Ein Stadionverkauf sei »kein Thema«...
...verriet der Geschäftsführer dem westfalen-blatt.de nachdem es noch vor zwei Monaten hieß:
Jetzt könnte das Stadion selbst die Lösung der finanziellen Probleme liefern. Es ist mehr als ein Denkmodell: Arminia arbeitet am Verkauf der Arena. [nw-news.de]
Klingt zunächst verwirrend, aber irgendwie haben ja im Februar auch alle gewusst, daß man so ein Stadion nicht verkaufen kann. Und es bereits geahnt, als das Regime Kentsch noch vom beachtlichen Gegenwert sprach, den man mit so einem Stadion habe.
Wie auch immer, die Lage ist nicht so aussichtlos, wie es hin und wieder den Anschein hat:
»Eine Nichterteilung der Lizenz wäre allerdings gleichbedeutend mit der sofortigen Insolvenz« (...) Doch Anders stellte auch klar: »Ich glaube, dass wir es schaffen.« [westfalen-blatt.de]
Heinz Anders "glaubt" und uns bleibt eine in solchen Situationen bewährte Maßnahme: Beten!




Wer noch nicht dabei ist:
http://www.arminia-supporters-club.de/videostream.php
Teilweise sehr interessant.
Kann ich leider nicht öffnen ("fehlendes Plugin"). Ich guck lieber Schimmi im Dritten, der geht in Duisburg gegen das Regime Kentsch vor.
Es ging u.a. auch um den Stadionverkauf. Da Arminia keine Rendite zahlen kann, gibt es keine Interessenten. Es bliebe einzig die Stadt und die hat auch kein Geld. Das neue Sparziel heisst 6 Mio € bei der KG a.A. und über 300T€ beim e.V.
Mit Herrn Kentsch befindet man sich in einem schwebenden Verfahren, in welchem die Möglichkeit von Regressforderungen geprüft werden soll.
Und die Stimmung ist nicht unbedingt pro Satzungsänderung.
@Latscher: "Und die Stimmung ist nicht unbedingt pro Satzungsänderung." - Diese Stimmung ist ja durchaus vernüftig, denn es ist ja Kwatsch mit Soße, daß die ggw. Strukturen für die Situation verantwortlich wären. Verantwortlich ist die Osttribüne. Punkt. Mit den Strukturen, die jetzt beschlossen werden sollen, hätten wir die Osttribüne ebenfalls - mit dem einzigen Unterschied, daß bei der Planung niemand (bspw. KA) gemeckert hätte.
Aber jetzt ist die Situation wie sie ist und wir müssen machen die Geldgeber wollen. Prostitution nennt man sowas in anderen Zusammenhängen.
@Hippo: Naja, man könnte auch meinen, dass die ggw. Strukturen die derzeitige Situation nicht verhindern konnten.
Verantwortlich ist in letzter Konsequenz auch nicht die Osttribüne, sondern ein Vereinskonstrukt in dem die handelnden Personen sich selbst kontrolliert haben. Das wurde vor 10 Jahren beschlossen (m.E. mit den Stimmen der Mitglieder), um den Ausbau des Stadions im Vorfeld abzusichern. Das war ein grosser Fehler, den der Verein jetzt sehr teuer bezahlen muss.
Und selbst mit dieser Struktur hätte es "gut" gehen können, wenn die handelnden Personen verantwortungsvoller mit ihrer Machtfülle umgegangen wären.
Für mich lautet die Konsequenz: Der Verein sollte die Verantwortung auf mehr Schultern verteilen und versuchen mehr Fachleute zu binden. Auch und gerade aus der Wirtschaft. Und auch die müssen kritisch kontrolliert werden.
Nochmal zur Osttribüne: Wahrscheinlich hätten wir sie auch mit anderen Strukturen, aber vermutlich nicht so dramatisch unterfinanziert. Was da heute Abend auf dem ASC Treffen am Rande erwähnt wurde. Abenteuerlich.
Sie haben sie nicht verhindert, aber sie konnten sie verhindern.
Ich wiederhole mich: Das heutige Szenario wg. der Unterfinanzierung wurde vor zwei Jahren und auch lange davor angesprochen (sehr deutlich sogar; vor zwei Jahren hätte man aber evtl. noch Maßnahmen einleiten können), d.h. das Handeln der Verantwortlichen wurde - und zwar von 'außen' - kontrolliert. Und zwar genau von denen, die jetzt nicht mehr wählen/kontrollieren sollen dürfen: nämlich einigen Vereinsmitgliedern im Auditorium (überwiegend KA); ich selbst war damals von dem Zahlenkram überfordert, auch weil ich überrascht war, daß es ne Gegenmeinung zum rosaroten Zahlenwerk des Vorstands/Aufsichtsrats gab. Aber schon in der allerersten Osttribünen-Infoveranstaltung blieben Fragen wie (bzw. die Bedenken bzw. die Kritik), was denn im Abstiegsfall sei und ob es denn einen Markt für die Sky-Offices gebe, mit denen das alles gegenfinanziert werden sollte, letztlich unbeantwortet. Wenn der Vorstand/Aufsichtsrat (und damit sind nicht Anders und Dammi gemeint!) sich die Frage vorher nicht gestellt haben sollte, dann hätte er sich spätestens von da am mit ihr auseinandersetzen können. Das nenne ich Kontrolle.
Übrig bleiben nun diejenigen, die sich selbst - nicht - kontrolliert haben.
Aber wie von allen gesagt: Wir müssen jetzt nach vorne schauen und die Bedingungen akzeptieren, die uns diktiert werden.
Die Frage von einem jungen Mann aus dem Publikum an Hr. M. warum denn die Mannschft von München nach Hause fliegt und der Arminenbus leer nach Hause fährt in Zeiten der ganzen Einsparungen bleibt mir am Besten in Erinnerung!;-)
Und natürlich auch die Frage von Sissi aus dem Publikum was denn die Gespräche mit den Banken ergeben hätten....
"Woher wissen Sie das denn überhaupt?!"
Sissi:" Tja, ich sag mal so: Sie sollten sich untereinander mal besser absprechen!"
@ Hippo: Ich verstehe Deine Argumente und bin auch grundsätzlich Deiner Meinung.
Ein ganz wichtiger Punkt, den ich gestern vergessen hatte, ist, dass die Satzungsänderung "auf Zeit" beschlossen werden soll. Nach zwei Jahren soll die Änderung erneut zur Abstimmung kommen. So sei es festgelegt worden.
Ein durchaus bemerkenswerter Schritt, der etwas über die neuen Verhältnisse im Verein aussagt.
@Anonym: Mit dem "auf Zeit" wusste ich gar nicht. Aber irgendwie auch erstaunlich: Wenn man der Meinung ist, die ggw. Verhältnisse seien den ggw. Strukturen geschuldet und die von der DFL empfohlenen seien so dufte, dann schlägt man diese doch nicht mit so einer Einschränkung vor. Überzeugt sein klingt anders...
@ Hippo Die Einschränkungen wurden nicht so vorgeschlagen, sondern von Mitgliedern des ASC / KA, die in der Satzungskommission tätig sind, eingefordert.
@Hippo: (hatte mich nicht angemeldet) Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die KA und die ASC Vertreterin in der Strukturfindungskommission sich das erstritten.
@JonnyKuster & Latscher: OK, danke für die Infos!
wenn ich am 05. mai zur JHV gehe, dann stell ich mir die frage, was ich persönlich von arminia erwarte und was für eine bedeutung das ganze für mich hat.
wenn ich mir das vor augen führe, dann ist mein recht den präsidenten direkt zu wählen mir im gegensatz zu profifussball auf der alm, völlig egal.
arminia und fussball sind leidenschaftliche hobbies, die mich unterhalten und begeistern. ich sehe mich da eher als laie, niemand von uns ist gegenwärtig in der lage arminias zahlen zu prüfen oder kalkulationen zu bewerten. wichtig ist mir nur forderungen aufstellen zu dürfen, die mir als fan wichtig sind und die gehört werden. ein fussballverein ist auf die unsterstützung seiner fans angewiesen. arbeitet er an ihnen vorbei (wie im fall der osttribüne), bekommt er die quittung dafür. wir müssen nicht geld für tickets und fanartikel ausgeben, wir können es auch lassen. diese macht ist viel größer als einen präsidenten wählen zu können.
deshalb...augen zu und einfach "Ja" sagen...auch wenn die strukturen wirklich nicht schuld an der misere sind...
ich habe angst davor, dass das in die hose geht..3/4-mehrheit ist ganz schön viel und in der hektik und emotionalität einer JHV ist alles möglich wie wir gesehen haben...
Where did it all go wrong?
@Santon: Ich hab's befürchtet: Irgendwann wird hier die Sinnfrage gestellt. Dann kann ich einpacken und am besten machen wir auch gleich diese Seit hier dicht und beschäftigen uns mit sinnvollen Sachen ;)
Aber jetzt im Ernst: Nein, ich muss auch keinen Präsi wählen, bin ja erst seit zwei oder drei Jahren Mitglied und bin auch vorher super klargekommen.
Wir könnens sehr, sehr gerne so machen wie bei Bayern: Uli Hoeneß macht alles richtig und der Rest ist für die Stimmung verantwortlich.
Aber: Jetzt zu sagen, die ganze Misere hinge nur mit dem vielen Mitspracherecht zusammen, halte ich für wenig überzeugend. Mit etwas mehr Mitspracherecht / etwas mehr Respekt gegenüber denen, die kritisiert haben, wäre es vielleicht nicht dazu gekommen.
@Hippo: "Aber: Jetzt zu sagen, die ganze Misere hinge nur mit dem vielen Mitspracherecht zusammen, halte ich für wenig überzeugend."
Aber: Wer sagt das denn?
@Latscher: Einerseits war der Kommentar schnell runtergeschrieben. Aber andererseits find ich, daß dieser Vorwurf schon etwas im Vergleich neuer zu alter Struktur steckt und die Schuld für die Misere etwas sehr oft im Verlauf der vergangenen bösen JHV betont gesucht wird, die diese neuen Strukturen notwendig machen.
*aus der Versenkung auftauch* Ich überlege mir seit Tagen, was ich machen täte, wenn meine Frau mich ein Jahr lang so veräppeln (ich wollt erst was anderes schreiben) würde, wie Arminias Verantwortliche es mit uns Mitgliedern/Fans seit der letzten JHV tun?!? Und mir dann noch erzählt, sie hätte die Konten geplündert und möchte ausserdem mein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen stark einschränken...
Wenn ich sie sehr lieben würde, wäre ich wahrscheinlich einverstanden.
Schönes Wochenende :o)
@venkmän: Schön, wieder mal von dir zu hören, aber ich muss gleich widersprechen: Arminias Verantwortliche haben uns Mitglieder nicht seit der letzten, sondern seit der vorvor- oder der vorvorvorletzten JHV veräppelt.
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