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DSC Phantomia Bielefeld

Armenier Bielefeld

Immer, wenn der ZDF-Mann am Freitagabend den Namen der Gastmannschaft nannte, spielten die Ohren verrückt: „Die Arminia...“ Der Kopf zuckte wieder herum zum Fernseher, die Augen belehrten das Gehör aber schnell eines Besseren – nein, unsere Blauen stehen nicht auf dem Rasen.

Das wär auch des Guten ein bisschen zuviel, ein Testspiel gegen die Nationalmannschaft! Dabei hat uns der DFB ohnehin schon ein bisschen lieb, steht der DSC doch an allererster Stelle der Mannschaften der Drittligasaison 2014/15!

Wenn man jetzt noch die Auflistung in die Abschlusstabelle transferieren könnte, dann muss die Saison von mir aus gar nicht gespielt werden. Kennt sich vielleicht einer mit solchen Tricksereien aus?

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Wiedererkennungseffekte

Man ahnt nichts Böses, man ahnt nichts Gutes, mahnt ahnt eigentlich überhaupt nichts und dann läuft einem Arminia über den Weg. Man ist auf Bildungsreise im Heiligen Land und mitten auf der Via Dolorosa in Jerusalem klebt ein Arminia-Sticker einfach so an einer Haustür. Man ist in Spanien in Urlaub und in der Dorftaverne mitten im kastillianischen Nichts hängt ein Arminia-Wimpel. Zwischen Real Madrid und CF Valencia. Oder anders: Man guckt eine Länderspielübertragung, döst so vor sich hin und entdeckt auf einmal das Transparent des Spengers.

Oder ganz anders: Letztens stehe ich auf meinem Balkon, rauche eine und gucke auf die Straße. Das ist nichts besonderes, das passiert öfter mal. Ein Fahrrad kommt um die Ecke gefahren. Das ist erst recht nichts besonderes, vor allem, da mein Balkon in (Wuaaah! Aufschrei!) Münster ist, der Stadt mit der höchsten Fahrraddichte Deutschlands, wo in diesem Moment wahrscheinlich hunderte Fahrräder um hunderte Ecken gefahren kamen. Das besondere an diesem Fahrradfahrer: SchwarzWeißBlaue Mütze, SchwarzweißBlauer Schal. Sofort beginnt der müßige Verstand zu arbeiten: Großer Bruder aus der Freien und Hansestadt? Eintracht Trier? Oder sollte er vielleicht tatsächlich... Das Fahrrad ist an meinem Balkon vorbei. Soll ich oder soll ich nicht? Ach komm - „ARMINIAHAAA!“...Der Radler ist zwei Häuser weiter. Er bleibt stehen. Er dreht sich um. Er schaut zu mir auf meinem Balkon. „BIE-LÄ-FÄHÄÄÄLD!“ brüllt er zurück, grinst selig, winkt und setzt seinen Weg fort. Weg ist er und kam bisher nicht nochmal um irgendeine Ecke geradelt.

Jeder geneigte und arminia-affine Leser wird aber dieses Gefühl kennen, das ich hatte und das der Radfahrer hatte: Wir sind überall und überall gibt es Spuren des DSC. Hat etwas Heimeliges. Frei nach Horst Wolfram Geißler: „Die Heimat ist ja nie schöner, als wenn man in der Fremde von ihr spricht.“, egal, ob „Fremde“ jetzt fremde Gegend oder fremde Situation ist. Oder, wie Lohmann wohl sagen würde: „Ist ein Stier im fremden Land, wird er doch als Rind erkannt.“

Welche Episoden habt Ihr erlebt? Ein Abtei-Trikot von 1987 in New York entdeckt? Einen Dauerkarteninhaber in Bangkok getroffen? In der Arminenkneipe im Hauptbahnhof Osnabrück abgestürzt? Erzählt es!

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Wenn's schiefgeht, ist Arminia immer mit dabei...

Auf dem Weg zu Waldi Hartmanns Blamage bei "Wer wird Millionär?" war auch natürlich wieder eine Frage mit Arminia-Beteiligung dabei. An der ist Hartmann zwar nicht gescheitert, sie bereitete aber wohl das peinliche Ausscheiden zwei Fragen später vor.

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Arminia abgestiegen?

Da guckt man zunächst mäßig interessiert, nach dem ersten Gegentor zunehmend mürrisch ob der untauglichen deutschen Bemühungen das Länderspiel – und blättert zur Abwechslung in der Zeitung herum, bis man plötzlich elektrisiert an einem Artikel über Fangewalt hängen bleibt. Nein, nicht wegen des Themas, sondern weil man ganz beiläufig zwischen den Zeilen erfährt, dass Arminia abgestiegen ist!

Aufgedeckt wurde diese erschütternde Tatsache durch die Neue Ruhr-/Neue Rhein-Zeitung (NRZ). Natürlich ist man immer dankbar, wenn Medien darüber wachen, dass auch im Fußball alles mit rechten Dingen zugeht. Aber muss es gleich so bitter sein?

„Problemfall 3. Liga“ heißt es in der Unterzeile. Und im Text liest man „Die ,Problemfans’ von Dynamo Dresden stehen jetzt beispielsweise in der 3. Liga unter besonderer Beobachtung.“ Dresden? DSC? Die spielen doch in der Liga gegeneinander, erinnert sich man dunkel, guckt furchtsam beim Internetauftritt des DFB vorbei, wird bestätigt: Am 6. Dezember gibt es das Heimspiel gegen die Dynamos. Aber halt, das steht in der Rubrik „2. Bundesliga“. Sollte man sich an der Otto-Fleck-Schneise vertan haben? Oder war der 11. Mai 2013 ein Traum – ein zwar schöner, aber eben doch nur geträumter Aufstieg?

Mit Angstschweiß liest man noch einmal: „Fans...Dresden...jetzt...3. Liga“. Puh, Schwein gehabt, nur die Fans sind abgestiegen. Wieder was gelernt. Wahrscheinlich haben die die Relegation gegen die Fans vom VfL Osnabrück verloren.

PS: Die NRZ ist schon eine verdammt gute Zeitung und eine ehrliche dazu – nach dem Druck hat sie ihren Fehler bemerkt und in der Online-Version korrigiert!

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0:0? Das stört keinen großen Geist...

Was wäre, wenn unser Trainer in Interviews plötzlich vom "weltbesten Fußball der weltbesten Fußballer in der weltbesten Stadt" sprechen würde?

Was wäre, wenn Steve Krämer nach Roten Karten oder gar Niederlagen beschwichtigen würde: "Das stört keinen großen Geist"?

Und was wäre, wenn er zum Torjubel mit einem Propeller auf dem Rücken über die Dächer der Alm schweben würde?

Könnte es dann vielleicht wirklich sein, dass wir viel weniger über ihn wissen, als wir glauben? Ist er es vielleicht wahrhaftig, oder bilde ich mir das nur ein?

Hier zum Vergleich: http://www.youtube.com/watch?v=0lK00j1JYwA

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Programmtipp

Heute werden wir alle zu Volleyballfans.

Aufschlag zwischem dem Karlsruher SC und Arminia Bielefeld ist um 14 Uhr. Der SWR überträgt live! Gespielt wird über drei Gewinnsätze und eine Netzberührung wird als Fehler, und damit als Punkt für den Gegner gewertet.

Hoffen wir auf schöne Spielzüge und dass unsere Jungs den Ball immer schön oben halten.

Ein Querverweis zum Fussball ist dennoch möglich. Ich habe mir sagen lassen, dass beim Volleyball ein Schlag ins Netz von der gegnerischen Mannschaft mit einem lauten "Güüüüüünter" - "NETZER!" bejubelt wird.

(Dank an Sabrina für den Screenshot.)

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Ätsch, Acki!

Wie würde es Pierre Brice sagen? Vielleicht: In diesem Zitat vom BVB-Geschäftsführer Watzke fehlt mir der Respekt!

"In einer dreigeteilten Bundesliga nur Siebter zu sein und hinter Bielefeld zu stehen, kann nicht der Anspruch von Borussia Dortmund sein. Das nehme ich nicht mehr hin!"

(WAZ, 10.01.2013)

Musste aber wohl! Und ein besseres Kompliment für unsere Jugendarbeit konnte es ja gar nicht geben. Ärger' Dich nur weiter!

Den 2:0-Sieg unserer Almbuben gegen den BVB hab ich übrigens vor Ort miterlebt. Ein enges Spiel, aber der Sieg war verdient. Und im Dormtunder Lager war schon da der Frust nur allzu deutlich. Daher: Mütter Ostwestfalens, jagt Eure Talente nicht  stundenlang auf die Autobahn ins Ruhrgebiet. Schickt sie auf die Alm!

 

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Ein Proteststurm sondergleichen

wird vermutlich leider nicht losbrechen, trotzdem sich inzwischen sogar die BILD (die kämpft ja gern für Sie) der Sache annimmt.

Tennis-Star Petzschner darf seine Tochter nicht „Arminia" nennen

Tennis-Profi Philipp Petzschner (28/Bayreuth) hätte Töchterchen Natami Aminah (54 cm, 3740 Gramm), die am Montag zur Welt kam, gerne „Arminia“ genannt. Weil er Fan von Fußball-Drittligist Bielefeld ist. ​

Denn statt der nun zu erwartenden massiven Behördenschelte, einer Schimpftirade über verspießte Beamte, die sich womöglich stur und unnachgiebig weigern, die wunderbar liebesbekundende Anrede "Arminia" in Geburtsurkunden einzutragen, liest sich die nachfolgende Begründung des Namensgebungsverbots doch überraschend anders:

Petzsche lacht: „Aber meine Frau Dewi war dagegen...“ Die ist Halb-Indonesierin, wollte einen asiatischen Namen. Petzschner: „Natami Aminah heißt schönes Märchen.“ Und klingt auch viel schöner. (...)

Quelle: Bild

Lieber Philipp - fühl Dich hiermit von ganz Ostwestfalen getröstet: Allein der Gedanke zählt! Und schöne Grüße an Dewi. Trotzdem.

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Praktikumsbericht

Das fröhliche Fest ist schon wieder Geschichte, der Weihnachtsspeck ist unübersehbar. Besinnlich wurde es mit Ausnahme bei Blog5 wieder nur selten. Der letzte Beitrag – lang, lang ist er her.

Doch jetzt, wo sich das Jahr dem Ende neigt und Santon sein Praktikum beim DSC beendet, bietet sich die Gelegenheit zurückzuschauen.

Neben vielen unwichtigeren, auslaufenden Verträgen läuft auch mein Praktikumsvertrag in diesen Tagen aus. Die Verschwiegenheitsklausel verliert ihre Gültigkeit und meine Arbeitskollegen auf der Geschäftsstelle werden Blog5 in diesen Tagen wohl nervös verfolgen. Wann packt er aus?

Jetzt ist es soweit! Ich hole aus: Es ist ein Unding, dass acht Monate alte Schlagsahne, sieben Monate alter Frischkäse und ein mittlerweile gebräunter Orangensaft mehr als eine Halbserie hindurch ein unbeachtetes Dasein im Kühlschrank fristen konnten. Die Schlagsahne biederte sich als dunkel-bröckige quarkige Masse an, während der Frischkäse Pilzkulturen in Form von Walnüssen entwickelte. Der Orangensaft war als solcher schon gar nicht mehr zu erkennen.

Bei jener exorbitant häufigen Nutzung der Kaffeemaschine und gleichzeitig extremer Belastung der Spülmaschine hätte das auffallen müssen! Und niemand soll mir sagen, dass der Kühlschrank nie genutzt würde – so ist es doch nun wirklich nicht! Das ist doch – ohne drumherum zu reden – in Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden und ohne die Lage unnötig zuzuspitzen: Das kann von niemanden bestritten werden! Und meine Damen und Herren, warum auch nicht?

OK, mein Praktikumsbericht verliert sich im Thema Schimmelpilze und wird inhaltslos wie MdB Karl-Heinz Stiegler. Den an Arminia interessierten Lesern sei daher zugerufen, dass dies nur Ausdruck einer neu gewonnenen Gelassenheit rund um den DSC sein kann. Es war ein Praktikum in einer Reihe von vorherigen Praktika, die ohne Hiobsbotschaften auskamen. Selbst wenn ich es gewollt hätte, aus Blog5 wäre nie Arminia-Leaks geworden. Es wurde schon häufiger gesagt oder hier und da geschrieben: Arminias Mitarbeiter investieren viel Herz und Kraft in diesen Verein! Das ist keine Floskel und tilgt noch keinen Kredit, aber davon durfte ich mich überzeugen. Wo Arminia drauf steht, ist auch Arminia wieder drin. Es mag noch etwas dauern, aber der Karren wird schon wieder aus dem Dreck gezogen. In diesem Sinne... vielen Dank!

 

Ach, einer muss aber noch: Liebes DSC-Team, ich hatte mit dem Frankiergerät nie irgendetwas zu tun! Ich saß nur in der Nähe!
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