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Wir sind wieder wer!

Mief! - Stinkt es bei Arminia?

Eigentlich muss es sehr gute Gründe geben jetzt einen neuen Beitrag zu machen, der den interessanten Blog5-Diskurs über Attraktivität und Langeweile in der 3. Liga abwürgen könnte. Ein guter Grund kann in diesem Zusammenhang normalerweise kein Fundstück auf Seiten sein, in denen unter den „Top 5 News Inland“ Themen wie „Damals und heute – Die Kulturgeschichte der Schambehaarung“ oder „38cm lang! Das Geheimnis eines Gruselfingers“ aufgeführt werden.

Und dennoch ist es einfach zu kurios, was die BILD in ihrer Erzählung „So war der Tag ohne Frauen bei BILD“ verzapft hat:

 

„Im 16. Stock, in unserem Produktionsraum, um gleich mit einem Klischee aufzuräumen, riecht es NICHT wie in der Umkleidekabine von Arminia Bielefeld. Wir sind gewohnt gepflegt erschienen, auf Anweisung der Chefredaktion sogar im dunklen Anzug (…)“

 

Jetzt poppen natürlich Fragezeichen auf. Warum? Warum ausgerechnet Arminia? Wahrscheinlich dachte sich der Autor: ´Wenn ich einen charmanten, humorvollen Text schreiben möchte, kommt ein Vergleich mit Arminia Bielefeld immer lustig. Über die kann jeder sofort schmunzeln, netter Einstiegsjoke zum Warmmachen.`

Vielleicht ist uns aber verborgen geblieben, wofür Arminia in Medienkreisen längst berühmt - und vor allem berüchtigt - ist. Vielleicht stinken unsere Profis wie die Säue! Vielleicht pinkeln sie alle im Stehen und sind dabei nicht besonders treffsicher! Vielleicht runieren sie auf jeder Auswärtsfahrt die Kabinen dieser Republik wie es sonst keine Eishockey-Truppe machen würde!

Ich will das gar nicht weiter ausführen... Sollte die Aussage der BILD-Zeitung eine unverschämte Falschdarstellung sein, so wäre die Lutter für den DSC-Vorstand sicherlich überschritten. Chefredakteur Kai Diekmann müsste von seinem Heimatverein der Krieg erklärt werden und der gesamte Kader müsste gegen diesen Rufmord klagen.

Sollten die BILD-Behauptungen jedoch wahr sein, empfiehlt es sich die Kooperationen mit den Bielefelder Schulen mit Benimmkursen auf den Seniorenbereich auszuweiten...

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Verzweifelter Versuch einer Gegenrede

Wie verteidigt man etwas, was man gar nicht verteidigen möchte – in diesem Fall die 3. Liga? Man verteidigt es am besten gar nicht! Santon hat mit fast allem Recht, was er schreibt. Was tue ich also hier? Ich suche nach dem Neuen, was mich in dieser Saison wirklich begeistert.

Arminia ist raus aus der Eventhölle

Die stetige Entwicklung im Fußball von einer sportlichen Veranstaltung zu einer hyperkommerzialisierten Werbeshow ist bedenklich. Jeder Bankdrücker ist ein „Star“, bei jedem Tor explodiert die Videowall, bezahlt wird mit Chipkarte, Spielfelder können in Stadien gefahren werden und Begeisterung kommt auf Knopfdruck. Dazu gibt es seelenlose Tempel aus Stahlbeton, die „Schau-ins-Land-Reisen-Arena“ heißen. Wären die Vereinsnamen nicht übergroß über die endlosen Sitzreihen gepinselt, man wüsste nicht mehr, wo man sich befindet. Ganz ehrlich Leute: ich will das nicht!

Jetzt mag man sagen, Arminia war nie eine große Leuchte an der Werbetafel der Bundesliga. Stimmt. Aber auch Arminia wollte gerne dazugehören und glitzern. Das zeigt schon das vermaledeite Projekt der neuen Tribüne. Wer mitspielen will, muss hip sein. Arminia wollte hip sein und hat sich damit in ein großartiges Schlammassel geritten. Der Club wäre fast daran zerbrochen.

So ist es fast ein Genuss zu sehen, wie sich Arminia in der 3. Liga wieder langsam darauf besinnt, was Arminia eigentlich ausmacht. Wie wieder Kontinuität in den Laden kommt. Wie man seit Jahren mal wieder anfängt, sich Spielernamen zu merken. Eine Zweitliga-Saison wie die letzte braucht kein Mensch. Dann lieber so.

Endlich sind die Erfolgsfans weg

Wer jetzt noch da ist, steht zum Verein. All die, die jetzt noch da sind, haben im Strudel des Niedergangs dasselbe durchgemacht, denselben Frust durchlebt. In jedem sitzt der Schmerz der letzten Jahre. Wer jetzt noch da ist, ist wirklich Armine. Es ist ein kleines Stück mehr - nun ja - Heimat.

Ich mag ein Romantiker sein, aber als die Fans damals den organisierten Dauer-Support in der Kurve eingestellen, ging mir das Herz auf. Es war wunderschön anzusehen, wie sich das Spiel spontan vom Spielfeld auf die Ränge übertrug. Wie aus dem Nichts die ganze Kurve zu singen oder zu johlen begann. Das war ein intensives Erlebnis, nicht die Dauerbeschallung.

Echte Derbys

Seit langem habe ich nicht mehr solche Derbys erlebt wie gegen Osnabrück und die anderen. Da liegt wirklich Pfeffer drin. Glaubt es mir, ich bin Osnabrücker. Wenn Arminia kommt, vibriert hier vorher wochenlang die Luft. Es sind Spieltage, die dick und rot im Kalender stehen.

„Attraktive Gegner“ sind kein Argument mehr für höhere Ligen. In der Bundesliga tummeln sich Augsburg und Hoffenheim, die 2. Liga wird vielleicht aufwarten mit Ingolstadt, Aalen, Sandhausen, Burghausen, Aue oder Paderborn. Der große Goldrush ist das auch nicht.

Westfalenpokal

Was für eine skurrile Veranstaltung, die mit einer Portion Humor sogar Spaß macht. Mir ist eine lange Pokalsaison in Westfalen mit realistischer Finalchance allemal lieber, als gegen Ingolstadt in der ersten DFB-Pokalrunde rauszufliegen. (Da trifft man noch auf Mannschaften, die „Chemie Plast“ als Sponsor auf dem Trikot tragen und nicht „Aston Martin“.)

Das Haar in der Suppe

Was mich an der Liga aber echt nervt, ist das allgemein niedrige sportliche Niveau. Hohe Fehlerquote, wenig Kreativität, kaum rassige Spielzüge, ständiger Ballverlust. Nicht ohne Grund ist die 3. Liga beim Tor der Woche gut vertreten: Hier gehen selbst die ganz krummen Dinger noch rein.

Was also jetzt anfangen mit der 3. Liga? Jammern? Arminia muss wieder in den Bezahlfußball, keine Frage; allein aus wirtschaftlichen Gründen. Aber bis es soweit ist, lasst uns staunenden Auges die Skurrilitäten genießen und mit Selbstironie und Zuversicht aus der Situation das Beste zu machen.

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Arminia Bielefeld wappnet sich für den Europapokal

Bielefeld. Die überschuldete Arminia aus Bielefeld befindet sich noch in den unteren Tabellenregionen der Dritten Liga, doch ein langfristig angelegtes Konzept unterstreicht die Ambitionen der Ostwestfalen sich mittelfristig wieder namhaft in Fußball-Deutschland zu positionieren.

Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, dass ein detailliertes Strategiepapier entwickelt wurde, das am Ende einer rasanten Entwicklung den Europapokal als Ziel vorgibt. Eine groß angelegte Reanimierung des Traditionsvereins soll von einigen Großsponsoren getragen werden, die diese Gerüchte zwar nicht bestätigen aber auch nicht dementieren wollten.
Einzig die Fanbetreuung des DSC liefert stichhaltige Beweise für die Existenz der ehrgeizigen Pläne. So ist auf Bielefelds Straßen bereits ein neues Maskottchen zu sehen gewesen, das ausschließlich an Europapokalabenden seinen Einsatz finden soll. Der Bulle „Lohmannos“, der seinen kindergerechten Vorgänger „Lohmann“ vertreten soll, überzeugt durch seine grimmige Mimik, seinen spitzen Hörnern und seiner furchteinflößenden Statur: „Lohmannos“ ist über 2 Meter groß!
Vereinsverantwortliche waren für keine Stellungnahme bereit. Es sickerte jedoch durch, dass man  durch den Bullen dem neuen erfolgreichen und forschen Auftreten Rechnung tragen wolle. Besonders bei Europapokalabenden, an denen die Kinderabteilung Arminias geschlossen ist und namhafte Gegner aus südeuropäischen Ligen zu Gast sind, wolle man nicht auf die Außenwirkung von „Lohmannos“ verzichten.
Ein blog5-Leserreporter hat bereits ein erstes Foto des Neuzugangs schießen können. Trikotlos und in zivil macht er neugierig auf weitere spektakuläre Neuerungen an der Melanchthonstraße.

 

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Bielefeld ist "In" ! Aber sowas von!

...und das in einer Zeit, in der „unsere geliebte Arminia und damit auch Bielefeld drohte, für immer in der Versenkung zu verschwinden“. Mischa Sarim-Vérollet machte dafür in seinem annekdotenreichen  berlinerischen Bielefeld-Rückblick 2011 vor allem Rapper (oder Popstar?) Casper verwantwortlich, der „unsere Heimatstadt auf die Landkarte“ setze. „Für immer. Danke dafür.“

Während Casper nachgesagt wird aus Bielefeld emporkommend durch seine Texte den Nerv einer neuen jugendlichen Generation getroffen zu haben, wird die TAZ noch deutlich radikaler und ruft aus: „Be first, be Bielefeld“!

Bielefeld sei „Vorreiter für allerlei Trends“ und Berlin als Epizentrum gesamtdeutscher Kultur damit nur ein bis ins „Maßlose und Professionelle“ übertriebener Auswuchs Bielefelds. „Wer Berlin verstehen will, muss Bielefeld studieren“, so die These.

Der Indoor-Campus der Universität stehe beispielsweise symbolträchtig für das Zeitalter der Einkaufspassage und die Tatsache, dass mit Niklas Luhmann einer der weltweit bekanntesten Soziologen sich hier niederließ sei ein Beleg für die große Kommunikationsbereitschaft der Bielefelder. Zugegeben: dem sturen Ostwestfalen zu unterstellen er kommunziere „wie verrückt“ klingt hanebüchen.

Aber egal: Endlich einmal irgendwelche Indizien dafür gefunden zu haben, dass die Hauptstadt auf uns, das „westdeutsche Provinznest“, guckt und nicht umgekehrt, war Anlass genug die Botschaft in die ostwestfälische Welt zu tragen.

Und so erzählte ich einer Freundin davon: „Hast Du´s schon gehört?? Die Berliner kopieren uns!“

Ihre Reaktion war genauso trocken wie verblüffend: „Wie? Spielt die Hertha mittlerweile genauso schlecht Fußball? Oder haben sie schon wieder Wichniarek verpflichtet?“

Niemand würde ihr nachsagen sie sei fußballerisch besonders bewandert, aber für solche Seitenhiebe reicht ihr Fachwissen. Rotzgöre!
Am liebsten hätte ich ihr einen Artikel der WELT über das Suchen und Finden der Liebe entgegengehalten, sie wüsste ja gar nicht was sie da sagt, sie müsse offener sein, sich mehr überraschen lassen und es sich vor allem mit Arminia-Fans ja nicht verscherzen.
Ich tat es nicht, sie hätte es falsch verstehen können. Wie wäre es auch angekommen, wenn ich ihr als Stromberg guckender Armine berichtet hätte, dass die WELT-Autorin Nicola Erdmann sich eben NICHT gedacht hat ´Scheiße, ein Stromberg guckender Arminia-Fan!´ und somit doch oder gerade deswegen zu ihrem großen Glück gefunden hat?
Ja, Stromberg guckende Bielefeld-Fans („auch von der Stadt, nicht nur vom Fußballverein!“) machen glücklich!

Der weibliche Teil Arminias weiß das schon längst. Für diejenigen, die weniger an Arminia interessiert sind, sich aber trotzdem auf dieses Blog verirrt haben, gilt:  santon@blog05.de :-)

Keine Angst. Ich bin Armine, offen für vieles und lasse mich gern überraschen: die neueste Stromberg-Staffel steht beispielsweise noch nicht in meinem Regal...

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"Wer die schlechten Spiele nicht verliert, ist auf einem guten Weg."

 

 

"Wenn ich an die Choreo denke, kriege ich eine Gänsehaut. Den Leuten kann man gar nicht genug danken."

 

Worte, denen man sich nur anschließen kann. Schließlich werden besonders diejenigen Fangruppierungen in den medialen Pyrodebatten schlecht dargestellt, die für beeindruckende Stadionbilder wie eben jenes aus dem heutigen Derby verantwortlich sind.

Aber nicht nur der warmen Worte wegen, die in Richtung Fans immer schnell gefunden sind, hat mich Stefan Krämers Interview nach Spielschluss voll überzeugt.

„In der Anfangsphase konnte man schon sehen, dass wir uns schwer tun werden – man hat ja als Trainer so ein Bauchgefühl und kann das interpretieren.“

 

Recht hat er. Ich denke man braucht nicht lange rumdiskutieren: Osnabrück war heute ein Stück besser als unsere Arminia. So fair sollte man sein. So fair ist auch der Trainer:

„Die zweite Halbzeit war besser, die Mannschaft hat gute Nehmerqualitäten. Nachher war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Osnabrück, deshalb können wir mit einer eher schwachen Leistung gut mit dem Punkt leben.“

 

Manchmal ist es besonders schwierig die Dinge so zu beschreiben, wie sie sind. Manche Trainer Gallionsfiguren Heilsbringer Notnägel sind gar dafür bekannt, dass sie das ob ihres überbordenden Temperaments nicht wollen oder können.

Krämer scheint herrlich klaren Kopf zu bewahren.

"Eine Mannschaft, die nicht funktioniert, verliert so ein Spiel – deswegen bin ich froh."

Nachdem die Mannschaft als siegloser Tabellenletzter vom Nobody von Ahlen an den Nobody Krämer weitergereicht wurde und das erste Spiel unter seiner Regie genauso schmachvoll verloren ging wie die Heimspiele zuvor, fing ich bereits an Sondermüllangebote für Fanartikelberge eines dahin gegangenen Traditionsvereins zu sondieren. Aber siehe da: die Mannschaft funkioniert. Trainer und Frisur funktionieren.

 

Stefan Krämer könnte nach langer Zeit mal wieder ein Glücksgriff sein – übrigens genauso wie das neue Präsidium. Wo sind die Maulwürfe? Wo sind die Horrormeldungen? Wo bleibt der Punktabzug?

 


"Wer die schlechten Spiele nicht verliert, ist auf einem guten Weg."

Diesen Satz darf man in Stein meißeln und auf den gesamten Verein übertragen. Es sind neun Punkte auf einen Relegationsplatz, aber sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Hören wir auf zu träumen und fangen wir an uns zu freuen, dass Arminia endlich wieder Hoffnung macht.

 

PS: Eines sei aber noch gesagt: So „robust“ wie Krämer von sich behauptet zu sein, ist er nicht. Es ist im NW-Video deutlich zu hören, dass er sich nach all den T-Shirt-Spielen doch erkältet hat.

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"Deutscher Sport-Club Allleeeez" - Bericht aus Bremen!

Nach längerer Zeit kann ich euch heute mal wieder einen Erlebnisbericht von einem Auswärtsspiel anbieten. Besagtes Auswärtsspiel bei der Bremer Zweitvertretung ist sogar zu einem Auswärtssieg mutiert, was bei meiner Anwesenheit nur äußerst selten gelingen will.

Auch wenn das Weserstadion im kalt-nassen Bremer Dezember durch sparsame Beleuchtung sehr elegant in Szene gesetzt wurde: besondere Wehmut kam nicht auf, als man sich am Stadion und den Vorplätzen eins bis zehn hinüber zum „Stadion“ Platz 11 schlich.

Irgendwie war es erheiternd spannend ein Punktspiel der Blauen vor 1200 Zuschauern zu verfolgen, unter denen sich auch Präsidenten von Vereinen wie Frisch Auf Herringhausen-Eickum mischten, die sich in dieses Ambiente wesentlich besser einfügen als ebenfalls anwesende Prominenzen wie Gerhard Weber.

Wohlwissend um das hohe Regenrisiko bei nur einer überdachten Tribüne hat der vorsorgende Armine die gesamte Sitzplatztribüne bereits im Vorfeld beschlagnahmt, was sogar zu Engpässen auf offizieller Seite führte und die Werderaner Verantwortlichen dazu zwang unter der Woche kreative Lösungswege aufzuzeigen:

 

„Herr Schonz kann sich mit auf das Tribünendach stellen, muss sich dort nur mit dem WDR arrangieren.“

 

Zeugwart Schonz gesellte sich dann doch lieber zu Stefan Krämer, der tatsächlich im T-Shirt dem Hundewetter trotzte. Uff!

Auch Arminias Profis bewiesen, dass sie klug voraus denken können: Mit dem Wissen um schwindende Kräfte aufgrund des Pokalfights gegen Lotte gaben die Jungs in der ersten Hälfte mächtig Gas. Aus den letzten Löchern pfeiffend, wurde sich dann in einer Abwehrschlacht zum Schlusspfiff durchgezittert.

Die völlig durchnässten Fans auf der unüberdachten Seite des Glücks heizten sich bei der Siegsfeier mit einer unnötigen (teuren?) Pyro-Aktion selber ein, während Krämer sich vor den Journalisten selbst revidierte: „Streicht den Satz mit „rocken“. Da gab es hier doch mal so einen Verwaltungsrat, der damit ziemlich daneben gelegen hat.“

Auf dem Rückweg donnerte uns dann aus einem schnörkellosen Flachdachbau ein lautes „Deutscher Sport-Club Alleeez, Du wirst nie untergeeeeehn!“ entgegen. Es waren weder der gute Gerry oder dörfliche Vereinsgrößen, noch Arminias Ältestenrat auf beschwippster Kaffeefahrt, die da riefen. Es war die Mannschaft, die die Kabine akustisch zerlegte.

Mit dem guten Gefühl, dass die 15 Neu-Bielefelder das Schickal Arminias tatsächlich zu interessieren scheint, ließ es sich dann erneut gefühlslos am Weserstadion vorbeilaufen. SIEG!

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...und schaut mal wie das Punktekonto wächst....

Ich möchte noch einmal auf den vergangenen Spieltag zurückblicken, denn es war ligaübergreifend ein ganz besonderer aus DSC-Sicht: Kein Armine ging an diesem Wochenende als Verlierer vom Platz.

Und weil es so unglaublich war, seien die Ruhmestaten hier einzeln aufgeführt:

Das beginnt bei den Profis mit dem Sieg gegen die Filmstädter. Die U23 schafft ein 4:4 in Velbert, und das nach 1:4-Rückstand! Die U19 triumphiert in Espelkamp mit 2:0. Auch RW Essen geht mit 1:2 gegen eine Arminen-Elf leer aus, und zwar bei der U17.

Die Frauen schlagen Lipperode mit 3:0. Auch die Zwote Damen-Elf gewinnt - 1:0 bei der TSG Holzhausen/Sylbach. Und bevor mir schwindelig wird ob der ausufernden Siegesjubelei sei noch darauf hingewiesen, dass auch die anderen 4 Frauen-/Mädchen-Teams allesamt 3 Punkte auf der Habenseite verbuchen konnten.

Uff..., so kann´s weitergehen!

 

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„Ich glaub ich geh auch ma´wieder nachhe Arminia hin. Soll ja zuletzt gar nich schlimm gewesen sein.“

Ein gebürtiger Bielefelder, dessen Vereinsliebe den kurzen Weg zur Alm leider dennoch nie gefunden hat, mit einem für ostwestfälische Verhältnisse geradezu rührendem Lob.

Nach drei Heimsiegen am Stück inklusive Powerplay à la Krämer ist dieses Lob durchaus angebracht. In zwei Wochen darf daher das Derby gegen Osnabrück auch gut besucht werden. In den weiten Sphären des Internets wurde bereits zur „Ausverkauft gegen Osnabrück“-Aktion aufgerufen, die ja in vergleichbarer Form schon gegen Oberhausen vor anderthalb Jahren bestens funktionierte...

Ebenfalls gelesen habe ich, dass sich der DSC mit einem Zuschauerschnitt von 9.000 in den Winter verabschieden würde, wenn 21.522 Zuschauer gegen den VfL kämen. Wird wohl nicht gelingen, aber alles unter 15.000 Zahlende wäre dennoch enttäuschend.

Last but not least ein weiteres Fundstück. Die Deutsche Welle, die bekanntlich weltweit schwappt, hat sich der glorreichen Arminia und ihrem Niedergang gewidmet. Auch wenn der „Betroffene“ (also das wir von uns in Arminia) nicht viel neues erfährt: ein netter Beitrag, der den Arminen-Fan als most suffering supporter auszeichnet!

Besonders markant ist ein wohl langlebiges Zitat von Christian Venghaus:

"Die Beziehung zu meinem Verein ist so, wie mit einem Partner, der einen immer wieder betrügt"

 

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Sagt allen "Prügelt euch nicht"....

Ungewöhnliche Woche, findet ihr nicht?

Auf Glasflaschenverbot in ganzen Landstrichen folgen Ankündigungen großer Ausweichmanöver per Kleinbulli und Bier-Hänger.

Auf Pyro- und Prügelphobie folgen Großkonferenzen zwischen Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Vertretern der Fanprojekte, Polizeibeamten beider Städte, Ordnungsdienst, Bundespolizei, Landespolizei, der Ordnungsdienst der Stadt Münster, Feuerwehr... (was für eine Aufzählung!)

Auf Ultra-Fanbrief folgt Willkommensgruß der Polizei Münster.

Dazu jede Menge Kriegsrhetorik, selbst in Statistiken...

"Bei 16 Aufeinandertreffen konnten sich die Preußen erst dreimal über einen Sieg freuen, fünfmal trennten sich die Mannschaften unentschieden und achtmal ließ die Macht aus dem Teutoburger Wald in Münster nur Schutt und Trümmer zurück."

(Quelle: dasWettangebot)

… oder in Ratschlägen zum richtigen Umgang mit den eigenen Fanartikeln:

„Generell gilt: Eure Utensilien sind Bielefelder Utensilien und gehören nicht in des Feindes Hand.“

 

Der „Feind“ darf meinen Schal sehen, nur spüren, darf er ihn nicht! Jawohl!

Ist es bei aller Vorfreude nicht angebracht die Situation um eine Portion Dramatik zu entschlacken und sich vielleicht am Samstag ausschließlich die folgende Marschroute der Lokal Crew zu Herzen zu nehmen ?

 

"Es gilt die Jungs nach vorn zu peitschen. Beim für uns alle wichtigsten Spiel muss auch der beste Support her. Das bedeutet die Betonung jeder Menge Antipathien für die Gegenseite, wir wollen aber unbedingt unser Team siegen sehen und sollten die Unterstützung nicht vernachlässigen!"

 

Die Betonung von Antipathie, wird in meinem Fall auch eine Betonung bleiben und ich hoffe, dass viele der Anwesenden im Stadion das genauso handhaben werden. Aus meiner Sicht durfte Arminia sich lange Zeit und in jeder Lage besonders seiner Fans rühmen. Wenig Gewalt, viel kreativer Support! Lokal Crew und Co haben einiges für die Stimmung im Stadion sowie für das Bielefelder Fan-Image getan und ich bin mir sicher, dass man sich das am Samstag nicht nehmen lassen wird, zumal viele – darunter auch ich – den Ursprung der Rivalität allenfalls aus Erzählungen kennen.

Rivalitäten entstehen ja eh oft dann, wenn sich zwei Vereine besonders ähneln und nach Alleinstellungsmerkmalen suchen. Davon kann zwischen Prxn und Arminia jawohl keine Rede sein. Es dürfte direkt beim Anblick des Stadions deutlich werden, wer vor wenigen Jahren Bundesliga gespielt hat und wer zur gleichen Zeit in der Oberliga herumgekrochen ist. Nach Anpfiff wird dann hoffentlich auch deutlich, dass beide Seiten den Weg, der sie zu diesem Derby geführt hat, wieder rückwärts antreten werden.

Eigentlich hat uns Münster also gar nicht zu interessieren. Wir „ziehen das Ding“ (Fabian Klos), feiern ein wenig und fahren nach Hause! Is´ja nur Fußball...

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Klos im Hals

Nach dem ein oder anderen Nörgel-Beitrag in den letzten Wochen, sehe ich mich heute geradezu in der Pflicht mal "Danke" zu sagen.
Danke für den lang ersehnten zweiten Sieg in Folge.

Danke vor allem auch für die Art und Weise wie der Dreier eingefahren wurde.

Die "Jungs" - über die jetzt wieder als "unsere Jungs" gesprochen wird - haben sich diesen Erfolg so dermaßen verdient, dass man sich einfach fragen muss was in den 11 Spielen zuvor unter von Ahlen alles falsch gelaufen ist...

Lässt man Spieltempo und spielerische Fertigkeiten mal unbeachtet, war es ein Sieg, den man so auch in guten Erstligazeiten selten gesehen hat. Ein absolut leidenschaftlicher Auftritt, der ganz große Werbung für den DSC war. Die Hachinger wussten wohl in der 2. Hälfte genauso wenig wie die Zuschauer , was ihnen geschieht. Neuestes Arminia-Zauberwort: "Hoch verteidigen." Wie die Feuerwehr rannten die Blauen an, kesselten die Hachinger schon um ihren eigenen 16er ein und zwangen sie zu Fehlern. Größte Sorge war einzig, dass der Kräfteverschleiß zu groß sein könnte, um gegen Ende das Ding noch zu entscheiden. Aber auch hier: konditionelle Mängel absolut nicht zu erkennen.

Purer Wille und Entschlossenheit wurden belohnt. Dieser Auftritt hat Bock gemacht.

Trainer machen es ja nur sehr selten und wenn sie es machen, klingt es eher wie eine Schutzmaßnahme denn als ehrliches Lob, aber einen Mann muss man einfach hervorheben: Fabian Klos. Nicht nur des Tores wegen, sondern vor Allem für eine wahnsinnige Laufleistung und großem Einsatz. Vorne gefährlich, immer in Bewegung, anspielbereit und gefühlt zur gleichen Zeit als Ausputzer am eigenen Strafraum.

Im Namen wohl Aller, die gestern da waren: Danke, wir kommen wieder!

Das musste gesagt werden...

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