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Fundstücke

Arminia kann sich nur noch selber schlagen. Sagt der Kicker. Und die Soziologie. Und wir auch. Vielleicht.

"Die Blauen schenken den Arminen den Dreier" titelt kicker.de heute.

Huch! denkt da der geneigte Arminia-Anhänger, können die Blauen sich jetzt nur noch selber schlagen? Und: Wieso weiß der Kicker etwas, das wir selbst nicht glauben? Oder ist das fränkische Fußballfachblatt womöglich unter die Soziologen gegangen und will uns zeigen, wie Selbstreferenzialität geht?

Vermutlich schreibt kicker.de dann bald nur noch darüber, wie die Blauen Arminia schlagen, das gleichzeitig Bielefeld unterliegt, das wiederum den DSC besiegt. Und darüber, dass der Doppelpass ein soziales System ist (aber nur, wenn er klappt). Und benennen sich um in Halbvier, sozusagen.

Wo wir schon beim soziologisieren sind: Die NW bringt heute einen wunderschönen Kommentar eines 13-jährigen Arminia-Anhängers. Er wünscht sich von seinem Verein vor allem eins: Er möge ihn künftig noch besser darüber informieren, dass es den Schülerrabatt nur im Vorverkauf gibt. Na, wenn das keine Möglichkeit ist, um den Studierenden an der hiesigen, landesweit einzigen Fakultät für Soziologie anhand eines (lebens-)nahen Beispiels den Unterschied zwischen Information und Wissen darzulegen.

Aber wir schweifen ab. Und fremdreferenzieren dauernd. Dabei gibt es doch nur eins: Blog5. Denn eigentlich brauchen wir ja nur über uns selbst zu schreiben. Und insbesondere über diesen Beitrag. Also los, hier ist Platz:

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Blau gebaut

Heinm ließ uns einen besonders dolles Fundstück aus der Wirtschaftswoche vom 6. Oktober 2006 zukommen. Es erzählt von einer gewissen Aktion "Bau auf Blau", vom „überschaubarem Risiko“ und „solidem Wirtschaften“ aber keinesfalls von 3. Liga. Doch, so leset selbst:

 

(...) Arminia-Fans kaufen sich sicherlich die Anleihe-Drucke (...) Emotionsloseren Anlegern bietet die Arminia bis zum 15. September 2011 (...) 6,5 Prozent. Das Risiko ist überschaubar, auch wenn Bielefeld eine Fahrstuhlmannschaft (...) ist (...). Die Ostwestfalen sind jedoch für solides Wirtschaften bekannt. 2005 schaffte der Club einen Jahresüberschuss von 3,3 Millionen Euro. (...) Das Papier eignet sich auch für nicht fußballverrückte Anleger, zumal sie im Insolvenzfall mit als erste bedient würden.

 

Dieses Schreibsel stochert während Spitzenreiter-Zeiten in alten Wunden und macht uns beklemmend ehrlich wieder bewusst, wer wir sind: Provinztrottel, die im Konzert der Großen mitspielen wollten. Unseren Spielern bleibt nichts anderes übrig als sich weiter in jeden Freistoß zu schmeißen und weiterhin über den Kampf ihr Spiel irgendwo zu finden. Jede Grätsche, jeder Sprint und jeder Zweikampf sind ein Angriff auf den eigenen Schuldenberg. Nichts weiter. Und das wohl noch über Jahre. Ganz solide gesehen.

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Die Scheune war offen und Arminia legte ein paar Brickets nach: Spitzenreiter!

Sieg in Erfurt. Krämer kann wechseln, wie er will: Seine Joker stechen. Und jetzt sind wir Spitzenreiter. Puuh! Das muss man erstmal sacken lassen.

Ohne Sky, ohne WDR und vorerst ohne bewegte Bilder nach Spielschluss helfen uns da nur ein paar verschriftliche Highlights. Aber die haben es in sich.

Hier die schönsten Szenen aus dem wirklich sehr amüsanten und empfehlenswerten Liveticker von nw-news.de:

13:49 In einem sind die Gastgeber dem DSC überlegen: Offenbar hat RWE fünf oder sechs Vereinshymnen. Eine nach dem anderen wird abgeklappert.

13:53 "Auch wenn es dir mal scheiße geht, wir stehen zu dir, weil's weiter geht". O-Ton Hymne Nummer fünf. Na denn...

13:55 So, auch das ist überstanden. Die Mannschaften warten in den Katakomben, gleich geht's los.

26. Minute: DA IST DAS DING! Arminia hat exakt 30 Sekunden gedrückt, jetzt die erste dicke Möglichkeit - prompt die Führung. Stephan Salger umkurvt halblinks den herauseilenden Rickert und schiebt souverän ein. 0:1 für den DSC!

27. Minute: Arminia erneut eiskalt, genau wie gegen Paderborn. Nicht lang gefackelt, gleich eingenetzt.

34. Minute: Freistoß Erfurt, linkes Strafraumeck...sofort rausgeköpft. Nachschuss aus rund 20 Metern - in die Wolken. Die Hausherren sind angeknockt. Arminia braucht den Lucky Punch, dann gehen hier zur Pause die Lichter aus.

42. Minute: Rudelbildung am Mittelkreis: Schütz fährt einem Erfurter rustikal in die Parade, mit offener Sohle. Sah böse aus, aber wer hier bisher gar keine Farben ins Spiel gebracht hat, kann hier auch nicht glatt Rot ziehen. Tut Schiri Kunzmann auch nicht: Gelb für den Arminen. Immerhin linientreu.

65. Minute: Immer wieder suchen die Arminen jetzt Klos, der vorne alleine lauert. Noch stellen die Gastgeber den Offensivmotor abseits. Noch. Irgendwann rutscht da mal einer durch. Steter Tropfen höhlt den Stein.

65. Minute: Nächste Auswechslung der Arminen, Klos (!) geht, Testroet kommt.

69.Minute: Wenn hier nochwas passiert, dann über eine Standardsituation. Spielerisch ist das eine mittelschwere Katastrophe, was die Gastgeber hier anbieten. 0:2 und die klappen hier zusammen. Testroet muss jetzt über einen Konter knipsen.

72. Minute: TOOOOOOR ARMINIAAAA ENDE AUS TESTROET MACHT DEN LADEN ZU!!!!

74. Minute: Platz ohne Ende jetzt für die Ostwestfalen. Normalerweise ist die Scheune jetzt offen, da muss der DSC noch ein paar Brickets nachlegen. Auflösungserscheinungen in der Erfurter Abwehr.

85. Minute: Stand jetzt ist Arminia sogar Tabellenführer. Hier spielt Ganz hinten gegen Ganz vorne

90. Minute: "Spitzenreiter, Spitzenreiter", hallt es jetzt aus der Bielefelder Fankurve.

Hut ab vor so viel Wortwitz noch während des Spiels. Heute abend noch ein nettes Pokallos und der Fußballsamstag ist perfekt.

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"Rot-Weiss Essen ist für mich das Synonym eines schlafenden Riesen. Dann sicher RB Leipzig, aber auch Arminia Bielefeld."

Andreas Rettig, ab 1.1.2013 neuer DFL-Geschäftsführer, antwortet im heutigen Kicker auf die Frage, welche Vereine außerhalb des Südens (Bayern und Baden-Württemberg stellen 12 der 36 Bundesligavereine) nach oben kommen werden.

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Siegesserie aufgeklärt - Fanclub stellt sich der Öffentlichkeit

Was veranlasst einen Radiosender dazu einen Verein als „Verein der Woche“ zu präsentieren, den es inoffiziell erst etwa zehn Monate und offiziell gar erst ein halbes Jahr lang gibt? Seine simple Eigenschaft einer von über 110 Fanclubs von Arminia Bielefeld zu sein, dürfte nicht das ausschlaggebende Fundstück auf der Suche nach Errungenschaften gewesen sein.

Gut, schaut man sich den Vorgänger-Verein der Woche an, so ahnt man bereits, dass die Kriterien nicht allzu hoch gesteckt wurden: Der „Still- und Fläschchentreff“ im Klinikum Herford klärt „Breifragen“ und erörtert warum die Kleinen wann weinen.

Der Trumpf des Fanclubs „Die Blaublüter“  ist eher spiritueller Natur. Die Blaublüter halten sich – wohl exklusiv – dafür verantwortlich Arminias Niederlagen-Misere zu Beginn der letzten Saison beendet zu haben. Nach inoffizieller Gründung hagelte es Punkte. Allein diese Einbildung war runde anderthalb Minuten Sendezeit auf Radio Herford wert.

Wer jetzt „Blaublüter“ gelesen hat und auf mächtige Finanzspritzen Uerentruper Großgrundbesitzer spekuliert, wird jedoch enttäuscht: Der Name hat eher wieder was mit Casper zu tun.

Sollte wider Erwarten jemand neugierig auf den Bericht geworden sein, so findet er ihn hier!

 

Anmerkung: Der Autor gibt zu Teil dieser mystischen Gruppierung zu sein, schwarzen Katzen den Rücken zuzudrehen und im Morgenkaffee sehen zu können was abends gegessen wird.
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Finale ist Standard - für Bielefeld!

Nach einem 2:1 gegen Braunschweig und einem 1:0 gegen Halle hat das Herrenteam der Bielefelder Universität nach der Vorrunde nun auch die Zwischenrunde überstanden und sich für das Finale um die deutsche Hochschulmeisterschaft qualifiziert.

Was das hier soll? Nun ja, angeführt wird die Truppe von Ex-Nationalspieler und Ex-Armine Tobias Rau und im Mittelfeld läuft der Studentennationalspieler und in dieser Saision treffsichere Armine Johannes Rahn auf. Zudem hat Arminia Daniel Barton und Nico Schneck (den Beinahe-Siegtorschützen in doppelter Unterzahl gegen Osnabrück) für die Uni-Spiele freigestellt. Zur großen Freude von Trainer Heiko Lex: „Das ist nicht selbstverständlich!“

In der Endrunde, die am 26. und 27. Juni bestimmt in Schwagstorf stattfinden wird, trifft Bielefeld dann auf Osnabrück, Freiburg und Karlsruhe.

Wer Probleme damit hat sich auf dieses große Turnier zu freuen, das heute angeblich in Polen beginnen soll und ohne Arminen stattfindet, sollte also die Uni-Meisterschaft verfolgen. Und wen das als Bielefelder immer noch nicht genug umgarnt, sollte die U12-Arminis im Blick behalten. Mit Trainer-Granate(a) Fabio, zwei Siegen im Elfmeterschießen in Achtel- und Viertelfinale und letztlich einem 1:0 gegen Hertha BSC im Finale qualifizierten sich diese als deutsche Vertretung für das Weltfinale des Danone-Nations-Cup. Schirmherr ist Zinedine Zidane und gespielt wird in Warschau. Und zwar auf keinen Nebenplätzen, sondern genau dort wo Polen heute die EM eröffnet.

Piękne lato!

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Arminia ist überall!

Blog5 wünscht allen Arminen eine schicke schwarz-weiß-blaue Europameisterschaft!

Arminia ist überall! WM 2010, Spanien - Chile

(WM 2010, Spanien - Chile | Danke an Philipp Köster und Tim Jürgens für das Foto!)
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SV Meppen Olé

Bis zur EM ist jetzt Sommerpause. Aber schon während der EM starten die Blauen mit der Vorbereitung für die neue Saison. Zeit, einen Blick auf den Testspielplan zu werfen.

Bis zu einer Pressemitteilung am gestrigen Nachmittag versprach dieser nur wenig Attraktivität. Da wurde uns Eintracht Braunschweig – bei allem Respekt – als „hochkarätiger“ Gegner angepriesen und das Derby gegen Paderborn im heimischen Stadion, bestimmt wieder begleitet von atemberaubenden 50 Fans aus Paderborn, als weiteres Highlight verkauft.

Klar, das Westfalenpokalfinale gegen Telgte umweht ein Hauch von Abenteuer und großer Bühne, letztlich ist es aber eher ein wertloses Pflichtspiel.

Der einzig wahre Höhepunkt wurde dann gestern bestätigt: Am 11. Juli trifft Arminia auf den SV Meppen! Meppen wird oft belächelt, ist aber kultiger Trendsetter auf diversen Gebieten. Bereits 1982 – lange bevor Arminia das Faxgerät erfand – kauften sich die Emsländer ihren ersten Anrufbeantworter, um den Ticketanfragen für eine ebenfalls sensationelle Weltpremiere Herr zu werden: Diego Armando Maradonna gab sich für sein allererstes Spiel auf europäischem Boden mit dem FC Barcelona in Meppen die Ehre! 18.000 Fans kamen – das restlos ausverkaufte Emslandstadion sah nie mehr so viele Zuschauer.

In den 90ern etablierte sich Meppen mit zunächst rein ehrenamtlich tätigen Vereinsvorständen und einer Mannschaft aus Halbprofis sogar für einige Jahre in der 2. Bundesliga! Ein Geschäftsmodell für Arminia?

Den jüngsten Meppener Erfolg darf sich Rene Wessels auf die Fahnen schreiben, der mit seinem wahrhaft traumhaftem 2:1 gegen Holstein Kiel für das Tor des Monats April nominiert wurde. Mehr Glamour für ein Testspiel geht nicht, oder?

Ein Wermutstropfen aber bleibt: Das heiß ersehnte Aufeinandertreffen soll in Fürstenau-Schwagstorf im Kreis Osnabrück stattfinden. Anrufbeantworter und Faxgeräte werden mit Weganfragen überquirlen.

Ob sich die Verantwortlichen mit dem Grün-Weiß Schwagstorf als Ausrichter einen Gefallen getan haben, ist also stark in Frage zu stellen. Zudem mit Blick auf die Vereinshymne der Grün-Weißen Ungemach droht. Dort heißt es u.A. :

 

Mohamed war ein Prophet, der von allen Farben was versteht,
und von all der schönen Farbenpracht, ja Farbenpracht,
hat er sich das Grün und Weiß herausgedacht.
Grün und Weiß ist die Natur, ja die Natur,
grün und weiß ist unsere Fußballgarnitur.

Vor etwa drei Jahren beauftragte der FC Schalke 04 aufgrund ähnlicher Sprachspagate zwischen Sport und Religion sogar Islamwissenschaftler damit das provokative Ausmaß der Vereinshymne „Blau und Weiß, wie lieb´ ich dich“ zu überprüfen. Polizei und Staatsschutz waren eingeschaltet. All das wäre finanziell weder für Meppen noch für Arminia zu stemmen.

Aus diesem Grund instrumentalisiere ich Blog5 und schlage als neuen Ausrichter den sympathischen TuS Haren und das Emsparkstadion vor. Dem Emsland eine Chance!

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"Geld schießt Tore" mal anders

Mario Jardel, 1999 und 2002 bester Torschütze Europas und stolzer Träger des „Goldenen Schuh“, sagte einst nach getaner Arbeit: „Tore schießen ist wie ein Orgasmus“. Mag man Studenten der Bielefelder Universität Glauben schenken, wäre eine Symbiose aus Arminia Bielefeld und dem bekanntesten Bielefelder Unternehmen Dr. Oetker genau das, was dem Tore schießen zuvorkommt. Damit wäre diese Partnerschaft vielleicht nicht der Höhepunkt, aber sie wäre langlebiger und ließe vermutlich viele Höhepunkte folgen. „Geld schießt Tore“ wäre demnach durch „Sex schenkt Orgasmen“ bestätigt. Eine einfache Logik.

(Audimax, Uni Bielefeld)

Im übrigen ist die Arminen-Brust für die neue Saison noch nicht vergeben. Noch ist Zeit. Bis dahin lebt der Traum vom Oetker-Kopf auf dem DSC-Trikot.

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Netzkleid zu verkaufen - Arminia auf Abwegen

Jetzt wird´s schlüpfrig! Blog5 bringt Abwechslung in Ihr Schlafzimmer!

Wir vermitteln interessantes Liebes-Accessoire aus dem Hause Arminia! Bei Sport-Auktion.de können Sie in den nächsten 4 Tagen das Stadionnetz der Südtribüne aus der Saison 2010/2011 ersteigern!

Die weitmaschige Netzstruktur gewährt jederzeit frivole Einblicke und schmiegt sich als Netzkleid geradezu unbemerkt an den Körper Ihre(s) Geliebten! Bieten Sie noch heute mit und sorgen Sie für den Aufreger in Ihrer Partnerschaft.

Lassen Sie keine Zeit verstreichen und schlagen sie der Tierwelt ein Schnippchen! Gerüchten zufolge planen sämtliche Großtierfamilien der deutschen Zoos als Bietergemeinschaft aufzutreten!

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