Klassenerhalt mit Sprachfehler
Gesprochenen Dialekt in geschriebene Worte zu wandeln, ist immer eine schwierige Sache. Ich versuche es trotzdem, da dieses Happening von der verregneten Osttribüne erzählt werden muss.
Auswechslung bei Arminia, in normal kräftiger Lautstärke mit kleinen unregelmäßigen Unterbrechungen von Stadionsprecher Lothar Buttkus verkündet.
Von unten dreht sich ein Herr mit Jena-Schal um und ruft uns Arminen mit stereotypem Ossi-Dialekt zu: "Man vörstääht euern Stadionspreschar ja kaüm. Der hat ja ön Spraachfehlör oda söwas!"
Was alle dachten, wurde ausgesprochen. Die Antwort, die kommen musste, sie kam: "Ja, Junge! Du doch auch! Keiner versteht dich!"
Großes Gelächter, anschließend das Siegtor für Arminia. Ein schöner Tag!
Wer hätte den Klassenerhalt in der 3. Liga denn vor drei Jahren auch für möglich gehalten?
Bei Markus Freise habe ich gelesen: "So weit ist es mit Arminia gekommen: Einen vermiedenen Mißerfolg als Erfolg feiern. Naja. Ab heute nachmittag geht dann der Blick endlich wieder nach oben."
Der Blick kann nur nach oben gehen. Aber zurückgedacht an die Situation nach den ersten 10 Spielen und dem 0:5 in Unterhaching ist der Klassenerhalt dennoch als Erfolg zu werten. Also: Prost!




Prost!
"Armina lehrt Demut."
Alles Gute, auch privat....
Nur mal zur Erinnerung:
Nach dem 12. Spieltag, also genau nach einem Drittel der bisherigen Saison, hatte der geliebte Verein 5 Punkte auf dem Konto, war die "Lachnummer der Republik". Ich gehe mal davon aus, dass die Akteure auch damals schon wussten, wie man vor einen Ball tritt. Daraus hat nicht ein hochdekorierter Startrainer (vgl. die Rezepte Jörg Berger oder Power-Ernst oder jetzt wieder mal Ottto, was den alten Satz bestätigt 'Wenn eine Mannschaft Bielefeld ist, dann Berlin.'), sondern ein völlig unbekannter Assistent namens Stefan Krämer eine Mannschaft geformt. Die nicht den Fußball neu erfunden hat (da gibt es durchaus noch Potential nach oben), die aber nicht aufgibt und gelernt hat, Spiele zu drehen.
Also: Das uralte OWL-Credo "Wetten, die kriegen noch einen rein!" ist einer neuen Variante gewichen: "Das ist ja noch nicht zu Ende!"
Gute Anekdote!! In 2 Jahren muss nach 5 Jahren Abstiegskampf endlich wieder der Aufstieg gelingen. Und dieses Jahr noch den Westfalenpokal holen, damit der Briefkopf mal wieder um einen Titel erweitert werden kann ;-)
Auch aus dem Süden Gratulation zum Klassenerhalt - aber den hatte ich eigentlich doch schon erwartet. Freue mich auf das letzte Spiel gegen Bremen!
Arnulf, München
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