Freitagsspieltage und dann in Feindesland
Alle zwei Wochen freitags ist es soweit, das Kind muss zwecks Besuchs bei Vattern per Öffentlichem Personennahverkehr ins nachbarschaftliche Flachland verschifft werden. Nicht selten dann so wie gestern: Bei Ankomme im Feindesland wimmelt es im Zug, auf dem Bahnsteig und dem heimeligen Münsteraner Bahnhofsvorplatz von Fans in schwarzweißgrün. Sympathisch alkoholisiert, nach dem 1:1 gegen den FSV LU Oggersheim angenehm entspannt und in sangesstarken kleinen Rudeln zusammenstehend, bilden die Fans der Unaussprechlichen einen flauschigen Kessel des Wohlbefindens, die das Kind (wie immer) dazu veranlasst, seinen schwarzweißblauen Schal tief in den Kragen der Jacke zu stopfen und die Mütze mit Arminia-Logo ratzfatz in der Tasche verschwinden zu lassen. Wenn ich dann an solchen Abenden meinen Zug gen Ostwestfalen kriegen muss und das Kind alleine seiner Wege (an jeder Ampel als Akt subversiven Protestes leise "Arminia" skandierend) zieht, begleitet mich auf meinem Heimweg traditionell ein mulmiges Gefühl. Ach, gute alte Stereotype, wie einfach und wie schwer sies uns machen.




Als Student in Münster sind mir diese Rudel auch nicht unbekannt, ich bin da auch recht schnell weg, vor allem auch weil an meinem Rucksack ein Arminia Logo prangt
da bekommt dann der trotzgesang "geht weiter, geh weiter...." mit einem mal eine ganz neue note...
Gibt's den SC Preußen noch?
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