DSC Phantomia Bielefeld
Fanclub in Gründung berät über serienweise Anschaffung von Faxgeräten
Verfasst von Santon am 10. Januar 2012 - 11:30.Arminia Bielefeld darf sich in Kürze darüber freuen einen neuen Fanclub zu begrüßen. Mehr als ein Dutzend Verrückte, die die selbe verrückte Leidenschaft für die Arminia teilen, haben sich zu einem Fanclub zusammengerottet. Die Idee entstand - wie es sich für Arminia-Fans gehört - während einer dieser trostlosen Halbzeiten der Hinrunde, in denen der DSC mal wieder 0:1 hinten lag und der Nichtabstiegsplatz nur mit dem Fernglas zu erkennen war.
Das sich die endgültige Gründung bis Januar hinzog, ist unter anderem einer 12-seitigen Gründungshilfe zu verdanken, die man nach Anfrage vom DSC zugeschickt bekommt. Diese „Starthilfe“ ist an und für sich sehr hilfreich und sinnvoll, trägt jedoch auch des Öfteren zur Ermunterung bei.
Unter dem Punkt „Was bietet der DSC den Fanclubs“ ist beispielsweise zu lesen:
„Unterstützung bei Fahrten zu Heim- und Auswärtsspielen, sei es […] durch gezielte Unterstützung in finanziellen Dingen.“
Gezielte Unterstützung in finanziellen Dingen durch den DSC? Der Fanclub lehnte dankend ab.
Ferner: „Organisierte Fanreisen zu den Trainingslagern unserer Lizenzmannschaft im In- und Ausland.“
Dieser Punkt kann sich gemessen an den aktuellen Umständen wohl nur auf eine Fahrtvermittlung im Nahverkehr der lokalen Verkehrsbetriebe beschränken. Highlight dieses Winters: eine Fahrt in den Sportpark nach Enger.
Später gibt es noch einen kurzen Fragebogen auszufüllen. Hier wird u.A. gefragt, wie man seine Fanclubmitglieder informieren möchte.
Stilsicher wie man als offizieller Arminia-Fanclub sein will, wird nun über die Anschaffung einer Serie von Faxgeräten als erste gemeinsame Investition beraten...
Seinen Kindern was erzählen....
Verfasst von Santon am 30. November 2011 - 10:01.„UPDATE – Der Studentenführer“, der nach eigenen Angaben „Zugezogenen etwas auf die Füße helfen“ will, bietet neben vielen kleinen und großen Werbebannern viele mehr oder wenige wertvolle Tipps zum Shoppen, Essen, Feiern und Amüsieren.
In Dankbarkeit überhaupt erwähnt worden zu sein, soll Arminia Bielefeld offensichtlich folgenden „Tipp“ kommentarlos über sich ergehen lassen:
„Denkt jemand an Sport in Bielefeld, ist die Arminia meist die erste Assoziation. Was mittlerweile ein bischen unangenehm ist....nach dem unsäglichen „Bielefeld gibt es gar nicht“-Spruch sind Witze rund um das einstige Fußball-Aushängeschild der Stadt nämlich zweitnervigste Sache, die man einem Menschen von hier an den Kopf werfen kann. Weil sie berechtigt sind. Normalerweise empfehlen wir euch keine Veranstaltungen, auf denen ihr wahrscheinlich keinen Spaß haben werdet – Freudenschreie werden auf der Alm meist nur im Gästeblock laut. Wer seinen Kindern aber irgendwann erzählen möchte, dass er Arminia in einer der ersten drei Ligen erlebt hat, sollte diese Saison noch einmal vorbeischauen!“
Nachdem Bielefeld mit großzügigen Hannover-Werbeplakaten inklusive eindeutiger Empfehlungen für Hannover 96 zugekleistert wird, kann das wohl kaum ein angemessener Konter sein.
Klar, noch fehlen uns die Argumente, aber spätestens wenn Arminia den Westfalenpokal geholt hat, werden diejenigen, die den Besuch an der Melanchthonstraße scheuen, abgestraft! Wenn dann über Jahre von den Ahlschwedes, Hammanns, Tims und Toms die Rede ist – ihr könnt nicht mitreden!
Glühweinsause mit Lohmann
Verfasst von Santon am 24. November 2011 - 13:56.Kurzes „Vorwort“: Ich habe den letzten Blog-Eintrag bearbeitet und „entreißerisiert“. Ich kann zwar mein Geschreibsel weiterhin vertreten, bin jedoch der Meinung, dass Blog5 für das angesprochene Thema und die aufkommende Diskussion nicht der richtige Platz ist.
Auch wenn es rund um Arminia Bielefeld meist nie ums Sportliche geht, sollten wir hier versuchen beim Sportlichen zu bleiben. Und rein sportlich gesehen, steht ein netter Kick am Samstag auf dem Programm: 14 Uhr gegen Babelsberg.
Als ich mich am letzten Wochenende beim Bundesliga-Topspiel unter die Bayern-Fans gemischt habe, habe ich einen absurden Vergleich gewagt und versucht konkrete Unterschiede in den Fachsimpeleien zwischen Bayern- und Arminia-Fans ausfindig zu machen. Dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass Bayern-Fans viel über Taktik reden. Robben rechts oder links? Schicken wir Müller in die Mitte oder bringen wir ihn doch als zweite Spitze wenn Robben spielt? Und wo bleibt dann Toni Kroos, wenn Schweini wieder fit ist? Doppel-Sechs, flache Vier, Raute? Harte Sorgen!
Aber worüber reden wir Arminen? Es ist schon gelegentlich zu hören, dass eher Spieler X als Spieler Y spielen sollte, aber wird auch über taktische Rafinessen gesprochen? Ich habe eher den Eindruck, dass sich darüber kaum jemand auf der Tribüne Gedanken macht. Vielmehr glaube ich, dass alle hoffen, dass der Trainer irgendwo elf Leute findet, die den Ball anstoppen können. Im nächsten Schritt ergibt sich aus den besten Elf dann die taktische Aufstellung.
Es ist wohl einem endlich seriös arbeitenden Präsidium zu verdanken, dass heute in der NW nach gefühlten Ewigkeiten tatsächlich ein Artikel über taktische Möglichkeiten zu finden ist. Von „strategischen Überlegungen mit Hernandez“ ist die Rede. Ja sogar von einem „Plan B“, der besagt den jungen Flitzer als Joker zu bringen, sollte man sich für eine defensivere Startformation entscheiden. Als i-Tüpfelchen wird gar eine Systemumstellung mit zwei Sturmspitzen angesprochen. Ich bin baff.
Da die Babelsberger unser Rasenschach am Samstag nicht verstehen werden, hat sich der Bielefelder Westen vorbereitet und auf dem naheliegenden Siegfriedplatz einen Weihnachtsmarkt organisiert. Neben üblichen Glühweinangeboten soll sich auch Arminis-Trainer Lohmann für ein Meet & Greet angekündigt haben
Die Elchkuh freut sich...bestimmt...auch über taktische Fachsimpeleien.
Die Kickers - nicht Irgendwer!
Verfasst von Santon am 14. Oktober 2011 - 14:38.Zum morgigen Auswärtsspiel der Blauen eine klitzekleine persönliche Anekdote, von der ich eigentlich gehofft hatte, dass sie mit Arminia Bielefeld nie in Berührung kommt:
Wollte man vor wenigen Jahren in der Sportschau den Erstligisten Arminia sehen, musste man – sofern der Gegner nicht Bayern München hieß - in der Vorahnung, dass es die erste oder spätestens zweite Zusammenfassung sein wird, sehr zeitig vor dem TV sitzen. Dabei konnte es vorkommen, dass man sogar das ein oder andere Drittligaspiel zu Gesicht bekam, welches mit hoch gesetzter Nase und sichtbar zur Schau getragenem Desinteresse verfolgt wurde.
So geschehen bei einem Spiel unseres morgigen Gegners. Ein sichtlich erschöpfter Coach mit grau melierter Verzweiflungswuselfrisur versuchte die Niederlage gegen die Kickers zu begründen und beendete seine Ausführungen mit einem offensichtlichen Totschlagargument für Drittligaexperten:
„Am Ende muss man auch sagen: Wir haben hier nicht gegen Irgendwen gespielt. Wir haben gegen Kickers Offenbach gespielt.“
Einem Arminia-Fan anno 2008, der in Vorfreude auf Bundesligaberichte seines Teams und anderen erlesenen Mannschaften wie eben den Bayern oder dem HSV unruhig vor dem Bildschirm saß, konnte diese Aussage nur ein großes, arrogantes Lachen entlocken.
Bis heute ist mir dieser Satz in Erinnerung geblieben. Man spielt nicht gegen Irgendwen, wenn man gegen Kickers Offenbach spielt. Was „damals“ lustig war, klingt heute bedrohlich.
Die immer wieder großen Töne des Interims(?)-Trainers Krämer (nicht Uhlig!) und die Versprechen der Spieler den Bock umstoßen zu wollen, ziehen schon längst nicht mehr. Es gibt nichts, was im Hinblick auf dieses Spiel positiv stimmt. So wurde dann auch ein geplanter Sonderzug nach Offenbach gestrichen, stattdessen werden Bulli-Touren angeboten.
Weiterhin bleibt auch die Frage offen, ob es nicht viel mehr Sinn machen würde Arminia endlich sportlich so zu stärken, dass am Ende keine Nachfinanzierungen mehr nötig sind.
Lieber in Beine als in schwarze Löcher investieren, oder? Inklusive der beiden Derbys wäre dann ein Zuschauerschnitt von 9.200 sicherlich zu erreichen.
Darüber spricht man...
Verfasst von Santon am 30. August 2011 - 14:38.Jeder Ostwestfale und besonders natürlich jeder Bielefelder gähnt qualvoll, wenn er zum x-ten Male zu hören bekommt, dass es Bielefeld ja gar nicht gäbe und Ostwestfalen ja sowieso nur irgendeine Provinz bei Hannover sei.
Arminia-Fans sind nie müde geworden ihr Umfeld darauf aufmerksam zu machen, dass der DSC ja die Marke Ostwestfalens sei, die es nun gilt zu erhalten. "Wenn es Arminia nicht mehr gibt, wer redet denn dann abgesehen von schlechten Witzen noch über Bielefeld?", so der so ähnlich lautete die stichhaltige Argumentation.
Jetzt dreht sich der Spieß ganz überraschend um. Arminia - nahezu in der Bedeutungslosigkeit verschwunden - profitiert von ihrer Heimat und schleicht sich heimlich in die Gedächtnisse der anspruchsvolleren Leserschaft des "Qualitätsjournalismus".
So geschehen im Magazin der Süddeutschen Zeitung, die den wunderbaren Bielefelder Siegfriedplatz als Musterbeispiel urbaner Erholungsparadiese portraitierte.
In der netten Textbox wird dem uninformierten Leser die Frage beantwortet, worüber hier auf Bänken und Beton gepsprochen wird: "Das Uni-Seminar oder die Bordell-Affäre von Arminia Bielefelds Geschäftsführer."
Man ist ja dankbar nicht vergessen zu werden. Da fragt man nicht nach dem "Wie".
Zum Abschied nett winken
Verfasst von Santon am 2. Mai 2011 - 18:43.Der Tag rückt nun näher, an dem sich Arminia für unbestimmte Zeit aus der DFL-Bundesliga verabschiedet. Und Arminia verabschiedet sich so, wie es Arminia gebührt. Von vielen Nicht-Arminen dürfte die Art und Weise des Austritts nur mit monotonem Kopfschütteln begleitet werden. Der leidgeprüfte Vollblutfan drückt sich dagegen eine Träne aus dem Auge und lächelt heimlich still und leise in sich hinein, dass man es wieder mal nicht lassen konnte die eigene, ganz besondere Duftmarke zu hinterlassen.
Denn unter den Kopfschüttlern dürfte es auch einige geben, welche sich die Zähne knirschend zermalmen und die Fäuste unterm Tisch ballen ob der Ohnmacht gegenüber Arminias Gewieftheit.
Wir rufen mit neuer finanzieller Hilfe zur Rückrundenrockerei auf und verlieren so viele Spiele bis die Heimsieg-Garantie zur billigsten Dauerkarte der Welt verkommt und uns auffällt, dass wir nahezu zahlungsunfähig sind. So transparent wie der Armine nun sein möchte gräbt sich diese Botschaft durch ein maulwürfiges Tunnelsystem hinaus in die Freiheit. Die Hausbank sperrt die Konten und man atmet auf, dass ja doch noch so viele Punkte geholt werden konnten, um sie gegen ein DFL-Darlehen einzutauschen, das die Insolvenz abwendet. Einmalig im deutschen Fußball – wie es sich für Arminia gehört. Ist der Ruf erst ruiniert....
Einzelne empörende Aufschreie aus DFL-Kreisen, in denen es beispielsweise heisst das Ganze hinterließe als hoffnungsloser Tabellenletzter ein „Geschmäckle“, verhallen schnell. Laut Statuten war nicht mal eine besondere Begründung zur Ausgabe des Darlehens nötig.
Nächster Treppenwitz: Wenn Arminia die nächsten fünf Jahre der Wiederaufstieg in die Zweite Liga nicht gelingen sollte, muss das Darlehen nicht zurückgezahlt werden. Wir gehen, aber wir nehmen euer Geld mit.
Nachdem nun die Heimsieg-Garantie am letzten Spieltag von der DFL verboten wurde (Ticket-Aktionen an den letzten beiden Spieltagen sollen den Wettbewerb beeinträchtigen), ruft DSC-Sponsor Alpecin nun zum Bauerntrick auf und erkauft 15.000 Karten, die dann dem Arminenvolk untergejubelt werden. Die DFL-Verantwortlichen – nun bis zum Äußersten gereizt – winden sich vor Wut.
Eine späte, aber süße Rache dafür, dass Arminia in Glanzzeiten trotz der rekorverdächtigen über 30 Spiele ohne Platzverweis, ohne Fan-Randale und stets sportlichen Verhalten durch intransparente Wertungen nie als Fair Play-Sieger in die Lostrommel für den Uefa Cup befördert wurde. Dort landeten die fernsehnahen Kult-Mainzer um King Kloppo.
Liebe DFL,
der Bielefelder Weg sieht einen Aufstieg in den nächsten fünf Jahren aus Konsolidierungsgründen nicht vor. Gehab dich wohl, wir werden Dauer-Vierter.
Gruß, Arminia!
"Mit dem Thema Untergang kennt man sich in Ostwestfalen bestens aus."
Verfasst von Sascha am 20. April 2011 - 21:25.Leider strickt René Hamann (in der jungen Welt) diese eigentlich sehr hübsche Erkenntnis über uns Ostwestfalen unoriginellerweise um die bis zur absoluten Unerträglichkeit ausgelutschte und (mindestens bei Bielefeldern) entsprechend reflexartig laut knirschendes Gähnen provozierende Theorie von der Stadt, die ja gar nicht existiert und "also auch keinen Fußballverein beheimaten" kann, was irgendwie sogar noch unkreativer ist als "Niiie mehr Zweite Liiiga!" singende Gästefans.
Deutlich kurzweiliger ist da Peter Burkamps Rückblick auf Arminias Berg- und Talfahrt der letzten 16 Jahre in der NW und somit gut geeignet, uns bemitleidenswerten Arminen die Wartezeit auf den 15. Juni zu verkürzen (Entscheidung des DFB über endgültige die Erteilung der Spielgenehmigung für die 3. Liga), wenn wir erfahren, ob Arminia 2012 zumindest noch gegen Dynamo Dresden und PrxXn Mxxstxr oder eine Liga tiefer als Verl und Wiedenbrück gegen den VfB Speldorf und FC Wegberg-Beeck auflaufen wird.
Von Ahlen nach Osnabrück über Münster (oder das Aufwachen nach einem bösen Traum)
Verfasst von Albrecht Thiel am 18. April 2011 - 17:27.Der Kalauer musste sein: Ausgerechnet RW Ahlen bekam zuletzt 2 Punkte abgezogen, während Arminia den Antrag auf Punktabzug noch nicht bewilligt bekam. Aber von Ahlen, immerhin B-Jugendtrainer beim HSV, ist der neue Heilsbringer. Und damit ist nicht die Hammer Spielvereinigung gemeint.
Wenn wir Glück haben (aber nur, wenn wir großes Glück haben), dann spielen wir im nächsten Jahr gegen Ahlen und Münster, gegen Osnabrück und Oberhausen (die beiden Unentschieden waren Arminias Beitrag zur Wiedersehenstour, weil das mit dem Gewinnen einfach zu schwer war), gegen Sandburghausen (was tief im Süden liegt, aber doch eigentlich an die Nordsee gehört).
Oder wird das traditonelle Testspiel gegen Fichte halb sechs / halb sieben schon zum Saisonhöhepunkt?
Die spannende Frage der nächsten Woche wird immer wieder sein: Wer spielt neben Lohmann? Aber eins muss man sagen: Die Spieler haben ihre absolute Treue zu Arminia mit jedem Spiel bekundet - deren Marktwert ist so gesunken, dass man sie auch gleich behalten kann.
Ach ja, Kevin Schöneberg ist in OS fristlos gekündigt: Besoffen zum Training. Wäre er mal in BI geblieben - da wäre das nicht mal im Spiel aufgefallen...
Unsere Arminia...braucht (immer noch) eure Hilfe!
Verfasst von Santon am 23. März 2011 - 19:37.Grau is alle Theorie und entscheidend is auf´m Platz!
Stimmt natürlich, aber auf´m Platz ist für die Arminia leider schon alles entschieden in dieser Spielzeit.
Deshalb finde ich es weiterhin wichtig, dass -sich nicht nur diejenigen, die es von Berufs wegen machen müssen, sondern auch weiterhin wir als Anhängerschaft uns unsere Gedanken um Arminias Zukunft machen.
(Auch wenn das angesichts der ständigen Nackenschläge momentan wirklich mühselig ist.)
Wenn wir (heinm und ich) mit unserer Aktion "Unsere Arminia" ein Zwischenfazit ziehen würden, kämen wir schon jetzt wohl zu dem Ergebnis, dass es sich gelohnt hat. Es gab hoch interessante Beiträge: von bemerkenswerten Bekenntnissen zum Verein und seinen Mitarbeitern bis hin zur Lobhudelei des schönsten Wappens der Fußballwelt oder dem Vorschlag eines grundlegenden Dogmas stets finanzielle Rücklagen für jeden möglichen Abstieg zu schaffen, war alles dabei.
Auch im Verein, oder sagen wir besser der KGaA, stößt "Unsere Arminia" auf etwas Gegenliebe und bleibt nicht unbeachtet.
Deutlich über 100 "Likes" bei Facebook haben ebenfalls Mut gemacht. Nur verhält es sich damit zur Zeit ein wenig wie mit der Guttenberg-Affäre: Ein Mausklich ist schnell gemacht, aktive und sichtbare Unterstützung ist ein anderes Thema.
Da "Unsere Arminia" nicht nur Zukunftsideen, sondern ausdrücklich auch Dinge sammeln will, die Arminia heute schon ausmachen, um sich auch auf Stärken besinnen zu können, möchte ich hiermit in "arminscher" Sache dazu aufrufen einfach (weiter) mitzumachen.
Zwei bis drei Zeilen sind doch schnell geschrieben ;-)
Wir würden uns freuen!
van Gaal, Magath & Co.: Bewährung in Bielefeld
Verfasst von Albrecht Thiel am 9. März 2011 - 8:05.Jetzt müssen sie einer nach dem anderen gehen, die Trainer mit den Millionen-Verträgen: Weil sie vielleicht nur Dritter werden oder nur Pokalsieger oder fast nur die Champions-League gewinnen. Oder weil sie den Draht zu den Fans nicht gefunden haben.
Ja, haben denn die Fans in München ernsthaft erwartet, van Gaal kommt als Rudi-Carrell-Imitat? Oder Magath in Gelsenkirchen in der Rolle des Schwiegersohns von Ernst Kuzorra? Und jetzt stehen sie da mit millionenschweren Verträgen und langweilen sich.
Halt! Da gibt es in Ostwestfalen einen Verein, bei dem könnten sie beweisen, dass sie als Trainer etwas aufbauen können! Denn: Mit den Spielern von Bayern würde selbst ich mir zutrauen, etwa so weit zu kommen wie van Gaal (Genialer Einfall: So lange wir den Ball haben, können die anderen kein Tor schießen - führt zu 80% Ballkontrolle und einzelnen genialen Solos von Robben und Ribery.) Aber ein richtiger Trainer, das müsste einer sein, der einer ganz schlechten Mannschaft beibringt, Fußball zu spielen.
Und so, wie die Hartz-IV-Empfänger ja auch die 1-€-Jobs annehmen müssen, so müssten dann die, denen es doch nur um den Fußball geht, dann in der beschäftigungslosen (aber nicht einkommenslosen) Zeit den Weg nach Ostwestfalen gehen. Ohne 39 Spieler zu kaufen und dann hinterher zu klagen, dass alles im Umbruch ist. Ohne endloses Ballgeschiebe, weil der Ball auf der Alm spätestens nach dem dritten Kontakt beim Gegner landet.
Wie geht Fussball? fragen Spieler und Fans beim schlechtesten aller Bundesligisten. Und sie fragen diejenigen, die das eigentlich am besten wissen müssen und denen man dieses Wissen gerade abspricht. Also: Felix und Louis - Bielefeld wartet auf euch!



