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unbiedere Haute Cuisine

Und "Schnitzel" so: Bäääm! Und er (sie?) dann so: Aua!

Ich revidiere meine Aussage aus einem vorherigen Beitrag: Endlich wurde das Sportliche wieder aus dem Vordergrund verdrängt! Mit Siegen ist ja schließlich auch diese Saison nix (was es nebenbei auch immer schwerer macht locker, flockig über die "Pleiten,Pech und Pannen-Arminia" zu bloggen).

Diesmal stellt sich Herr Schnitzmeier uneigennützig vor die Mannschaft und lässt sich einen Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen wegen Körperverletzung, Betruges und Beleidigung aufhalsen.

"Nach eigener Darstellung war Schnitzmeier am 21. Dezember 2010 nach dem Pokalspiel des FC Augsburg gegen Schalke 04 in einer Augsburger Lokalität zusammen mit seinem Bruder "in ein Handgemenge geraten". Man habe das Lokal dann "vor Begleichung der Rechnung" in "alkoholisiertem Zustand" verlassen." (Quelle: NW)

Völlig überladen von irgendwelchen Querelen und immer noch abgestumpft von all dem Gezeter, ersuchte ich freundschaftlichen Rat wie man das nun wieder einzuordnen habe.

Die kurze Antwort: "Unter Arminia."

Jou, dachte ich. Das trifft´s. Schönen Tag allerseits.

 

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Aus dem Hintergrund müsste Stein schiessen...

Stein schießt....und....

Chaos!Chaos!Chaos!Chaos!

Beinahe hätte das Sportliche bei der Arminia wieder im Vordergrund gestanden. Noch gerade "in time" haben es die Räte und Präsidien oder Fast-Präsidien wieder auf die Agenda gebracht.

Aus dem Hintergrund schießt Stein, und zwar mit der Antrittsforderung Herrn Schnitzmeier zu entlassen. Man wird müde darauf im Detail einzugehen. Auch das im Westfalenblatt wieder von einer anstehenden Insolvenz noch in diesem Jahr die Rede ist, entlockt einem ja nur noch ein träges Schmunzeln. Sämtliche Horrorszenarien und Horrormeldungen perlen nach den letzten Jahren irgendwie nur noch so am dicken Fan-Fell ab.

Die Zeitungsberichte verdeutlichen eh nur eines: Chaos, Intrigen – alles wie gehabt. Stumpf!

Irsinnig genug schon, dass alle Räte rund um Arminia so viel Personal zur Verfügung haben, dass sie inklusive Verletzungspech locker durch eine Altliga-Saison marschieren könnten.Die totale Konfusion!

Wem soll man trauen?

Ist Uli Stein tatsächlich so naiv zu glauben er könne aus dem Off über Personalien entscheiden oder steckt mehr dahinter? Ist Schnitzmeier bei den Sponsoren in Ungnade gefallen oder möchte Uli Stein seinen bis vor Kurzem noch unsicheren Finanzfachmann mit einem lukrativeren Posten locken?

Was spielt der nebulöse Herr Geilhaupt für eine Rolle? Was veranlasst den Rest vom übermächtigen Verwaltungsrat trotz der prekären Lage für eine Ablösung des Geschäftsführer zu votieren? Wie kommt das in die Presse? Sind da die Gräben durch die Veröffentlichungen nicht eh schon zu tief gegraben?

Gut, dass Stumpf Trumpf ist.

Ich will das alles gar nicht mehr wissen. Wozu auch? Ganz ohnmächtig möchte ich den "verantwortlichen Verantwortlichen" (Zitat Hippo) nur eines zurufen:

Es geht um keine mit ein paar wenigen „Stars“ bestückten Altherrentruppe, es darf nicht um „Macht“ und Einfluss über einen Drittligisten gehen – es geht einzig und allein um die Rettung von Arminia Bielefeld.

Und da sollten endlich alle mit offenen Karten spielen. Die Wirtschaft, die Banken, die ganzen Räte, Herr Schnitzmeier, Uli Stein – mit offenem Visier, zu Gunsten des Clubs. So schwer dürfte das dank Maulwurf doch eh nicht mehr fallen!

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Zum Abschied nett winken

Der Tag rückt nun näher, an dem sich Arminia für unbestimmte Zeit aus der DFL-Bundesliga verabschiedet. Und Arminia verabschiedet sich so, wie es Arminia gebührt. Von vielen Nicht-Arminen dürfte die Art und Weise des Austritts nur mit monotonem Kopfschütteln begleitet werden. Der leidgeprüfte Vollblutfan drückt sich dagegen eine Träne aus dem Auge und lächelt heimlich still und leise in sich hinein, dass man es wieder mal nicht lassen konnte die eigene, ganz besondere Duftmarke zu hinterlassen.

Denn unter den Kopfschüttlern dürfte es auch einige geben, welche sich die Zähne knirschend zermalmen und die Fäuste unterm Tisch ballen ob der Ohnmacht gegenüber Arminias Gewieftheit.

Wir rufen mit neuer finanzieller Hilfe zur Rückrundenrockerei auf und verlieren so viele Spiele bis die Heimsieg-Garantie zur billigsten Dauerkarte der Welt verkommt und uns auffällt, dass wir nahezu zahlungsunfähig sind. So transparent wie der Armine nun sein möchte gräbt sich diese Botschaft durch ein maulwürfiges Tunnelsystem hinaus in die Freiheit. Die Hausbank sperrt die Konten und man atmet auf, dass ja doch noch so viele Punkte geholt werden konnten, um sie gegen ein DFL-Darlehen einzutauschen, das die Insolvenz abwendet. Einmalig im deutschen Fußball – wie es sich für Arminia gehört. Ist der Ruf erst ruiniert....

Einzelne empörende Aufschreie aus DFL-Kreisen, in denen es beispielsweise heisst das Ganze hinterließe als hoffnungsloser Tabellenletzter ein „Geschmäckle“, verhallen schnell. Laut Statuten war nicht mal eine besondere Begründung zur Ausgabe des Darlehens nötig.

Nächster Treppenwitz: Wenn Arminia die nächsten fünf Jahre der Wiederaufstieg in die Zweite Liga nicht gelingen sollte, muss das Darlehen nicht zurückgezahlt werden. Wir gehen, aber wir nehmen euer Geld mit.

Nachdem nun die Heimsieg-Garantie am letzten Spieltag von der DFL verboten wurde (Ticket-Aktionen an den letzten beiden Spieltagen sollen den Wettbewerb beeinträchtigen), ruft DSC-Sponsor Alpecin nun zum Bauerntrick auf und erkauft 15.000 Karten, die dann dem Arminenvolk untergejubelt werden. Die DFL-Verantwortlichen – nun bis zum Äußersten gereizt – winden sich vor Wut.

Eine späte, aber süße Rache dafür, dass Arminia in Glanzzeiten trotz der rekorverdächtigen über 30 Spiele ohne Platzverweis, ohne Fan-Randale und stets sportlichen Verhalten durch intransparente Wertungen nie als Fair Play-Sieger in die Lostrommel für den Uefa Cup befördert wurde. Dort landeten die fernsehnahen Kult-Mainzer um King Kloppo.

 

Liebe DFL,

der Bielefelder Weg sieht einen Aufstieg in den nächsten fünf Jahren aus Konsolidierungsgründen nicht vor. Gehab dich wohl, wir werden Dauer-Vierter.

Gruß, Arminia!

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Rat Wars - Die Arminia Edition

Wenn nicht bereits im Rahmen des Sportdirektor-Castings, dann hat Samir Arabi spätestens diesen Montag die (derzeit) "wahre" Arminia kennengelernt. Der Tabellenstand gibt nicht nur die sportliche, sondern auch die interne Verfassung des Vereins wieder.

Warum es überhaupt und damit erneut zu einem öffentlichen Casting kam, ist mir schlichtweg unbegreiflich. Aber in Anbetracht der gefundenen Lösung war ich  persönlich zumindest dazu geneigt den Entscheidungsprozess einfach zu verdrängen - that´s the way Arminia is.

Jetzt der nächste große Bock. Wieder einmal ist eine vertrauliche Mail den DSC-Kreisen entwichen und direkt bei Journalisten gelandet (NW und(!) Westfalenblatt).

Da die NW schon längst boulevardeske Züge angenommen hat, war klar, dass sie in Windeseile den kompletten Wortlaut veröffentlicht. Das Westfalenblatt zog nach. Hier sei die Frage erlaubt, ob eine überarbeitete, abgespeckte Version nicht sinnvoller gewesen wäre. So manches Bedenken, dass Olaf Köster in der Mail äußert, mag vielleicht berechtigt sein, hat aber in Anbetracht der Situation die Öffentlichkeit nicht zu interessieren.

Für die Lizenz, die noch lange nicht gesichert scheint, bleiben zwei Monate.  Für die Mitarbeiter, Dienstleister, Profis, Jugendspieler, Arminis, Fans und auch die Zeitungen steht viel auf dem Spiel. Wie ist es möglich, dass der Club Arminia in dieser Zeit weiter so zerrissen wird und sich selbst auch so zerreisst? Wie ist es möglich, dass es immer noch Leute gibt, die den Ernst der Lage nicht erkennen? Wie ist es immer noch möglich, dass es Menschen gibt, die vermutlich aus eigenen, niederen Interessen den gesamten Verein in Schieflage bringen?

Jetzt geht es an der Melanchthonstraße nicht nur im Kleingärtnerverein auf Maulwurfjagd. "Fuer wahr" soll gefunden werden. Egal, wer es ist: "Fuer wahr" ist für mich ein Resultat des Gremienkrieges.

Bei der Satzungsänderung 2010 rief Anwalt Schickhardt uns zu: "Sie können ja in 2 Jahren schauen, was Ihnen die Änderung gebracht hat. Und dann können Sie neu entscheiden!"

Nach einem Jahr ist zu resümieren: Außer vermeintlicher, neuer finanzieller Kompetenz im Aufsichtsrat, die die finanzielle Situation aber auch nicht entscheidend verbessern konnte, hat die Änderung aus Arminia einen Schauplatz für Seifenopern gemacht. Vertrauen weg hier, Vertrauen weg da, Maulwurf hier, Maulwurf da, Intrigen und Eitelkeiten - das bleibt von dem Krieg der Räte.

Ohnmächtig steht man nun daneben - und hofft ein Wunder...

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Wo sind die Strohhälme hin, an die man sich klammern kann?

Das Ergebnis aus Cottbus ist an und für sich gewohnt gewöhnlich. Es ist sogar noch eines der besseren Ergebnisse aus der Lausitz, denn mit Cottbus, das ist schon immer so wie mit Bochum: Fahrten dorthin sollten gemieden werden.

Man kann es auch im Lienenschen Duktus ausdrücken, wie es Uwe Mojela tat:

"Leute, es geht aufwärts: Top-Mannschaften brauchen jetzt schon drei Elfmeter pro Spiel, um gegen uns zu gewinnen. Seit zwei Spielen kein Feldtor kassiert und immer selbst eins gemacht!!!"

Haben wir also endlich einen wahren Grund für Optimismus gefunden oder ist es doch wieder nur eine dieser "Schnapp-Euphorien"?

Schnapp-Euphorien, wie wir sie nach dem Trainerwechsel hatten, wo jeder vergessen zu haben schien, dass die Spieler ja noch die gleichen sind.

Schnapp-Euphorien, wie wir sie nach dem Osnabrück-Spiel hatten, als ein 17-Jähriger zwei Minuten vor Schluss ein endlich gut gefülltes Stadion zum kochen brachte.

Schnapp-Euphorien, wie wir sie hatten, nachdem Herr Schnitzmeier ankündigte es werde namhafte Neuzugänge geben.

Jede dieser Schnapp-Euphorien fand ihr abruptes Ende in mehreren Niederlagen am Stück, Chaos in der Chefetage oder namenlosen Neuzugängen. Sie blieben, was sie sind: Ein Japsen nach Luft.

Auf den Trainingsplätzen tümmeln sich nun um die 40 Profis, denen "Werdet Helden!" zugerufen wird. Dieser "Befehl" klingt nicht nur unausführbar, angesichts der neun Punkte ist er es wohl auch.

Es muss ein vereinsinternes Kommuniqué geben, indem es jedem Verantwortlichen strikt untersagt wird über die Dritte Liga zu sprechen.

(Es wäre wohl die einzige Verabredung, an die sich da alle halten.)

Ich bin mal so mutig und spreche aus, was ich auf Arminia zukommen sehe:

  • Sandhausen und Heidenheim. Und vom FC Bayern bestenfalls nur noch die Zweite.
  • Statt UEFA-Cup alle 5 Jahre, steht als erste Hürde zunächst die Qualifikation für den DFB-Pokal an.
  • Nach vielen Jahren werden sich die Bielefelder Kneipen daran gewöhnen müssen, dass niemand mehr zum Arminia gucken kommt, denn für die Dritte Liga gibt selbst Sky kein Geld mehr aus.
  • Prognosen über den Zuschauerschnitt...lassen wir das!

Geteiltes Leid soll ja halbes Leid sein und deshalb geb ich all das zur Diskussion frei.

Seid ihr eher auch so frustriert oder sagt ihr euch im lässigen Urvertrauen in Ewald: "Arsch hoch, fertig!" ?

Ich bewundere nämlich die Facebook-Arminen und würde mich liebend gerne auf das Hertha-Spiel freuen...

PS: Hab ich eben von Dritter Liga, gesprochen? Oh, Schnapp-Euphorie.

 

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Bei die Nachbars ist noch Licht..

...dachte ich mir und bin spontan in Arminias Fragestunde Mitgliederabend hereingeschneit.

Sogar Blog5´s"Offizieller Partner" war durch den Chef vom Dienst personell vertreten, was der Veranstaltung für mich irgendwie den "Eilt!"-Stempel aufdrückte. In Anbetracht der prekären Lage ahnte ich Böses.

Da ich weder Jurist bin noch ein BWL-Diplom oder dergleichen besitze, sehe ich mich nicht in der Lage die Detailfragen für jedermann sinngemäß wieder zugeben. Doch wen interessieren schon die Details?

Deshalb kurz dargestellt, was ein sich sorgendes DSC-Mitglied / ein sich sorgender DSC-Fan wissen sollte:

  • Der Verein möchte die Laufzeiten der Darlehen und Kredite für das Stadion verlängern und dabei das günstige Zinsniveau nutzen.
  • Investoren sollen die Möglichkeit erhalten Anteile an der neuen Gesellschaft zu "erkaufen". Der Verein selbst behält allerdings 51% der Anteile.
  • Dass Fans und Mitglieder sich Anteile am Stadion erkaufen, ist nicht vorgesehen. Grund: Sie müssten dann bei Insolvenz in Haftung genommen werden

(Bevor der Aufschrei kommt: Wer will momentan schon für Arminia haften?)
  • Fans und Mitglieder sollen müssen (dem Anschein nach) eine Anleihe zeichnen bzw. die bereits gezeichnete Bau auf Blau-Anleihe verlängern. Dies scheint unantastbarer Teil des Plans zu sein.

Hellhörig machten die Worte von Herrn Erdmann, der andeutete, dass signifikante finanzielle Unterstützung durch einen Gönner in Aussicht ist, dessen Name nicht genannt werden soll.

Ein Fortbestehen Arminias in Liga Drei scheint also möglich, aber - und damit wären wir in unserer Gegenwart als Tabellenletzter - ein Abstieg würde die Krise natürlich dennoch verschärfen.

Den größten Optimismus das Ding diese Saison noch sportlich mit einer "gar erstligareifen Mannschaft" drehen zu können, versprühte Herr Schnitzmeier.  Ich will ihm das einfach mal abnehmen, denn in einem Punkt bin ich definitiv bei ihm: Aufgeben ist nicht. Der Glaube an den Klassenerhalt ist erste Fan-Pflicht in der Rückrunde. Der knöttrige Ostwestfale muss mal auf euphorisch machen.

Leider wurde auch dieser Abend wieder als Plattform genutzt, um Präsident Brinkmann  zum Rücktritt aufzufordern.

Diesen Leuten sei gesagt: Die Herren von "da oben" aus dem Vorstand machen das alles unentgeltlich und ohne Aufwandsentschädigungen. Herr Brinkmann im Speziellen hat sich vor den Karren spannen lassen, als Arminia vor dem Aus stand. Er und die anderen haben sich viel Arbeit aufgeladen - aus Verantwortung gegenüber dem Verein. Man sollte ihnen auch dankbar sein.

Und nebenbei: Wie vertrauenserweckend wäre eine weitere Personaldiskussion bei den Geldgebern?
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Noooon, je ne regrette rien!

Etwas getroffen hat es mich ja schon, was da heute auf diversen Arminia-Plattformen bekannt gegeben wurde:

Oliver Neuville hat sich mit Arminia Bielefeld einvernehmlich auf die Auflösung seines Vertrages zum 31. Januar 2011 geeinigt.

Gleichzeitig wurde eine sofortige Freistellung vereinbart. Die Initiative zu diesem Schritt ging von Neuville selbst aus, der zu Wochenbeginn das Gespräch mit Ewald Lienen und Ralf Schnitzmeier gesucht hatte. [Quelle: Arminia]

Jemand, der in einem WM-Finale für Deutschland aus 35m an den Pfosten schiesst und uns damit fast zum Champion gekürt hätte; wenn dieser Jemand dann sagt er spielt für Arminia; ja dann gehört sein Name aufs Trikot gebügelt.

Wenn der Pfostenknaller damals reingegangen wäre...über die Folgen brauchen wir nicht diskutieren, oder?

Dieser Abschied ist unrühmlich und seiner Karriere wohl nicht angemessen. Irgendwie sehe ich es aber als meine Pflicht an, Folgendes zu seiner Ehrenrettung hinzuzufügen:

"Gleichzeit räumte er allerdings auch selbstkritisch ein, dass seine Leistungen bisher nicht die Erwartungen erfüllt haben und er der Mannschaft nicht wie erhofft helfen konnte."

Und noch ein positiver Aspekt sei hervorgehoben:

An alle Schweinsteigers, Riberys, Messis dieser Fussballwelt:

Die 10 bei Arminia ist wieder zu haben!

Und kommt mir nicht mit "Ich wechsel doch nicht in die Zweite Liga!" Habt ihr schonmal in einem WM-Finale an den Pfosten geschossen???

 

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Auf Krankenbesuch in Liga Zwei

Seitdem Arminia in diesem Sommer gerade noch den Weg von der Intensivstation zurück in die stationäre Ambulanz gefunden hat, habe ich feine Antennen für Finanzsituationen anderer Vereine entwickelt.

"Seinen" Verein aufgeben zu müssen oder allein glauben zu müssen ihn aufzugeben, das kann man wahrlich dem größten Erzfeind nicht wünschen wollen und darum mischt sich in das was ich dieser Tage so beobachte keine Häme oder Schadenfreude.

Und dennoch ist geteiltes Leid bekanntlich halbes Leid.

Eine Visite des Zweitliga-Hospitals der DFL kann helfen mit dem eigenen Heilungsprozess gelassener umzugehen:

Es ist zu befürchten, dass diese Liste unvollständig ist. Die DFL hat diese Entwicklungen verschlafen, nun aber im Sommer eine Kommission gegründet, die den dramatischen Schiefständen auf den Zahn fühlen will.

Für mich ist dabei vieles einfach zu erklären: In den Köpfen der Funktionäre hat sich eine totale Selbstherrlichkeit eingenistet. Ihre Omnipräsenz in den Medien macht aus einfachen Abteilungsleitern Sonnenkönige, die sich überdimensionierte Schlösser bauen.

Parallel dazu entsteht ein Erfolgsdruck, dem viele unvernünftig schnell gerecht werden wollen. Erfolg ist sexy - wer reinen Wein einschenkt, steht selbst schnell in der Schusslinie. Viel zu schnell wird daher hohes Risiko gegangen, teure Spieler verpflichtet und auf das Prinzip Hoffnung gesetzt.

Ich denke wir tun in Bielefeld besser daran weiterhin Halbzeiten zum Abgewöhnen wie die ersten 45 Minuten gegen Ingolstadt zu beklatschen, dafür aber geduldig zu bleiben. Denn von der Fussball-Landkarte zu verschwinden ist weitaus unschöner als in der zweiten Liga zu spielen.

Es scheint so, als würde allmählich ein notgedrungener Selbstheilungsprozess stattfinden durch den auch die Spielergehälter endlich sinken und Vereine den Kunden wieder als Fan schätzen lernen.

Man darf gespannt sein welche Vereine sich im Profigeschäft behaupten können - ich hoffe Arminia ist dabei.

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Total aus der Form

Endlich wieder Zeit für biederen Pleite-Fußball ohne Fifa irgendwas! Alle sind zusammengekommen, um sich in bester Zweitligaform zu präsentieren

Arminia stellt sich zum Mannschaftsfoto (www.nw-news.de)

Aber halt - alle? Nein

Gefehlt haben ...und Franck Manga Guela, der noch in seiner Heimat Elfenbeinküste wegen notarieller Angelegenheiten weilt.

Aha! Was er dort wohl tut? Auslandsbeurkundungen sind eine unsichere Sache heutzutage, er sollte das vielleicht lieber hier machen. Oder sind Spielerverträge heutzutage etwa formbedürftig?

Quatsch, bei der Arminia werden solche Sachen doch sogar mündlich geklärt.

Saftig berief sich vor dem Landgericht auf eine mündliche Vertragsverlängerung in einem Vier-Augen-Gespräch mit Klub-Präsident und Aufsichtsratschef Hans-Hermann Schwick bis zum 30. Juni 2010. (www.11freunde.de)

Saftig wäre also jetzt seit zehn Tagen runter von der Payroll von Arminia. Formidable!

This message was brought to you by - Sommerloch, the best in no-news entertainment.

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Wulff oder Gauck? Das Arminia-Prinzip als Hilfestellung!

In Berlin feilschen sie um unseren neuen Bundespräsidenten. Auch im zweiten Wahlgang konnte keine erforderliche Mehrheit gefunden werden.

Es wird sich hinter den neuen Kulissen beraten, verhandelt et cetera.

Arminia-Mitglieder kann das bekannt vorkommen und da während der Live-Berichterstattung aus dem Reichstag eh schon viele Metaphern aus dem Fussball-Bereich bemüht wurden, könnten wir Arminen der Bundesversammlung vielleicht Hilfestellung leisten:

Unser Prinzip: Der Rücktritt vom Rücktritt - Köhler zurück ins Amt.

Warten wir´s mit einem Augenzwinkern ab...

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