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Zahlenschönreden

Vorgefürth

Eins mal vorweg angefürth: So ein klarer Dreier verfürth schnell zu Häme, aber die fürth ja bekanntlich beim Verspotteten zu noch mehr Trauer – und die Fürther sind ja auch sportlich genug vorgefürth worden. Lassen wir das also. Das fürth denn doch ein wenig zu weit.

Dennoch kann den Fürthern ein sportlicher Hinweis nicht erspart bleiben. Wer keinmal fürth, kann auch nicht gewinnen. Denkt dran, Ihr Fürther: Falls Ihr beabsichtigt, dass der Weg in der Tabelle weiter nach oben fürth, müsst Ihr da noch nachlegen.

So, genug Argumente ins Feld gefürth. Obwohl, eins gäbe es da noch. Euer Trainer heißt Kramer, unser Krämer. Und was fürth zur Steigerung? Richtig, ein simpler Umlaut! Jetzt fürth fahrt mal schön wieder nach Fürth!

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Doping für die Tabelle

Arminia hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor: Alpecin.

Das ist bemerkenswert. In mehreren Hinsichten:

  • Ging verdammt fix. Respekt.
  • Bielefelder Unternehmen. Immer gut.
  • "Hauptsponsor" passte wohl noch nie besser.
  • Es kann jetzt nur noch aufwärts gehen. Weil: Doping für die Tabelle.

Also: Kopf hoch! Haare zu Berge! Gegner rasieren!

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Tabellenletzter? Das rede ich mir schon schön.

Mein Sofa-Sky-Abo war gerade 10 Minuten alt, da hatte ich schon leicht die Ahnung, den selben Fehler gemacht zu haben, wie zuletzt zu Bundesligazeiten, aber dann hab ich Sky gekündigt und alles wurde gut. dann wurde Arminia besser und es war eine ordentliche zweite Halbzeit und ja auch immerhin bei einem Aufstiegskandidaten zu Gast.

Am Ende ist Arminia der repräsentativste unverdienteste Tabellenletzte*, den ich je am ersten Spieltag sah und denke so in meinem eigenen Statistikhirn: Saisons in denen wir am ersten Spieltag Tabellenführer waren, egal welche Liga, haben uns am Ende nicht vor Glück laut schreien lassen (und Träume barfuß weiter) vielleicht drehen wir 2013/2014 einfach mal den Spieß um.

Vielleicht ist ja nicht nur in der Kneipe alles anders.

* Stand vor dem Schlusspfiff im Rheinstadion!

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Wir sind aus dem Gröbsten raus - wirtschaftlich!

Seit Jahren war "Arminia Bielefeld" unter den TOP 1, wenn es in der Medienlandschaft darum ging, insolvenzbedrohte Traditionsclubs aufzuzählen. Damit ist nun offenbar Schluß! SPIEGEL online hat den DSC jüngst aus dieser Liste gestrichen. In dem Artikel "Tradition am Abgrund" vom 9. April 2013 werden als abschreckende Beispiele nur noch der VfB Lübeck, der VfL Osnabrück, Kickers Offenbach und Alemannia Aachen genannt. Es scheint, wir sind aus dem Gröbsten raus...

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Wie es dazu kommt, dass Arminia nächste Saison zwei Spiele in Hamburg haben wird. Und in Berlin.

Geschätzte Leserschaft, werte Mit-Arminen,

rechnerisch ist noch alles drin. Das haben unsere Fanclub-eigenen Nobelpreisträger für Fußballarithmetik in nächtelanger Rechenschieberei ausbaldowert.

Und so sieht es aus, unser Idealszenario:

  • Die blauweißschwarzen Rothosen aus St. Ellingen verlieren die restlichen Spiele. Ob 9:2 oder 1:0 ist dabei so wurst wie Pinkel in Bremen und umzu. (In Hamburg würde so was übrigens niemand essen geschweige denn sagen.) Wie auch immer: Das reicht für einen Relegationsplatz. Weil gleichzeitig die Rotgrünweißen aus der St.-Glglgl-Arena eine bis dato nicht gekannte Siegesserie hinlegen. Und alle anderen Mannschaften sich freundlicherweise ebenfalls genau so benehmen, dass diese Prognose eintritt. Das Relegationsspiel vergeigt der HSV dann natürlich auch. Zusammengefasst: der selbsternannte Dino steigt ab.
  • Nun zum nächsten Kandidaten: den Braunweißen aus St. Pauli. Um im Wortbilde von Punkt eins zu bleiben, wursteln sie sich weiter durch die Restsaison. Und landen damit im Nirgendwo von Liga zwo. (Oder auch auf dem Relegationsplatz wie der Nachbarclub eine Liga höher. Möglicher und nicht ganz unspannender Nebeneffekt: ein Millerntor-Relegationsspiel dieser einen Mannschaft aus der Nähe von Telgte, zu der wir gerade einen Link finden. Keine Frage, wer dabei gewinnt, sagen unsere Top-Spekulierer mit mehrfacher Mathematik-Promotion.) Kurz: Pauli bleibt drin.

Mindestens zwei Spiele, müssen wir dazu sagen. Denn die DFB-Pokalfeen haben ja auch noch was zu sagen. In der nächsten Nacht wagen sich unsere Statistikitaka-Experten da mal dran. Und rechnen den Pokal bis zum Finale durch. Das voraussichtliche Ergebnis ist dem Blog5-Leser sicherlich keine Überraschung mehr: Arminia ist nächste Saison auch in der größten Stadt der Bundesrepublik zwei Mal zu Gast. Wir freuen uns!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Norden (und einem lauthals geschmetterten "Von der Alster bis zur Elbe stets dasselbe – DSC!")

Hein M

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Scheiß Auswärtssieg!

Es tut mir ja außerordentlich leid, den zahllosen schwarz-weiß-blauen Freundentaumlern ob des 1:0-Siegs im Gasometer in die Suppe spucken zu müssen - aber wie so viele Medaillen, hat auch der gestrige Befreiungsschlag eine sehr, sehr dunkle zweite Seite.

Ich traue mich kaum, es niederzuschreiben, zittern meine Finger doch so heftig:

Arminia sorgt für den Klassenhalt von Prxxßxx Mxxstxx

Angenehme Tage beim SC Prxxßx Mxnstxx: Nachdem der Aufsteiger aus den letzten sechs Spielen zwölf Punkte holen konnte, ist der Klassenerhalt für die Westfalen nun sicher. Begünstigt wurde diese Tatsache durch den Rivalen aus Bielefeld: da die Arminia am heutigen Sonntag gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 1:0 gewonnen hat, kann der SCP nun nicht mehr auf einen der noch zu vergebenen Abstiegsplätze abrutschen. Die Prxxßxx liegen derzeit neun Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Da sich in den kommenden Wochen die direkten Abstiegskonkurrenten noch gegenseitig die Punkte wegnehmen werden (unter anderem Darmstadt gegen Babelsberg, Bielefeld gegen Jena, Wiesbaden gegen Oberhausen, Jena gegen Wiesbaden, Wiesbaden gegen Babelsberg) ist der Klassenerhalt bereits jetzt unter Dach und Fach.

(Quelle: liga3-online.de)

Diese alptraumhafte Schlagzeile des Teufels vor meinem Auge, höre ich, wie in meiner Brust ein zweites Herz zu pulsieren beginnt und diabolisch flüstert: "Ach, hätten wir doch gestern bloooß nicht gewonnen!".

Ich würge es ab - und genieße noch einmal das schöne Siegestaumel-Video mit Stefan Krämer ("DAFÜR machen wir das - jeden Tach!").

Irgendwann werden wir für diese uns're selbstlos-gute Tat Wiedergutmachung verlangen von den Telgter Tölpeln. Irgendwann, eines fernen Tages.

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Locker weg: Regionalliga wird einfacher!

Liga3-Online: Ein Portal, das sehr nützlich sein kann um sich fluchs die gröbsten Infos über die Liga einzuholen. Wer am 34. Spieltag immer noch nicht weiß, welche Mannschaften und Dörfer sich in Arminias Liga tummeln, kann sich hier sein Halbwissen aneignen.

Liga3-Online ist zudem ein Portal, dessen Facebook-Auftritt im Kommentarbereich sehr dazu einlädt sich in Trash-TV-Manier die aktuell hippsten Beleidigungen unter Fußball-Fans anzueignen ("isso huan..nua der CFC").

Liga3-Online ist aber auch ein Portal, das Arminia dazu dient die numerische Überlegenheit seiner Fans clever auszuspielen und sich halbjährlich für seine überragenden Choreographien auf der Südtribüne auszuzeichnen.

Heute ist Liga3-Online aber ein Portal, dass allen Arminen vor dem Weg auf die Alm zum Chemnitz-Spiel die größten Sorgen nimmt. Ein Abstieg in die vierte Liga scheint nämlich (noch) nicht zwangsläufig das Ende der 107-jährigen Geschichte Arminias zu besiegeln. Denn: Die "Regionalliga wird für Klubs einfacher"! Damit sind finanzielle Aspekte angesprochen, sportlich erscheint mir jede Liga einfach uuunglaublich schwer zu spielen...

Wir lesen aber über die Regionalliga-Lizenz: "Im Allgemeinen sind die Auflagen für diese Liga nicht mehr so anspruchsvoll wie bisher, für die Klubs wird es daher einfacher." Hauptgrund: Die Zuständigkeit für die 4. Liga wandert vom DFB zurück zu den Regionalverbänden.

Weiter:

"Die Gäste- und Heimfans müssen nun auch nur noch bei Risikospielen getrennt werden. Die Anforderungen bezüglich des Flutlichts sind ebenfalls ein wenig herabgestuft worden, so mussten Stadioneubauten fernsehtaugliches Flutlicht mit Beleuchtungsstärke von 500 – 800 lx haben. Ab der nächsten Saison reichen die vorher schon üblichen 400 lx, auch muss es nicht mehr fernsehübertragungstauglich sein (es gibt auch keine TV-Gelder mehr!)"

(...)

Zudem müssen die Teams ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht mehr nachweisen, es wird nur noch eine Bürgschaft in Höhe von 35.000 Euro verlangt."

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit muss nicht mehr nachgewiesen werden? Scheint ja fast so, als wächst zusammen, was zusammengehört...ach, wasn Kappes! Siegen und glücklich sein! Heute klappt´s!

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Hereinspaziert, hereinspaziert!

Blog5 ist werbefrei und unkommerziell – mit einer großen Ausnahme: Werbung für Arminia, die machen wir gerne und oft. Und so rühren und rühren und rühren wir hiermit die Werbetrommel für den Samstag. Das Derby steht an, Preußen Münster wird zu Gast sein.

Es sind nur noch 5 Tage bis zum Anstoß und im Gegensatz zum Hinspiel hören wir nichts von Glasflaschenverboten, sicherheitspolitischen Großkonferenzen oder Anschreiben an und von Fanvertretern. Warum nicht?

Nun ja, ein wesentlicher Grund wird das Münsteraner „Fanaufkommen“ sein. Nachdem die Preußen großspurig 5000 Karten ordern wollten, hatte Arminia sie zunächst mit 2200 Karten ruhig stellen wollen, um nun festzustellen das bis heute geradezu rekordverdächtige 1100 Karten vergriffen wurden. Die Gründe dafür sind vielfältig.

(NACHTRAG vom Mittwoch: 1900 Karten wurden in Münster verkauft.)

Es kann daran liegen, dass sich Fangruppierungen in Münster am liebsten gegenseitig aus dem Stadion schreien möchten („Vorstand raus!“, „Ultras raus!“, „Alle raus!“) und da für Antipathien gegenüber anderen Vereinen keine Zeit mehr bleibt.

Es können sich aber auch Vermutungen bewahrheiten, die blog5 über Facebook erreichten. So stellte Thomas Röper sachlich fest, dass sich ein Debakel vor dem heimischen Fernseher (WDR überträgt live) besser ertragen lässt, während Dominik Pió augenzwinkernd eine „schlechte Fahrradweganbindung“ als Grund ausmachte.

Wie dem auch sei: Leute, kommt ins Stadion! Am Samstag kratzen wir die 20.000er Zuschauer-Marke. Das war mal Regelmäßigkeit, wird jetzt aber zum Fußballfest auserkoren.

Wir verzichten auf martialische Youtube-Teaser und kollektives blutdürstiges Gebrülle, sondern bieten einfache Argumente: eine top motivierte Mannschaft und eine klasse Atmosphäre, in der man sich fast ohne Gegner selbst feiern kann. Auf den Derbysieg!

 

Ach..und sone Choreo soll´s auch wieder geben.

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„Verschuldung an sich sagt doch erstmal gar nichts aus.“

Gut möglich, dass es einige es leid sind. Gut möglich, dass einige nicht mehr zurückschauen möchten. Aber gerade weil viel (und häufig auch von mir) über Herrn Kentsch gemosert und gewitzelt wird, sollte man ihm heute noch einmal Beachtung schenken. Denn: In einem Interview mit dem Westfalenblatt bricht Herr Kentsch sein Schweigen. Nach gründlicher Lektüre, hier meine eigene bescheidene Meinung.

Es mag kleinkarriert sein jede einzelne vom Westfalenblatt wiedergegebene (!) Äußerung zu zerpflücken aber dennoch gibt es in den Antworten auffällige Gegensätzlichkeiten, auf die ich mir keinen Reim bilden kann. So spricht Herr Kentsch von kalkulierten Gesamtkosten von 15,5 Mio € für die Osttribüne, die aus landesverbürgten Bankdarlehen (12 Mio €) und einem geplantem Umsatz von 3 Mio € aus der Fananleihe abgedeckt werden sollten, um am Ende festzustellen, dass die Tribüne de facto 18,5 Mio € gekostet hat.
Seine Begründung: „Da fielen etliche Zusatzarbeiten an, die mit der Tribüne direkt nichts zu tun hatten, die aber sowieso hätten vorgenommen werden müssen (..)“.
Diese „Zusatzarbeiten“ beinhalten auch den Kauf des Grundstücks von der Stadt Bielefeld, der in der Kentschen Wahrnehmung „gern noch draufgelegt wird“.

Sachen, die „gern noch drauf gelegt werden“ und „sowieso hätten vorgenommen werden müssen“ sind also für Kostenkalkukationen zunächst nicht relevant. Interessant.
Vielleicht ist es ein handwerklicher journalistischer Fehler, vielleicht habe ich etwas überlesen, aber nachdem nun ein Finanzloch von 3 Mio € ausgewiesen wurde, ist Kentschs abschließendes Urteil, dass „es nicht ein Euro gewesen ist, der nicht bezahlt war“ sehr abenteuerlich.
Zumal von „bezahlt“ überhaupt nicht die Rede sein kann, wenn Bankdarlehen aufgenommen werden und durch eine Fananleihe der Schuldenstand noch zusätzlich erhöht wird. Aber darauf kommt es ja auch gar nicht an, schließlich haben ja auch Schalke und Bayern hunderte Millionen von Schulden und große Konzerne gar in Milliardenhöhe. Die Verbindlichkeiten zu bedienen, das ist die „ganze Kunst“.

Vielleicht wird hier das große Missverständnis zwischen Herrn Kentsch und Arminia Bielefeld deutlich. Arminia wäre in Fußballdeutschland vermutlich nur dann ernsthaft konkurrenzfähig, wenn überhaupt keine langfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen sind. Arminia ist nicht Schalke, Arminia ist nicht Bayern, Arminia ist kein großes Unternehmen, aber für einen Arminia-Fan ist sein Verein und vor allem auch das Stadion dennoch etwas Besonderes - und nicht wie im Kentschen Duktus etwas „Übliches“. In seinem ersten und einzigen Eingeständnis eines eigenen Fehlers gibt Kentsch folgerichtig zu Arminia nicht verstanden zu haben:

"Wir haben damals die emotionale Bedeutung der alten Stehtribüne unterschätzt und hätten die Fans mehr mitnehmen müssen."

Man könnte ihn nun noch daran erinnern, dass er sich der fünf Jahre Bundesliga, von denen spätestens mit dem Abgang von Hessens drei Jahre sportlich zum visionslosen Geplänkel inklusive spektakulärer Trainer-Entscheidungen à la Frontzeck und Jörg Berger verkommen sind, nicht besonders rühmen sollte, aber man sollte ihm fairerweise zustimmen, wenn er sagt:

„Ganz Bielefeld hat sich in diesem Thema doch gesonnt: Das Stadion ist schuld. Die Tribüne ist schuld. Also ist Kentsch schuld.“

Fussballvereine leben von ihrem Umfeld und in Bielefeld hat eben jenes versagt. Arminia ist gegenüber der heimischen Wirtschaft häufig in Vorleistung getreten. Die Vereinsmitglieder haben in der Hoffnung auf finanzielle Großhilfe vorschnell auf Souveränitäten verzichtet. Immer wieder standen Gerüchte und Summen im Raum, während die Zeit lief. Bei knapper Kasse und unter dem großen Druck möglichst schnell wieder aufsteigen zu müssen, wurden letztlich auch sportlich zu viele Fehlentscheidungen getroffen. Der Teufelskreis aus immer geringeren Einnahmen bei gleichbleibend hoher Finanzlast nahm dem Verein nach und nach die Luft zum Atmen.

Die dritte Liga ist ein Wust aus alledem, aber sie bietet die große Chance sich selbst endlich bewusst zu werden, was man eigentlich ist, nämlich Arminia Bielefeld. Perfekt unperfekt und titellos.

Nur dann geht’s vielleicht auch wieder mal nach oben...

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