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Blutgrätsche

Wie es dazu kommt, dass Arminia nächste Saison zwei Spiele in Hamburg haben wird. Und in Berlin.

Geschätzte Leserschaft, werte Mit-Arminen,

rechnerisch ist noch alles drin. Das haben unsere Fanclub-eigenen Nobelpreisträger für Fußballarithmetik in nächtelanger Rechenschieberei ausbaldowert.

Und so sieht es aus, unser Idealszenario:

  • Die blauweißschwarzen Rothosen aus St. Ellingen verlieren die restlichen Spiele. Ob 9:2 oder 1:0 ist dabei so wurst wie Pinkel in Bremen und umzu. (In Hamburg würde so was übrigens niemand essen geschweige denn sagen.) Wie auch immer: Das reicht für einen Relegationsplatz. Weil gleichzeitig die Rotgrünweißen aus der St.-Glglgl-Arena eine bis dato nicht gekannte Siegesserie hinlegen. Und alle anderen Mannschaften sich freundlicherweise ebenfalls genau so benehmen, dass diese Prognose eintritt. Das Relegationsspiel vergeigt der HSV dann natürlich auch. Zusammengefasst: der selbsternannte Dino steigt ab.
  • Nun zum nächsten Kandidaten: den Braunweißen aus St. Pauli. Um im Wortbilde von Punkt eins zu bleiben, wursteln sie sich weiter durch die Restsaison. Und landen damit im Nirgendwo von Liga zwo. (Oder auch auf dem Relegationsplatz wie der Nachbarclub eine Liga höher. Möglicher und nicht ganz unspannender Nebeneffekt: ein Millerntor-Relegationsspiel dieser einen Mannschaft aus der Nähe von Telgte, zu der wir gerade einen Link finden. Keine Frage, wer dabei gewinnt, sagen unsere Top-Spekulierer mit mehrfacher Mathematik-Promotion.) Kurz: Pauli bleibt drin.

Mindestens zwei Spiele, müssen wir dazu sagen. Denn die DFB-Pokalfeen haben ja auch noch was zu sagen. In der nächsten Nacht wagen sich unsere Statistikitaka-Experten da mal dran. Und rechnen den Pokal bis zum Finale durch. Das voraussichtliche Ergebnis ist dem Blog5-Leser sicherlich keine Überraschung mehr: Arminia ist nächste Saison auch in der größten Stadt der Bundesrepublik zwei Mal zu Gast. Wir freuen uns!

Mit freundlichen Grüßen aus dem Norden (und einem lauthals geschmetterten "Von der Alster bis zur Elbe stets dasselbe – DSC!")

Hein M

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Widder verloren?

Mitunter treibt die dritte Liga muntere Spielchen mit ihren Fans. Wobei, was heisst hier ihren Fans? Fan der dritten Liga ist man wohl eher selten, vielmehr ist man Fan seiner Mannschaft und nimmt daher die Ligazugehörigkeit irgendwie in Kauf. Dieses Phänomen kann natürlich auch in anderen Ligen beobachtet werden, kommt jedoch hier am deutlichsten zum Vorschein.

Arminias Spiel in Saarbrücken ist ein gutes Beispiel. Als eines der ersten Spiele der Rückrunde sollte es bereits im Dezember stattfinden, doch Schnee und Eis durchkreuzten diese Pläne. Und das gleich ein zweites Mal im Januar. Während in der ersten und zweiten Liga überwiegend auf einem grünen Teppich weiter gespielt werden konnte, fehlt in Saarbrücken oder an anderen exklusiven Orten der Liga die Rasenheizung.

Nun gut, geschenkt. Vorgestern, also im Februar, haben wir das Spiel ja nachholen können. Und wir haben es gewonnen. Warum griesgrämig sein?

Nicht zuletzt wurde es das schon erwartete Torfestival gegen den 1.FCS. Nach einem 0:4, einem 4:2 und einem 3:2 gab es nun wieder ein 4:2 aus Sicht des DSC. 6 Tore - da freut man sich doch auf die Zusammenfassung im TV!

TV? Wir wären dann beim nächsten Problem. Nachholspiele der dritten Liga bleiben vom Fernsehen weitestgehend unbemerkt. Im WDR war gar nichts zu sehen und in irgendeiner Sportschau im Ersten erst recht nichts.

Kurz bevor sich einige nun daran machten aus Bilderstrecken der NW oder dem Westfalenblatt ein Daumenkino zusammenzufügen, ertönte frohe Kunde aus dem Funkhaus des Saarländischen Rundfunk! Es waren Kameras vor Ort. Es existiert ein rund dreiminütiger Bericht!

Über die sozialen Netzwerke verbreitet sich der Filmschnippsel in Windeseile. Doch die Freude weicht dem Schock.

Schon die Ankündigung im Studio unter dem Slogan „Widder verlor“ schickt den Ostwestfalen gedanklich ins Tierreich. Einschlägiges Feedback auf Arminias Facebook-Präsenz: „Ich versteh nix, aber is' lustig. Ich hoffe sie konnten den Widder finden, den sie verloren haben.“

Es war der einzige Bericht über den DSC in Saarbrücken – und er war saarländische Folklore: „De Fans han die Flemm“. „Bisch dahin woar de Luginger zufridde!“. „Des Toar is füdde Klos nua Formsach!“.

Passend dazu einige Tore. Das 1:1 sowie das 3:1 gelangen nur unter gütigster Mithilfe der Saarbrücker, dazu noch ein Eigentor von Appiah. Man hatte sich mehr erhofft.

Vielleicht wäre das alles besser zu ertragen gewesen, hätte man sich im Saarland der Landessprache seines Nachbarn bedient. Ein französischer Kommentar hätte eleganter geklungen. Wir hätten uns bei einem wieder einmal starken Platööhn im Tor bedankt, hätten über Tore von Klo (stummes -s-) und Glasnööhr gejubelt, den schnellen Ille bewundert, uns an der Rückkehr von Übenöhr und Ornisch nicht satt gesehen und uns gefreut, dass sich beim Torschützen und Vorlagengeber Testroet an der Aussprache nichts ändert.

Morgen geht’s gegen Unterhaching. Bleibt zu hoffen, dass der WDR wieder im Stadion ist.

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Programmtipp

Heute werden wir alle zu Volleyballfans.

Aufschlag zwischem dem Karlsruher SC und Arminia Bielefeld ist um 14 Uhr. Der SWR überträgt live! Gespielt wird über drei Gewinnsätze und eine Netzberührung wird als Fehler, und damit als Punkt für den Gegner gewertet.

Hoffen wir auf schöne Spielzüge und dass unsere Jungs den Ball immer schön oben halten.

Ein Querverweis zum Fussball ist dennoch möglich. Ich habe mir sagen lassen, dass beim Volleyball ein Schlag ins Netz von der gegnerischen Mannschaft mit einem lauten "Güüüüüünter" - "NETZER!" bejubelt wird.

(Dank an Sabrina für den Screenshot.)

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Lachsalven Classic

Als ich neulich einen Song von Petr Gabriel hörte, bin ich vor Schreck holterdirapolder die Treppe heruntergefallen. Mit einem lauten Katongo lag ich unten. Ich war ganz böhmenommen und mein Hals war rau. Ich erinnere mich noch, dass im TV der Heilige Vata den Neujahrssegen spendete, dann kam Werbung für einen Verbrauchermarx.

Ab gings in der Blaulicht-Kucera ins Krankenhaus. Der berherzige Fahrer hatte es eilig und drängelte ein Taxi von der Straße. Ich hörte ihn sagen: "Boah, ist der lam, ey!"

In der Klinik sagte Herr Lohmann, so ein abgehalfarter Arzt im Praktikum: "Sie haben am Kopf eine ganz schöne Boll, Mann." Ich meinte nur, bitte keine Nkosi. Die Schmerzen nehm ich in Kauf. So schlimm ist es nicht, da soll man die Kirch im Dorf lassen.

Ich rief meine Frau an, sie solle das Kind aus der Schuler holen und den Kamper-Urlaub absagen. Im Klinik-TV lief den ganzen Tag Germany's Next Top Model und ein Farbiger sagte immer wieder: "Keine Tesche, keine Competition."

Einen Tag später kam Herr Lohmann, dieser sadiktische Arzt, zu mir und meinte, ich sei entlassen. Er sagte zum Abschied, schauen sie mal wieder hain, hat aber keine Eilhoff.

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Lachsalven und Juxraketen

Zum feucht-fröhlichen Jahresausklang dürfen auch bei Blog5 ein paar wirklich schlechte Wortwitz-Spielereien nicht fehlen:

 

  1. Ich geh' aufs KLOS einen abSALGERn.
  2. Wir waren so HORNIG, dass wir ungeSCHÜTZt hatten und nun stecken wir in der PATSCHE.
  3. Alles im RAHN?
  4. APPI geht's.
  5. Heute erwarte ich volles AGYEMANG!
  6. Reisst Euch gefälligst am RIEMER!
  7. Mit "Ein Bett im SCHÖNFELD" holten "Die ORTEGAs" PLATINS.
  8. Aramsamsam, aramsamsam, gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam -  ARABI ARABI gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam

Das Ganze ist natürlich beliebig erweiterbar. Ich trinke jetzt ein BURMEISTER und  rutsch' dann friedlich rein. Wir hören uns im neuen Jahr!

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Patrick Platins Partyheld! - "Den hätte ich sowieso gehalten!"

Viele wußten nicht, dass Patrick Platins so aus sich heraus gehen kann, wie beim verschossenen Elfmeter von Timo Staffeldt, als er dem liegenden Schützen mal ordentlich die Fäuste zeigte. Frustrierte VfLer forderten in den Foren der NOZ daraufhin die Platzsperre für den DSC-Keeper und regten sich über die ständig provozierenden Ersatzspieler auf. Der klägliche Platzsturm der Ostkurve sei einzig auf solche Unflätigkeiten zurückzuführen.

Rot für Platins? Ich sage sogar: Mindestens Dunkelrot!!!

und eine lebenslange Sperre. So eine grobe Tätlichkeit darf dem nicht passieren, nachdem ihm doch 45 Minuten lang aus der Ostkurve nur Komplimente gemacht worden sind. Völlig unprofessionell, sich bei einer solchen Allerweltssituation in einem normalen Ligaspiel einfach so gehen zu lassen. Olli Kahn war ja nichts dagegen!
Und die Einwechselspieler haben sich gefälligst auch zu benehmen, wo ihnen die ganze Zeit nur gute Wünsche von den Umstehenden mit auf den Weg gegeben wurden. Das sind 5 gegen 5.000. Da wär ich aber als Ostkurvler auch schwer beleidigt, wenn ich die bei dem Zahlenverhältnis nicht klein kriegte. Zum Glück haben beide Fanlager wenigstens auf die nervigen Schmähgesänge verzichtet, um die Stimmung nicht noch mehr anzuheizen!
Ich fands auch gut, dass Pele Wollitz bei Schiedsrichterentscheidungen, die ihm nicht gefielen so ruhig und sachlich geblieben und nicht erst über die Absperrung auf die Tribüne gesprungen ist. Und der VfL-Torwart Riemann war ja auch die Ruhe selbst. Dabei hätte ein Derby schon mehr Emotionen verdient gehabt...

Nun setzt Partyheld Platins noch einen drauf: "Den hätte ich sowieso gehalten!" Recht so!

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"Ich habe Traurigkeit für die Mannschaft."

Bemerkenswertes Zitat von "Pele" Wollitz auf der Pressekonferenz nach dem 0:0 zwischen Osna und Arminia.

Dass Arminia nach der Halbzeit längere Zeit spielbestimmend war, rechtfertigte er damit, dass das "in die Augenhöhe" schonmal passieren kann.

Nur gut, dass der Elfmeter aus unserer Sicht nicht in die Auge ging. Timo Staffeldt spielte den Roberto Baggio Fußballgott, verzog völlig und schenkte uns in der letzten Minute den einen Punkt.

Martin Anders kommentiert folgerichtig auf Facebook: "Ich habe Heiterkeit für Timo Staffeldt."

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Leichen bei der Post

(Ein Erlebnisbericht von Daniel Schenk aus Münster Telgte Woanders)

Vergangenen Dienstag in Münster, kurz vor 9 Uhr, in der Nähe des Hafens. Ich gehe über einen tristen Hinterhof, vorbei an einer Packstation und einem Briefmarkenautomaten. In einem heruntergekommenen Gebäude soll sich die Poststelle befinden, bei der ich mein Einschreiben mit den Karten für Arminias Gastauftritt in Osnabrück abholen kann. Sagt zumindest meine Benachrichtigungskarte. Der zuständige Beamte prüft Karte und Ausweis. Sekunden später hat er tatsächlich den richtigen Brief gefunden. Beim Blick auf den Absender wird er jedoch stutzig.

„Bielefeld? Warum das denn?!“

Ich warte einen Moment, aber der ‚Bielefeld-gibt’s-doch-gar-nicht-Gag‘ bleibt erstaunlicherweise aus. Tatsächlich scheint ihn lediglich zu irritieren, dass jemand mit Wohnsitz in Münster ausgerechnet Post vom DSC bekommt. „Tja, wissen Sie“, sage ich, „Herkunft verpflichtet eben. Und..“ Noch bevor ich weiter darüber philosophieren kann, dass man sich seinen Verein weder aussuchen noch bei jedem Umzug wechseln kann, unterbricht er mich. „Tja, jeder hat eine Leiche im Keller“, sagt er und schiebt mir den Brief über den Tresen. Ich könnte ihn nun fragen, ob er Prxxe ist und in eine Diskussion über drittklassigen Fußball einsteigen. Da ich dazu jedoch keine Lust habe, sage ich: „Sie haben mein Geheimnis durchschaut!“ und mache mich auf den Heimweg.

Als ich einen Tag später am Münsteraner Hauptbahnhof in den Zug steige, um zum Pokalspiel auf die Alm zu fahren, bin ich keineswegs der einzige Fahrgast mit diesem Ziel. Eine Gruppe Arminia-Fans befindet sich in der einen Ecke des Zuges, eine Handvoll Leverkusener in der anderen. Die Arminen trinken Krombacher, die Bayer-Fans Kölsch (!). „Jeder hat eine Leiche im Keller“ denke ich und freue mich auf das Spiel.

 

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In eigener Sache

In den vergangenen Monaten hat Blog5 bereits an der ein oder anderen Stelle dem DSC Arminia ein klein wenig unter die Arme greifen können / dürfen.  Jetzt gibt es eine (um mal zu übertreiben) neue "Form der Zusammenarbeit": Ich habe ein Praktikum beim DSC begonnen.

Was das für Auswirkungen auf Blog5 haben könnte? Hoffentlich keine. Wenn Zeit ist, schreibe ich weiter. Und Andere schreiben ja auch.

Ich möchte hiermit nur allen Enthüllungsreportern präventiv entgegen wirken. Blog5 ist ein Hobby, DSC ist...  an dieser Stelle fehlen mir die Worte. "Karriere" im Zusammenhang mit Arminia klingt in Anbetracht der letzten Jahre unpassend.

(PS: Chef liest mit und ist leidensfähig. Ein Beweis dafür, dass hier niemand mundtot gemacht werden soll.)

In Vorfreude auf wütende Kommentare (Stichwörter: Ämtertrennung, Unabhängigkeit und warum spielen wir gegen Chemnitz eigentlich nur 0:0 ?!?!) verbleibt mit besten Grüßen,

Tim Santen.

 

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