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Fußball zum Abgewöhnen

Die sportlichen Ergebnisse haben es in zwei Wochen geschafft, das zarte Pflänzchen "Anfangseuphorie" weitgehend verdorren zu lassen. Die gestrige Niederlage gegen den VfL ist der nächste Negativhöhepunkt in einer ganzen Reihe jüngster fußballerischer Unzulänglichkeiten.

Auf der Alm gibt es nur noch Fußball zum Abgewöhnen. An dieser Stelle kann gepostet werden, was einem am "Fußball a la Arminia" nicht gefällt. Und ich mache gleich mal den Anfang.

Aus der Kategorie:
Bild von Uwe Mojela

Ich habe mich gegen den VfL im Stadion gefragt, was der Meier mit der Mannschaft wohl die ganze Woche über so macht. Spielen die Karten oder machen Ausflüge? Es waren keine Spielzüge zu erkennen, keine Struktur. In der zweiten Halbzeit stimmte wenigstens die Einstellung, aber noch vorne war alles nur Zufall und Glück. Gute Einzelspieler standen auf dem Platz, aber keine geschlossene Mannschaft.

Die Niederlage selbst ist gar nicht das Schlimmste, sondern dass es nicht möglich war, eine durchschnittliche Mannschaft wie den VfL wirksam unter Druck setzen zu können. Mit einfachen Mitteln konnte gelassen der Vorsprung gegen den DSC über die Zeit gerettet werden.

Bild von Anonym

Jetzt sagen wir es mal mit ein bisschen Abstand:
Die Abwehr sah in der ersten Halbzeit so aus, als sei es für alle die erste Halbzeit überhaupt. Da hätten ja ohne weiteres auch 4-5 Tore fallen können - und das nicht, weil die Stürmer so überragend waren.
Im defensiven Mittelfeld fehlt einer wie Philipp Riese an allen Ecken und Enden. Und: Was im Aufbau passiert, ist finsterste 3. Liga. Weit nach vorne kloppen, vielleicht kriegt ihn ja einer.
Hat Arminia keinen Außenverteidiger mehr? (Ich weiß, die heißen heute nicht mehr so: Also einen, der über die Außenbahn Druck macht.) In der Hinsicht war leider gar nichts da.
Klos und Testroet - das passt gar nicht zusammen. Dass davon einer getroffen hat, war wirklich nur dem Zufall geschuldet. Aber sollte tatsächlich ein Spielzug geklappt haben, folgte ein ziemlich jämmerlicher Abschluss.
Und Meier? Hat durchaus gecoacht, hat nicht stur auf dem Stühlchen gesessen. Wie Walpurgis so weit über den Platz zu brüllen, dass ihn garantiert kein Spieler versteht, macht zwar einen engagierten Eindruck, bringt aber nichts.
Dass Walpurgis in der 19. Minute faktisch eine Trinkpause erwirkt hat, spricht absolut gegen die Autorität des Schiedsrichters. Und ist diese erst einmal im A..., pfeift er beim Ballwegschlagen nicht schnell genug - und Müller begeht die Tätlichkeit.
Ähnlich war es zu Beginn des Spiels, als eine gelbe Karte gezogen und dann wieder eingesteckt wurde. Das alles hatte mit dem Ergebnis nichts zu tun.
Meier hat richtig reagiert, als er nach dem elenden Kick and Rush den Versuch mit Müller machte. Aber der braucht einen guten Tag, und den hatte er am Samstag nicht. Schütz ist verletzt, Burmeister hat spielerisches Potential, vielleicht ist einer von den Neuen woanders besser aufgehoben als in der Viererkette, sobald Hornig wieder da ist.
Aber dass man sich für Testspiele gar nichts kaufen kann, hat man ja wohl gesehen.

Bild von Uwe Mojela

Mit Abstand weiter:

Man möge mich korrigieren, aber 3 der 4 Saisontore waren eigentlich Torwartfehler. Nett, solche

Geschenke auch anzunehmen, aber damit holt man auch eben nur 4 Punkte in vier Spielen.

Immer wieder geistert eine Neuverpflichtung in der Offensive durch den Blätterwald, aber mittlerweile wäre in guter Innenverteidiger goldwert.

Die vier Offensiven - Mast, Hemlein, Klos und Testroet - haben zweifellos Potential, aber sie spielen überhaupt nicht zusammen. Aktionen entstehen über Zufälle. Absprachen, Laufwege gibt es nicht. Bezeichnend, wie sich T und K im 16er gegenseitig beim Torschuß blockierten.

Dahinter fehlen zwei gute 6er. Die Lücke zwischen Abwehr und Sturm ist oft zu groß.

Bild von Anonym

Für diese Analysen, lieber Norbert Meier oder wer auch immer aus seinem Team, musst Du sonst viel Geld bezahlen.
Beide Analysten haben (natürlich) nicht "Meier raus!" geschrien und wissen auch, dass der Trainer keine Tore schießen kann - aber daran muss sich ein Trainer messen lassen
- wie gut steht die Viererkette?
- gibt es einen Spielaufbau?
- gibt es Varianten, die von außen eingeleitet werden oder nur Glück mit der Pöhlerei (Mainz) oder Pech (Osnabrück)?
Und jetzt gucken wir mal, wie das nach viermal heim und viermal auswärts aussieht...

Bild von Uwe Mojela

Ja, das ist momentan auch so ein Ding. Als sich die Ersatzspieler gegen Osnabrück warm machten, war schnell klar, dass es eigentlich keine Impulse von der Bank geben kann. Da war niemand dabei, dem man zugetraut hätte, da noch was zu reißen - außer vielleicht bei Hille (offensiv). Aber der Mann braucht Platz für sein Spiel, bei Gegenern mit massierter Deckung geht bei Hille in der Regel wenig.

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