DSC Phantomia Bielefeld
0:0? Das stört keinen großen Geist...
Verfasst von Johnny Dresden am 4. Februar 2013 - 1:11.Was wäre, wenn unser Trainer in Interviews plötzlich vom "weltbesten Fußball der weltbesten Fußballer in der weltbesten Stadt" sprechen würde?
Was wäre, wenn Steve Krämer nach Roten Karten oder gar Niederlagen beschwichtigen würde: "Das stört keinen großen Geist"?
Und was wäre, wenn er zum Torjubel mit einem Propeller auf dem Rücken über die Dächer der Alm schweben würde?
Könnte es dann vielleicht wirklich sein, dass wir viel weniger über ihn wissen, als wir glauben? Ist er es vielleicht wahrhaftig, oder bilde ich mir das nur ein?
Hier zum Vergleich: http://www.youtube.com/watch?v=0lK00j1JYwA
Programmtipp
Verfasst von Santon am 2. Februar 2013 - 13:47.Heute werden wir alle zu Volleyballfans.
Aufschlag zwischem dem Karlsruher SC und Arminia Bielefeld ist um 14 Uhr. Der SWR überträgt live! Gespielt wird über drei Gewinnsätze und eine Netzberührung wird als Fehler, und damit als Punkt für den Gegner gewertet.

Hoffen wir auf schöne Spielzüge und dass unsere Jungs den Ball immer schön oben halten.
Ein Querverweis zum Fussball ist dennoch möglich. Ich habe mir sagen lassen, dass beim Volleyball ein Schlag ins Netz von der gegnerischen Mannschaft mit einem lauten "Güüüüüünter" - "NETZER!" bejubelt wird.
(Dank an Sabrina für den Screenshot.)
Ätsch, Acki!
Verfasst von Santon am 10. Januar 2013 - 12:46.Wie würde es Pierre Brice sagen? Vielleicht: In diesem Zitat vom BVB-Geschäftsführer Watzke fehlt mir der Respekt!
"In einer dreigeteilten Bundesliga nur Siebter zu sein und hinter Bielefeld zu stehen, kann nicht der Anspruch von Borussia Dortmund sein. Das nehme ich nicht mehr hin!"
(WAZ, 10.01.2013)
Musste aber wohl! Und ein besseres Kompliment für unsere Jugendarbeit konnte es ja gar nicht geben. Ärger' Dich nur weiter!
Den 2:0-Sieg unserer Almbuben gegen den BVB hab ich übrigens vor Ort miterlebt. Ein enges Spiel, aber der Sieg war verdient. Und im Dormtunder Lager war schon da der Frust nur allzu deutlich. Daher: Mütter Ostwestfalens, jagt Eure Talente nicht stundenlang auf die Autobahn ins Ruhrgebiet. Schickt sie auf die Alm!
Ein Proteststurm sondergleichen
Verfasst von Sascha am 9. Januar 2013 - 9:47.wird vermutlich leider nicht losbrechen, trotzdem sich inzwischen sogar die BILD (die kämpft ja gern für Sie) der Sache annimmt.
Tennis-Star Petzschner darf seine Tochter nicht „Arminia" nennen
Tennis-Profi Philipp Petzschner (28/Bayreuth) hätte Töchterchen Natami Aminah (54 cm, 3740 Gramm), die am Montag zur Welt kam, gerne „Arminia“ genannt. Weil er Fan von Fußball-Drittligist Bielefeld ist.
Denn statt der nun zu erwartenden massiven Behördenschelte, einer Schimpftirade über verspießte Beamte, die sich womöglich stur und unnachgiebig weigern, die wunderbar liebesbekundende Anrede "Arminia" in Geburtsurkunden einzutragen, liest sich die nachfolgende Begründung des Namensgebungsverbots doch überraschend anders:
Petzsche lacht: „Aber meine Frau Dewi war dagegen...“ Die ist Halb-Indonesierin, wollte einen asiatischen Namen. Petzschner: „Natami Aminah heißt schönes Märchen.“ Und klingt auch viel schöner. (...)
Quelle: Bild
Lieber Philipp - fühl Dich hiermit von ganz Ostwestfalen getröstet: Allein der Gedanke zählt! Und schöne Grüße an Dewi. Trotzdem.
Praktikumsbericht
Verfasst von Santon am 29. Dezember 2012 - 17:25.Das fröhliche Fest ist schon wieder Geschichte, der Weihnachtsspeck ist unübersehbar. Besinnlich wurde es mit Ausnahme bei Blog5 wieder nur selten. Der letzte Beitrag – lang, lang ist er her.
Doch jetzt, wo sich das Jahr dem Ende neigt und Santon sein Praktikum beim DSC beendet, bietet sich die Gelegenheit zurückzuschauen.
Neben vielen unwichtigeren, auslaufenden Verträgen läuft auch mein Praktikumsvertrag in diesen Tagen aus. Die Verschwiegenheitsklausel verliert ihre Gültigkeit und meine Arbeitskollegen auf der Geschäftsstelle werden Blog5 in diesen Tagen wohl nervös verfolgen. Wann packt er aus?
Jetzt ist es soweit! Ich hole aus: Es ist ein Unding, dass acht Monate alte Schlagsahne, sieben Monate alter Frischkäse und ein mittlerweile gebräunter Orangensaft mehr als eine Halbserie hindurch ein unbeachtetes Dasein im Kühlschrank fristen konnten. Die Schlagsahne biederte sich als dunkel-bröckige quarkige Masse an, während der Frischkäse Pilzkulturen in Form von Walnüssen entwickelte. Der Orangensaft war als solcher schon gar nicht mehr zu erkennen.
Bei jener exorbitant häufigen Nutzung der Kaffeemaschine und gleichzeitig extremer Belastung der Spülmaschine hätte das auffallen müssen! Und niemand soll mir sagen, dass der Kühlschrank nie genutzt würde – so ist es doch nun wirklich nicht! Das ist doch – ohne drumherum zu reden – in Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden und ohne die Lage unnötig zuzuspitzen: Das kann von niemanden bestritten werden! Und meine Damen und Herren, warum auch nicht?
OK, mein Praktikumsbericht verliert sich im Thema Schimmelpilze und wird inhaltslos wie MdB Karl-Heinz Stiegler. Den an Arminia interessierten Lesern sei daher zugerufen, dass dies nur Ausdruck einer neu gewonnenen Gelassenheit rund um den DSC sein kann. Es war ein Praktikum in einer Reihe von vorherigen Praktika, die ohne Hiobsbotschaften auskamen. Selbst wenn ich es gewollt hätte, aus Blog5 wäre nie Arminia-Leaks geworden. Es wurde schon häufiger gesagt oder hier und da geschrieben: Arminias Mitarbeiter investieren viel Herz und Kraft in diesen Verein! Das ist keine Floskel und tilgt noch keinen Kredit, aber davon durfte ich mich überzeugen. Wo Arminia drauf steht, ist auch Arminia wieder drin. Es mag noch etwas dauern, aber der Karren wird schon wieder aus dem Dreck gezogen. In diesem Sinne... vielen Dank!
Ach, einer muss aber noch: Liebes DSC-Team, ich hatte mit dem Frankiergerät nie irgendetwas zu tun! Ich saß nur in der Nähe!
Gestatten, Fußballmanager!
Verfasst von Santon am 17. Oktober 2012 - 21:58.Pascal Testroet ist 22 Jahre alt und Stürmer beim DSC Arminia Bielefeld, sprich Fußballprofi. In seiner fußballfreien Zeit hat Pascal, genannt „Paco“, gelernt und sich in einem Fernstudiengang weitergebildet. Heute konnte er nun auf seiner Facebook-Seite Vollzug melden: Er hat seine IST-Weiterbildung im Bereich Fußballmanagement erfolgreich abgeschlossen.
Auf seiner Diplom-Urkunde folgt dann ein Satz, der mich neidisch macht: „Herr Testroet ist somit berechtigt, den Titel Fußballmanager (IST) zu führen.“
Fußballprofi und Fußballmanager in Personalunion, und das mit 22 Jahren. Viele meiner Kindheits- und Jugendträume mal eben mit links durchgezogen. Es ist wie FIFA-Pro und Anstoss 3-Experte in einem. Was habe ich in beiden Disziplinen nicht alles investiert, um gescheiterte Träume („Ich will Fußballprofi werden!“) immerhin virtuell zu realisieren.
Besonders das Managerspiel Anstoss3 hat mich die ein oder andere bessere Schulnote gekostet. Ich habe an allem gefeilt. An Interviewstrategien („Der Erfolg gibt dem Recht, der ihn hat, so lange er ihn hat“), Taktiken („kontrollierte Offensive“, Einsatz: „hart“, Gegenspieler umtreten: „Spielmacher“) und Öffentlichkeitsarbeit („Journalistenfreund anrufen“). Ich wollte perfekt sein und den Ascaron-Hoeneß geben. Ich war Taktikfuchs und Visionär zugleich. Auf dem Trainingsgelände galt mein erster Blick immer freien Flächen, die genügend Platz für einen vereinseigenen Flughafen boten. Neben den Großprojekten habe ich immer auch an die Fans gedacht und darauf geachtet, dass genügend Kassenhäuschen, Fanshops und Bierzelte gebaut werden.
Peu à peu habe ich meinen Managerlevel verbessert und entwickelte mich als i-Tüpfelchen auch noch zum Motivationsguru. Meine Kabinenansprachen waren berüchtigt:
Gebracht hat mir das alles nichts. Der Aufprall in der Realität war hart: Lehre, zwar kaufmännisch aber ohne einen Hauch von Fußballmanagement. Muffen zählen statt Spielerverträge aushandeln.
Jetzt sitze ich hier und denke über Pascal Testroet nach. „Gestatten, Testroet. Fußballmanager“. Wie geil muss das sein?
Nicht BVB, nicht Schalke
Verfasst von Albrecht Thiel am 12. September 2012 - 19:04.Fan-Schal in blau, weiß, schwarz
Präses Kurschus ist auch Arminia-Mitglied
Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, ist neues Mitglied des Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld.
Beim Besuch einer Bielefelder Tageszeitung unterzeichnete die leitende Theologin eine Beitrittserklärung, die hatte Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig mitgebracht. Als Willkommensgeschenk erhielt Kurschus einen Fan-Schal in den Vereinsfarben Blau, Weiß und Schwarz, wie es hieß. Auch Kurschus' Amtsvorgänger Altpräses Alfred Buß war Mitglied von Arminia Bielefeld. epd
Nett ist auch die Frage, ob sie demnächst öfter auf der Tribüne stehen wird. Also nicht die VIP-Lounge, sondern der Platz auf der Tribüne für die eher kleingewachsene Präses in der 3.Liga. Das ist doch mal Kirche von unten!
Mal "Arminia Bielefeld" bei Google eingegeben...
Verfasst von Santon am 11. September 2012 - 9:36.Sicherheitshalber. Um alle Gerüchte (Pleite? Punktabzug? Benjamin Auer?) notfalls im Keim zu ersticken.
Hier die Suchvorschläge:
- Spielplan
- Forum
- Tickets
- Trikot 2013
- Transfermarkt
- Damen
- Live Ticker
- 2
- Tabelle
Das war´s. Erstaunlich langweilig. Allein der Vorschlag "Damen" könnte auf Grundschulhöfen noch ein Gegacker erzeugen. Naja... wann geht´s weiter? Ah, ja. Mittwoch (Samstag). Gütersloh (Babelsberg).
Blau gebaut
Verfasst von Santon am 30. August 2012 - 13:10.Heinm ließ uns einen besonders dolles Fundstück aus der Wirtschaftswoche vom 6. Oktober 2006 zukommen. Es erzählt von einer gewissen Aktion "Bau auf Blau", vom „überschaubarem Risiko“ und „solidem Wirtschaften“ aber keinesfalls von 3. Liga. Doch, so leset selbst:
(...) Arminia-Fans kaufen sich sicherlich die Anleihe-Drucke (...) Emotionsloseren Anlegern bietet die Arminia bis zum 15. September 2011 (...) 6,5 Prozent. Das Risiko ist überschaubar, auch wenn Bielefeld eine Fahrstuhlmannschaft (...) ist (...). Die Ostwestfalen sind jedoch für solides Wirtschaften bekannt. 2005 schaffte der Club einen Jahresüberschuss von 3,3 Millionen Euro. (...) Das Papier eignet sich auch für nicht fußballverrückte Anleger, zumal sie im Insolvenzfall mit als erste bedient würden.
Dieses Schreibsel stochert während Spitzenreiter-Zeiten in alten Wunden und macht uns beklemmend ehrlich wieder bewusst, wer wir sind: Provinztrottel, die im Konzert der Großen mitspielen wollten. Unseren Spielern bleibt nichts anderes übrig als sich weiter in jeden Freistoß zu schmeißen und weiterhin über den Kampf ihr Spiel irgendwo zu finden. Jede Grätsche, jeder Sprint und jeder Zweikampf sind ein Angriff auf den eigenen Schuldenberg. Nichts weiter. Und das wohl noch über Jahre. Ganz solide gesehen.




