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Blutgrätsche

"Ralf Schnitzmeier sagte mir, ich könne froh sein, wenn ich hier kostenlos hospitieren dürfe."

Zitat von Rüdiger Kauf, gefunden in der Sport Bild vom gestrigen Mittwoch.

Auch wenn nun wirklich wenig Geld da ist, so scheint es doch Kräfte im Verein zu geben oder gegeben zu haben, die von Rübe nicht viel hören wollen. Ein weiterer Beitrag von Johnny Dresden erscheint angebracht. Nach Typen wie Matze Hain, Petr Gabriel, Radim Kucera und auch Jörg Böhme, darf nicht auch noch Rübe vergessen werden, wo eh nur noch wenig Identifizierungsangebote seitens Arminia geschaffen werden.

Ein weiteres O-Tönchen zum Wutaufstauen kommt von R.K., bekannt als Gallionsfigur der Osttribüne:

"Aufgrund des Lärmschutzes und um wettbewerbsfähig zu bleiben, war die Tribüne notwendig - und sie war durchfinanziert. Die Leute, die nach mir nachfolgten, waren nicht in der Lage, die Besonderheiten des Fußballgeschäfts zu bewältigen."

(SportBILD)

Ahja. Rolands Wege zur BILD waren schon immer recht kurz.

Lichtblick: Mit Hermann Richter haben wir einen Borussen zum Arminen bekehrt. Allein weil wir ihn für uns ehrenamtlich arbeiten lassen. Zu hören ist das im NW-Videointerview, indem BWL-Professor Richter außerdem erklärt, er habe sich vor seiner Kandidatur in Blogs über die Stimmungslage bei Arminia informiert.

Darum an dieser Stelle: Beste Grüße und eine erfolgreiche Amtszeit.

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Zur Abwechslung mal wieder Sport: Burmeister so: "Bääm" und der VfLer so: "Aua!"

Ähnlich wie die Führungsriege hat auch die Mannschaft im Moment ein erhebliches Disziplindefizit. Vier Platzverweise in drei Spielen hat man selbst bei Arminia noch nicht gesehen; stellte man doch einst zu Bundesligazeiten einmal den Rekord für "Mit- 11-Mann-beendete Spiele am Stück" auf. (Für den Fairplaypokal hat es bekanntlich dennoch nicht gereicht.) Jetzt waren es in zwei aufeinanderfolgenden Auswärtspartien jeweils 9 Spieler, die den Platz wieder verließen. In Zukunft könnte man hier Reisekosten einsparen und gleich mit 9 Mann beginnen - die passen noch bequem in Ahlens und Arabis Privatwagen. Auch wäre zu überlegen gar nicht anzutreten, was eine o:3-Wertung nach sich ziehen würden, wenn ich recht informiert bin, ABER die Spielsperren blieben aus und das Torverhältnis wäre nicht so stark belastet.

Man wird den Eindruck nicht los, dass sich die Spieler in den letzten Spielen beim GF Finanzen noch ein paar Tips geholt haben, was man mit widerspenstigen Gegner macht, wo es am meisten wehtut, wie man sich selbst im größten Trubel noch anständig Gehör verschafft und wie man der übergeordneten Kontrollinstanz (Staatsmacht/Schiedsrichter) mal ordentlich die Meinung sagt. Die Lernbereitschaft der Mannschaft scheint also  eindeutig gegeben.

Arminia spielt gerade in Sandhausen, wahrscheinlich nur noch zu acht. Ich weiß es nicht, denn ich mache einfach mal Pause und gucke es mir schlicht nicht mehr an.

 

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Und "Schnitzel" so: Bäääm! Und er (sie?) dann so: Aua!

Ich revidiere meine Aussage aus einem vorherigen Beitrag: Endlich wurde das Sportliche wieder aus dem Vordergrund verdrängt! Mit Siegen ist ja schließlich auch diese Saison nix (was es nebenbei auch immer schwerer macht locker, flockig über die "Pleiten,Pech und Pannen-Arminia" zu bloggen).

Diesmal stellt sich Herr Schnitzmeier uneigennützig vor die Mannschaft und lässt sich einen Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen wegen Körperverletzung, Betruges und Beleidigung aufhalsen.

"Nach eigener Darstellung war Schnitzmeier am 21. Dezember 2010 nach dem Pokalspiel des FC Augsburg gegen Schalke 04 in einer Augsburger Lokalität zusammen mit seinem Bruder "in ein Handgemenge geraten". Man habe das Lokal dann "vor Begleichung der Rechnung" in "alkoholisiertem Zustand" verlassen." (Quelle: NW)

Völlig überladen von irgendwelchen Querelen und immer noch abgestumpft von all dem Gezeter, ersuchte ich freundschaftlichen Rat wie man das nun wieder einzuordnen habe.

Die kurze Antwort: "Unter Arminia."

Jou, dachte ich. Das trifft´s. Schönen Tag allerseits.

 

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Aus dem Hintergrund müsste Stein schiessen...

Stein schießt....und....

Chaos!Chaos!Chaos!Chaos!

Beinahe hätte das Sportliche bei der Arminia wieder im Vordergrund gestanden. Noch gerade "in time" haben es die Räte und Präsidien oder Fast-Präsidien wieder auf die Agenda gebracht.

Aus dem Hintergrund schießt Stein, und zwar mit der Antrittsforderung Herrn Schnitzmeier zu entlassen. Man wird müde darauf im Detail einzugehen. Auch das im Westfalenblatt wieder von einer anstehenden Insolvenz noch in diesem Jahr die Rede ist, entlockt einem ja nur noch ein träges Schmunzeln. Sämtliche Horrorszenarien und Horrormeldungen perlen nach den letzten Jahren irgendwie nur noch so am dicken Fan-Fell ab.

Die Zeitungsberichte verdeutlichen eh nur eines: Chaos, Intrigen – alles wie gehabt. Stumpf!

Irsinnig genug schon, dass alle Räte rund um Arminia so viel Personal zur Verfügung haben, dass sie inklusive Verletzungspech locker durch eine Altliga-Saison marschieren könnten.Die totale Konfusion!

Wem soll man trauen?

Ist Uli Stein tatsächlich so naiv zu glauben er könne aus dem Off über Personalien entscheiden oder steckt mehr dahinter? Ist Schnitzmeier bei den Sponsoren in Ungnade gefallen oder möchte Uli Stein seinen bis vor Kurzem noch unsicheren Finanzfachmann mit einem lukrativeren Posten locken?

Was spielt der nebulöse Herr Geilhaupt für eine Rolle? Was veranlasst den Rest vom übermächtigen Verwaltungsrat trotz der prekären Lage für eine Ablösung des Geschäftsführer zu votieren? Wie kommt das in die Presse? Sind da die Gräben durch die Veröffentlichungen nicht eh schon zu tief gegraben?

Gut, dass Stumpf Trumpf ist.

Ich will das alles gar nicht mehr wissen. Wozu auch? Ganz ohnmächtig möchte ich den "verantwortlichen Verantwortlichen" (Zitat Hippo) nur eines zurufen:

Es geht um keine mit ein paar wenigen „Stars“ bestückten Altherrentruppe, es darf nicht um „Macht“ und Einfluss über einen Drittligisten gehen – es geht einzig und allein um die Rettung von Arminia Bielefeld.

Und da sollten endlich alle mit offenen Karten spielen. Die Wirtschaft, die Banken, die ganzen Räte, Herr Schnitzmeier, Uli Stein – mit offenem Visier, zu Gunsten des Clubs. So schwer dürfte das dank Maulwurf doch eh nicht mehr fallen!

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Aus dem Hintergrund müsste Rahn schiessen...

Ich will gar nicht wissen, wie oft uns diese Fußballfloskel diese Saison begegnen wird. Heute traf sie jedenfalls schon bestens zu – der Johannes machte den Helmut und versenkte sicher.

Mehr Helmüte hat es heute leider nicht gegeben. Jeder noch so starke Spielzug, jede noch so große Chance hielt einem bitterböse vor Augen, dass der Fußballgott seit mindestens 2 Jahren kein Armine mehr ist.

Und so hat auch die „Täglich grüßt das Murmeltier“- Phrase ihre Gültigkeit: der Heimweg wird auch diese Saison erstmal mit gesenktem Kopf angetreten (sofern kein Support Hat aus dem letzten Jahr mehr vorhanden).

Man könnte den Frust-Gedanken weiter freien Lauf lassen und nun darauf verweisen, dass in den nächsten 5 Spielen drei Auswärtsspiele und die beiden zu Topfavoriten gekürten Teams aus Osnabrück und Wehen oder Wiesbaden auf uns warten und das ganze eine sich ähnelnde Negativdynamik wie in in der letzten Saison annehmen könnte... man könnte..man könnte aber auch einer SMS von einem sich selbst als Pessimist bezeichnenden und doch wahrem "Kenner der Szene" vertrauen, die mich nach Abpiff erreichte:

 

„Der deutsche Meister ist letzte Saison auch mit einem 1:2 gestartet!“

 

Meister muss ja nicht, aber oben dran bleiben..das wär trotzdem dufte. Und wenn sich der Ärger gelegt hat, wird ein jeder Stadionbesucher wohl zu der Erkenntnis kommen:

Möglich ist das. Nur treffen müssen se!

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Die Promikurve: Ambitioniert, talentiert und dauerverliebt

Philipp Petzschner hat Wimbledon gewonnen, Casper stürmt mit „XOXO“ die deutschen Album-Charts und Marco Huck ist WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht. Die Sehnsucht eines jeden Arminen, dass der DSC endlich einmal dort landen möge, wo ein jeder Armine ihn insgeheim eh schon längst verortet – nämlich ganz weit oben – wird also von so manchem Fan schon vorgelebt. Zeit nachzuziehen, denkt sich wohl auch Quasi-Präsident Uli Stein und lässt sich mit anspruchsvollen Worten zitieren: „Der Klub soll in fünf Jahren wieder erstklassig sein.“

Auf dem Weg dahin kann sich Arminia der Unterstützung seiner prominenten Fans sicher sein. Exil-Armine Casper trägt sein Schicksal in Berlin mit Fassung („Ich stehe zu Arminia, ich muss den Verein hier oft genug verteidigen.“) und würde für eine Ehren-Dauerkarte auch die Vereinshymne im Mittelkreis singen; Petzschners Sportstudio-Bekenntnis haben wir bereits gewürdigt; und Huck?

Der „Käpt´n“ haut richtig auf die Pauke und setzt den Treuebekundungen die Krone auf. Er heiratet seine große Liebe in zwei Wochen und hat vor seinem WM-Kampf am Samstag nur eine Sorge:

„A(r)min(i)a hat zwar Angst, dass ich mit einem blauen Auge zur Hochzeit komme, aber das wird nicht passieren.“

 

(Zitat aus NW Sport, 14.07.; bei "Amina" dürfte es sich um einen Tippfehler handeln)
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Arminia Offline?!

Wenn ich richtig informiert bin, sollten heute Nachmittag irgend welche wichtigen Lizenzunterlagen bei der DFL sein. Jetzt - um 16:45 - scheint die offizielle Arminia-Vereinsseite offline zu sein. Muss man sich Sorgen machen? Ich finde: ja!

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Familie Stolperstein und die 2,9 Mio in 7 Tagen

Die Katze ist nun aus dem Sack. Für die Drittliga-Lizenz verlangt der DFB binnen 7 Tagen noch Sicherheiten bezüglich der Fan-Anleihe, deren Auszahlung von 2,9 Mio ja nun eigentlich fällig wird.
Damit sind nun alle, die vor fünf Jahren ihr Geld dem Regime Kentsch geliehen haben damit es sein Prachtwerk bauen kann, erneut gefordert. Verzichten oder neu zeichnen lautet die Devise!

Klappt es sind wir alle munter, glücklich und froh, danken brav dem Land NRW für die Tilgungsaussetzung und schwenken die Fahnen für „Aurum Immobilien (Goldbeck), Gastico, Gauselmann, Oetker, Schüco, Dr. Wolff und Gerry Weber“ die ebenfalls teils auf Tilgung und teils auf Rückzahlung verzichten, um dann wohl Anteile an der Stadiongesellschaft zu erwerben.

Meine Hoffnung, dass Arminia die ein oder andere Schuldenlast ganz von den Schultern genommen wird – wie es übrigens bei 1860 der Fall ist (60%iger Verzicht der Gläubiger) – hat sich zwar zerschlagen, aber das sollte die Arbeit von Schnitzmeier und Co nicht kleinreden.

Klappt es allerdings nicht, so könnte jeder Zyniker auf alle Namen der „Bau auf Blau“-Tafel im Stadionbereich verweisen: „Das sind die Totengräber meines Vereins!

Wer sich diese Tafel genauer anguckt, wie es die NW bereits getan hat, liest dort übrigens alle Namen der Familie Kentsch. Vier „Kentsches“ müssen nun also auch verzichten oder neu zeichnen?

Müssen wir uns nun in aller Form bei Roland und Co für unsere Gegenklagen und unsere unverbesserlichen Kommentare entschudigen, damit er sich seine eigene Anleihe nicht auszahlen lässt? Sollte ich ihm etwa noch hoch und heilig versprechen müssen ihn bei blog5 nie wieder als „Duweisstschonwer“ zu bezeichnen?

, weil wir uns doch sicherlich die eingefrorenen 16.000 Öcken zurückholen werden, die er wieder einklagen will. Oder lohnt es sich etwa doch und die „Kentsches“ haben mehr als 16.000€ frei gemacht?

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"Ich spüre die Verantwortung für diesen Traditionsklub und für diese Region."

Markus von Ahlen bei seiner Vorstellung als künftiger Arminia-Trainer.

Trotz langen Nachgrübelns kann ich mich gar nicht entscheiden, ob ein Einstieg bei Arminia zum jetzigen Zeitpunkt der 106jährigen Vereinsgeschichte besonders viel oder besonders wenig Mut erfordert.

Besonders wenig Mut, weil der Platz zwischen Arminias Rücken und dahinterliegender Wand längst kaum mehr breit genug ist, um einen positiven Lizensierungsbescheid durchzufaxen. Eine Win-win-Situation, weil das Machen von noch mehr Fehlern als zuletzt quasi zum Ding der Unmöglichkeit wird.

Besonders viel Mut, weil sich nach den fatalen und selbstmörderischen Zahlenspielen der Vergangenheit (Tribünenkosten: 19 Mio., Wert des Stadions: 25 Mio., Schuldenstand: 27 Mio.) in der potentiellen Konkursmasse des Vereins einzig noch dieser (kaputte) Solarrechner finden lässt (der mutmaßlich aber auch eine große Mitschuld an der aktuellen Situation trägt):

Konkursmasse Arminia Bielefeld

Blog5 wünscht dem neuen Trainer unseres aus der Region gar nicht mehr wegzudenkenden Traditionsklubs* von Herzen unendlich viel Geduld, ein gutes Händchen und alles erdenklich Gute!

*Lieblingsvereine: Arminia hält sich in Bielefeld und Umgebung mit 10 Prozent auf dem dritten Platz – hinter Borussia Dortmund und dem FC Bayern München, vor Schalke 04 und Werder Bremen.
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