Google+

blog5 trifft...

Neues Leben für alten Bart

Die Bielefeld-Verschwörung. Für alle, die jemals etwas mit der Ostwestfalenmetropole zu tun hatten, der wohl längste Bart der Witzgeschichte. Darüber waren Torsten Albig und ich uns einig, als wir uns gestern im Rahmen eines Journalistentreffens über Bielefeld im Allgemeinen und die freundliche Fahrstuhlmannschaft von den Hängen des Teutoburger Waldes im Speziellen unterhielten.

Aber einen wirklich guten Folgewitz konnte er noch beisteuern, der derzeit politisch wohl ranghöchste Arminia-Anhänger der Republik. Er stammt aus seiner Zeit als Oberbürgermeister von Kiel. Damals wurde mit Flensburg auch die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins von einem Bielefelder gelenkt: Klaus Tscheuschner.

Und das veranlasste die Corona der Bielefeldverschwörungstheoretiker – der Witz stammt ja ursprünglich von einem Kieler Informatik-Studenten – zu einer neuerlichen Äußerung:

"JETZT REGIEREN SIE UNS SCHON!"

 

Aus der Kategorie:

In eigener Sache

In den vergangenen Monaten hat Blog5 bereits an der ein oder anderen Stelle dem DSC Arminia ein klein wenig unter die Arme greifen können / dürfen.  Jetzt gibt es eine (um mal zu übertreiben) neue "Form der Zusammenarbeit": Ich habe ein Praktikum beim DSC begonnen.

Was das für Auswirkungen auf Blog5 haben könnte? Hoffentlich keine. Wenn Zeit ist, schreibe ich weiter. Und Andere schreiben ja auch.

Ich möchte hiermit nur allen Enthüllungsreportern präventiv entgegen wirken. Blog5 ist ein Hobby, DSC ist...  an dieser Stelle fehlen mir die Worte. "Karriere" im Zusammenhang mit Arminia klingt in Anbetracht der letzten Jahre unpassend.

(PS: Chef liest mit und ist leidensfähig. Ein Beweis dafür, dass hier niemand mundtot gemacht werden soll.)

In Vorfreude auf wütende Kommentare (Stichwörter: Ämtertrennung, Unabhängigkeit und warum spielen wir gegen Chemnitz eigentlich nur 0:0 ?!?!) verbleibt mit besten Grüßen,

Tim Santen.

 

Aus der Kategorie:

LIVE - Derbyticker aus dem Wohnzimmer - LIVE

Schlusspfiff: Wir wissen gar nicht mehr, was wir schreiben sollen. Wir sind einfach nur traurig. Auch Krämer sieht traurig aus, während Dotchev über Zigarren referiert. Beim nächsten mal trainieren wir vorher gar nicht, sprechen auch nicht über das Derby, sondern rauchen eine Woche lang Bong. Viel langsamer als heute geht ja ohnehin nicht. Gute Nacht!

88. Minute:Wow. Druckphase. Klos ringt Schöneberg im Bodenkampf nieder und zieht ab. Leider nur ein Gruß an die verbitterte schwarz-weiß-blaue Kurve.

83. Minute:Da war sie endlich: die 100-Prozentige für den DSC. Ackermann im Fünfer frei vorm Tor. Tatsächlich daneben. "Ist der Linksfuß?" - "Der ist Blutgrätsche."

80. Minute: Hoffentlich bleiben die Arminia-Fans auf den zwei Kilometern zum Bahnhof bei Bewusstsein. Bloß nicht durchdrehen und alte Leute anpöbeln, es könnte Helmut Schmidt sein. Der ist noch in Münster. Bekam heute einen Preis, weil er den Westfälischen Frieden mitverhandelt hat oder so...

77. Minute: Der Kommentator blubbert etwas von kleinen Dingen, die bei der Arminia nicht klappen. Er sagt das während der DSC einen falschen Einwurf macht. Mathis schluchzt leise, wendet sich ab.

71. Minute: Erste Chance für Arminia. Schütz taucht irgendwie im Fünfer auf und grätscht ans Außennetz. Wir denken an die Zukunft und sehen in einem Lagerfeuer aufm Siggi die letzte Bestimmung für den gelben Trikotsatz.

66. Minute:Gelb für Ackermann. Tim sieht ihn seit seiner Einwechslung schon rotgefährdet. Vielleicht war eine langfristige Schwächung des Gegners sein Auftrag. Wir müssen 'Auftrag' sagen. 'Taktische Marschroute' klingt heute absolut deplatziert. "Arm, absolut arm."

63. Minute:Vor dem Spiel war die Arminia für ein Mittagessen im Spexarder Krug in Gütersloh. Gut möglich, dass der Wirt die Apfelschorlen der Abwehrspieler mit "Wässerchen" anstatt mit Wasser aufgefüllt hat. Die sind doch besoffen, die gelben Vögel! (alle sauer hier)

60. Minute: Bischoff schießt eine Ecke nach der anderen. Die Bielefelder Abwehr bettelt um eine Lohnkürzung und der Preußen-Block träumt von der ersten Liga. Wir schicken ihnen in zwei Jahren eine Postkarte.

57. Minute: Hübner ist heute nicht gut drauf. Während seine Mitspieler in der Arminia-Abwehr es ohne Mühe schaffen, sich schnell genug von den Gegenspielern wegzubewegen, um ihre Ruhe zu haben, läuft er beim Versuch zu entkommen leider in Taylor rein. Elfmeter: 4:0 für die Adlerträger.

55. Minute: Soooo: Wir sammeln dann mal Vorschläge für die Umgestaltung Münsters nach dem Spiel: Einer unserer Gäste ist dafür in Richtung Schloss zu ziehen. O-Ton: "Den Aasee kriegt man schlecht kaputt gemacht". Recht hat er.

51. Minute: Wir sind uns sicher, dass der WDR eine Wiederholung aus den 80ern zeigt. 2012 läuft ja auch keiner mehr in gelben Trikots herum...kann uns mal einer eine SMS schreiben, wie hoch die Arminia in Wirklichkeit schon führt?

48. Minute:Langes Ding. Taylor (!). Tor. 0-3. Nie wieder Dart.

46. Minute Taylor (!) auf Nazarov. Der "Mann für Berti Vogts" nimmt ihn direkt und lässt Platins keine Chance.

Immer noch Halbzeit.Carsten Gockel im Interview. Schade, dass man auch so aussehen muss, wenn man so einen Namen trägt.

Halbzeit. Der WDR zeigt Phil "The Power" Taylor in irgendeiner deutschen Kneipe vor der Dart-Scheibe. Der bierbäuchigste Profisportler lallt irgendwas in die Kamera. "Arminia wird´s noch richten", haben wir verstanden und verschweigen eine Namensverwandtschaft mit einem Münsteraner Stümer.

Halbzeitpause Wir nehmen erst einmal einen großen Schluck aus dem Westfalenpokal und essen Naschwerk (Malteser - selbstredend), zur Verfügung gestellt von Tims Mama. Fußball sollte man nur im Stadion oder bei den Eltern schauen (klar).

44. Minute: Kurz vor der Pause noch einen Freistoß für die Blauen. Stefan Salger entscheidet sich dafür die Preußen in der Mauer schwerstmöglich zu verletzen. Nicht fair, aber sinnvoll.

39. Minute: 39 Minuten hat der Schall gebraucht, jetzt hören wir das erste "Arminiaaa". gleichzeitig Freistoß von Bischoff. Gutes Ding - hat er bestimmt in dem einen Spiel für Arsenal gelernt, dass er gemacht hat.

33. Minute: Kommentator Winkler lobt die "Strukturen" bei den Münsteranern, die er für Höheres berufen sieht. Wahrscheinlich haben sie ihn nicht ins Stadion gelassen. Das Mikro hat der WDR auch vor die Preußenkurve gestellt. Gut, dass wenigstens wir unparteisch bloggen. (Nur der DSC!)

30. Minute: Gelbe Karte für Amaury Bischoff wegen Trikotziehens. Das ist schon die zweite Verwarnung für den Preußen, nach der Entscheidung seiner Eltern für diesen Vornamen.

28. Minute: Eine Ecke von Salger bringt nichts ein. Wahrscheinlich hat ihn der Preuße im Rollstuhl irritiert (Megafone sind für Mädchen). Tim ärgert sich trotzdem und maltretiert das Sitzmöbel.

24. Minute: Thorsten Winkler kommentiert ein emotionales Westfalenderby wie einst Uli Potofski Heimspiele von LR Ahlen. Schade drum. Aber warum sich jetzt auch noch darüber aufregen? Weiter 0-1.

18. Minute:Was viele nicht wissen: Schütz besteht seit einem Mofa-Unfall zu 40 Prozent aus Stahl. Nazarov, der aus dem Halbfeld geschickt wurde, prallt im Strafraum auf den Verteidiger und wird in eine andere Umlaufbahn zurück geworfen. Preußen will einen Elfmeter. Die Arminen fordern: Erstmal Schütz wieder ausbeulen. Richtig so!

15. Minute:Benjamin Siegert zieht 20 Meter vor dem Tor nach innen und bricht sich fast den Fuß beim Schlenzer. Das ist Salger anscheinend egal, der sich wie eine Ballerina wegdreht. Auch den Ball kümmert es wenig - der geschmeidig linksoben in den Winkel. 1:0 für die verbotene Stadt.

12. Minute: Ein Freistoß von Salger von der rechten Seite wird wahnsinnig lang. Zu lang. Aber immerhin Ecke. Nebenbei erfahren wir durch ein Schnittbild: Die Preußen haben ihren türkischen Edelfan "ACAB" im Block stehen.

2. Minute: Nazarov schließt einen Vorstoß der Preußen mit einem Schuss in Richtung Berg Fidel ab. Der Ball fliegt auf die einsturzgefährdete Halbkurve des Preußenstadions und dürfte damit für immer verloren sein. Da traut sich nicht einmal der Platzwart hin.

Duell der Choreos endet mit einem langweiligen Unentschieden - Fahnen, bischen Rauch, bischen Farbe - nix Bleibendes. Jetzt aber:
Anstoss.

Vor dem Spiel: Interview mit Stefan Krämer, der sich passend zum Spiel die Dauerwelle hat auffrischen lassen. Im Hintergrund läuft sich die Arminia in den traditionellen IKEA-Trikots warm.
Wir (Mathis Vogel und Tim Santen) sitzen im Blog5-Headquarter und trinken uns das Preußenstadion schön. Alkoholfreies Weizen - wird also nichts.

Aus der Kategorie:

Profifußball als inszenierter Lebensstil und ein Kultur-Euro namens "Fan-Abgabe" - Gedanken zum "Fall Pezzoni"

„Oha, als Journalist und Soziologe würde ich ja gerne auf den Link von Marcus Uhlig und deinen Kommentar antworten“ - durch diese Kurznachricht entwickelte sich eine spontane Diskussion unter unausgelasteten, fußballbegeisterten Politik-Studenten um das, was sich in Köln im „Fall Pezzoni“ zugetragen hatte.

Mit den Worten „Bislang das Beste - weil Differenzierteste - was ich in Sachen "Pezzoni" gelesen habe!“ machte Uhlig via Facebook auf einen lesenswerten Blog-Beitrag von effzeh.com aufmerksam. Er diskutiert Fragen der Verantwortung und Schuld, nimmt Fans, Vereine und auch Politik in die Pflicht, schiebt allerdings auch den „unreflektierten Medien“ eine gewichtige Teilschuld zu.

Mit der gemeinsamen Ansicht die Medien hier aus der Schusslinie nehmen zu wollen, entwickelte sich nun ein (Chat-)Gespräch, das – so unser Gedanke –vielleicht auch andere interessieren könnte. Und da wir unsere Gehirnzellen in den Semesterferien mal in Bewegung gesetzt haben, möchten wir das auch dokumentiert wissen ;-)

Jan: Profi-Fußball lebt von Fans. Fans bedeuten Geld. Wenn sich Vereine selbst zu einer Art Lebensstil stilisieren („Echte Liebe“, „Mia san mia“), dann machen sie das letztendlich aus wirtschaftlichen Aspekten. Und dann müssen sie in Krisensituationen auch damit rechnen, dass da Leute austicken, wenn "ihr Leben" davon abhängt. Da kann ein Verein noch so sehr um Fan-Projekte, Deeskalation und sonst was bemüht sein. Kernproblem ist die Kommerzialisierung des Sports. Zwar lässt sich prima über die Verantwortung von Profi-Vereinen diskutieren. Aber der so implizierte Anspruch, dass Vereine für aufgeklärte Fans sorgen müssen, kann nicht erfüllt werden.

Santon: Kommerzialisierung ist sicherlich ein Problem. Aber ich werfe mal die "Arminia-Perspektive" ein. Unter normalen Umständen wäre Arminia vor 2 Jahren insolvent gegangen und hätte unten wieder anfangen müssen. Das ist nicht geschehen, weil der emotionale Wert des Vereins zu groß für die Region war und Privatpersonen, Unternehmen etc. mit ihrem Geld eingesprungen sind. Hier fehlt die eigene Inszenierung. Das ist vielmehr als Auftrag zu sehen eine Geschichte weiterzuerzählen.

Jan: Im Prinzip hast du also eine Firma, die schlecht gewirtschaftet hat. Weil die Kunden aber alle so begeistert sind von den Produkten, die dort mal hergestellt worden sind, zahlen sie weiterhin Geld. Ohne Gegenleistung, nur in der Hoffnung, dass bald wieder ein gutes Produkt kommen könnte?

Santon: Ich weiß nicht, ob es das trifft. Ein vergleichbares, vermeintlich sogar besseres Produkt wäre ja im regionalen Umfeld schnell gefunden.

Jan: Ich führe hier mal ein Zitat von jeder Oma der Welt an: "Den Oetkerpudding haben wir immer genommen. Der andere ist zwar billiger (und genau gleich), aber der schmeckt nicht". Stichwort: Markentreue und Kommerzialisierung von emotionaler Bindung.

Santon: Eben. Diese Bindung kann auch ohne Inszenierung entstehen. Die Vereine wären natürlich schön blöd, wenn sie dem entgegenwirken würden. Sie gießen eher noch Öl ins Feuer. Das kann dann zwar eine von vielen Ursachen für den „Fall Pezzoni“ sein, aber nicht der Kern der Sache.

Jan: Aber daraus resultieren ja viele andere Sachen: Berichterstattung in den Medien und ihr gesellschaftliche Wirkung zum Beispiel. Natürlich kann man nicht sagen, dass Profi-Vereine schuld sind. Aus diesem ganzen Business entstehen einfach selbstbefeuernde Dynamiken, die nicht kontrollierbar sind. Und wenn so Schaden entsteht, wird versucht, das Ganze über Normen (Vereine appellieren an ihre Fans etc.) zu lösen. Und diese Normen sind letztlich willkürlich. Übrigens gibt es dieses Phänomen auch in anderen Gesellschaftsbereichen (Recht-Politik, Politik-Religion, Erziehung-Wirtschaft).

Santon: Und wie wäre das deiner Meinung nach zu lösen? Sollen Vereine aus dem Bewusstsein ihrer eigenen gesellschaftlichen Verantwortung heraus auf die Emotionalitätsbremse treten? Wäre das dann Prävention? Soll in Fanprojekten auf die Nebensächlichkeit des Fußballs hingewiesen werden?

Jan: Das ist ja der Witz an der Sache: Das ist nicht zu lösen.

Santon: Aber das wäre die Lösung in Utopia, oder?

Jan: So einfach kann man das, glaube ich, nicht sagen. Dass Profi-Sport entstanden ist, hat ja einen Grund. Aber dieser Komplex entzieht sich der systemeigenen Kontrolle. So arbeiten zum Beispiel Medien nur nach ihrer eigenen Logik. Genau wie der Profisport. Diese Ohnmacht der gegenseitigen Einflussnahme wird durch die Berufung auf Normen nur verschleiert, oder?

Santon: Dann wäre es aus Sicht der Vereine wohl ratsamer sich für den Ernstfall zu wappnen und sowas in Kauf zu nehmen bzw. Wege zu finden, die Akteure vor "Mobbing" zu schützen. Ganz pragmatisch.

Jan: Aber auch das können sie ja nur bedingt tun. Es werden immer wieder Situationen entstehen, bei denen jemand fragt: "Was macht der Verein?" Und die müssen wieder sagen: "Wir machen in Zukunft das und das." Oder nicht? Es entsteht sozusagen ein Kreislauf von Katastophe- Gesellschaftliches Echo- Normformulierung-Neue Katastrophe etc.

Santon: Ein Verein könnte sich aber Grenzen stecken und diese auch deutlich formulieren: "Wir können das und das im Bereich unserer sozialen Verantwortung leisten, aber das und das nicht mehr." Damit wäre man sogar verlässlich gegenüber staatlichen Institutionen und könnte automatisch andere Akteure in die Pflicht nehmen.

Jan: Und wo sind die Grenzen der sozialen Verantwortung?

Santon: Das ist vielleicht die falsche Frage. Man müsste fragen, wo für einen Verein die Grenzen der Machbarkeit liegen seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Jan: Führt zum gleichen Ergebnis. Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit? Fängt das damit an, dass man bei Fan-Projekten dabei ist oder dass alle Fußballfans nur noch nüchtern ins Stadion kommen? Alles halt schwer abzugrenzen.

Santon: Man könnte möglicherweise von allen Verein eine "Fan-Abgabe" verlangen. Ein ausgehandelter Prozentsatz des Vereinsumsatzes (der ja auch in einem gewissen Zusammenhang mit dem Fan-Aufkommen steht) müsste in Fan-Arbeit reinvestiert werden. Es wäre aus meiner Sicht nicht unverschämt das zu verlangen.

Jan: Ist eigentlich ´ne gute Idee. Ruft allerdings wieder Geschichten wie "Keinen Zwanni für´n Steher" auf den Plan. Denn der Verein wird seinen Gewinn wohl kaum dafür hergeben (siehe: Wirtschaftsunternehmen). Du siehst, die Komplexität des Fußball-Geschäfts ist kaum zu bewältigen ;-)

Santon: Die Vereine könnten aus meiner Sicht immerhin Verlässlichkeit gegenüber Anderen demonstrieren (auch gegenüber Rainer Wendt und seiner Polizeigewerkschaft). Öffentliche Einrichtungen, Sponsoren und Verbände wären vielleicht in die Pflicht genommen. Aber ja, wir können die Probleme hier nicht lösen :-)

 

Aus der Kategorie:

Arminia in Offenbach - Eine Stellungnahme von Marcus Uhlig

Sich auf Artikel der BILD-Zeitung zu  berufen, ist riskant. Wegen der schnellen Pointe und meiner ureigenen Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison, habe ich es heute dennoch getan.

Allen BILD- und Blog5-Lesern sei folgende Stellungnahme von Marcus Uhlig entgegengehalten, der ich persönlich auch deutlich mehr Glauben schenke  als den Lettern in der BILD ;-)

Die Stellungnahme von Marcus Uhlig im Wortlaut:

"Hallo zusammen,

ich lege großen Wert auf folgende Richtigstellung: Offensichtlich spielt die Geschichte „Spritis on Tour“ auf einen heute erschienenen Zeitungsbericht an. In diesem wurde kolportiert, dass auf der Rückfahrt aus Offenbach eine ausgelassene Siegesfeier stattgefunden haben soll und in Folge eines Staus auf der Autobahn die Getränke ausgegangen sind. Diese Information ist zu 100% falsch. Fakt ist, dass der Bus noch keine halbe Stunde vom Bieberer Berg entfernt war, als die meisten Spieler bereits eingeschlafen sind. Auf der gesamten Rückfahrt aus Offenbach ist genau das passiert, was eigentlich gerade auch in einer englischen Woche selbstverständlich ist: Nichts! Keine Ausgelassenheit, keine Party und auch keine Partygetränke. Kein Spieler und auch kein Trainer aus unserem Team neigt auch nur im Ansatz dazu, zu glauben, sich in irgendeiner Weise auf dem bisher Erreichten ausruhen zu können. Erreicht haben wir bisher einen besseren Start als in der letzten Saison. Nicht mehr und nicht weniger. Wir wollen uns weiter oben festbeißen und werden alles dafür tun. Natürlich kann auch schon mal gefeiert werden (wird sicherlich auch), aber ganz sicher nicht nach einem Auswärtssieg am vierten Spieltag unter der Woche, wenn drei Tage später der KSC und elf Tage später Paderborn warten. Also: Durchzecht wurde hier gar nichts, nicht einmal ansatzweise.

Beste Grüße,

Marcus Uhlig."

Aus der Kategorie:

Mit Pudelfrisur nach oben!

Carsten ist Fan des 1. FC Saarbrücken und betreibt das „FCSBlog 2.0“, das sich im Wesentlichen von Blog5 nicht unterscheidet. Der Carsten hat aber ein deutlich interessanteres Projekt zur neuen Saison gestartet als blog5 es wohl jemals auf die Reihe bekommen hätte. Und zwar lässt er Blogger eines jeden Drittliga-Vereins im Hinblick auf die neue Saison zu Wort kommen, um sich auf das gemeinsame Kräftemessen einzustellen. Quasi ein Blogger-Sonderheft zur 3. Liga, das mit Sicherheit interessante und amüsante Sichtweisen der Konkurrenz offenbaren wird.

Schaut doch einfach mal im FCS-Blog vorbei!

Wir bzw. ich durfte heute den Stein ins Rollen bringen. Mit der freundlichen Genehmigung aus Saarbrücken könnt ihr daher auch hier das blog5-Interview nachlesen:

 

FCSBlog: Stellt Euch mal bitte vor!

Santon: Blog5 ist ein Sammelsurium von Liebes- und Leidensgeschichten aus dem nicht immer ganz leichten Alltag als Fan des ehemaligen Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. Nicht immer todernst, aber manchmal. Die Übergänge sind da verwirrend fließend.

Zeitgleich mit der Arminia-Krise wurde auch Blog5 ordentlich durchgerüttelt, aber wie der Verein, so können auch wir von uns behaupten: Blog5 lebt! Die Altvorderen sind in Teilzeit gegangen und neue „Autoren“ drangen nach vorne. Der Weg war das Ziel. Es musste weitergehen.

FCSBlog: Die -fast schon- etwas entschuldigende Frage zu Beginn: Das Unterzahlspiel 1986, die Relegation 1985 und letzte Saison das 0:4 zu Hause gegen Saarbrücken – beliebt wird der 1. FC Saarbrücken nicht mehr auf der Alm, oder?

Santon: Ihr seid ja nun nicht der erste Verein, mit dem wir Niederlagen assoziieren. Würden wir nach jeder Pleite neue Feindbilder aufbauen, wären wir ja verbitterte und vereinsamte Hinterwäldler. (..) Oh, einen Augenblick…

FCSBlog: Euer Trainer Stefan Krämer gilt nach seiner Erstlingssaison in Liga 3 als Wunderkind. Wie seht Ihr das?

Santon: Wir haben mehrere qualvolle Jahre ohne überzeugende Persönlichkeiten auf der Trainerbank hinter uns. Wir hatten ja nichts. Es gab niemanden mit positiver Ausstrahlung, der das Fanvolk hinter sich versammelt und gierig auf Erfolg ist. Stefan Krämer kann diese Sehnsüchte befriedigen – und zwar weil er das genaue Gegenteil eines Wunderkindes ist. Diese Pudelfrisur und seine unkonventionell offene Art sind ein Indiz dafür, dass unsere „Bosse“ den chemisch gereinigten Elfenbeinturm verlassen haben und sich hier demnächst sogar wieder Leute mit Dreitagebart bewerben dürfen.

FCSBlog: Bielefeld wird zwar offen aus unterschiedlichsten Gründen belächelt (wir lassen mal die Bielefeld-Verschwörung aus dem Spiel), hat aber stets sehr gute Fanmagazine und jetzt auch Blogs wie blog5 hervorgebracht. Woran liegt das?

Santon: Da regt mich ja die Frage schon auf. Was heißt denn hier belächelt? Humor und Kreativität sind doch nicht ausschließlich von Rheinländern gepachtet. Ich finde gerade ein Traditionsverein mit großer Familie sollte gute Fanmagazine und Blogs haben. Denn wenn die Spieler dann mal aus dem Haus sind oder es passiert irgendwas, dann haben wir immer noch unsere Fanmagazine und Blogs. Da haben wir was in der Hand und wir haben als Fans das Gefühl auf eigenen Füßen zu stehen. Da haben wir etwas Eigenes.

FCSBlog: Und was passiert diese Saison so auf der Alm?

Santon: Same procedure as last year: Wir stehen und sitzen dort, gucken in unsere kleine Stamford Bridge und verstehen nicht, warum man mit diesem Stadion 3. Liga spielen muss bis uns die niedere Spielqualität jäh aus allen Träumen reisst. Aber vielleicht machen wir ja doch noch einen Sprung nach vorne.

(Fragenblock!)

Wenn meine Mannschaft 2011/12 ein Film war, dann:

Einer mit vielen unbekannten Schauspielern, der aber wieder einmal genügend Dramaturgie bot. Von verruchten Ausflügen ins Rotlichtmillieu (Schnitzmeier) bis hin zur Wiederauferstehung (11 Spiele, 0 Siege), es war für jede Konfession etwas dabei.

Auf diesen Verein freue ich mich 2012/13 am Meisten:

Irgendwie ja doch auf die Preußen, dann ist die Hütte wenigstens voll.

Auf diesen Verein freue ich mich 2012/13 überhaupt nicht:

Ich kann mir Namen so schlecht merken…

Wer steigt 2012/13 höchst wahrscheinlich in die 2. Liga auf?

Einer der drei Absteiger bestimmt. Der Rest der Liga kommt für alles in Frage – die 3.Liga hab ich persönlich noch nicht verstanden.

Und wer muss ab in eine der gefühlt 26 Regionalligen?

Einer der drei Aufsteiger bestimmt. Der Rest der Liga kommt für alles in Frage – die 3.Liga hab ich persönlich noch nicht verstanden. (Ich wünschte ich könnte besser antworten.)

Moderne Fußballarena oder Betonschüssel mit Flair?

Sind viele der modernen Fußballarenen nicht Betonschüsseln, denen Flair angedichtet wird?

In zwei Jahren ist die 3. Liga...

…für uns hoffentlich kein Thema mehr.

Relegation ist ja...

… kein gewaltverherrlichendes Synonym für Frustbewältigung.

Andere Fußball-Blogs sind...

…nicht anders, nur besser? :-)

Wenn Fußball nicht mein Sport wäre, dann...

…hätte ich als Politikstudent ja noch mehr Zeit über Sinn und vor allem Unsinn nachzudenken.

 

Aus der Kategorie:

Do you need player?

Aus Tuzla in Bosnien-Herzegowina erreichte Blog5 folgendes Bewerbungsschreiben:

"Do you need player i play atac and right wing i scored in my hal seson in bosnia 17 goals, i study in Tuzla and play profesionaly in 3 legue for Fk Proleter (ehemaliger Verein von Vedad Ibisevic; Anm. der Redaktion), I played in Croatia where i was lived before i came in this club i played for Varazdin and scored over 56 goals i'm born on 30.10.1990 played for croatia on age 17 pls give me a chance i lieke to win matches and im damn fast and good whit the ball....Dont let my talent fail tanks and pls think on my proposition for playing for you...Danke"

 

Blog5 hat keine Betriebsmannschaft gemeldet, wird allerdings gnädig als Berater auftreten und das Schreiben an Herrn Arabi weiterleiten. Aus Nähe zum Club kämen wir Arminia bei der Provision auch sehr entgegen.

Bei se wäh: At the moment, we dont need player. We need Derbysieg!

Aus der Kategorie:

UPDATE IN EIGENER SACHE zum Thema: "Blog5 deckt Briefpapierklüngel auf!"

Die investigativen Recherchen von Uwe Mojela haben nun auch für Blog5 Auswirkungen, die zu einer Klärung veranlassen.

Zur Erinnerung: Am 4. Januar 2012 berichtete Uwe Mojela, dass im Ticketgeschäft rund um das Freundschaftsspiel gegen den HSV alte Briefpapierbögen im Umlauf sind.

So „grüßte noch in alter Farbenfrische, als sei nichts gewesen das knallrote Bundesliga-Logo von oben herab. Und unten in der Unterzeile führten noch Detlev Dammeier und Ralf S. wacker und unermüdlich die Geschäfte.“, war zu lesen.

Gestern Abend verfasste Santon zum gleichen Thema ein paar Zeilen, die offenbar den unberechtigten(!) Verdacht aufkommen lassen konnten, dass Eventim Schuld an der Verwendung von falschem Arminia-Briefpapier sei. Für die aufgekommenen Missverständnisse möchte sich Santon hiermit entschuldigen.

Per Telefon stellte DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig zudem klar: „Das Problem ist in guter Zusammenarbeit mit Eventim aus der Welt geschafft worden.“

Im Gegensatz zu Gepflogenheiten auf anderen Ebenen können dieser Mitteilung weder drohende Züge noch die Intention der Verhinderung von Beiträgen unterstellt werden. Auf Basis gegenseitigen Vertrauens verzichtet Blog5 daher auch darauf eine Abschrift der Telefon-Botschaft anzufertigen.

Aus der Kategorie:

"Es erfordert Mut und Leidensfähigkeit, Arminia-Fan zu sein und Woche für Woche auf den Deckel zu kriegen."

Blog5 hat ja vor Kurzem bereits angeschnitten, dass die Arminia-Fangemeinde (um den derzeit hoch im Kurs stehen Begriff der "Arminia-Familie" nicht bemühen zu müssen) stolz darauf sein darf, dass mit Casper ein aktuell sehr erfolgreicher Musiker außerhalb OWLs die Arminia-Fahne auch in Liga 3 hochhält.

Mal ist zu lesen er würde für eine Dauerkarte die Arminia-Hymne vor der Südtribüne trällern, dann bezeichnet er Bielefeld als "Herzheimat" oder gar als "Manchester Deutschlands", was ich mir fußballerisch derzeit sehr wünschen würde. Dabei wäre mir nahezu egal, ob nun der VfB Fichte Manchester City gibt und wir dann ManUnited mimen oder umgekehrt.

Dass es fernab aller Träume auch in der Realität Spaß machen kann Arminia-Fan zu sein, bringt Casper (Benjamin Griffey) in einem 11Freunde-Interview für einen Laien, wie er sich selbst bezeichnet, erstaunlich präzise auf den Punkt.

"Wenn die Leute vor der Sportschau sitzen und als nächstes Spiel wird Bielefeld angekündigt, stöhnen alle kollektiv und schalten weg. Als Fan kann man das und den Verein nur ertragen, wenn man den coolen Bielefelder Galgenhumor kultiviert. Sobald Arminia in Führung geht, dreht sich die Mehrheit der Fans zum Nachbar und sagt: Wetten, das Ding verlieren wir noch ... Ich liebe das."

Gefrustet vom Tribünenumbau glänzte Casper auf der Alm lange Zeit mit Abwesenheit. Im Nachhinein scheint sich auch hier ein verstecktes Expertenwissen erkennen zu geben. Mittlerweile ist er wieder auf der Alm gesichtet worden und auch am DSC scheint das nicht vorbeigegangen zu sein:

"Vorhin hat sich Arminia Bielefeld bei meinem Manager gemeldet. Die wollen mit mir reden. Hoffentlich werben sie mich an."

Klingt nach erstklassigem Rahmenprogramm vor drittklassiger Fußballkost.. aber während des Spiels kann dann jeder wieder das tun, was die letzten Jahre im Stadion am meisten Spaß gemacht hat: den Bielefelder Galgenhumor kultivieren.

(Alle Zitate sind dem wunderbaren 11Freunde-Interview entnommen, welches sich lohnt in voller Länge gelesen zu werden)
Aus der Kategorie:

"Irgendwann stehn wa wieder aufm Rathausplatz!"

1-2, Guela mit Rot! Etwas über 11.000 Zuschauer!

Punktloser Fehlstart, deutlich unter der kalkulierten Zuschauerzahl geblieben...

Einzig anhand dieser ernüchternden Fakten konnte ich mir ein Bild über das Heimspieldebut unserer Blauen machen.

Direkt wieder Kopfkino: Abstiegskampf, Abstieg, Pleite... oder Abstiegskampf, keine Zuschauer, Pleite...  gibt es noch Auswege?

Trost suchend, fielen mir 2 Arminen mit Dosenbier in die Arme...noch erstaunlich gut reflektierend, schlossen sie ihre Berichterstattung mit

"Irgendwann stehn wa wieder aufm Rathausplatz!"

ab...

Vielleicht waren es die Sorgenfalten auf meiner Stirn, vielleicht war es nur Wunsch, aber sehr wahrscheinlich war es totsichere Expertise...

 

Geh´weiter Arminia, geh´ weiter! Mit dem Schal, schwarz-weiß-blau...

Aus der Kategorie:


Artikel-RSS RSS-Symbol       Kommentare-RSS RSS-Symbol

blog5 ist eine super Sache dank der großartigen OpenSource Community-, Blog- & Foren-Software Drupal
und dank der wunderbaren Drupal-Dienstleister vom
Digitalkombinat aus Bielefeld


Digitalkombinat GbR - Medieninformatik & Gestaltung aus Bielefeld