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Blutgrätsche

Denn sie wissen nicht, was sie tun...

"Harren wir einfach der Dinge, die da kommen...", schrieb ich vor zwei Wochen zum Thema Machtkampf beim MSV Duisburg.

Duisburger Journalisten hatten zu der Zeit festgestellt, dass der MSV ein "Spielball persönlicher Interessen und Eitelkeiten geworden ist" und ein unübersichtliches Machtgeflecht existiere.

Meine und unsere Vorahnung, welches Rumpelstilzchen für die Grabenkämpfe verantwortlich sein konnte, hätte schon eher ein Licht in die Duisburger Dunkelheit bringen können.

Die "Rheinische Post" hat zwei weitere Wochen gebraucht, um seine Leser mit der Überschrift "Schon einen Sieger im Machtkampf gefunden" zu überraschen.

Im Artikel heißt es, dass Geschäftsführer Kentsch mit "Form und Stil" eine "Weihnachtsbotschaft mit Symbolkraft" an das anwesende Medienvolk richtete während der "Vorsitzende des Vereins, Dieter Steffen, nur in einer der hinten Reihen saß und zuhörte".

Die "Rheinische Post" zieht daher ihr Fazit:

"Es scheint jetzt so, als habe der Matchkampf beim MSV schon einen Sieger gefunden. Das Sprichwort von den Zweien, die sich streiten, und dem Dritten, der lacht, bestätigte sich am Freitagabend erneut."

 

Nun ist Arminias Absturz in die dritte Liga nicht gänzlich dem Regime Kentsch zuzuschreiben, aber der Ursprung einer Kettenreaktion von Fehlleistungen liegt dennoch genau dort. Eine machtgetriebene One-Man-Show des Herrn Kentsch, der sich - wie jetzt in Duisburg - seine Kritiker vom Halse schaffen konnte, ließ Arminia beinahe zugrunde gehen.

In Bielefeld gibt es Menschen, die durch diese rücksichtslose Show viele Kunden oder sogar ihren Arbeitsplatz verloren haben. Es wird sie freuen, dass der Kapitän schon nach kurzer Zeit wieder erhaben im Fahrtwind steht...

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Neues aus der Rubrik "Wenn Roland nicht wär´..."

...hätten wir bald gar nix mehr zu lachen:

Seit März 2010, also keine zwei Jahre, ist der gute Herr Kentsch nun beim MSV Duisburg Geschäftsführer und heute lesen wir unter der Überschrift "MSV Duisburg wirkt wie von allen guten Geistern verlassen":

"Der MSV Duisburg ist Spielball persönlicher Interessen und Eitelkeiten geworden. Wobei es für Außenstehende kaum noch möglich ist, Ursache und Wirkung auseinander zu halten."

(Quelle: Der Westen)

Es amüsiert mich ohne die näheren Umstände in Duisburg in irgendeiner Weise zu kennen. Harren wir einfach der Dinge, die da kommen...

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Warum man den Jena-Schiri trotzdem kritisieren darf....

Die Aufregung in Jena war groß! Alles, was bei den Arminen die Berechtigung hatte sich im Stadioninnenraum aufzuhalten, rannte nach Spielende wutentbrannt gen Referee Bastian Dankert. Warum? Aus aufgestautem Frust, Ärger über die eigene Niederlage und Wut.

Sich animalisch ausbrüllen und einen Sünder finden – menschlich.

Nahezu zeitgleich macht die Nachricht die Runde, dass Babak Rafati in einer Blutlache liegend in einem Kölner Hotel gefunden wurde und dem Selbsttod nur knapp entkam. Schock, Entsetzen, Spielabsage und Anteilnahme folgten– menschlich.

In dieser wohl einmaligen Situation ist es nachvollziehbar, dass sich ein DFB-Präsident für eine Stellungnahme zur Verfügung stellt. Eine Stellungnahme im direkten Anschluss an die Vorgänge sollte sich dann jedoch auch auf die aktuellen Umstände, Ausdrücke des Bedauerns und die Aufarbeitung der Spielabsage beschränken und nicht genutzt werden, um vogelwild zu spekulieren. Theo Zwanziger, dessen Stellungnahmen schon im FIFA-Skandal abenteuerlich waren („Man muss wissen, wie die FIFA funktioniert. Das ist eben so.“); Theo Zwanziger,der vor Blatter und seinen Kumpanen also nie in der Lage war Rückgrat zu zeigen, nutzte am Samstag diese öffentlichkeitswirksame Situation wie schon nach dem Enke-Tod wieder einmal für sein Gesicht.

Mit staatstragender Miene sinnierte er über den hohen Druck im Leistungssport und dass man diesbezüglich nicht die richtige Balance finden würde, ohne überhaupt Kenntnis davon zu haben, was Rafati beinahe in den Tod getrieben hatte. Zwanzigers Menschlichkeitsschelte – Part II.

Eine Schelte mit Signalwirkung. Allerorts lassen Trainer durchblicken, sie wollen ihr Verhalten überdenken. Allerorts bemüht man sich mildere Töne zu finden. Auch bei Arminia. Der absolut verständlichen Elfmeter-Aufregung folgt ein weiches Statement am Tag danach:

„Mit einem Tag Abstand und unter Einbeziehung der Eindrücke rund um den tragischen Suizid-Versuch von Babak Rafati möchten wir von unserer Seite aus allerdings jede weitere öffentliche Diskussion über die Entscheidungen in Jena beenden.“

(Quelle: DSC)

Ist das angebrachte political correctness oder ein Gewissensbiss? Sollte es trotz aller Vorkommnisse und Umstände, die kein Außenstehender (auch nicht Herr Zwanziger!) genauer einschätzen kann, nicht weiterhin möglich sein in einem respektvolleren Umgangston Schiedsrichterleistungen angemessen zu kritisieren?

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Sagt allen "Prügelt euch nicht"....

Ungewöhnliche Woche, findet ihr nicht?

Auf Glasflaschenverbot in ganzen Landstrichen folgen Ankündigungen großer Ausweichmanöver per Kleinbulli und Bier-Hänger.

Auf Pyro- und Prügelphobie folgen Großkonferenzen zwischen Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Vertretern der Fanprojekte, Polizeibeamten beider Städte, Ordnungsdienst, Bundespolizei, Landespolizei, der Ordnungsdienst der Stadt Münster, Feuerwehr... (was für eine Aufzählung!)

Auf Ultra-Fanbrief folgt Willkommensgruß der Polizei Münster.

Dazu jede Menge Kriegsrhetorik, selbst in Statistiken...

"Bei 16 Aufeinandertreffen konnten sich die Preußen erst dreimal über einen Sieg freuen, fünfmal trennten sich die Mannschaften unentschieden und achtmal ließ die Macht aus dem Teutoburger Wald in Münster nur Schutt und Trümmer zurück."

(Quelle: dasWettangebot)

… oder in Ratschlägen zum richtigen Umgang mit den eigenen Fanartikeln:

„Generell gilt: Eure Utensilien sind Bielefelder Utensilien und gehören nicht in des Feindes Hand.“

 

Der „Feind“ darf meinen Schal sehen, nur spüren, darf er ihn nicht! Jawohl!

Ist es bei aller Vorfreude nicht angebracht die Situation um eine Portion Dramatik zu entschlacken und sich vielleicht am Samstag ausschließlich die folgende Marschroute der Lokal Crew zu Herzen zu nehmen ?

 

"Es gilt die Jungs nach vorn zu peitschen. Beim für uns alle wichtigsten Spiel muss auch der beste Support her. Das bedeutet die Betonung jeder Menge Antipathien für die Gegenseite, wir wollen aber unbedingt unser Team siegen sehen und sollten die Unterstützung nicht vernachlässigen!"

 

Die Betonung von Antipathie, wird in meinem Fall auch eine Betonung bleiben und ich hoffe, dass viele der Anwesenden im Stadion das genauso handhaben werden. Aus meiner Sicht durfte Arminia sich lange Zeit und in jeder Lage besonders seiner Fans rühmen. Wenig Gewalt, viel kreativer Support! Lokal Crew und Co haben einiges für die Stimmung im Stadion sowie für das Bielefelder Fan-Image getan und ich bin mir sicher, dass man sich das am Samstag nicht nehmen lassen wird, zumal viele – darunter auch ich – den Ursprung der Rivalität allenfalls aus Erzählungen kennen.

Rivalitäten entstehen ja eh oft dann, wenn sich zwei Vereine besonders ähneln und nach Alleinstellungsmerkmalen suchen. Davon kann zwischen Prxn und Arminia jawohl keine Rede sein. Es dürfte direkt beim Anblick des Stadions deutlich werden, wer vor wenigen Jahren Bundesliga gespielt hat und wer zur gleichen Zeit in der Oberliga herumgekrochen ist. Nach Anpfiff wird dann hoffentlich auch deutlich, dass beide Seiten den Weg, der sie zu diesem Derby geführt hat, wieder rückwärts antreten werden.

Eigentlich hat uns Münster also gar nicht zu interessieren. Wir „ziehen das Ding“ (Fabian Klos), feiern ein wenig und fahren nach Hause! Is´ja nur Fußball...

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Klos im Hals

Nach dem ein oder anderen Nörgel-Beitrag in den letzten Wochen, sehe ich mich heute geradezu in der Pflicht mal "Danke" zu sagen.
Danke für den lang ersehnten zweiten Sieg in Folge.

Danke vor allem auch für die Art und Weise wie der Dreier eingefahren wurde.

Die "Jungs" - über die jetzt wieder als "unsere Jungs" gesprochen wird - haben sich diesen Erfolg so dermaßen verdient, dass man sich einfach fragen muss was in den 11 Spielen zuvor unter von Ahlen alles falsch gelaufen ist...

Lässt man Spieltempo und spielerische Fertigkeiten mal unbeachtet, war es ein Sieg, den man so auch in guten Erstligazeiten selten gesehen hat. Ein absolut leidenschaftlicher Auftritt, der ganz große Werbung für den DSC war. Die Hachinger wussten wohl in der 2. Hälfte genauso wenig wie die Zuschauer , was ihnen geschieht. Neuestes Arminia-Zauberwort: "Hoch verteidigen." Wie die Feuerwehr rannten die Blauen an, kesselten die Hachinger schon um ihren eigenen 16er ein und zwangen sie zu Fehlern. Größte Sorge war einzig, dass der Kräfteverschleiß zu groß sein könnte, um gegen Ende das Ding noch zu entscheiden. Aber auch hier: konditionelle Mängel absolut nicht zu erkennen.

Purer Wille und Entschlossenheit wurden belohnt. Dieser Auftritt hat Bock gemacht.

Trainer machen es ja nur sehr selten und wenn sie es machen, klingt es eher wie eine Schutzmaßnahme denn als ehrliches Lob, aber einen Mann muss man einfach hervorheben: Fabian Klos. Nicht nur des Tores wegen, sondern vor Allem für eine wahnsinnige Laufleistung und großem Einsatz. Vorne gefährlich, immer in Bewegung, anspielbereit und gefühlt zur gleichen Zeit als Ausputzer am eigenen Strafraum.

Im Namen wohl Aller, die gestern da waren: Danke, wir kommen wieder!

Das musste gesagt werden...

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EILMELDUNG: Schwarz-weiß-blaue Trainersuche beendet!

Hamburg / Bielefeld. Die befreundeten Traditionsklubs Hamburger SV und Arminia Bielefeld haben ihre zeitgleich verlaufende Trainersuche nun auch zeitgleich beendet. Nachdem beide Vereine jeweils als Tabellenletzter ihre Trainer Oenning (HSV) und von Ahlen (DSC) frühzeitig in der Saison entließen, scheint nun eine längerfristige Lösung in beiden Klubs gefunden worden zu sein.

Der Hamburger SV präsentierte nach mehrwöchiger Beratung eine nun doch völlig unerwartete Lösung: Der bisherige Sportdirektor Frank Arnesen wird nun zum Sportdirektor und Trainer in Personalunion. Eine Nachverpflichtung des Baseler Trainers Thorsten Fink  zum Saisonende scheint jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen.

Um die Parallelitäten grandios zu vollenden, präsentierte Arminia Bielefeld zeitgleich eine Lösung des - genau- gleichen Modells. Pressesprecher, Teammanger und Interims-Geschäftsführer Marcus Uhlig ist neuer Trainer bei den Arminen!

DSC-Präsident Zillies: „Wir freuen uns, dass sich Marcus Uhlig in dieser schwierigen Situation auch für dieses Amt zur Verfügung stellt. Wir wollen mit dieser Lösung ein klares Signal für einen Neuanfang setzen und werden Marcus Uhlig bei der Umsetzung seiner  strategischen Ausrichtung nicht im Wege stehen. Marcus Uhlig wird einen Trainervertrag bis Saisonende erhalten und sich anschließend wieder ausschließlich seinen  bisherigen Tätigkeiten als Pressesprecher, Teammanager und langfristiger Interims-Geschäftsführer widmen."

Der HSV reist am Sonntag zum SC Freiburg, tags zuvor duelliert sich Arminia Bielefeld gegen Kickers Offenbach.

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Schweigepause

Nachdem besonders auf den Kommentarseiten der NW völlig zu Recht kritisiert wurde, dass Arminia in dieser erneut sehr prekären Lage eine ziemlich beunruhigende Sprachlosigkeit an den Tag legt, ist der DSC nun bemüht entgegenzusteuern.

Über die NW meldet sich Marcus Uhlig:

"Wir bitten die Fans um Geduld. Wir sind aber nicht tatenlos, wir müssen die Situation nur genau analysieren. Das ist für viele ein unbefriedigender Zustand, doch wir dürfen uns keinen weiteren Fehlgriff erlauben. Der nächste Schuss muss sitzen."

Interpretation: Es soll offensichtlich einen neuen Trainer geben.

 

Auf der Arminia-Homepage meldet sich das Präsidium mit relativ unübersichtlichen Sätzen, deren Inhalt ich einfach versuche richtig zu interpretieren.

Die Trainerfrage und die Bemühungen um Neuzugänge ist völlig überraschend eine Frage des Geldes:

„Eigene Spielräume sind kaum gegeben. Gleichzeitig ist der DSC Arminia auf das außerordentliche Wohlwollen und die Geduld seiner Vertragspartner und Sponsoren angewiesen.“

Angst machen kann der erste Absatz der Stellungnahme, der die vergangene Saison in Erinnerung ruft, in der „mit großem externen finanziellem Engagement ein kompletter personeller Neustart des DSC Arminia zur sportlichen und finanziellen Stabilisierung unternommen“ wurde und durch den dennoch ein „zusätzlicher Finanzbedarf“ entstand.

 

Weiter geht’s hier mit:

„Die aktuellen Zielsetzungen werden durch die Notwendigkeit bestimmt, den erhöhten Finanzbedarf für die laufende Saison zu decken und gleichzeitig mindestens den Klassenerhalt zu erreichen. Außerdem gilt es, einen realistischen Geschäftsplan für 2012/2013 vorzubereiten.“

Interpretation: Der aktuelle Etat reicht offensichtlich auch ohne Trainerentlassung und Neuverpflichtungen erneut nicht aus, da natürlich wieder mal deutlich weniger Zuschauer im Stadion sind als angenommen.

"Wir bitten somit um Verständnis, dass wir eine Diskussion zu aktuellen Positionen und den Anstrengungen oder zum allgemeinen Projektstand nicht in der Öffentlichkeit austragen."

Das ist eine Arbeitsweise, an die man sich beim DSC erstmal gewöhnen muss, die man aber eigentlich nur begrüßen kann.

Alles zusammengefasst, sehe ich die wenigen Aktivitäten trotz akuter Notsituation nun darin begründet, dass hinter den Kulissen gerungen wird, ob man der Arminia den Genickschuss gibt oder aber sie doch noch einmal vom Sterbebett zur Intensivstation umbettet.

Einiges davon hätte man sich sparen können, wenn man sich frühzeitig trotz aller Schuldenberge rund um´s Stadion in Erinnerung gerufen hätte, dass es sich bei Arminia Bielefeld um einen Sportverein handelt, dessen Einnahmensituation hauptsächlich an den sportlichen Erfolg gebunden ist.

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Kein Applaus für Scheiße!

Wer Stimmen zum Spiel gehört hat, wer Reaktionen der Zuschauer nach dem Spiel wahrgenommen hat, der könnte schnell auf den Gedanken kommen, Arminia habe wieder nur unglücklich verloren.

Stop! Dem war nicht so. Eigentlich war nämlich alles so wie immer.

Weil Arminia es in keinem Spiel zu Stande bekommt 90 Minuten ohne groben Abwehrschnitzer auszukommen, geht der Gegner immer irgendwann in Führung.

Weil bei Arminia einfach niemand "schießen" kann und Arminia damit immer noch seit dem ersten Spieltag zu Hause kein einziges Tor mehr geschossen hat, reicht dem Gegner immer ein Tor zum Sieg.

Weil auf dem Platz niemand zu sehen ist, der gallig ist und wild entschlossen wirkt mal den Bock umzustoßen, reicht dem Gegner jeweils eine durchschnittliche Leistung für drei Punkte.

Weil – wie die Beispiele Schönfeld und Agyemang nach ihrer Auswechslung mit plötzlich engagiertem Rumpelstilzchentanz belegen – immer nur außerhalb des Platzes große Reden geschwungen werden, hat Arminia nach 11 Spielen immer noch keinen Sieg geholt.

Diejenigen, die dafür noch klatschen, möchte ich fragen, ob sie in scheinbarer Einheit mit der Mannschaft jegliche Ansprüche verloren haben und froh sind alle zwei Wochen in einem Bundesligastadion zu Gast zu sein.

Entweder hier ergibt sich ein Verein seinem Schicksal oder Frank Elstner springt morgen aus einer Ecke hervor und lädt uns alle zu „Verstehen Sie Spaß?“ ein.

 

Nachtrag: Mit Nils-Ole Book bei Wehen und Nico Frommer bei Heidenheim haben übrigens jeweils zuvor arbeitslose Nachverpflichtungen den Siegtreffer  auf der Alm erzielt.
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DSC-Profis überraschen Arminis

(So gestern eine Überschrift auf der Arminia-HP, die man gut und gerne auch folgendermaßen ergänzen könnte:)

In einem kurzfristig angesetzten Trainingsspiel kamen Arminias Profis zu einem klaren 11:0-Erfolg gegen die vereinseigenen Arminis. Damit setzten die Profis zumindest ihre Glückssträhne in Testspielen fort und bleiben abseits von Pflichtspielen weiter unbesiegt.

Die 30 Trainingskiebitze an der Friedrich-Hagemann-Straße staunten nicht schlecht als bereits nach 40 Sekunden eine verunglückte Rzatkowski-Flanke in Richtung Arminis-Tor segelte. Torhüter Timmy (9) strecke seine 150cm-Körperlänge vergebens – der Ball schlug für ihn unhaltbar im Toreck ein. Die Arminis wurden überrascht und kalt erwischt.

Beflügelt von diesem Blitztreffer schienen sich die Profis nun den Ligafrust von der Seele zu spielen. Die Offensivbemühungen wurden von Minute zu Minute mutiger, auch der Torlos-Verteidiger Schuler setzte Akzente im Spiel nach vorne. Besonders beeindruckend war sein 70 Meter-Sololauf in der 14. Minute: Aussichtslos verfolgend, versuchte ein Rattenschwanz kleiner Knirpse sich an Schulers Fersen zu heften. Erst ein beherzter Einsatz des leicht übergewichtigen Sören (11), der sich zwischen die Beine Schulers warf, verhinderte wohl das Tor des Jahres. Der anschließende Freistoß des Testspielers Heithölter hätte daraufhin fast für einen Spielabbruch gesorgt. Heithölters wuchtiger Linksschuss blieb in der 8 Kinder starken Mauer der Arminis hängen, die dem Aufprall des Balles nicht Stand halten konnte und gänzlich zu Boden ging. Den Nachschuss brachte Eric Agyemang aus dem nun völlig verwaisten Strafraum sicher im Tor unter.

Aufgebrachte Eltern vom Spielfeldrand unterstellten Heithölter Absicht, schließlich bringe es der größte Spieler im Kader der Arminis auf gerade einmal 160cm. Es dauerte ein paar Minuten bis sich die Gemüter beruhigten und der letzte Armini wieder aufrecht gehen konnte, ehe es weiter ging. Doch die Unterbrechung änderte nichts an den Kräfteverhältnissen auf dem Platz. Besonders in den Zweikämpfen war ein Klassenunterschied unübersehbar.

Erneut Rzatkowski mit einem Kopfball aus dem Stand sowie Patrick Schönfeld und Tom Schütz mit jeweils einem Doppelpack schraubten das Halbzeitergebnis noch auf 7:0 in die Höhe.

Lasse, der 10-jährige Hoffnungsträger im Sturm der Arminis, wurde vom mittlerweile bundesweit bekannten Rauhbein Thomas Hübener derart eingeschüchtert, das ihm keine Aktion gelingen wollte. Trainer Lohmann reagierte in der Pause und versuchte die Unbekümmertheit der kleinen Sina (8) für den zunehmend verängstigten Lasse in die Waagschale zu werfen. Außer einem Distanzschuss, der etwa zwei Meter vor Patrick Platins zum Liegen kam, blieben die Arminis aber auch in der zweiten Hälfte chancenlos.

Interimstrainer Stefan Krämer wechselte jetzt fleißig durch, so dass der Spielfluß etwas verloren ging. Allein Onel Hernandez, dessen Antritte für die Arminis in keinster Weise zu verteidigen waren, hätte mit starken Einzelleistungen das Ergebnis noch um eine Turmlänge ausbauen können. Auch angesichts der zunehmenden Lustlosigkeit des Gegners beschränkten sich die Profis nach den Toren von Appiah, Demme und zwei Mal Hernandez jedoch darauf den sicheren Vorsprung zu verwalten.

Besonders bitter für die Arminis: Noch nach Spielschluss verletzte sich Kapitän Petrick (9) am Sprunggelenk, als er im getauschten Torwarttrikot von Keeper Platins auf selbiges trat und umknickte. Er droht für das Herbstfest der Arminis auszufallen.

Nach dem Spiel zeigte sich Stefan Krämer zufrieden mit der Leistung seiner Elf: „Wichtig ist mir einfach, dass die Jungs den Spaß am Spiel zurückgewinnen. Deshalb auch heute dieses Testspiel. Ich freue mich, dass wir so viele Tore erzielt haben. Das gibt Mut und Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.“

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Halbzeitbemerkungen

Eigentlich versuche ich nach jedem Arminia-Spiel, also nach jeder neuen Enttäuschung, meine Wut nicht hier im Blog auszulassen, sondern dann eher gar nichts zu schreiben.

Heute mache ich eine Ausnahme ohne im Stadion zu sein.

0-2 zur Pause. Erneut in Unterzahl. Es reicht! Endgültig! Mir ist völlig egal wie das entstanden ist. Aber das hat keiner mehr verdient! Ende! Wofür wurden die spielfreien Wochen eigentlich genutzt? Offensivverbesserungen? Haben wir eigentlich Stürmer?

Arminia hat seit dem Tor von Rahn gegen Stuttgart 2, vor noch knapp 11.000 Zuschauer am ersten Spieltag, zu Hause nicht mehr getroffen.(Deshalb bin ich mir auch ziemlich sicher, dass dieser Beitrag auch nach Spielende noch Gültigkeit hat.) Wer soll sich das noch antun?

Warum vergraulen wir Leute wie Odonkor? Weil wirs können? Wurde Rübe Kauf mundtot gemacht? Wo sind Persönlichkeiten? Welchen Namen sollen sich die Arminis auf ihr Trikot flocken?

Ist Thomas Helmer als "sportliche Kompetenz" mittlerweile mal im Stadion gewesen?

ENDE!!! Schluss, Aus!!! Sorry für den Wut-Beitrag. Es stinkt aber nur noch zum Himmel - und das seit drei Jahren.

Auf Radio Bielefeld spielen sie "Mad World".

 

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