeit beendet: Wir sind wieder wer! Im Publikum sind uns wohlgesonnene Saarbrücker Fans. Deren Team hatte als 7.der 2. Liga gerade keine Lizenz bekommen, die Folge lautete Zwangsabstieg.
Die Saarbrücker, angesteckt ob der feierfreudigen Arminen, frohlockten: "Wir sind nächstes Jahr auch wieder dabei." Wir hatten gerade 10 Jahre Fußballsumpf erlebt und wussten: Das klappt sicher nicht, nickten aber freundlich.
Das passsierte laut Wikipedia dann: 1995 wurde dem 1. FC Saarbrücken wegen nicht erbrachter Unterlagen die Lizenz für die 2. Bundesliga verweigert, so dass der FCS von 1995 bis 2000 in der Regionalliga antreten musste. 2000 und 2004 gelang jeweils für 2 Jahre der Aufstieg in die 2. Liga. 2006 begann der freie Fall: dem Abstieg in die Regionalliga folgte der sofortige Absturz in die viertklassige Oberliga Südwest.
Ein Schelm ist, der jetzt Böses denkt...
PS-Memo: Zwischendurch gab es1987 das legendäre Spiel in Liga 2, in dem Arminia  wegen der Verletzung zahlreicher Profis und der begrenzten Zulassung von Amateuren nur mit zehn Mann beginnen musste und durch die Verletzung von Ostermann in der 10. Minute sogar nur zu neunt beenden konnte. Immerhin stand es bis zur 78. Minute 1:1 (Endstand 1:3).  Wer erinnert sich noch an Thomas Sagel? Er schoss das Tor. Und eingewechselt wurde ein gewisser Oliver Roggensack. Wie hieß der Trainer?
Falsch! Es war Horst Franz.
Wird es Samstag wieder so denkwürdig?

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Gedanken zur Doppelpass-Zeit

Das Laberformat um, mit und für Udo Lattek (jetzt Aufsichtsrat Helmer?) hat spätestens seit 3 Jahren seine letzte Relevanz für einen Arminia-Fan verloren.

Dass für die dritte Liga ähnliche Formate im MDR (Döbbelbaaß) oder SWR (Schdammdisch) geplant sind, glaube ich nicht.

Ohne zu dieser frühen Uhrzeit überhaupt ein Krombacher getrunken zu haben, werde ich in das Vakuum stoßen und mit dem gleichen kurzen Zeitfenster wie es Arminia im DSF Sport1 gewidmet wurde, meine bescheidene Meinung zur dritten Heimpleite äußern:

  • Arminia war mindestens gleichwertig.
  • Beide Teams spielten zu planlos, um sich viele Chancen herauszuspielen.
  • Dazu noch schlechte Standards.
  • Viel Standfußball; besonders zu erkennen, wenn Bielefelder Innenverteidiger Anspielstationen suchten.
  • Ohne in irgendeiner Weise einen Trainerwechsel zu fordern: Die Auswechslungen waren à la Frontzeck: spät und ängstlich.
  • Schönfeld (offensiv), Hille (offensiv) raus und Demme (defensiv), Rahn (gleiche Position) rein, erst nach dem 0-1 wurde verzweifelt der zweite Stürmer hinterhergeschmissen.
  • Kein Mut, nicht mal der Mut der Verzweiflung. Zähes Gekicke, das keinem Spaß macht anstatt wenigstens im Ansatz schönem Fußball, der die Leute wieder zurück ins Stadion holt (wie er angekündigt wurde).

Mein Fazit: Man kann sich (noch) nicht vorstellen, dass diese Truppe im Abstiegsstrudel versinken wird, aber im Offensivbereich muss mehr als schnell gehandelt werden - in welcher Form auch immer.

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