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Pausentee

Die netten Leute vom Kicker

Nach dem Pokalspielsieg gegen Mönchengladbach, wurden unsere Lieblingsarminen auf dem Kicker mit einem riesen Foto und fetter Überschrift als jubelnde POKALHELDEN gefeiert.

Weil ich so selten an echten Läden vorbeikomme, habe ich leider vergessen, mir aus dem gegebenen Anlass mal ein Prinprodukt vom Kicker zu kaufen, um ihn ins Büro zu legen.

Aber dank supertollem Internetservice ist es möglich, etliche Kicker der letzten Wochen online zu bestellen und so tat ich das. Einmal Kicker an das Palasthotel Bielefeld bitte, danke.

Zwei Tage später kam Post. Ein Kicker wo auf dem Cover der FC Bayern jubelte und Arminia nur in der Fußzeile erwähnt wird. Da war ich kurz wütend. Im Shop stand nichts von Serviervorschlag oder Produktansicht kann vom Orginalfoto abweichen.

Ich habe mich also beschwert: Ob das normal wäre, dass man Bielefeldern bayernverherrlichende Alternativcoverausgaben schicken würde ohne Vorwarnung und so und sie haben geantwortet, sich herzlich entschuldigt und mir gestern eine zweite echte Ausgabe hinterhegeschickt - für umsonst!

Lustige Leute vom Kicker!

Fälschung und Original

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Fußball zum Angewöhnen - Danke Osnabrück!

In dem Moment, wo Schiri Reichel vor 2.500 Zuschauern im Alpenbauer Sportpark abpfeift, steht Arminia mit 3:1 als Sieger gegen Haching fest. Fußball zum Angewöhnen!

Es scheint, als musste erst die Derbyschlappe gegen den VfL in einem blutleeren Spiel her, um die Wende zu schaffen. Danke Osnabrück!

 

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Almfahren mit Umsteigen

So oder so ähnlich begab es sich unlängst im Rauchereck des Gleis 9 im Hauptbahnhof zu Hamm (Westfalen):

„Schönen Schal hast Du an!“ – „Joa, danke...“ – „Fährst Du zum Fuuuuußball?!“ – „Ja, tue ich.“ – „Zu Bayern? Bayern spielt heute in Hannover!“ – „Nicht ganz, Bayern spielt heute in Wolfsburg. Und ich fahre nach Bielefeld.“ – „Was? Bayern spielt in Hannover gegen Bielefeld?“ – „Nein. Bayern spielt in Wolfsburg. Ich fahre nach Bielefeld. Die spielen gegen Aue.“ – „Ahaaaa....Und gegen wen spielt Hannover?“ – „Gegen Leverkusen.“ – „In Wolfsburg...“ – „Nein, in Hannover.“ – „Und Wolfsburg?“ – „Spielt gegen Bayern.“ – „Nicht gegen Leverkusen?“ – „Nein.“ – „Leverkusen spielt in Bielefeld gegen Aue.“ – „Nein!! Bielefeld spielt gegen Aue, Hannover gegen Leverkusen und Wolfsburg gegen BayernVERDAMMT WATWILLSTEEIGENTLICH!?!?!“ – „...kannichne Zigarette...?“

(die Story ist zu hübsch, um nicht erzählt zu werden. Sie ist eigentlich bei einer Gruppe Leverkusen-Fans belauscht worden- für die Originalfassung müßt Ihr nur die Fragen und Antworten entsprechend umstellen)

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Bielefeldstyle

„Bielefeld gibt’s nicht“. „Bielefeld ist eine Verschwörung“. Jahrelang war den Bielefeldern selbst herzlich egal, diesen außerhalb der Stadt doch stark vorherrschenden Klischees entgegen zu treten – Wozu auch, wir wissen es ja auch besser. Für Exil-Bielefelder ist das allerdings nicht so einfach. Man ist als Einzelkämpfer zur Ehrenrettung der Heimatstadt unterwegs. Man zählt Produkte, Dienstleistungen, wunderbare Wirtschaftsdaten, das Grün der Stadt auf, nur um „VerschwörungGibtsnicht“ als Antwort auf jedes Argument zu erhalten. Selbst das Bekenntnis zu Arminia, die ja immerhin jede Woche für ein paar Minuten im Fernsehen läuft, hilft da nichts. Der DSC ist für Außenstehende der Fußballclub, der eh absteigt. Arminia wird gar nicht mit einer Stadt in Verbindung gebracht. Und falls doch: „VerschwörungGibtsnicht“. Ausgerechnet eine Münster-Geschichte hat den bis vor kurzem besten Konter geliefert. Im Wilsberg-Krimi „Die Bielefeld-Verschwörung“ (sic!) gab es „Vorsicht! Ich gehöre zu denen!“ sogar auf T-Shirts (leider nur als Filmrequisite, ich habe nachgefragt).

Und dann fährt man zur Weihnachtsmarktzeit durch Münster, sieht an jeder Ecke Plakte, die für das Jubiläumsjahr werben und denkt so „YEEEEES!“. Dann entdeckt man die „Das kommt aus Bielefeld“- Aktion der Bielefelder Wirtschaftsförderung und denkt so „YEEEEES!“. Bielefeld hat sich also endlich dazu entschlossen, sich nach außen offensiv zu präsentieren und hat dabei allen Exil-Bielefeldern eine Menge Mund-fusselig-Sabbeln abgenommen. „Bielefeld gibt’s nicht“ – Locker auf den Mineralwasser-Laster zeigen. „Bielefeld ist eine Verschwörung“ – Entspannter Gang zum Kühlregal. Auch Arminia nimmt an der Aktion teil. Das kommt aus Bielefeld!- Die Marke ist nicht zu übersehen!

Wenn wir uns am Samstag also die Tiefkühlpizza reinziehen, dazu Wasser aus Brackwede trinken, den Griespudding zum Nachtisch löffeln, uns in den feinen Zwirn vom Outlet an der Herforder Straße zwängen und dann auf die Alm fahren und die Blauen spielen sehen - Das kommt aus Bielefeld! Gönnen wir uns dies Gefühl!

Und wenn wir wiederkommen, mit einem Räuchermännchen, einem Kilo Uran und Drei Punkten im Gepäck – Das kommt aus Aue!

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Arminia abgestiegen?

Da guckt man zunächst mäßig interessiert, nach dem ersten Gegentor zunehmend mürrisch ob der untauglichen deutschen Bemühungen das Länderspiel – und blättert zur Abwechslung in der Zeitung herum, bis man plötzlich elektrisiert an einem Artikel über Fangewalt hängen bleibt. Nein, nicht wegen des Themas, sondern weil man ganz beiläufig zwischen den Zeilen erfährt, dass Arminia abgestiegen ist!

Aufgedeckt wurde diese erschütternde Tatsache durch die Neue Ruhr-/Neue Rhein-Zeitung (NRZ). Natürlich ist man immer dankbar, wenn Medien darüber wachen, dass auch im Fußball alles mit rechten Dingen zugeht. Aber muss es gleich so bitter sein?

„Problemfall 3. Liga“ heißt es in der Unterzeile. Und im Text liest man „Die ,Problemfans’ von Dynamo Dresden stehen jetzt beispielsweise in der 3. Liga unter besonderer Beobachtung.“ Dresden? DSC? Die spielen doch in der Liga gegeneinander, erinnert sich man dunkel, guckt furchtsam beim Internetauftritt des DFB vorbei, wird bestätigt: Am 6. Dezember gibt es das Heimspiel gegen die Dynamos. Aber halt, das steht in der Rubrik „2. Bundesliga“. Sollte man sich an der Otto-Fleck-Schneise vertan haben? Oder war der 11. Mai 2013 ein Traum – ein zwar schöner, aber eben doch nur geträumter Aufstieg?

Mit Angstschweiß liest man noch einmal: „Fans...Dresden...jetzt...3. Liga“. Puh, Schwein gehabt, nur die Fans sind abgestiegen. Wieder was gelernt. Wahrscheinlich haben die die Relegation gegen die Fans vom VfL Osnabrück verloren.

PS: Die NRZ ist schon eine verdammt gute Zeitung und eine ehrliche dazu – nach dem Druck hat sie ihren Fehler bemerkt und in der Online-Version korrigiert!

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Hefte raus, Taktikschulung!

Hefte raus, Taktikschulung, Thema heute „9 ½“ – nein, nicht mit dem Nachnamen Wochen, Ihr Ferkel! Doch lassen wir unseren Cheftrainer selber sprechen. „Ich sehe Anass als Zehner oder sogenannte Neuneinhalb, weniger als Außenbahnspieler“, wird Stefan Krämer in der NW zitiert. Hut ab vor so viel Fachwissen in der Redaktion und selbstverständlich auch bei den Lesern des roten Blatts, weswegen (pep) auch gar nicht erklärt, was die Neuneinhalb ist.

Gehen wir doch einmal mit dem gesunden Menschenverstand an das Thema heran. „Weniger als Außenbahnspieler“: Das klingt schon mal gut, weil in der Mitte werden die Tore erzielt. Aber die Erklärung ist natürlich viel zu simpel.

Vielleicht hilft ja Google. Bei der Suche nach „Neuneinhalb“ und „Fußball“ wird schon an vierter Stelle – äh – ausgespuckt: Mike Hanke. Der allseits als Philosoph Bekannte überrascht natürlich keineswegs mit der Selbsteinschätzung „Ich bin eine Nummer neuneinhalb“, nachzulesen in der FAZ, also die mit den klugen Köpfen dahinter. Wollen wir Hanke als Erklärer stehen lassen?

Zurückhaltend bei Google weiter hinten, erst auf der zweiten Seite, findet sich ein Beleg eines Schweizers: Lucien Favre sagt über seinen Stürmer Max Kruse, der könne problemlos „Neuneinhalb“ spielen – schreibt zumindest der Theaterkritiker der Zeit, Peter Kimmel. Lustiger Erklärungsansatz des Auch-Fußballerklärers zur Frage, was Neuneinhalb ist: „Wir vermuten, es ist der um einen Halbton erhöhte "klassische Neuner", also der Mittelstürmer alter Prägung, in den der Geist eines Spielmachers gefahren ist.“

Kimmel bringt auch noch einen falschen Neuner sowie einen scheinbaren Zehner ins Spiel. Das führt jetzt aber zu weit! Und über die hängende Spitze soll hier auch nicht geredet werden.

Tja, da muss wohl doch der Trainer ran: Stefan, erklär uns doch bitte mal an dieser Stelle, was Du denn unter Neuneinhalb verstehst. Kobra Krämer, übernehmen Sie!

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Zurück aus der Zukunft

Es ist eines dieser Märchen, wie sie der moderne Fußball nur noch selten erzählt.

Gerade 18 Jahre alt ist der Stürmer, als er einen niedersächsischen Kleinverein von der Kreis- in die Bezirksliga ballert. Mit sage und schreibe 45 Saisontoren. Und weiter geht's. Für den benachbarten Kreisstadtclub macht er in zwei Jahren fast fünfzig Buden. Auf geht's in die Regionalliga: zwei Mal Vizemeister, wieder viele Tore.

Dann Arminia: gegen den Abstieg, um den Aufstieg, Torschützenkönig der dritten Liga, zweite Liga. Und weiter. Tore, Tore, Tore. Zweite Liga, erste Liga, Tore. Ein Mann für Jogi.

Und dann, im entscheidenden Spiel um die WM: eingewechselt, kurz vor Schluss, Spielstand einseins, da, der Pass, steil in die Spitze, Annahme! Dribbling! Schuss! Tor! Tor! Tor! Deutschland fährt nach Russland! Als Nummer eins der Hammergruppe!

Und die NW weiß das alles heute schon. Toll. Nur beim Foto haben sie irgendwie geschlampt.

Fabian Klos schießt Deutschland zur WM

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Kann ich jedes Mal zu Arminia gehen?

Eines vorab: Wir sind gut. Arminias Social Media-Fans sind gut! Mit den naturgemäßen Abstrichen à la Arno Nühm und Co, denen ein "Verpiss Dich, du Spast!" nur allzu leicht über die Tastatur geht, wird bei uns noch in angemessener Sprache diskutiert.

Freie Meinungen werden frei geäußert, aber auf Beleidigungen wird überwiegend verzichtet. Das sieht woanders anders aus.

Allzu häufig kommt es bei uns sogar vor, dass sich in der DSC-Community geholfen wird. Anbei ein besonders rührendes Beispiel, das mir im Hinblick auf das Spiel am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (18:30 Uhr, SchücoArena) aufgefallen ist:

Schokohase: Weiß nicht, ob ich hin soll oder nicht. Das kommt doch komisch wenn ich jedes Mal hingehe.

Sabrina: Warum das denn?

Kim: Ich geh immer hin.

Sabrina: Ich verstehe das gerade nicht. Leute mit einer Dauerkarte gehen doch auch immer hin und andere fahren sogar noch auswärts.

Schokohase: Stimmt. Scheiß drauf.

Kimberly: Als Fan will man doch eigentlich zu jedem Spiel, oder nicht?

Schokohase: Stimmt. Jetzt gehe ich hin. 100% !

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Stochastikhefte raus, wir lösen eine Wahrscheinlichkeitsberechnung nach p auf!

Warum ich schon die ganze Woche davon träume, dass wir irgendwas mit Leverkusen am Hut haben. Warum mir direkt nach dem Braunschweig Spiel eingefallen ist, dass ich als Zwei-/Dreijähriger dachte, es heißt Bayer Leberwurst ... Egal.

Jetzt zu Dr. Stochastik:

Wie wahrscheinlich ist es zweimal hintereinander ein Leberwurstbrot runterzuschmeißen und es mit der Wurst nach oben landen zu lassen? Wahrscheinlicher bestimmt, als zweimal hintereinander Leverkusen aus dem Pokal zu werfen!

Gerechnet werden darf schonmal, aber die Auflösung bekommen wir erst nächstes Jahr, wenn es auch in der Saison 2014/15 wieder heißt:

DFB Pokal: Arminia Bielefeld vs. Bayer 04 Leberwürstchen

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Lachsalven und Juxraketen

Zum feucht-fröhlichen Jahresausklang dürfen auch bei Blog5 ein paar wirklich schlechte Wortwitz-Spielereien nicht fehlen:

 

  1. Ich geh' aufs KLOS einen abSALGERn.
  2. Wir waren so HORNIG, dass wir ungeSCHÜTZt hatten und nun stecken wir in der PATSCHE.
  3. Alles im RAHN?
  4. APPI geht's.
  5. Heute erwarte ich volles AGYEMANG!
  6. Reisst Euch gefälligst am RIEMER!
  7. Mit "Ein Bett im SCHÖNFELD" holten "Die ORTEGAs" PLATINS.
  8. Aramsamsam, aramsamsam, gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam -  ARABI ARABI gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam

Das Ganze ist natürlich beliebig erweiterbar. Ich trinke jetzt ein BURMEISTER und  rutsch' dann friedlich rein. Wir hören uns im neuen Jahr!

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