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Sportschau-Vorfreude

1:0 Dominik Reinhardt 2.
1:1 Michael Fink 35.
2:1 Ivica Banovic 83.
2:2 Diego Leon 88.
2:3 Sibusiso Zuma 90.

Vorfreude auf die Sportschau

"Das war die bitterste Niederlage seitdem ich in Nürnberg bin", meinte Club-Trainer Wolfgang Wolf nach der 2:3-Heimpleite gegen Bielefeld. Eine nachvollziehbare Äußerung, da Nürnberg eine späte 2:1-Führung erkämpfte und dennoch aufgrund eines Gäste-Doppelschlages um die dringend benötigten Punkte gebracht wurde. (Quelle: fussballdaten.de)

Völlig - aber wirklich völlig ungewohnt: Späte Freude für Arminia-Fans. An späte Gegentreffer ist man ja durchaus gewöhnt - aber an späte Ausgleichs- plus Siegtreffer? Fühlt sich gut an.

Sibusiso Zuma: Mit Haken und Ösen im Zweikampf? Dazu auch noch trickreich. Mit zwei Vorlagen und einem Treffer spielentscheidend. (Quelle: kicker.de)

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DFB-Pokal-Halbfinale: Arminia - Bayern 0:2

Die Enttäuschung war unermeßlich. Nach dem 4:0 im Achtelfinale über Karlsruhe und dem Viertelfinal-Sieg über Rostock schien der Traum einer Neuauflage des 3:1-Siegs über die Bayern in der Liga zumindest nicht mehr völlig weltfremd. Aber die Bayern heißen Bayern, weil sie immer dann treffen, wenn's drauf ankommt.

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Bayern-Bus

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Aus der Traum

Bayernerfolg gegen engagierte Arminen

Die leidenschaftlich kämpfenden Arminen verpassten eine Pokalsensation, da sie ihre Torchancen nicht nutzen konnten - FCB-Keeper Oliver Kahn hatte daran einen großen Anteil. Der FC Bayern wahrte mit dem Erreichen des Pokalfinales die Chance auf das Double.

Bayern-Jubel nach nur drei Minuten Spielzeit - so hatte sich die Arminia den Auftakt des Halbfinalspiels nicht vorgestellt. Doch die Gäste waren in den ersten Minuten agiler und Ballack stand sträflich frei, als Schweinsteiger den Eckstoß in den Strafraum hob. Per Kopfballaufsetzer brachte Ballack sein Team in Führung. Für Bielefeld war dies ein Wachrüttler, denn nun lief das Leder druckvoller in Richtung Kahns Gehäuse. In der sechsten Minute musste der FCB-Schlussmann eine gefährliche Situation gegen Buckley bereinigen und unmittelbar darauf strich ein Kopfball Gabriels nur knapp am Pfosten vorbei. Sporadisch unterbrachen Bayern-Konter die Feldüberlegenheit Arminias. Der eingewechselte Salihamidzic scheiterte in der 18. Minute an DSC-Schlussmann Hain. Nach einer halben Stunde Spielzeit hätte Borges mit einem Kopfstoß den Ausgleich markieren können, aber auch hier fehlten ein paar Zentimeter zum Arminen-Glück. In der Schlussphase der ersten Halbzeit verlor die Partie etwas an Tempo.

Der Anpfiff zu den zweiten 45 Minuten leitete eine Drangperiode der Gastgeber ein, die in mehreren guten Tormöglichkeiten gipfelte. Zunächst zwang Schuler Kahn zu einer Glanzparade (51.) und in der 66. Minute war der Bayern-Kapitän erneut zur Stelle gegen einen platzierten 18-Meter-Schuss von Skela. Anschließend verlagerte sich das Geschehen. Der eingewechselte Zé Roberto sorgte für Belebung und die Bayern bedrohten das Gehäuse der Gastgeber. Zé Roberto und Makaay hatten das vorentscheidende 2:0 auf dem Fuß, scheiterten jedoch an Hain und Demichelis Kopfball traf nur an die Latte (75.). Bielefelds Gegenwehr erlahmte und in der Nachspielzeit sorgte ein Zusammenprall Lenses mit Pizarro im Arminia-Strafraum für das endgültige Pokal-Aus der Gastgeber. Buckley wollte sich mit der Elfmeterentscheidung nicht abfinden, rempelte Schiri Merk und sah die Rote Karte. Makaay nutzte den Strafstoß zum 2:0-Endstand.

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Arminia - Hamburger SV 3:4

Man fühlte sich an den zauberhaften Bayern-Sieg erinnert - leider nur vom Wetter, nicht vom Ergebnis:

Arminia Bielefeld - Hamburger SV 3:4

Zur zweiten Halbzeit waren die Strafräume vom Schnee befreit, was die Motivation der Spieler auf einen häufigeren Besuch vor dem Tor nicht steigerte. (Quelle: fussballdaten.de)

0:1 Benjamin Lauth 2.
1:1 Massimilian Porcello 21.
2:1 Fatmir Vata 27.
2:2 Sergej Barbarez 38.
2:3 Khalid Boulahrouz 42.
2:4 Mehdi Mahdavikia 72.
3:4 Delron Buckley 87.

In einem torreichen und wechselhaften Spiel behielt der HSV knapp die Oberhand. Die Arminia war über weite Strecken aktiver, hatte der nahezu perfekten Chancenverwertung der Hansestädter aber nicht genug entgegenzusetzen. (Quelle: Kicker.de)

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Arminia - FC Bayern München 3:1

1:0 Massimilian Porcello 23.
2:0 Delron Buckley 61.
2:1 Lucio 80.
3:1 Delron Buckley 83.

Arminia Bielefeld - FC Bayern München 3:1

Eigentlich eine klare Sache: Der große FC Bayern kommt mit seinem prächtigen Bayern-Bus die verstopfte Stapenhorstraße heraufgefahren, holt sich beim zuletzt schwächelnden Aufsteiger seine 3 Punkte ab und fährt gelangweilt wieder heim.

Pustekuchen.

Auf durch den heutigen urplötzlich einsetzenden Schneefall teilweise unberechenbaren Bodenverhältnissen kommt das weiße Ballett so gar nicht in Schwung, stattdessen kontert Arminia nach der 1:0-Führung durch Porcello (Kahns erstes Gegentor im Jahr 2005) in Form von Herrn Buckley zweimal prächtig (und - hihi - tunnelt Herr Kahn auch noch beim 3:1) und macht den Titelkampf so endlich wieder spannend.

Die Bayern zeigen sich wie gewohnt als gute Verlierer und schimpfen darüber, daß wir es absichtlich haben schneien lassen:

Karl-Heinz Rummenigge hat sich nach der 1:3-Niederlage des FC Bayern München bei Arminia Bielefeld bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) über irreguläre Verhältnisse beschwert. "In den Statuten ist vorgeschrieben, dass jeder Bundesligist eine Rasenheizung haben muss. Aber es macht ja keinen Sinn, wenn die nicht rechtzeitig angeschaltet wird. Es ist klar, dass es für eine spielstarke Mannschaft wie uns ein Handicap ist, bei solchen Verhältnissen zu spielen", so der Vorstandschef des FC Bayern. (Quelle: fussball.de)

Hihi, wirklich amüsant, Herr Rummenigge. blog5 hat mal die Kicker-Noten der beiden Teams miteinander verglichen:

Hain (3) - B. Lense (2,5), Borges (2), Gabriel (3), Bogusz (3,5) - Kauf (2), Dammeier (2,5) - Owomoyela (3,5), Porcello (2), Buckley (1,5) - Vata (3,5)

Kahn (3,5) - Salihamidzic (4), Lucio (2,5), R. Kovac (3), Lizarazu (4) - Ballack (4) - Sagnol (5), Hargreaves (4) - Frings (4,5) - Guerrero (4), Makaay (5)

Stimmt, der Schnee war's...

Arminia Bielefeld sichert sich nach sehr engagiertem und taktisch diszipliniertem Spiel drei eminent wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg und rangiert nun im gesicherten Mittelfeld. (Quelle: kicker.de)

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Hannover 96 - Arminia Bielefeld 0:1

0:1 Delron Buckley 79.

Hannover 96 - Arminia Bielefeld 0:1

Das Spiel in Hannover geht ganz ohne Zweifel in die Annalen der Arminia-Historie ein. Weniger aufgrund des 1:0-Auswärtssieges an sich, vielmehr noch, weil es genaugenommen die wahre Geburtsstunde des "Alléz alléz"-Gesangs war:

Gespielt sind 20 Minuten in Halbzeit eins, als der Auswärtsblock das Lied erstmalig anstimmt. Das Besondere aber: Er wird bis zum Siegtreffer damit nicht mehr aufhören.

Schon erstaunlich, daß der Gesang inklusive Geklatsche nicht wie allgemein üblich nach wenigen Durchläufen leiser wird und schließlich gänzlich verebbt, sondern über mehrere Minuten andauert. Als nach 10, kurz darauf sogar 15 Minuten immernoch jedermann fleißig weitersingt, werfen sich die ersten Auswärtsfans bereits leicht erstaunte bis ungläubige Blick zu. "Hmm, komisch... was ist denn hier los?". Auch Hippo und Heiko wirken irritiert. Also gut, offenbar war ohne große vorherige Absprache soeben spontan und gemeinschaftlich entschieden worden, bis zur Halbzeitpause durchzuhalten. Nette Idee, also fleißig weitersingen und klatschen.

Nach 25 Minuten Stimmbandmassage der Pfiff zum Pausentee. Geschafft. Puh. Hmm, irgendwie macht aber niemand Anstalten, das Liedchen einzustellen. Eher im Gegenteil - noch lauter, noch enthusiastischer werden die Arminen-Spieler in die Katakomben gesungen. "Ok, singen wir also weiter bis sie in der Kabine sind!". Pustekuchen. Erneutes ungläubiges sich um- und angucken im Block. Irritiertes weitersingen. "Na gut, dann also auch noch die Halbzeitpause durch bis sie wiederkommen - die werden Augen machen, wenn sie wieder rauskommen und wir hier immernoch...".

In der AWD-Arena läuft die übliche Halbzeitbeschallung. Musik, Werbung, Durchsage von Würstchen-Sonderangeboten. Drauf geschissen, wir singen weiter. Die Herrschaften auf der schräg links von uns befindlichen Haupttribüne werfen langsam aber sicher ebenfalls vermehrt erstaunte bis verstörte Blicke zu uns herüber. "Die spinnen, die Ostwestfalen". Ich spüre meine Hände nicht mehr.

Hannover 96 - Arminia Bielefeld 0:1

Die ersten Arminen kommen aus der Halbzeit, Petr Gabriel läuft kurz in Richtung Block und beklatscht unsere stramme Sangesleistung, sehr aufmerksam. Das stachelt alle offenbar noch mehr an. Jetzt aufhören? Von wegen. Der Ehrgeiz ist endgültig geweckt, noch länger durchzuhalten. "Aha, verstehe - wir versuchen offenbar bis zum Spielende durchzuhalten. Oh Herr!".

Nicht zum ersten mal wechselt der taktgebende Trommler direkt vor uns mit seinem Nebenmann, um seinem strapazierten Arm ein kurze Pause zu gönnen - dieser Wechsel wird später noch diverse male vollzogen. Die zweite Halbzeit läuft, wir singen. Immernoch. Mal laut, dann etwas leiser werdend, wenn sich der ein oder andere eine kurze Zigarettenpause gönnt, dann wieder anschwellend bis euphorisch, geradezu aufgeputscht. Unglaublich. Was geht, bitte? Ist das wirklich der Arminia-Auswärtsblock?

Irgendwann, die Finger und Hände längst vom dauernden Klatschen so gut durchblutet wie nie zuvor, wird ein neuer Gedanke immer dringlicher. "Wir brauchen ein Tor!". Eine Belohnung. Als Zuckerli für unsere tapfere Sangesleistung. Um dem ganzen ein i-Tüpfelchen aufzusetzen. Um das Ganze zu einem - ähem - historischen Ereignis werden zu lassen. Wenn es tatsächlich einen Fußballgott gibt, muß er uns ein Tor schenken. Wir krakeelen hier ja schließlich nicht zum Spaß.

Hannover versiebt eine Chance nach der nächsten. Pfosten, Latte, alles dabei. Wir singen. Und hoffen. Und klatschen. Für uns selbst, für die fleißigen Jungs da unten, die hoffentlich hören mögen, was wir hier treiben und es uns mit einem Tor (BITTE! Ein Tor!) danken mögen.

Was soll ich lang drumrum reden. Es gibt einen Fußballgott.

In Minute 79 ist es so weit. Nach einem Konter spielt Vata auf Duro, der aus 12 Metern zauberhaft über Enke lupft. Wir halten die Luft an. Der Ball springt von der Latte vor die Füße von Buckley, der aus fünf Metern abstaubt. Unfassbar.

75 Minuten Singsang mit Happy End. Herrlich. Wunderbar. Perfekt. Wie im Drehbuch. Morgen werde ich nur sprechen, wenn es unbedingt sein muß. Geht auch gar nicht anders.

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Eins das kann uns keiner nehmen - und das ist der Aufstieg Nummer 7

VfL Osnabrück - Arminia Bielefeld 0:0

Es lebe die Erfindung des Unentschieden! Weil heute ungefähr alle Spiele (außer 2) ohne Sieger beendet wurden, reicht sogar unser höchst sparsames 0:0 beim bereits abgestiegenen Tabellenletzten VfL Osnabrück, um hier und heute den direkten Wiederaufstieg klarzumachen. Aachen, Mainz und Cottbus können sich nächste Woche also alleine um den 3. Aufstiegsplatz zu Ende streiten.

Bemerkenswert gute Laune vor dem Spiel beim Stadion-Sprecher und auch beim Publikum an der Bremer Brücke angesichts der Lage des Heimteams und der beschämenden Stadionumbenennung (Osnabrück spielt neuerdings in der OsnaTel Arena - wie gut, daß unser Stadion immernoch die gute alte A... ach Mist).

Muß entweder an den gefühlten 60 Grad im Schatten liegen oder am amüsanten Liedgut, das unsere überhitzten Ohren vor Anpfiff beschallt: Heino singt aus dröhnenden Stadionboxen "Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen" - selbstverständlich mit rollendem Rrrr wo es nur irgend möglich ist.

Mit dem frischerworbenen Titel Rekordaufsteiger im Gepäck die feuchtfröhliche Heimreise angetreten, im Zug Rüdiger Kauf und Patrick Owomoyela getroffen (siehe Fotos unten) und abschließend die rote Pläte noch einige Stunden länger am menschenüberlaufenen Bielefelder Rathaus in die Sonne gehalten. Ab ins Bett, völlig kapottt.

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Hippo, Sascha

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sandra

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Von wegen Hasenbütterkes

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Heiko, Hippo, Sandra

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sandra

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sascha

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sascha mit Hasenohren, Sandra

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Mario Sarcletti Fußballgott

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sandra, Hippo

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sascha mit Hasenohren, Hippo

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Die Staatsmacht

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Matze gibt Autogramme

Aufstieg N°7 in Osnabrück

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Hippo

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Rüdiger Kauf (hehe)

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Patrick Owomoyela (höhö)

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Hippo, Anke, Sandra

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Sascha (roter Kopf, links) liest Qualitätspresse (rechts)

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Anke und Sandra

Aufstieg N°7 in Osnabrück
Die Aufstiegshelden

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VfL Osnabrück - Arminia Bielefeld 1:0

1:0 Wolfgang Schütte 59.

VfL Osnabrück - Arminia Bielefeld 1:0

Marcus und ich sind bescheuert.

Jedenfalls gibt es wohl kaum eine bessere Erklärung dafür, sich an einem Freitag Abend im kalten Dezember nach einem anstrengenden Tag an Uni und FH ins Auto zu setzen, um die elenden Kilometer nach Osnabrück zu brettern, sich dort wie nicht anders zu erwarten eine anstrengend langweilige 0:1-Niederlage abzuholen und 90 Minuten lang seinen Händen beim Erfrieren zuzuschauen.

Warum bleibt man nicht einfach im heimeligen Bielefeld, genießt den verführerischen vorweihnachtlichen Freitag-Abend Winterduft in einer gut beheizten lokalen Örtlichkeit und läutet das Wochenende mit ein paar gepflegten Weizenbieren ein? Nachher ist man immer schlauer. Wenn man jedoch im vorhinein einen Blick auf die aktuelle Zweitligatabelle riskiert hätte (Osnabrück ist Vorletzter mit sagenhaften 10 Punkten, Arminia atemberaubende 4 Plätze darüber und mit 19 Punkten in unmittelbarer Abstiegsgefahr), gilt auch dieses Argument nicht mehr.

Marcus Abel geb. Büge

Halbzeitspaß in Osnabrück

Kurzum: Wir sind zwei von 10.400 armseligen Gestalten, die anschauen dürfen, wie unsere Stoßstürmer Dirk van der Ven und Artur Wichniarek 90 Minuten lang völlig abgemeldet über den Platz stolpern (bzw. im Fall von van der Ven 60 Minuten - dann wird er ausgetauscht gegen - äh, ich traue es mich kaum auszusprechen - Christian Wück). Benno Möhlmanns Verzweiflung drückt sich noch am besten in der Einwechslung von Ilija Aracic aus, der schlußendlich auch noch 10 Minuten im Stil von Hans-guck-in-die-Luft mitmischen darf. Ilija Aracic! Die Definition des Spielertyps, der in seinem Fußballerleben genau eine einzige gute Saison hinlegt, um anschließend endlose Jahre davon zu zehren, daß er ja mal eine gute Saison hatte - aber nie wieder daran anknüpft.

Pyrotechnik im Piepenbrock Stadion

Trotzdem hat sich der Abend aus unserer Sicht gelohnt:

Ansgar Brinkmann Denn in den Reihen der Osnabrücker Kicker spielt auch der sagenumwobene Fußball-Wandervogel Ansgar Brinkmann. Der weiße Brasilianer, der immer für einen Spaß, eine alkoholisierte Schlägerei oder eine spektakuläre, spielentscheidende Aktion zu haben ist. U.a. aufgrund seiner früheren Fußballstationen beim FC Gütersloh und bei den Unaussprechlichen von Prxn Mxstr richten sich die Schmähgesänge des Bielefelder Auswärtsblocks ein ums andere mal gegen ihn:

"Ansgar Brinkmann ist homosexuell - schwul! - homosexuell - schwul! - homosexuell..." (repeat ad infinitum).

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Dieser Singsang ist weniger Ausdruck einer irrationalen Homophobie oder gar einer latenten Schwulenfeindlichkeit, insbesondere nicht von mir oder Marcus, sondern einer dieser typischen Stadion-Schmähgesänge, die einem im Rahmen eines Fußballspiels durchaus mal über die Lippen rutschen, die jedoch keinesfalls und niemals wörtlich zu nehmen sind. Ich schwöre.

Das eigentlich Amüsante ereignet sich auch erst Monate später: Osnabrück steigt am Ende der Saison ab, Arminia bleibt als 13. in der Liga. Ansgar Brinkmann wechselt daraufhin für die neue Spielzeit 2001/2002 auf die Alm. Und siehe da: Genauso überraschend wie in Osnabrück gekommen, endet damit Ansgar's schwule Phase. Ihm widerfährt eine heterosexuelle Läuterung. Aus "Ansgar Brinkmann ist homosexuell!" wird umgehend "Ansgar Brinkmann Fußballgott!" und alle haben sich wieder lieb. Aber nur platonisch, rein platonisch.

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Borussia Dortmund - Arminia 1:3

1:0 Andreas Möller 15. (Foulelfmeter)
1:1 Dirk van der Ven 23.
1:2 Thomas Stratos 26. (Foulelfmeter)
1:3 Bruno Labbadia 65.

Borussia Dortmund - Arminia 1:3

"Und so spielt ein Absteiger... und so spielt ein Absteiger!" war der einzig logische Song, den der prall gefüllte Auswärtsblock intonierte, kurz nachdem Dirk van der Ven und Thomas Stratos aus dem frühen Rückstand eine hübsche Halbzeitführung gemacht hatten. Labbadias i-Tüpfelchen zum endgültigen knock-out ließ den Singsang nur noch lauter erschallen und die verkackte verzwackte Tabellensituation wenigstens für kurze Zeit ein wenig vergessen.

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1.FC Köln - Arminia Bielefeld 3:5

1.FC Köln - Arminia Bielefeld 3:5

1:0 Dorinel Munteanu (18. / Foulelfmeter)
1:1 Bruno Labbadia (27.)
1:2 Billy Reina (43.)
1:3 Bruno Labbadia (45.)
1:4 Billy Reina (63.)
2:4 Carsten Cullmann (80.)
3:4 Dirk Lottner (81.)
3:5 Jörg Bode (83.)

Ein trostloser Kick. Jedenfalls für die Hausherren, haha! Als hätten die Kölner es vorher schon geahnt, war das Spiel kurzerhand ins Südstadion verlegt worden, dem Heimstadion vom Spitzenreiter der ewigen 2. Bundesliga-Tabelle SC Fortuna Köln - vermutlich, um möglichst wenigen Kölner diese erneut deprimierende Heimniederlage zuzumuten.

Weiteres Highlight des Tages:

Wie sich der im Auswärtsblock stehende Ingolf Lück ernsthaft versucht auf das Spiel zu konzentrieren, er aber im 3-Minuten-Takt von Bielefelder Fans angehauen wird, die darum bitten, für ein gemeinsames Foto posieren zu dürfen. Mit Engelsgeduld erfüllt der zu aktuellen Sat1-Wochenshow-Zeiten gerade seinen zweiten TV-Frühling erlebende Herr Lück zahlreiche dieser Wünsche und versucht nebenbei (zunehmend verzweifelter), kein Tor zu verpassen.

Coverfoto der Halb Vier: Ingolf Lück im Südstadion in Köln
Ingolf Lück posiert im Kölner Südstadion für die Halb Vier

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FC Gütersloh 1978 - DSC Arminia Bielefeld 0:2 (Nachtrag)

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0:1 Labbadia (80.)

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0:1 Labbadia (80.)

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Bruno knutscht die Fahne

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0:2 Labbadia (88.)

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0:2 Labbadia (88.)

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Brutaler FC Gütersloh 1978, Teil I

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Brutaler FC Gütersloh 1978, Teil II

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Rote Karte: Rydlewicz (5., "grobes Foulspiel")

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Gelb-Rote Karte: Hofschneider (74.)

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Makellose Pflichtspiel-Bilanz (trotz Schiedsrichter Lutz Wagner)

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DSF

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ARD 265

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Hübsche Tabellenkostellation

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