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Blutgrätsche

"Verwundert und nachdenklich macht uns, dass nach der Ratsentscheidung innerhalb von drei Tagen mit Hilfe der Wirtschaft die Lizenz zu halten war. Entweder kannte Arminia die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht, oder der Verein wollte den Rat an der Hecke langziehen."

wettert CDU-Fraktionschef Rainer Lux gegen die Kritik an seiner Partei.

Die CDU wehrt sich gegen den »schwarzen Peter«, der ihr in der Debatte um die Arminia-Hilfe zugeschoben worden sei.

»Die Lizenz für den Verein war nicht durch städtisches Handeln gefährdet«, sagte gestern CDU-Fraktionschef Rainer Lux. Die Misere des DSC sei vielmehr über Monate und Jahre absehbar gewesen.

»Verwundert und nachdenklich macht uns, dass nach der Ratsentscheidung innerhalb von drei Tagen mit Hilfe der Wirtschaft die Lizenz zu halten war«, sagte Lux weiter.

Schließlich sei über Wochen ein gewaltiges Druckpotenzial aufgebaut worden, dass es ohne städtische Hilfe nicht gehe.

»Entweder kannte Arminia die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht, oder der Verein wollte den Rat an der Hecke langziehen. Beides wäre katastrophal.«

(Quelle: Westfalen-Blatt)

Das Argument "Die Lizenz für den Verein war nicht durch städtisches Handeln gefährdet" wurde hier im Blog ja bereits (ziemlich zurecht) gebetsmühlenartig angeführt. Trotzdem überwog am Ende des kräftigen Tauziehens doch insgesamt der stark geschmäcklerische Eindruck, im Zuge parteipolitischer Abwägungen seien hier durchaus Chancen fahrlässig vertan worden.

Aber: Die Frage nach dem entweder oder ("Entweder kannte Arminia die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht, oder der Verein wollte den Rat an der Hecke langziehen.") ist zugegebenermaßen eine Spannende.

Tja. Wer beantwortet sie? Es bleiben im Raum: Brinkmann, Mamerow, Eulenberg, Ziege, Lohmann!

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„Ich wünsche mir, wie die meisten PrxXxxn-Fans, Arminia Bielefeld. Und in der zweiten Runde dann Bayern München.“

wünscht sich PrxXn MxXtxr Klubchef Marco de Angelis, Verzeihung, Dr. Marco de Angelis, anlässlich der samstäglichen DFB-Pokal-Auslosung.

Ein frommer und nur allzu verständlicher Wunsch, der uns dort aus der Gegend um Telgte entgegengebracht wird. Nach Jahrzehnten in den Niederungen des Amateurfussballs sehnen sich die Menschen dort verständlicherweise zumindest mal nach einer Stipvisite vom richtigen Fussball. Warum sie sich im Anschluss an unser Gastspiel auch noch die Bayern wünschen, kann ich in diesem Zusammenhang zwar gerade nicht erkennen, aber zumindest zeigt das Verlangen aus Warendorf-West, um wieviel ärmer die ganze Region wäre, hätte könnte wäre das mit der Lizenz nicht geklappt. Arminia, gleichermaßen Motor und Herzstück, Identitätsstifter und Projektionsfläche für ganz Westfalen. Und Ostfalen. Und in etwa 5 Jahren für ganz Üüüropa.

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Listen and say: "Wettbewerbsverzerrung"

Mal gucken, wie andere das hinkriegen:

Stadt Aachen bürgt für die Alemannia

Die drohende Insolvenz des Zweitligisten Alemannia Aachen ist vorerst abgewendet. Die Stadt Aachen übernimmt eine Ausfallbürgschaft über 5,5 Millionen Euro. Das habe der Stadtrat am Mittwochabend bis auf zwei Enthaltungen einstimmig entschieden, teilte ein Sprecher der Stadt mit [kicker.de]

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich find nicht blöd, daß die Stadt Bielefeld das nicht macht (na ja, Krankenhauskredit...), sondern daß die Stadt Aachen (Gelsenkirchen, Madrid, Rheinland-Pfalz und wie sie alle heißen) das machen. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Da guckt der Verein das mittelständische Unternehmen, das solche Subventionen nicht erhält, natürlich etwas doof aus dem Trikot.

Gibt's für Wettbewerbsverzerrung eigentlich nicht Punktabzug und Lizenzentzug?

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Keine Ahnung, Ingo O.!

Die kürzliche Quizfrage von Johannes B. nehme ich mal zum Anlass, endlich das seit mehreren Jahrzehnten auf meinem Desktop herumliegende Foto zu posten.

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von Herrn Jörg Pilawa im glitzernden "Starquiz" ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Einzig der in Bielefeld geborene "Komiker, Entertainer und Zauberkünstler" Ingo Oschmann legte ob der Schwere der gestellten Frage minutenlang die Stirn in Falten - um schlussendlich trotzdem das Falsche anzukreuzen. Oje. Fakt ist: Er wusste nicht, was alle Arminen wissen. Also ist er keiner.

Ingo Oschmann, Bielefeld - ahnungslos...

"Arminia Bielefeld ist der einzige Verein, der in einer Halbzeit eines Bundesligaspiels...?"

(a) einen Trainer entließ.
(b) drei Elfmeter verschoß.
(c) vier rote Karten bekam.
(d) zehn Gegentore kassierte.

Na gut - is ja auch schwer, nicht total den Überblick zu verlieren über die vielen lustigen Rekorde, die wir innehaben. Rekordaufabsteiger, meiste Spiele in Serie verlieren ("Tasmania Bielefeld"), bescheuertste Ebay-Auktion Sternchen der ewigen Tabelle dank BuLi-Skandal, lustigster Lizenzentzug eines Bundesligaklubs inkl. Insolvenz... ach, datt is alle watt. Da kann man schonmal ins Schleudern kommen.

Danke fürs TV-Knipsen, Meb!

PS.

Achja, Lautern war ja auch noch eben. Gähn. Na komm, wommwamanichsosein. Glückwunsch!

Klautern jubelt!

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"Ein Fußballspiel ohne Bratwurst und Bier ist wie eine Frau, die nicht kochen kann."

behauptet Fernsehspitzenkoch Johann Lafer im Halbvier-Interview.

Gut, eigentlich sollte hier natürlich sein Satz

"Die Bielefelder Alm SchücoArena gehört sicherlich zu den Sportstätten, wo man als Fußballfan einmal gewesen sein muss."

zitiert sein, aber Blog5 hat sich nach einer mehrstündigen internen hitzigen Diskussion zwischen Redaktion, Frauenbeauftragtem, Geschäftsleitung und Finanzvorstand für das stärkere Zitat entschieden.

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Gute Frage, Johannes B.!

Die bessere wäre gewesen: "Welche beiden Fußball-Vereine sind die RekordAUFsteiger™ in die Fußball-Bundesliga?" Na ja, Hauptsache "Arminia" taucht irgendwie in Zusammenhang mit "Rekord" auf...

Stichwort "Absteiger": Ich frag mich schon seit Monaten, warum mich der Johannes B. so lange nicht mehr in meinem Wohnzimmer begrüßt hat, jetzt seh ich, in welchem Sender der abgestiegen ist. Andererseits: Dafür wird er hat doch viel Geld bekommem haben... "Bitte, bitte, bitte Johannes B., unterstütze Arminia! Ich guck dafür auch jeden Abend einmal in der Woche Sat1!"

Danke für den Hinweis J.
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Folgende fiktive Situation hat sich nachweislich so niemals abgespielt

Klub-Präsident Hans-Hermann Schwick hat sich unterdessen dagegen gewehrt, für die zu optimistische Finanzplanung der laufenden Saison mitverantwortlich gemacht zu werden. (...) "Ich sage es ganz klar: Es ist nicht die Aufgabe, die Inhalte der Lizenzierungsunterlagen zu prüfen, sondern sie auf Plausibilität zu lesen" (Quelle: NW)

Roland: "Du, Hans-Hermann, biste schon zu gekommen, Dir die Unterlagen mal anzusehen?"

H.-H: "Jau, hab ich schon drübergelesen eben, hört sich doch eigentlich ganz fluffig an, oder? Hab Dir aber zwei Kommafehler angestrichen. Und 'Kalender' schreibt man im Deutschen mit 'er' hinten, nicht 'ar' wie bei 'calendar', so wie auch 'Galerie' mit einem 'l', nicht wie im Englischen mit zweien und 'y' am Ende. Und noch was: Und wenn Du 'das' als Demonstrativpronomen benutzt, es also auch durch 'dies' oder 'jenes' ersetzen kannst, dann mit nur einem 's'. Ansonsten alles plausibel, hab Dir nen zwinkernden Smiley druntergemalt."

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Josef, bitte bau auf Blau!

Deutsche Bank AG
z.Hd. Herrn Dr. Josef Ackermann
persönlich
Theodor-Heuss-Allee 70
60262 FRANKFURT AM MAIN
DEUTSCHLAND

Ostwestfalen an einem trüben 16. Märztag 2010

Sehr geehrter Herr Dr. Ackermann,

mit großer Freude habe ich heute gelesen, dass Sie persönlich ein schönes letztes Jahr gehabt haben. Der Schluck aus der Pulle sei Ihnen gegönnt.

Wir hier in Ostwestfalen haben andere Sorgen: der lange Winter versaut uns wahrscheinlich das Geschäft mit den Frühkartoffeln (die werden bis zur Spargelzeit nicht mehr reif und daher wohl aus dem Ausland importiert), in Gütersloh feiern lauter alte Leute ein Theater, das nur junge Eltern und Kinder bezahlen werden und - unserer Arminia gehts schlecht.

Wir haben Sie alle als einen Mann kennen gelernt, der immer ein paar Krümelchen übrig hat für die in Not. Und darum darf ich Sie namens und ohne Vollmacht unserer Arminia bitten, zu prüfen, ob nicht Arminia der perfekte Werbepartner für Sie persönlich ist: unsere Sympathiewerte dürften im bundesweiten Durchschnitt etwa den Ihren entsprechen. Die Leute werden über kurz oder lang unseren Namen ebenso mit Geld verbinden wie den Ihren (ob nun Soll oder Haben ist doch egal). Und wie billig bekämen Sie Ihr Konterfei auf unsere Trikots. Nichtmal "Peanuts" (ca. 25 Mio EUR) müssten Sie aufwenden.

Ich bin sicher, wir kämen zusammen. Auch mit Prozessen gegen ehemalige Manager kennen Sie sich aus und könnten hier unterstützen, wenn wir den einen oder anderen im Gerichtswege dazu bringen, entweder Schadensersatz zu leisten, oder im Wege der Naturalrestitution die eine oder andere VIP-Loge abzuschrauben und mit nach Duisburg zu nehmen.

Herr Dr. Ackermann, ich bin mir sicher, das Victory-Zeichen gehört nicht in die Bild-Zeitung, es gehört auf die Alm.

Mit Verbindlichkeiten äh verbindlichen Grüßen,

Ihr vanNieselroy

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"Schließlich bin ich immer Bielefelder geblieben."

macht Uli Stein weiter Werbung in eigener Sache per Neue Westfälische, Westfalen-Blatt, BILD & Co.

Warum eigentlich nicht? Passt (wenn ich mich denn Recht erinnere) doch immernoch prima zu unserer geliebten Diva Arminia - der gute alte Uli "Hand in die Luft halten, der Flugbahn des Balles keine Beachtung schenken, um zu signalisieren: 'kein Problem, der Ball geht drüber', welcher dann aber doch im Netz zappelt" Stein - und vereint zeitgleich vorzüglich die herzhafte Brummigkeit von Hermann Gerland mit der boulevardesquen Prominenz eines (hier erschreckenderweise ja immer wieder ins Spiel gebrachten) Loddar Matthäus.

Und vielleicht kommt Thommy dann ja auch endlich zurück.

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