Blutgrätsche
Man sitzt Nichtsahnend vorm Rechner...
Verfasst von Sascha am 3. Februar 2012 - 19:36....und ehe man sich's versieht, wird einem der ganze Freitagabend versaut:

Zur Strafe wird FootieFox™ (zumindest bis morgen 14 Uhr) erstmal deinstalliert.
"Uuuuuh, da kann aber was passieren!"
Verfasst von Santon am 2. Februar 2012 - 20:21.Im NW-Videointerview von heute spricht ein Hardliner, der den ganzen Dezember im T-Shirt unterwegs war über die Kälte:
"Jetzt lass uns das alle mal auch nicht zu hoch hängen. Freizeitfussballer machen das jede Woche und die knicken auch nicht alle um. Wenn man sich das immer einredet, dass alles gefährlich ist und 'Uuuuuh, da kann aber was passieren', dann passiert auch was. Deshalb: Rauf auf den Platz, kicken und dann schaun mer mal was passiert. (..) Wer lieber zuhause auf der Couch bleiben will, bleibt eben auf der Couch."
Gleiches Recht für alle! Der Hardliner an die Fans:
"Die sollen genauso wenig jammern wie meine Spieler, sich warm anziehen und die Jungs nach vorne peitschen."
Also ihr habt´s gehört. Bi-bi-bi-bi-bi-bibbert euch am Samstag ins Stadion. Es geht gegen den Tabellenführer und gegen Spitzenmannschaften sahen wir im Winter schon immer gut aus.
Sorry SCP!
Verfasst von Santon am 31. Januar 2012 - 22:24.Vor ein paar Wochen ist Holstein Kiel eine der zum Glück immer noch machbaren Pokalsensationen gegen den FSV Mainz 05 gelungen. Während Thomas Tuchel sich überraschenderweise kleinlaut gab und den Kielern eingestand verdient gewonnen zu haben, waren diese längst im Siegestaumel. Blöd nur, dass zeitgleich die Pokalauslosung in der ARD inklusive Live-Schaltung stattfand. Nachdem den Kielern ein Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister zugelost wurde, kannte die Euphorie verständlicherweise keine Grenzen mehr. Die Kieler Kicker wähnten sich unbeobachtet als sie den in Amateurklassen wohlbekannten Gassenhauer „Heidi heidi heidi hoo – BVB Huren*****“ im eigenen Vereinsheim schmetterten. Das ist zugegebenermaßen nicht besonders originell, aber eben auch nicht so gemeint wie gesungen.
Das Ganze rief ob der fortgeschrittenen Uhrzeit unter der Woche noch einmal nicht den Jugendschutz auf den Plan, einzig der DFB blieb wachsam und brummte den Norddeutschen eine für Amateurvereine saftige Geldstrafe von 12.000 € auf, mit der Holstein im Ranking „Kosten pro Sendeminute“ sicherlich in Jauch-Regionen vorstieß.
Damit nicht genug der Strafe: Womöglich aus Angst vor Ausschreitungen während des hochbrisanten, ewigen Duells mit dem BVB wurden die Störche mit Dortmund-Fahnen vor eine Kamera gezerrt, um sich bei den Borussen zu entschuldigen. Das Ergebnis veranlasst zum Fremdschämen.
Da sitzen sie wie brave Schuljungen vor der ersten Theateraufführung, gezeichnet von Nervösität: Sitzt mein Text?
Unsicherheiten sind zu erkennen, aber die Botschaft kommt glaubhaft rüber. Nicht zuletzt weil das gemeinsam eingesprochene „Sorry BVB“ jedes Mütterchen am Herzen packen dürfte.
Was das jetzt mit Arminia zu tun hat? Zunächst gar nichts, aber wenn ich nun einen kleinen Seitenhieb gegen unsere Freunde aus Münster wage, in dem ich auf die aktuelle Tabellenkonstellation verweise, möchte ich das nicht als Kampfansage verstanden wissen. 
Vielmehr soll es das sein, was der Kieler Minnegesang auch sein sollte: ein aus purer Freude entstandenes Späßchen, was zum Sport dazugehört. Wer das nicht versteht, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.
Skiurlaub in Telgte?
Verfasst von Santon am 27. Januar 2012 - 19:53.Was bleibt einem, wenn es die Umstände erfordern sich über Tage in den eigenen vier Wänden einzuschließen? Was bleibt einem, wenn man stundenlang Bücher, Aufzeichnungen und Notizen wälzen muss, während die Haut schon schimmlig weiß wird?
Es bleibt immer noch die altbewährte Strategie des RTL-Zuschauers: Guck auf die, denen es schlechter geht als dir, guck nach unten!
Gesagt, getan und „Preußen Münster“ gegoogelt. Da war ja was diese Woche: Trainerwechsel. Da ist aber nichts an diesem Wochenende: Spielabsage.
Die Stadt Münster hat den Platz für unbespielbar erklärt, das Heimspiel gegen Jena ist abgesagt. Warum auch immer. Rund 70 Kilometer von Münster entfernt hat es diese Woche weder geschneit noch sintflutartig geregnet. Bielefeld kann spielen. Die Thüringer Zeitung TLZ berichtet, dass der Preußen-Vorstand damit Fanprotesten aus dem eigenen Lager entgehen will nachdem Trainer und Publikumsliebling Fascher am Montag entlassen wurde. Und in der Tat scheinen sie da etwas aussitzen zu müssen: Ich erinnere mich daran am Montag einen bekannten Preußen-Fan getroffen zu haben. Er erschien mir sichtlich aufgewühlt; über Arminias Niederlage kamen wir deshalb gar nicht zu sprechen („Hast du gehört, was bei uns los ist? Diese Asis haben den Fascher gefeuert! Scheiß Vorstand. Wenn das so weiter geht... na warte!“).
Schon beim letzten Auswärtsspiel in Oberhausen ist es Fans gelungen Vorstandsmitglieder auf der Tribüne zu identifizieren und mit vollen Bierbechern zu begrüßen.
Jena ist sauer, aber nicht unsportlich: "Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Herren der Platzkommission keinen Sonnenbrand bei der Begutachtung des Geläufs geholt haben", so der Pressesprecher von Carl Zeiss in der TLZ.
Während die Wogen sich nahe Telgte erstmal glätten müssen, dürfen wir in Bielefeld nach dem morgigen Heimspiel hoffentlich den weißen Handschuh putzen, um königlich zu grüßen. Nämlich von oben. Nach unten. Wie bei RTL.
"Seit wann duzen wir uns, mein Schatz?"
Verfasst von Santon am 19. Januar 2012 - 14:15.Neu-Armine Philipp Heithölter bekam vor etlichen Jahren als Coach einer hoch begabten Jugendmannschaft für diese Reaktion auf die sehr persönliche Aufforderung des Schiedsrichters, er möge am Seitenrand doch etwas ruhiger werden, wohl einen der schönsten Platzverweise, die ein Trainer bekommen kann.
Mit der Lizenz ohne Punktabzug war man sich bei Arminia wohl sicher: Heithölter kann kommen! Gegen den HSV bot er eine vielversprechende halbe Stunde - die Vorfreude auf Aalen steigt.
„Verschuldung an sich sagt doch erstmal gar nichts aus.“
Verfasst von Santon am 16. Januar 2012 - 15:45.Gut möglich, dass es einige es leid sind. Gut möglich, dass einige nicht mehr zurückschauen möchten. Aber gerade weil viel (und häufig auch von mir) über Herrn Kentsch gemosert und gewitzelt wird, sollte man ihm heute noch einmal Beachtung schenken. Denn: In einem Interview mit dem Westfalenblatt bricht Herr Kentsch sein Schweigen. Nach gründlicher Lektüre, hier meine eigene bescheidene Meinung.
Es mag kleinkarriert sein jede einzelne vom Westfalenblatt wiedergegebene (!) Äußerung zu zerpflücken aber dennoch gibt es in den Antworten auffällige Gegensätzlichkeiten, auf die ich mir keinen Reim bilden kann. So spricht Herr Kentsch von kalkulierten Gesamtkosten von 15,5 Mio € für die Osttribüne, die aus landesverbürgten Bankdarlehen (12 Mio €) und einem geplantem Umsatz von 3 Mio € aus der Fananleihe abgedeckt werden sollten, um am Ende festzustellen, dass die Tribüne de facto 18,5 Mio € gekostet hat.
Seine Begründung: „Da fielen etliche Zusatzarbeiten an, die mit der Tribüne direkt nichts zu tun hatten, die aber sowieso hätten vorgenommen werden müssen (..)“.
Diese „Zusatzarbeiten“ beinhalten auch den Kauf des Grundstücks von der Stadt Bielefeld, der in der Kentschen Wahrnehmung „gern noch draufgelegt wird“.
Sachen, die „gern noch drauf gelegt werden“ und „sowieso hätten vorgenommen werden müssen“ sind also für Kostenkalkukationen zunächst nicht relevant. Interessant.
Vielleicht ist es ein handwerklicher journalistischer Fehler, vielleicht habe ich etwas überlesen, aber nachdem nun ein Finanzloch von 3 Mio € ausgewiesen wurde, ist Kentschs abschließendes Urteil, dass „es nicht ein Euro gewesen ist, der nicht bezahlt war“ sehr abenteuerlich.
Zumal von „bezahlt“ überhaupt nicht die Rede sein kann, wenn Bankdarlehen aufgenommen werden und durch eine Fananleihe der Schuldenstand noch zusätzlich erhöht wird. Aber darauf kommt es ja auch gar nicht an, schließlich haben ja auch Schalke und Bayern hunderte Millionen von Schulden und große Konzerne gar in Milliardenhöhe. Die Verbindlichkeiten zu bedienen, das ist die „ganze Kunst“.
Vielleicht wird hier das große Missverständnis zwischen Herrn Kentsch und Arminia Bielefeld deutlich. Arminia wäre in Fußballdeutschland vermutlich nur dann ernsthaft konkurrenzfähig, wenn überhaupt keine langfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen sind. Arminia ist nicht Schalke, Arminia ist nicht Bayern, Arminia ist kein großes Unternehmen, aber für einen Arminia-Fan ist sein Verein und vor allem auch das Stadion dennoch etwas Besonderes - und nicht wie im Kentschen Duktus etwas „Übliches“. In seinem ersten und einzigen Eingeständnis eines eigenen Fehlers gibt Kentsch folgerichtig zu Arminia nicht verstanden zu haben:
"Wir haben damals die emotionale Bedeutung der alten Stehtribüne unterschätzt und hätten die Fans mehr mitnehmen müssen."
Man könnte ihn nun noch daran erinnern, dass er sich der fünf Jahre Bundesliga, von denen spätestens mit dem Abgang von Hessens drei Jahre sportlich zum visionslosen Geplänkel inklusive spektakulärer Trainer-Entscheidungen à la Frontzeck und Jörg Berger verkommen sind, nicht besonders rühmen sollte, aber man sollte ihm fairerweise zustimmen, wenn er sagt:
„Ganz Bielefeld hat sich in diesem Thema doch gesonnt: Das Stadion ist schuld. Die Tribüne ist schuld. Also ist Kentsch schuld.“
Fussballvereine leben von ihrem Umfeld und in Bielefeld hat eben jenes versagt. Arminia ist gegenüber der heimischen Wirtschaft häufig in Vorleistung getreten. Die Vereinsmitglieder haben in der Hoffnung auf finanzielle Großhilfe vorschnell auf Souveränitäten verzichtet. Immer wieder standen Gerüchte und Summen im Raum, während die Zeit lief. Bei knapper Kasse und unter dem großen Druck möglichst schnell wieder aufsteigen zu müssen, wurden letztlich auch sportlich zu viele Fehlentscheidungen getroffen. Der Teufelskreis aus immer geringeren Einnahmen bei gleichbleibend hoher Finanzlast nahm dem Verein nach und nach die Luft zum Atmen.
Die dritte Liga ist ein Wust aus alledem, aber sie bietet die große Chance sich selbst endlich bewusst zu werden, was man eigentlich ist, nämlich Arminia Bielefeld. Perfekt unperfekt und titellos.
Nur dann geht’s vielleicht auch wieder mal nach oben...
UPDATE IN EIGENER SACHE zum Thema: "Blog5 deckt Briefpapierklüngel auf!"
Verfasst von Santon am 9. Januar 2012 - 15:45.Die investigativen Recherchen von Uwe Mojela haben nun auch für Blog5 Auswirkungen, die zu einer Klärung veranlassen.
Zur Erinnerung: Am 4. Januar 2012 berichtete Uwe Mojela, dass im Ticketgeschäft rund um das Freundschaftsspiel gegen den HSV alte Briefpapierbögen im Umlauf sind.
So „grüßte noch in alter Farbenfrische, als sei nichts gewesen das knallrote Bundesliga-Logo von oben herab. Und unten in der Unterzeile führten noch Detlev Dammeier und Ralf S. wacker und unermüdlich die Geschäfte.“, war zu lesen.
Gestern Abend verfasste Santon zum gleichen Thema ein paar Zeilen, die offenbar den unberechtigten(!) Verdacht aufkommen lassen konnten, dass Eventim Schuld an der Verwendung von falschem Arminia-Briefpapier sei. Für die aufgekommenen Missverständnisse möchte sich Santon hiermit entschuldigen.
Per Telefon stellte DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig zudem klar: „Das Problem ist in guter Zusammenarbeit mit Eventim aus der Welt geschafft worden.“
Im Gegensatz zu Gepflogenheiten auf anderen Ebenen können dieser Mitteilung weder drohende Züge noch die Intention der Verhinderung von Beiträgen unterstellt werden. Auf Basis gegenseitigen Vertrauens verzichtet Blog5 daher auch darauf eine Abschrift der Telefon-Botschaft anzufertigen.
Denn sie wissen nicht, was sie tun...
Verfasst von Santon am 12. Dezember 2011 - 18:54."Harren wir einfach der Dinge, die da kommen...", schrieb ich vor zwei Wochen zum Thema Machtkampf beim MSV Duisburg.
Duisburger Journalisten hatten zu der Zeit festgestellt, dass der MSV ein "Spielball persönlicher Interessen und Eitelkeiten geworden ist" und ein unübersichtliches Machtgeflecht existiere.
Meine und unsere Vorahnung, welches Rumpelstilzchen für die Grabenkämpfe verantwortlich sein konnte, hätte schon eher ein Licht in die Duisburger Dunkelheit bringen können.
Die "Rheinische Post" hat zwei weitere Wochen gebraucht, um seine Leser mit der Überschrift "Schon einen Sieger im Machtkampf gefunden" zu überraschen.
Im Artikel heißt es, dass Geschäftsführer Kentsch mit "Form und Stil" eine "Weihnachtsbotschaft mit Symbolkraft" an das anwesende Medienvolk richtete während der "Vorsitzende des Vereins, Dieter Steffen, nur in einer der hinten Reihen saß und zuhörte".
Die "Rheinische Post" zieht daher ihr Fazit:
"Es scheint jetzt so, als habe der Matchkampf beim MSV schon einen Sieger gefunden. Das Sprichwort von den Zweien, die sich streiten, und dem Dritten, der lacht, bestätigte sich am Freitagabend erneut."
Nun ist Arminias Absturz in die dritte Liga nicht gänzlich dem Regime Kentsch zuzuschreiben, aber der Ursprung einer Kettenreaktion von Fehlleistungen liegt dennoch genau dort. Eine machtgetriebene One-Man-Show des Herrn Kentsch, der sich - wie jetzt in Duisburg - seine Kritiker vom Halse schaffen konnte, ließ Arminia beinahe zugrunde gehen.
In Bielefeld gibt es Menschen, die durch diese rücksichtslose Show viele Kunden oder sogar ihren Arbeitsplatz verloren haben. Es wird sie freuen, dass der Kapitän schon nach kurzer Zeit wieder erhaben im Fahrtwind steht...
Neues aus der Rubrik "Wenn Roland nicht wär´..."
Verfasst von Santon am 30. November 2011 - 16:04....hätten wir bald gar nix mehr zu lachen:
Seit März 2010, also keine zwei Jahre, ist der gute Herr Kentsch nun beim MSV Duisburg Geschäftsführer und heute lesen wir unter der Überschrift "MSV Duisburg wirkt wie von allen guten Geistern verlassen":
"Der MSV Duisburg ist Spielball persönlicher Interessen und Eitelkeiten geworden. Wobei es für Außenstehende kaum noch möglich ist, Ursache und Wirkung auseinander zu halten."
(Quelle: Der Westen)
Es amüsiert mich ohne die näheren Umstände in Duisburg in irgendeiner Weise zu kennen. Harren wir einfach der Dinge, die da kommen...
Warum man den Jena-Schiri trotzdem kritisieren darf....
Verfasst von Santon am 22. November 2011 - 12:57.Die Aufregung in Jena war groß! Alles, was bei den Arminen die Berechtigung hatte sich im Stadioninnenraum aufzuhalten, rannte nach Spielende wutentbrannt gen Referee Bastian Dankert. Warum? Aus aufgestautem Frust, Ärger über die eigene Niederlage und Wut.
Sich animalisch ausbrüllen und einen Sünder finden – menschlich.
Nahezu zeitgleich macht die Nachricht die Runde, dass Babak Rafati in einer Blutlache liegend in einem Kölner Hotel gefunden wurde und dem Selbsttod nur knapp entkam. Schock, Entsetzen, Spielabsage und Anteilnahme folgten– menschlich.
In dieser wohl einmaligen Situation ist es nachvollziehbar, dass sich ein DFB-Präsident für eine Stellungnahme zur Verfügung stellt. Eine Stellungnahme im direkten Anschluss an die Vorgänge sollte sich dann jedoch auch auf die aktuellen Umstände, Ausdrücke des Bedauerns und die Aufarbeitung der Spielabsage beschränken und nicht genutzt werden, um vogelwild zu spekulieren. Theo Zwanziger, dessen Stellungnahmen schon im FIFA-Skandal abenteuerlich waren („Man muss wissen, wie die FIFA funktioniert. Das ist eben so.“); Theo Zwanziger,der vor Blatter und seinen Kumpanen also nie in der Lage war Rückgrat zu zeigen, nutzte am Samstag diese öffentlichkeitswirksame Situation wie schon nach dem Enke-Tod wieder einmal für sein Gesicht.
Mit staatstragender Miene sinnierte er über den hohen Druck im Leistungssport und dass man diesbezüglich nicht die richtige Balance finden würde, ohne überhaupt Kenntnis davon zu haben, was Rafati beinahe in den Tod getrieben hatte. Zwanzigers Menschlichkeitsschelte – Part II.
Eine Schelte mit Signalwirkung. Allerorts lassen Trainer durchblicken, sie wollen ihr Verhalten überdenken. Allerorts bemüht man sich mildere Töne zu finden. Auch bei Arminia. Der absolut verständlichen Elfmeter-Aufregung folgt ein weiches Statement am Tag danach:
„Mit einem Tag Abstand und unter Einbeziehung der Eindrücke rund um den tragischen Suizid-Versuch von Babak Rafati möchten wir von unserer Seite aus allerdings jede weitere öffentliche Diskussion über die Entscheidungen in Jena beenden.“
(Quelle: DSC)
Ist das angebrachte political correctness oder ein Gewissensbiss? Sollte es trotz aller Vorkommnisse und Umstände, die kein Außenstehender (auch nicht Herr Zwanziger!) genauer einschätzen kann, nicht weiterhin möglich sein in einem respektvolleren Umgangston Schiedsrichterleistungen angemessen zu kritisieren?



