Pausentee

Neues vom Wandervogel

Mit jedem Jahr, in dem es für Arminia tiefer nach unten ging, verschwanden auch zunehmend wundervolle Arminia-Rubriken aus den lokalen Printmedien.
Dass die „Promi-Box“ sich schon ab der zweiten Liga nicht mehr für die NW gelohnt hat, ist nachvollziehbar. Der Glamour-Faktor gegen den FSV Frankfurt oder Greuther Fürth pendelt sich ja doch eher auf Dschungelcamp-Niveau ein.
Bei einer derart emotionalen Vergangenheit, in der die wildesten Trainer und Spieler für Arminia gearbeitet haben, ist der Wegfall der Rubrik „Neues vom Ex-Arminen“ aber eher schwer zu verkraften.

Zwar entgeht niemandem auch nur eine Bewegung von Ernst Middendorp in Afrika und sogar jedes überflüssige Wort von Ansgar Brinkmann ist es wert genug gedruckt zu werden, aber auf so ein wunderbares Fundstück wie heute im Westfalenblatt mussten wir lange warten.

Erhan Albayrak spielt jetzt für den FC Sylt! Und damit nicht genug: Morike Sako soll folgen. „Er hofft noch auf etwas Größeres. Aber am Ende wird er wohl doch zu uns stoßen.“, wird Sylt-Mäzen Volker Koppelt zitiert und beweist damit einmal mehr die Affinität der Insulaner für Natur und Umwelt. Mit Wandervögeln kennen sie sich bestens aus, haben doch einige von denen im letzten DSC-Zweitligajahr so gespielt, als hofften sie noch auf etwas Größeres.

Die exklsuiven Sylter lassen den FC Sylt übrigens nicht auf Sylt, sondern nur auf dem Festland spielen, weil sich der FC originär leider nicht auf Sylt gegründet hat. Dieses und anderes unnötiges Wissen könnt ihr dem originellen Artikel im Westfalenblatt entnehmen.

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Bielefeld ist "In" ! Aber sowas von!

...und das in einer Zeit, in der „unsere geliebte Arminia und damit auch Bielefeld drohte, für immer in der Versenkung zu verschwinden“. Mischa Sarim-Vérollet machte dafür in seinem annekdotenreichen  berlinerischen Bielefeld-Rückblick 2011 vor allem Rapper (oder Popstar?) Casper verwantwortlich, der „unsere Heimatstadt auf die Landkarte“ setze. „Für immer. Danke dafür.“

Während Casper nachgesagt wird aus Bielefeld emporkommend durch seine Texte den Nerv einer neuen jugendlichen Generation getroffen zu haben, wird die TAZ noch deutlich radikaler und ruft aus: „Be first, be Bielefeld“!

Bielefeld sei „Vorreiter für allerlei Trends“ und Berlin als Epizentrum gesamtdeutscher Kultur damit nur ein bis ins „Maßlose und Professionelle“ übertriebener Auswuchs Bielefelds. „Wer Berlin verstehen will, muss Bielefeld studieren“, so die These.

Der Indoor-Campus der Universität stehe beispielsweise symbolträchtig für das Zeitalter der Einkaufspassage und die Tatsache, dass mit Niklas Luhmann einer der weltweit bekanntesten Soziologen sich hier niederließ sei ein Beleg für die große Kommunikationsbereitschaft der Bielefelder. Zugegeben: dem sturen Ostwestfalen zu unterstellen er kommunziere „wie verrückt“ klingt hanebüchen.

Aber egal: Endlich einmal irgendwelche Indizien dafür gefunden zu haben, dass die Hauptstadt auf uns, das „westdeutsche Provinznest“, guckt und nicht umgekehrt, war Anlass genug die Botschaft in die ostwestfälische Welt zu tragen.

Und so erzählte ich einer Freundin davon: „Hast Du´s schon gehört?? Die Berliner kopieren uns!“

Ihre Reaktion war genauso trocken wie verblüffend: „Wie? Spielt die Hertha mittlerweile genauso schlecht Fußball? Oder haben sie schon wieder Wichniarek verpflichtet?“

Niemand würde ihr nachsagen sie sei fußballerisch besonders bewandert, aber für solche Seitenhiebe reicht ihr Fachwissen. Rotzgöre!
Am liebsten hätte ich ihr einen Artikel der WELT über das Suchen und Finden der Liebe entgegengehalten, sie wüsste ja gar nicht was sie da sagt, sie müsse offener sein, sich mehr überraschen lassen und es sich vor allem mit Arminia-Fans ja nicht verscherzen.
Ich tat es nicht, sie hätte es falsch verstehen können. Wie wäre es auch angekommen, wenn ich ihr als Stromberg guckender Armine berichtet hätte, dass die WELT-Autorin Nicola Erdmann sich eben NICHT gedacht hat ´Scheiße, ein Stromberg guckender Arminia-Fan!´ und somit doch oder gerade deswegen zu ihrem großen Glück gefunden hat?
Ja, Stromberg guckende Bielefeld-Fans („auch von der Stadt, nicht nur vom Fußballverein!“) machen glücklich!

Der weibliche Teil Arminias weiß das schon längst. Für diejenigen, die weniger an Arminia interessiert sind, sich aber trotzdem auf dieses Blog verirrt haben, gilt:  santon@blog05.de :-)

Keine Angst. Ich bin Armine, offen für vieles und lasse mich gern überraschen: die neueste Stromberg-Staffel steht beispielsweise noch nicht in meinem Regal...

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UPDATE IN EIGENER SACHE zum Thema: "Blog5 deckt Briefpapierklüngel auf!"

Die investigativen Recherchen von Uwe Mojela haben nun auch für Blog5 Auswirkungen, die zu einer Klärung veranlassen.

Zur Erinnerung: Am 4. Januar 2012 berichtete Uwe Mojela, dass im Ticketgeschäft rund um das Freundschaftsspiel gegen den HSV alte Briefpapierbögen im Umlauf sind.

So „grüßte noch in alter Farbenfrische, als sei nichts gewesen das knallrote Bundesliga-Logo von oben herab. Und unten in der Unterzeile führten noch Detlev Dammeier und Ralf S. wacker und unermüdlich die Geschäfte.“, war zu lesen.

Gestern Abend verfasste Santon zum gleichen Thema ein paar Zeilen, die offenbar den unberechtigten(!) Verdacht aufkommen lassen konnten, dass Eventim Schuld an der Verwendung von falschem Arminia-Briefpapier sei. Für die aufgekommenen Missverständnisse möchte sich Santon hiermit entschuldigen.

Per Telefon stellte DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig zudem klar: „Das Problem ist in guter Zusammenarbeit mit Eventim aus der Welt geschafft worden.“

Im Gegensatz zu Gepflogenheiten auf anderen Ebenen können dieser Mitteilung weder drohende Züge noch die Intention der Verhinderung von Beiträgen unterstellt werden. Auf Basis gegenseitigen Vertrauens verzichtet Blog5 daher auch darauf eine Abschrift der Telefon-Botschaft anzufertigen.

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Winterpause! Frohes Fest!

Kurz vor dem Feste, in Anbetracht der informativen Nichtinformationen von heute, nochmal etwas wirklich Wichtiges:

Kann sich der fürsorgende Bielefelder Familienvater das geile Haupt Gesicht von Herrn Geilhaupt mit Arminia-Emblem im Hintergrund noch schnell vor Heiligabend als Wallpaper von seiner Homepage downloaden, um es seinen Söhnen dann als Poster ins Zimmer zu hängen?

Nun gut..aber liebe NW, Verwaltungsratsvorsitzende gehören der Vergangenheit an. Leute wie Geilhaupt, die von sich selbst behaupten ihr Name sei Programm und damit die Intentionen ihres Engagements deutlich machen, gehören der Vergangenheit an.

 

Gegenwart ist eher ein Präsident, der sich nahezu jeden Tag hilfsbereit auf der Geschäftsstelle blicken lässt,sich basisnah zeigt und sich nicht in den Heiligtümern auf der Ostseite suhlt.

Gegenwart ist Stefan Krämer. Nachdem ihn anfangs niemand kannte, ist mittlerweile annähernd alles zu ihm gesagt. Hut ab vor seiner Leistung.

Was bringt die Zukunft?

Keine Ahnung, bei Arminia ist ja alles möglich. Auch wenn es ruhiger geworden ist und Blog5-Autoren dadurch weniger zu lästern haben, darf es eigentlich so weitergehen.

 

Eines muss aber noch: Don´t forget Rübe!

Möge man sich für 2012 vornehmen ihm einen Job beim DSC so schmackhaft wie die Weihnachtsgans zu machen und möge man ihm ein zünftiges Abschiedsspiel bereiten, sofern er es denn will. Ich erwische mich auf der Alm immer noch dabei, dass ich nach einer blonden Mähne Ausschau halte, die sich grätschend in irgendwelchen Grashälmen verfangen hat.

Einer muss wirklich noch, aber denn is´ Schluss:

Großen Dank an alle, die hier mitlesen und mitkommentieren.

Es ist etwas schade, dass ich momentan weitestgehend der Einzige bin, der fleißig „beiträgt“, aber das kann ja niemandem zur Last gelegt werden ;-) Zumal die Gründe dafür ja auch nachvollziehbar sind.

Mir macht´s jedenfalls Spaß und wer im neuen Jahr weiter Bock auf Blog5 hat, wird auch wieder von mir lesen.

Das war´s. Mit einem Tränchen im Auge, dass wir auf Videos wie das Folgende in der doofen dritten Liga leider verzichten müssen, halte ich es wie Michael Lamey:

Ik wens u allen een zalig Kerstfeest en een Gelukkig Nieuwjaar!

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Seinen Kindern was erzählen....

UPDATE – Der Studentenführer“, der nach eigenen Angaben „Zugezogenen etwas auf die Füße helfen“ will, bietet neben vielen kleinen und großen Werbebannern viele mehr oder wenige wertvolle Tipps zum Shoppen, Essen, Feiern und Amüsieren.

In Dankbarkeit überhaupt erwähnt worden zu sein, soll Arminia Bielefeld offensichtlich folgenden „Tipp“ kommentarlos über sich ergehen lassen:

„Denkt jemand an Sport in Bielefeld, ist die Arminia meist die erste Assoziation. Was mittlerweile ein bischen unangenehm ist....nach dem unsäglichen „Bielefeld gibt es gar nicht“-Spruch sind Witze rund um das einstige Fußball-Aushängeschild der Stadt nämlich zweitnervigste Sache, die man einem Menschen von hier an den Kopf werfen kann. Weil sie berechtigt sind. Normalerweise empfehlen wir euch keine Veranstaltungen, auf denen ihr wahrscheinlich keinen Spaß haben werdet – Freudenschreie werden auf der Alm meist nur im Gästeblock laut. Wer seinen Kindern aber irgendwann erzählen möchte, dass er Arminia in einer der ersten drei Ligen erlebt hat, sollte diese Saison noch einmal vorbeischauen!“

 

Nachdem Bielefeld mit großzügigen Hannover-Werbeplakaten inklusive eindeutiger Empfehlungen für Hannover 96 zugekleistert wird, kann das wohl kaum ein angemessener Konter sein.

Klar, noch fehlen uns die Argumente, aber spätestens wenn Arminia den Westfalenpokal geholt hat, werden diejenigen, die den Besuch an der Melanchthonstraße scheuen, abgestraft! Wenn dann über Jahre von den Ahlschwedes, Hammanns, Tims und Toms die Rede ist – ihr könnt nicht mitreden!

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Warum man den Jena-Schiri trotzdem kritisieren darf....

Die Aufregung in Jena war groß! Alles, was bei den Arminen die Berechtigung hatte sich im Stadioninnenraum aufzuhalten, rannte nach Spielende wutentbrannt gen Referee Bastian Dankert. Warum? Aus aufgestautem Frust, Ärger über die eigene Niederlage und Wut.

Sich animalisch ausbrüllen und einen Sünder finden – menschlich.

Nahezu zeitgleich macht die Nachricht die Runde, dass Babak Rafati in einer Blutlache liegend in einem Kölner Hotel gefunden wurde und dem Selbsttod nur knapp entkam. Schock, Entsetzen, Spielabsage und Anteilnahme folgten– menschlich.

In dieser wohl einmaligen Situation ist es nachvollziehbar, dass sich ein DFB-Präsident für eine Stellungnahme zur Verfügung stellt. Eine Stellungnahme im direkten Anschluss an die Vorgänge sollte sich dann jedoch auch auf die aktuellen Umstände, Ausdrücke des Bedauerns und die Aufarbeitung der Spielabsage beschränken und nicht genutzt werden, um vogelwild zu spekulieren. Theo Zwanziger, dessen Stellungnahmen schon im FIFA-Skandal abenteuerlich waren („Man muss wissen, wie die FIFA funktioniert. Das ist eben so.“); Theo Zwanziger,der vor Blatter und seinen Kumpanen also nie in der Lage war Rückgrat zu zeigen, nutzte am Samstag diese öffentlichkeitswirksame Situation wie schon nach dem Enke-Tod wieder einmal für sein Gesicht.

Mit staatstragender Miene sinnierte er über den hohen Druck im Leistungssport und dass man diesbezüglich nicht die richtige Balance finden würde, ohne überhaupt Kenntnis davon zu haben, was Rafati beinahe in den Tod getrieben hatte. Zwanzigers Menschlichkeitsschelte – Part II.

Eine Schelte mit Signalwirkung. Allerorts lassen Trainer durchblicken, sie wollen ihr Verhalten überdenken. Allerorts bemüht man sich mildere Töne zu finden. Auch bei Arminia. Der absolut verständlichen Elfmeter-Aufregung folgt ein weiches Statement am Tag danach:

„Mit einem Tag Abstand und unter Einbeziehung der Eindrücke rund um den tragischen Suizid-Versuch von Babak Rafati möchten wir von unserer Seite aus allerdings jede weitere öffentliche Diskussion über die Entscheidungen in Jena beenden.“

(Quelle: DSC)

Ist das angebrachte political correctness oder ein Gewissensbiss? Sollte es trotz aller Vorkommnisse und Umstände, die kein Außenstehender (auch nicht Herr Zwanziger!) genauer einschätzen kann, nicht weiterhin möglich sein in einem respektvolleren Umgangston Schiedsrichterleistungen angemessen zu kritisieren?

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Es wird wieder gerockt, Jungs!

Ohje! Von 12 möglichen Punkten haben wir 10 geholt. Aus nervöser Magerkost wurde mit zunehmender Spieldauer gegen Oberhausen demonstrative Überlegenheit, die im Anschluss mit dem vollen Repertoire gemeinsamer Jubelarien zwischen Fans und Mannschaft gekrönt wurde. Die Welle, eingehaktes „Crowd-Hüpfen“, Spruchbandparty und schließlich auch noch eine Humba, intonisiert vom letzten Arminen, an dessen Namen sich alle Zuschauer noch erinnern können: Markus Schuler.

Wie dieser jenes tat, bleibt zugunsten seines Geldbeutels mal unerwähnt.

Im Stile eines antizyklischen Nörglers à la Matthias Sammer, der das als großer Mahner besonders nach Siegen perfektionierte, möchte ich in Stunden der Heiterkeit und Vorfreude auf Prxn darauf aufmerksam machen, dass immer noch 10 Punkte auf einen Aufstiegsplatz aufzuholen sind. Späßchen, aber wer hat den Rückstand auf einen Aufstiegsplatz noch nicht runtergerechnet und „in Liga Drei ist alles möglich“ in sich hineingemurmelt?

Ein Tipp zum Zeitvertreib bis nächsten Samstag: Alexander Geilhaupt, einst als Verwaltungsratsvorsitzender und Rückrundenrocker bekannt geworden, schreibt ein Buch. Wissen viele ja gar nicht!

Vorabveröffentlichungen von "Willkommen im Club" soll es auf seiner Homepage geben. So zum Beispiel das erste Kapitel: „Überraschungssieg“.

Es beschreibt den heldenhaften Aufstieg eines einfachen Unternehmers, der es in tranceartigem Zustand mit Umweg über den Raucherbalkon hinein in den biederen Saal der Stadthalle geschafft hat und dort vom anwesenden, johlenden Pöbel in Arminias Vorzeigegremium „Verwaltungsrat“ gewählt wurde. Intime Details aus der Gefühlswelt des Autors („Meine Stimme ist sicher und dynamisch, so wie geübt.“) und die Schilderungen seines augenscheinlich bannenden rednerischen Erfolges („Ich erhalte als einziger Beifall“) lassen den Leser in Ehrfurcht zurück.

Für Herrn Geilhaupt, dessen Name selbstredend Programm ist (s. Homepage), zählt nur der Erfolg. Er sollte ihn an diesem Abend bekommen, Arminia in den Jahren danach nicht.

Diejenigen unter uns, die daran zweifeln, dass Arminia noch genügend Strahlkraft besitzt, werden dank der Lektüre gerne zur Kenntnis nehmen, was dieser Verein für das Selbstwertgefühl einiger Herren noch ausrichten kann.

Denjenigen, die darauf hoffen, dass Arminia demnächst in Bestseller-Listen zu finden ist, ist diese Hoffnung schnellstens auszutreiben. Beruhigenderweise befindet sich Herr Geilhaupt selbst nicht unter ihnen.

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Die Kickers - nicht Irgendwer!

Zum morgigen Auswärtsspiel der Blauen eine klitzekleine persönliche Anekdote, von der ich eigentlich gehofft hatte, dass sie mit Arminia Bielefeld nie in Berührung kommt:

Wollte man vor wenigen Jahren in der Sportschau den Erstligisten Arminia sehen, musste man – sofern der Gegner nicht Bayern München hieß - in der Vorahnung, dass es die erste oder spätestens zweite Zusammenfassung sein wird, sehr zeitig vor dem TV sitzen. Dabei konnte es vorkommen, dass man sogar das ein oder andere Drittligaspiel zu Gesicht bekam, welches mit hoch gesetzter Nase und sichtbar zur Schau getragenem Desinteresse verfolgt wurde.

So geschehen bei einem Spiel unseres morgigen Gegners. Ein sichtlich erschöpfter Coach mit grau melierter Verzweiflungswuselfrisur versuchte die Niederlage gegen die Kickers zu begründen und beendete seine Ausführungen mit einem offensichtlichen Totschlagargument für Drittligaexperten:

„Am Ende muss man auch sagen: Wir haben hier nicht gegen Irgendwen gespielt. Wir haben gegen Kickers Offenbach gespielt.“

 

Einem Arminia-Fan anno 2008, der in Vorfreude auf Bundesligaberichte seines Teams und anderen erlesenen Mannschaften wie eben den Bayern oder dem HSV unruhig vor dem Bildschirm saß, konnte diese Aussage nur ein großes, arrogantes Lachen entlocken.

Bis heute ist mir dieser Satz in Erinnerung geblieben. Man spielt nicht gegen Irgendwen, wenn man gegen Kickers Offenbach spielt. Was „damals“ lustig war, klingt heute bedrohlich.

Die immer wieder großen Töne des Interims(?)-Trainers Krämer (nicht Uhlig!) und die Versprechen der Spieler den Bock umstoßen zu wollen, ziehen schon längst nicht mehr. Es gibt nichts, was im Hinblick auf dieses Spiel positiv stimmt. So wurde dann auch ein geplanter Sonderzug nach Offenbach gestrichen, stattdessen werden Bulli-Touren angeboten.

Weiterhin bleibt auch die Frage offen, ob es nicht viel mehr Sinn machen würde Arminia endlich sportlich so zu stärken, dass am Ende keine Nachfinanzierungen mehr nötig sind.

Lieber in Beine als in schwarze Löcher investieren, oder? Inklusive der beiden Derbys wäre dann ein Zuschauerschnitt von 9.200 sicherlich zu erreichen.

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EILMELDUNG: Schwarz-weiß-blaue Trainersuche beendet!

Hamburg / Bielefeld. Die befreundeten Traditionsklubs Hamburger SV und Arminia Bielefeld haben ihre zeitgleich verlaufende Trainersuche nun auch zeitgleich beendet. Nachdem beide Vereine jeweils als Tabellenletzter ihre Trainer Oenning (HSV) und von Ahlen (DSC) frühzeitig in der Saison entließen, scheint nun eine längerfristige Lösung in beiden Klubs gefunden worden zu sein.

Der Hamburger SV präsentierte nach mehrwöchiger Beratung eine nun doch völlig unerwartete Lösung: Der bisherige Sportdirektor Frank Arnesen wird nun zum Sportdirektor und Trainer in Personalunion. Eine Nachverpflichtung des Baseler Trainers Thorsten Fink  zum Saisonende scheint jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen.

Um die Parallelitäten grandios zu vollenden, präsentierte Arminia Bielefeld zeitgleich eine Lösung des - genau- gleichen Modells. Pressesprecher, Teammanger und Interims-Geschäftsführer Marcus Uhlig ist neuer Trainer bei den Arminen!

DSC-Präsident Zillies: „Wir freuen uns, dass sich Marcus Uhlig in dieser schwierigen Situation auch für dieses Amt zur Verfügung stellt. Wir wollen mit dieser Lösung ein klares Signal für einen Neuanfang setzen und werden Marcus Uhlig bei der Umsetzung seiner  strategischen Ausrichtung nicht im Wege stehen. Marcus Uhlig wird einen Trainervertrag bis Saisonende erhalten und sich anschließend wieder ausschließlich seinen  bisherigen Tätigkeiten als Pressesprecher, Teammanager und langfristiger Interims-Geschäftsführer widmen."

Der HSV reist am Sonntag zum SC Freiburg, tags zuvor duelliert sich Arminia Bielefeld gegen Kickers Offenbach.

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„Darum geht es ja immer“

Hajo Faber im Gespräch mit Jens Kirschneck auf die Frage, ob es in seiner Zeit als Interimspräsident vor allem darum ging die Insolvenz abzuwenden.

Dieses Zitat darf man gerne auch morgen um 14 Uhr den Spielern zurufen. Schenkt man Stefan Krämer allerdings Glauben, ist das gar nicht mehr notwendig:

„Bei den Spielern ist der Groschen gefallen. Sie werden von der ersten Minute an um ihr Leben rennen.“ (nw-news)

Habe ich an dieser Stelle eigentlich gegähnt, weil ich müde war?

Spielt man den Doppelpass nun zurück zu Hajo Faber, so könnte man beinahe doch Lust auf Morgen bekommen:

„Ich bin nach wie vor der Meinung, dass diese Mannschaft gut zusammengestellt ist und wesentlich besser spielen kann, als sie es bisher getan hat. Eine Platzierung um Rang 8 sollte immer noch drin sein.“ (11Freunde)

 

Die Geschichte von Faber ist längst eine Story wert gewesen und wird als besondere Arminia-Anekdote unvergessen bleiben. Überspitzt formuliert und dennoch zutreffend: Er brachte es in wenigen Wochen vom Kartenabreißer zum Arminia-Präsidenten. American Arminia!

Ein wirklich selbstloser Einsatz, für den man sich bedanken muss. Schließlich gibt es diverse Foren, die alle DSC-Verantwortlichen sobald sie in Erscheinung treten, konsequent kritisch begleiten.

So freut man sich für ihn, dass er vom „kleinen Anwalt, der sich wichtig tun will“ oder der „Marionette der Sponsoren, die dafür Geld bekommt“ (zitiert in der Oktober-Ausgabe von 11Freunde) vorerst nichts mehr lesen muss.

Als Fan wird man wohl neben der Tatsache, dass Arminias Präsident bei Auswärtsspielen etwa auch über Blog5 bei Facebook mitfieberte, wohl insbesondere das Gefühl vermissen endlich einen aus den „eigenen Reihen“ an der Spitze des Vereins zu wissen.

Trostpflaster dafür: „Lyrik in Leder“ ist zurück!

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