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Blutgrätsche

LIVE - Derbyticker aus dem Wohnzimmer - LIVE

Schlusspfiff: Wir wissen gar nicht mehr, was wir schreiben sollen. Wir sind einfach nur traurig. Auch Krämer sieht traurig aus, während Dotchev über Zigarren referiert. Beim nächsten mal trainieren wir vorher gar nicht, sprechen auch nicht über das Derby, sondern rauchen eine Woche lang Bong. Viel langsamer als heute geht ja ohnehin nicht. Gute Nacht!

88. Minute:Wow. Druckphase. Klos ringt Schöneberg im Bodenkampf nieder und zieht ab. Leider nur ein Gruß an die verbitterte schwarz-weiß-blaue Kurve.

83. Minute:Da war sie endlich: die 100-Prozentige für den DSC. Ackermann im Fünfer frei vorm Tor. Tatsächlich daneben. "Ist der Linksfuß?" - "Der ist Blutgrätsche."

80. Minute: Hoffentlich bleiben die Arminia-Fans auf den zwei Kilometern zum Bahnhof bei Bewusstsein. Bloß nicht durchdrehen und alte Leute anpöbeln, es könnte Helmut Schmidt sein. Der ist noch in Münster. Bekam heute einen Preis, weil er den Westfälischen Frieden mitverhandelt hat oder so...

77. Minute: Der Kommentator blubbert etwas von kleinen Dingen, die bei der Arminia nicht klappen. Er sagt das während der DSC einen falschen Einwurf macht. Mathis schluchzt leise, wendet sich ab.

71. Minute: Erste Chance für Arminia. Schütz taucht irgendwie im Fünfer auf und grätscht ans Außennetz. Wir denken an die Zukunft und sehen in einem Lagerfeuer aufm Siggi die letzte Bestimmung für den gelben Trikotsatz.

66. Minute:Gelb für Ackermann. Tim sieht ihn seit seiner Einwechslung schon rotgefährdet. Vielleicht war eine langfristige Schwächung des Gegners sein Auftrag. Wir müssen 'Auftrag' sagen. 'Taktische Marschroute' klingt heute absolut deplatziert. "Arm, absolut arm."

63. Minute:Vor dem Spiel war die Arminia für ein Mittagessen im Spexarder Krug in Gütersloh. Gut möglich, dass der Wirt die Apfelschorlen der Abwehrspieler mit "Wässerchen" anstatt mit Wasser aufgefüllt hat. Die sind doch besoffen, die gelben Vögel! (alle sauer hier)

60. Minute: Bischoff schießt eine Ecke nach der anderen. Die Bielefelder Abwehr bettelt um eine Lohnkürzung und der Preußen-Block träumt von der ersten Liga. Wir schicken ihnen in zwei Jahren eine Postkarte.

57. Minute: Hübner ist heute nicht gut drauf. Während seine Mitspieler in der Arminia-Abwehr es ohne Mühe schaffen, sich schnell genug von den Gegenspielern wegzubewegen, um ihre Ruhe zu haben, läuft er beim Versuch zu entkommen leider in Taylor rein. Elfmeter: 4:0 für die Adlerträger.

55. Minute: Soooo: Wir sammeln dann mal Vorschläge für die Umgestaltung Münsters nach dem Spiel: Einer unserer Gäste ist dafür in Richtung Schloss zu ziehen. O-Ton: "Den Aasee kriegt man schlecht kaputt gemacht". Recht hat er.

51. Minute: Wir sind uns sicher, dass der WDR eine Wiederholung aus den 80ern zeigt. 2012 läuft ja auch keiner mehr in gelben Trikots herum...kann uns mal einer eine SMS schreiben, wie hoch die Arminia in Wirklichkeit schon führt?

48. Minute:Langes Ding. Taylor (!). Tor. 0-3. Nie wieder Dart.

46. Minute Taylor (!) auf Nazarov. Der "Mann für Berti Vogts" nimmt ihn direkt und lässt Platins keine Chance.

Immer noch Halbzeit.Carsten Gockel im Interview. Schade, dass man auch so aussehen muss, wenn man so einen Namen trägt.

Halbzeit. Der WDR zeigt Phil "The Power" Taylor in irgendeiner deutschen Kneipe vor der Dart-Scheibe. Der bierbäuchigste Profisportler lallt irgendwas in die Kamera. "Arminia wird´s noch richten", haben wir verstanden und verschweigen eine Namensverwandtschaft mit einem Münsteraner Stümer.

Halbzeitpause Wir nehmen erst einmal einen großen Schluck aus dem Westfalenpokal und essen Naschwerk (Malteser - selbstredend), zur Verfügung gestellt von Tims Mama. Fußball sollte man nur im Stadion oder bei den Eltern schauen (klar).

44. Minute: Kurz vor der Pause noch einen Freistoß für die Blauen. Stefan Salger entscheidet sich dafür die Preußen in der Mauer schwerstmöglich zu verletzen. Nicht fair, aber sinnvoll.

39. Minute: 39 Minuten hat der Schall gebraucht, jetzt hören wir das erste "Arminiaaa". gleichzeitig Freistoß von Bischoff. Gutes Ding - hat er bestimmt in dem einen Spiel für Arsenal gelernt, dass er gemacht hat.

33. Minute: Kommentator Winkler lobt die "Strukturen" bei den Münsteranern, die er für Höheres berufen sieht. Wahrscheinlich haben sie ihn nicht ins Stadion gelassen. Das Mikro hat der WDR auch vor die Preußenkurve gestellt. Gut, dass wenigstens wir unparteisch bloggen. (Nur der DSC!)

30. Minute: Gelbe Karte für Amaury Bischoff wegen Trikotziehens. Das ist schon die zweite Verwarnung für den Preußen, nach der Entscheidung seiner Eltern für diesen Vornamen.

28. Minute: Eine Ecke von Salger bringt nichts ein. Wahrscheinlich hat ihn der Preuße im Rollstuhl irritiert (Megafone sind für Mädchen). Tim ärgert sich trotzdem und maltretiert das Sitzmöbel.

24. Minute: Thorsten Winkler kommentiert ein emotionales Westfalenderby wie einst Uli Potofski Heimspiele von LR Ahlen. Schade drum. Aber warum sich jetzt auch noch darüber aufregen? Weiter 0-1.

18. Minute:Was viele nicht wissen: Schütz besteht seit einem Mofa-Unfall zu 40 Prozent aus Stahl. Nazarov, der aus dem Halbfeld geschickt wurde, prallt im Strafraum auf den Verteidiger und wird in eine andere Umlaufbahn zurück geworfen. Preußen will einen Elfmeter. Die Arminen fordern: Erstmal Schütz wieder ausbeulen. Richtig so!

15. Minute:Benjamin Siegert zieht 20 Meter vor dem Tor nach innen und bricht sich fast den Fuß beim Schlenzer. Das ist Salger anscheinend egal, der sich wie eine Ballerina wegdreht. Auch den Ball kümmert es wenig - der geschmeidig linksoben in den Winkel. 1:0 für die verbotene Stadt.

12. Minute: Ein Freistoß von Salger von der rechten Seite wird wahnsinnig lang. Zu lang. Aber immerhin Ecke. Nebenbei erfahren wir durch ein Schnittbild: Die Preußen haben ihren türkischen Edelfan "ACAB" im Block stehen.

2. Minute: Nazarov schließt einen Vorstoß der Preußen mit einem Schuss in Richtung Berg Fidel ab. Der Ball fliegt auf die einsturzgefährdete Halbkurve des Preußenstadions und dürfte damit für immer verloren sein. Da traut sich nicht einmal der Platzwart hin.

Duell der Choreos endet mit einem langweiligen Unentschieden - Fahnen, bischen Rauch, bischen Farbe - nix Bleibendes. Jetzt aber:
Anstoss.

Vor dem Spiel: Interview mit Stefan Krämer, der sich passend zum Spiel die Dauerwelle hat auffrischen lassen. Im Hintergrund läuft sich die Arminia in den traditionellen IKEA-Trikots warm.
Wir (Mathis Vogel und Tim Santen) sitzen im Blog5-Headquarter und trinken uns das Preußenstadion schön. Alkoholfreies Weizen - wird also nichts.

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Auf zum Mühlenstein!

Morgen steht wieder ein Derby an, von dem alle behaupten es sei ein Derby. Kein Nord-Süd-Derby wie etwa Bayern-HSV und auch kein Großkonzern-Derby wie Hoffenheim-Wolfsburg. Nein, morgen gibt es trotz aller inflationären Verwendung des Begriffes ein richtiges Derby.

Grund genug nachzuschlagen, was "Derby" eigentlich bedeutet und wie dieses Wort entstanden ist.

Wikipedia berichtet:

Der Begriff „Derby“ geht im Zusammenhang von Mannschaftssportarten auf ein mittelalterliches „Sportereignis“ – das „Shrovetide-Fußballspiel“ – in England zurück. (...) Bei dem Spiel des „derby village“ ging es darum, dass die Spieler versuchten, mit einem Ball das gegnerische Tor – einen Mühlenstein – zu berühren. Die Entfernung der Mühlensteine zueinander betrug etwa 3 Meilen.

Wenn wir den Münsteraner Mühlenstein als erste treffen wollen, sollten wir uns noch heute unerkannt auf die Socken machen...

Was im Falle des Misserfolges in Bielefeld passiert, habe ich heute bei "UNSer UWE" gelernt. Radio-Kommentatoren, die Niederlagen gegen Münster kommentieren, müssen zur Strafe Arminia-Präsident werden. Nach all dem Schabernack der letzten Jahre ein hartes Strafmaß. Aber so geschehen beim aktuellen Präsidenten Zillies, der 1989 eine 1:3-Niederlage für den WDR kommentierte.

Wir stellen uns Uli Zwetz als DSC-Chef vor und wünschen uns trotz aller Sympathie dann doch, dass kein Preuße einen Bielefelder Mühlenstein findet.

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Die Väter des Erfolgs flicken den Scherbenhaufen

Im Web kursiert ein Artikel über die Arminia, den es in dieser Form schon über Jahre nicht mehr gegeben haben dürfte.

Unter der noch zurückhaltenden Überschrift: „Nach Scherbenhaufen: Die Vase Arminia nimmt wieder Gestalt an“ versteckt Liga3-online.de eine euphorische, nahezu schmierige Lobeshymne auf den DSC. Ein Weg von der Lachnummer des deutschen Fußballs zu... ja zu was eigentlich?

Liest man den Artikel, könnte man annehmen wir hätten es geschafft und über der Alm scheint nur noch die Sonne. In einer List of Fame ("Väter des Erfolgs") bekommt jeder Akteur seinen Honig um den Mund gestrichen. Stefan Krämer sei der neue „Messias“, Marcus Uhlig mit „eigener Fanpage auf Facebook“ anscheinend auf dem Weg zur Kult-Figur, der begehrte Fabian Klos bereits im heißen Vertragspoker und die ach so treuen Fans seien ach so treu, leidenschaftlich und stünden auch in Krisenzeiten immer hinter dem Verein.

Gegen all das hätte ich natürlich nichts einzuwenden. Und ich bin zur Zeit auch sehr angetan wie sich Arminia entwickelt, aber ich habe eben mal auf die Tabelle geguckt: Es sind erst fünf Spiele absolviert. Genauso wie sich ein Fabian Klos nach seinen guten letzten Wochen noch keine Flausen in den Kopf setzen sollte, könnte sich auch unter uns Fans noch mehr regen. Gegen Aachen waren 12.000 Zuschauer da, gegen Ex-Erstligist KSC nur 8.000 und im Pokal gegen Paderborn sind auch nicht die erwarteten 20.000 erschienen. Stattdessen wurde ein Sonderzug nach Erfurt wegen mangelnder Nachfrage wieder gestrichen.

Die Botschaft, dass Arminia wieder Spiele gewinnt, wird zunächst natürlich auch ungläubig wahrgenommen. Sofern sie überhaupt wahrgenommen wird, denn Arminia ist weiterhin so klamm, dass für Marketing so gut wie kein Geld zur Verfügung steht.

Vielleicht hilft eine eMail an den ASC im Kampf um ein volles Stadion und steigenden Einnahmen weiter. Wie der ASC heute auf Facebook verkündete, wurden ihm nämlich "High Quality-Loskugeln mit Branding für das Auslosen von Spielpaarungen bei Sport-Events" angeboten. Wir könnten uns die Bayern zulosen, oder Dortmund. Oder erst einen schlagbaren Zweitligisten und dann Bayern oder Dortmund.

Über den Messias und Kult-Figuren reden wir dann auf dem Rathaus-Balkon...

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Die Nummer 1 in OWL

Um die Derby-Frotzeleien nach einem tollen Sonntag stilvoll zu vollenden:

Ich habe Uli Zwetz gestern in der Schlussphase kommentieren sehen. Und zwar mit einer Hand am Mikro und der anderen jubelnd zur Faust geballt in der Luft schwingend. Und das bestimmt nicht, weil das hier der Realität entspricht:

 

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Arminia in Offenbach - Eine Stellungnahme von Marcus Uhlig

Sich auf Artikel der BILD-Zeitung zu  berufen, ist riskant. Wegen der schnellen Pointe und meiner ureigenen Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison, habe ich es heute dennoch getan.

Allen BILD- und Blog5-Lesern sei folgende Stellungnahme von Marcus Uhlig entgegengehalten, der ich persönlich auch deutlich mehr Glauben schenke  als den Lettern in der BILD ;-)

Die Stellungnahme von Marcus Uhlig im Wortlaut:

"Hallo zusammen,

ich lege großen Wert auf folgende Richtigstellung: Offensichtlich spielt die Geschichte „Spritis on Tour“ auf einen heute erschienenen Zeitungsbericht an. In diesem wurde kolportiert, dass auf der Rückfahrt aus Offenbach eine ausgelassene Siegesfeier stattgefunden haben soll und in Folge eines Staus auf der Autobahn die Getränke ausgegangen sind. Diese Information ist zu 100% falsch. Fakt ist, dass der Bus noch keine halbe Stunde vom Bieberer Berg entfernt war, als die meisten Spieler bereits eingeschlafen sind. Auf der gesamten Rückfahrt aus Offenbach ist genau das passiert, was eigentlich gerade auch in einer englischen Woche selbstverständlich ist: Nichts! Keine Ausgelassenheit, keine Party und auch keine Partygetränke. Kein Spieler und auch kein Trainer aus unserem Team neigt auch nur im Ansatz dazu, zu glauben, sich in irgendeiner Weise auf dem bisher Erreichten ausruhen zu können. Erreicht haben wir bisher einen besseren Start als in der letzten Saison. Nicht mehr und nicht weniger. Wir wollen uns weiter oben festbeißen und werden alles dafür tun. Natürlich kann auch schon mal gefeiert werden (wird sicherlich auch), aber ganz sicher nicht nach einem Auswärtssieg am vierten Spieltag unter der Woche, wenn drei Tage später der KSC und elf Tage später Paderborn warten. Also: Durchzecht wurde hier gar nichts, nicht einmal ansatzweise.

Beste Grüße,

Marcus Uhlig."

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Arminia in Offenbach - Spritis on Tour?

Gut, gut... Nach einem offensichtlich bescheidenem Auswärtsspiel in Dortmund sind nun zwei Siege mit jeweils drei Toren gelungen. Einer davon sogar nicht bei irgendwem, sondern bei Kickers Offenbach. Vor der Saison war ja von einem gelungenen Saisonstart die Rede, der Funken der Euphorie entfachen sollte, die Mannschaft und Fans dann möglichst lange auf Trab halten mögen. Im Stile des neuen sportlichen Leiters des FC Bayern München muss ich nun allerdings als antizyklischer Mahner auftreten. Dazu benutze ich nun eine Floskel: „Wer glaubt man könne sich auf diesen beiden Siegen erstmal wieder ausruhen, der ist schief gewickelt!“

Aber warum das? Ist das im Sinne des formulierten Saisonziels nicht kontraproduktiv?

Nun, nach einem kurzen Überblick über die Berichterstattungen von heute, schrillten die Alarmglocken: Arminias Kicker standen nach Angaben eines Klatschblattes mit vier Großbuchstaben auf der Rückreise von Offenbach drei Stunden im Stau und begannen das Trinken! So wird es dem Leser jedenfalls durch ein Trainer-Zitat vermittelt: „Die Stimmung war nach dem Dreier total ausgelassen. Schade nur, dass uns irgendwann der Getränke-Sprit ausging.“ Es soll Trainer in Bielefeld gegeben haben, die für sowas noch immer eine Flasche Chardonnay im Taktik-Koffer dabei gehabt haben...

Man darf nach einer offenbar durchzechten Nacht also gespannt sein, wie sich die Truppe morgen um 14 Uhr gegen Karlsruhe präsentiert. Sollte das schief gehen, gebe ich umgehend meine antizyklische Haltung auf und referiere über Champagner-Exzesse unter Drittligaspielern... Ausrufe wie „Scheiß Millionäre“ sind dann schnell bei der Hand. Ich kann nur warnen. Das will doch niemand!

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Liga der Superlative

Sturm-Ass Pascal Testroet hat sich unlängst als Mann großer Gefühle geoutet, als er den Sieg in Offenbach an alter Wirkungsstätte kommentierte mit:

"Es war das emotionalste Spiel meines Lebens!"

Vierter Spieltag der Drittligasaison 2012/13. Knapp 7.000 Zuschauer. Ausgewechselt nach guter Leistung nach 56 Minuten. Schöner Auswärtssieg. 5. Platz. Wem kommt da nicht gleich ein lebenslanger Superlativ in den Sinn!

Das letzte Mal meint man von Diskuswerfer Harting oder Max Morlock oder Rudi Völler solche Sätze gehört zu haben, aber auch in der 3. Liga ist Zeit für hehre Emotionen! Jawohl! Es sind eben die einfachen Dinge, die ganz groß zählen! Oder meinte er das Spiel gegen Saarbrücken?

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Der Eigentorschütz

Wir haben über die dritte Liga und ihre Vorzüge und Langatmigkeiten ja schon häufiger sinniert. Einer ihrer Vorzüge ist, dass den Vereinen nicht genügend Geld für die Rundum-Sorglos-Betreuung ihrer Profis zur Verfügung steht. Auf Medienberater wird wohl jeder Drittligist verzichten. Und auch wenn ich den (natürlich völlig subjektiven) Eindruck gewonnen habe, dass die drittklassigen Kicker im Vergleich zu ihren besser bezahlten Artgenossen diese auch gar nicht nötig haben, schleichen sich dennoch vermeintliche Fauxpas ein, die aalglatten PR-Strategen Magenschmerzen bereiten könnten.

Einer dieser Fälle könnten die Zitate und Einblicke von Tom Schütz sein, die heute in Westfalenblatt und NW zu lesen waren: "Ich weiß gar nicht, ob ich das sagen soll: In voller Montur, mit Trikot und allem drum und dran haben wir die Bayern angefeuert" (NW).

Jetzt will er auch noch seinen Türkei-Urlaub verlegen, um beim CL-Finale dabei zu sein!

Damit nicht genug: »Ich bin von Kleinauf Bayern-Fan, habe viele Spiele dort gemacht und kenne noch die halbe Mannschaft von früher. Ich denke, da darf man schon mal mitfiebern.«“ (WB)

Darf man? OK, er darf. Der Mann ist tatsächlich bei den Bayern groß geworden und muss seinen Freunden Schweini, Thomas, Holger und Co nun zusehen wie sie den Cup gegen die Spielzerstörer von Chelsea London holen werden, während er selbst teilweise vor Amateur-Kulissen spielen muss. Noch dazu sind wir Arminen ja nicht aalglatt, sondern favorisieren Ecken, Kanten und die schonungslose Ehrlichkeit.

Niemand in Bielefeld wird jemals davon ausgegangen sein, dass die Spieler nachts in Arminia-Bettwäsche schlafen oder ihre Hunde aus Arminia-Näpfen schlabbern.

Für ein kleines schmeichelndes Bekenntnis zum DSC sollte dann aber doch noch Platz sein.

Pressegespräche nach Heimsiegen sind dafür doch Steilvorlagen! Die Journalisten spielten mit. Sie sprachen Schütz auf das Babelsberg-Spiel an. Jetzt wird´s kommen, dachte ich. Er wird in etwa so zitiert werden: „Wir wollen unbedingt gewinnen. Wir wollen die Adlerträger aus Telgte noch überholen. Das sind wir unseren tollen Fans schuldig!“

Und so lese ich weiter, voller Vorfreude: „Bei seiner Rückkehr ins Karl-Liebknecht-Stadion, wo Babelsberg im Abstiegskampf morgen (13.30 Uhr) dringend einen Sieg braucht, habe der DSC laut Schütz nichts zu verschenken.“ (WB)

Jetzt! Vorhang auf für das Bekenntnis! Aber denkste!

Schütz bleibt eisern unromantisch: „Für uns geht es ja auch noch um die Prämien. Und die möchten wir gern einsammeln, bevor es in den Urlaub geht.“ (WB)

Grmpfl !!!

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Scheiß Auswärtssieg!

Es tut mir ja außerordentlich leid, den zahllosen schwarz-weiß-blauen Freundentaumlern ob des 1:0-Siegs im Gasometer in die Suppe spucken zu müssen - aber wie so viele Medaillen, hat auch der gestrige Befreiungsschlag eine sehr, sehr dunkle zweite Seite.

Ich traue mich kaum, es niederzuschreiben, zittern meine Finger doch so heftig:

Arminia sorgt für den Klassenhalt von Prxxßxx Mxxstxx

Angenehme Tage beim SC Prxxßx Mxnstxx: Nachdem der Aufsteiger aus den letzten sechs Spielen zwölf Punkte holen konnte, ist der Klassenerhalt für die Westfalen nun sicher. Begünstigt wurde diese Tatsache durch den Rivalen aus Bielefeld: da die Arminia am heutigen Sonntag gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 1:0 gewonnen hat, kann der SCP nun nicht mehr auf einen der noch zu vergebenen Abstiegsplätze abrutschen. Die Prxxßxx liegen derzeit neun Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Da sich in den kommenden Wochen die direkten Abstiegskonkurrenten noch gegenseitig die Punkte wegnehmen werden (unter anderem Darmstadt gegen Babelsberg, Bielefeld gegen Jena, Wiesbaden gegen Oberhausen, Jena gegen Wiesbaden, Wiesbaden gegen Babelsberg) ist der Klassenerhalt bereits jetzt unter Dach und Fach.

(Quelle: liga3-online.de)

Diese alptraumhafte Schlagzeile des Teufels vor meinem Auge, höre ich, wie in meiner Brust ein zweites Herz zu pulsieren beginnt und diabolisch flüstert: "Ach, hätten wir doch gestern bloooß nicht gewonnen!".

Ich würge es ab - und genieße noch einmal das schöne Siegestaumel-Video mit Stefan Krämer ("DAFÜR machen wir das - jeden Tach!").

Irgendwann werden wir für diese uns're selbstlos-gute Tat Wiedergutmachung verlangen von den Telgter Tölpeln. Irgendwann, eines fernen Tages.

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Wasdalos?

In aller Kürze, weil es mir auf den Fingern brennt:

"Arminias Trainer Krämer spürt erstmals Gegenwind", titelte die NW unter der Woche. Grund für diese Überschrift sei der "Gegenwind der Fans in diversen Foren". Diverse Foren wie dsc4ever oder vor allem der geliebte Kommentarbereich unter den NW-Artikeln scheinen Evidenz genug zu sein, um derartige Thesen zu formulieren.

Ich kann nur davor warnen aus Kommentarbereichen ein breites Meinungsbild zu konstruieren.

Möglicherweise mag es wieder häufiger kritischere Stimme geben, aber nachdem man Krämer im Dezember beinahe schon einen Thron gebaut hatte, wird man ihn nach einer Niederlage in acht Spielen jetzt doch nicht einfach so fallen lassen. Schließlich gehen Arminia-Fans doch mit dem Abstiegskampf gelassen um.

Oder etwa nicht?

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