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Pausentee

In-Ferner-Zukunftsanleihe

Leute! Lienen hin, Ewald her: Was bringen uns die vielen - auch im Etat - fest eingeplanten Tore, Siege und Punkte in den kommenden Wochen?  Nutzt alles nix, wir sind am Ende:

Dortmunds Geschäftsführer will das TV-Geld nach Beliebtheit verteilen.
(...)
Das Geld soll nicht wie bislang nur nach sportlichem Erfolg, sondern auch nach weichen Faktoren verteilt werden. Etwa Zuschauergunst, Sympathie- oder Markenwerte und die Zahl der Fans bei Auswärtsspielen könnten dann entscheiden, wie viel Geld ausgezahlt wird. [zeit.de]

Doch Arminia blickt nicht lange zurück, sondern in die Zukunft und reagiert umgehend auf die neuen Herausforderungen:

Arminia plant zweite Fan-Anleihe

Brinkmann sieht große Probleme bei Rückzahlung erster Anleihe

Bielefeld. Die Not beim DSC Arminia ist groß. Um fehlende Millionen aufzutreiben, plant der Tabellenletzte der 2. Fußball-Bundesliga eine zweite Fan-Anleihe.

Präsident Wolfgang Brinkmann erklärte gestern, dass die "neue Zukunftsanleihe" möglichst schon in diesem Jahr starten soll. [nw-news.de]

Mmmh, also ich finde in dem Zitat kein Argument, das gegen den  Erwerb einer zwoten Fan-Anleihe spricht. Ihr etwa?

Was hingegen eindeutig für das Zeichnen der Zukunftsanleihe spricht: In ferner Zukunft, wenn Arminia Vielegeld wieder der beliebteste Verein der Welt ist, dann ist so eine Zukunftsanleihe richtig viel wert!

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Der Weise Brasilianer warnt davor, den Ewald einfach machen zu lassen und empfiehlt, es wie die Mainzer zu machen

Bei unserem Offiziellen Partner äußert sich der Weise Brasilianer zu Arminias Problemen:

Welche Fehler wurden gemacht?

Wenn man einen Trainer holt und den von Vereinsseite einfach machen lässt, ist das der erste Fehler.

Häääh? Versteh ich nicht...

Was meinen Sie?

Ein Verein muss doch eine eigene Philosophie haben. Mainz ist ein gutes Beispiel. Es wird vom Verein die Maxime ausgegeben, dass man zu Hause Pressing spielt. Beim FSV würde kein Trainer arbeiten, der nicht so denkt.

Arminia Bielefeld hat also keine klare Leitlinie?

Der Verein braucht sportliche Kompetenz.

(...)

Also fehlt der Vereinsführung das nötige Fachwissen?

Natürlich. (...) Das Geld darf nicht verbrannt werden.

Herrlich suggestiv, diese Interviewführung!

Wie auch immer: "Es so wie in Mainz machen, Geld nicht verbrennen" man mag ihm kaum widersprechen. Doch ich glaube, solange der Wolfgang und der Ralf hier was zu sagen haben, wird's nach Ansgars Ansagen für ihn hier in Bielefeld nicht einmal mehr zum Greenkeeper im Stadion reichen. Obwohl: Die von ihm geforderte sportliche Kompetenz, um nicht zu sagen: fussballkompetenz.de, die ihn selbst für anspruchsvollere Jobs befähigte, hätte er ja:

Sie haben sich durch Ihre B und A-Lizenz Fachwissen als Trainer angelernt. Wann wird man Sie an der Linie sehen?

Ich habe das ja nicht aus Jux und Dollerei gemacht (...)

Und andererseits sollte die Vereinsführung nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen: Vor'm Oberhausenspiel, als es drauf ankam, hat er zusammen mit Fatmir Flagge gezeigt!

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Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört

Ja ok, in vergangenen Trainerdiskussionen war sein Name stets ganz schnell präsent und stets bemühte sich Ewald ebenso schnell, der Bielefelder Gerüchteküche zu entfliehen.

Doch hier wussten es immer alle: Der Ewald gehört zur Arminia wie die Sparrenburg zu Bielefeld. Alt-Präsident Hans-Hermann Schwick sagte heute voller Freunde "Jetzt wächst endlich zusammen, was zusammen gehört!". "Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor - dafür vielen besser" begegnete Ralf Schnitzmeier den Zukunftsängsten vieler Arminen und Wolfgang Brinkmann versprach sogar "Blühende Landschaften".

Und selbst Außenstehende wie Königsblogger a.D. Torsten Wieland waren sich der historischen Dimension des gestrigen Abends bewusst. Für ihn war es nur eine Frage der Zeit:

Hat er sein Engagement schon zur Herzensangelegenheit erklärt? Also, nicht wörtlich natürlich, etwas verklausuliert, wie es eben so seine Art ist. Nein? Kommt noch.

Doch das war selbstverständlich lääääängst und überhaupt nicht verklausuliert geschehen - äääh, wenn auch nicht so ganz ohne Einschränkungen, worauf uns Hoki in seiner Antwort auf Herrn Wieland aufmerksam machte:

Im einem Telefongespräch mit der NW bestätigte auch Lienen die Entscheidung pro DSC: "Arminia ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich kehre in meine Heimat zurück. Es ist eine Notsituation für den Verein und ich habe mich nicht um den Job geschlagen. Aber die Verbundenheit zu Arminia ist sehr groß."

Fassen wir es also so zusammen: Für uns ist Ewald eine Messias-gleiche Gestalt wie vor ein paar Jahren Christoph Daum für Köln zumindest dann, wenn als Alternative lediglich Rudi Bommer zur Verfügung steht und solange noch keine Punkte auf der Strecke geblieben sind. Und für Ewald sind sind wir wahrscheinlich das, was der FC für Christoph Daum war.

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UPDATE 21:58 - Wo ist Ewald?

Schmerzhaft mussten Medienvertreter sich eingestehen, dass man es um 20.45Uhr verpasst hatte die Anzahl der aus der Hotelküche in den Tagungsraum gelieferten Essensteller zu zählen. Da man die NW-Schülerpraktikanten erst ab 15 Uhr angewiesen hatte alle Hinterausgänge des Hotels zu umstellen, kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass Ewald Lienen bereits Stunden vor Rudi Bommer im Oldentruper Hof eingecheckt hat.

Nach der Raucherpause um 21.17Uhr nahmen nun drei findige NW-Reporter das Heft in die Hand und begannen den Teutoburger Wald,  die Ortsteile Hillegossen sowie Oldentrup bis hin zu Sieker  zu durchforsten.

Hauseigene Funker versuchen derweil eine etwaige Videokonferenz zwischen der Arminia-Führung und Ewald Lienen ausschließen zu können.

Um 21.43 Uhr gönnt sich die Belegschaft des Oldentruper Hofs ein Sektchen: Tausenden NW News-Usern ist ihr Hotel nun geläufig. Man verspricht sich einen beachtlichen Bekanntheitsschub.

21.55 Uhr: Ein Blog5- Schreiberling bildet sich ein in der Melanchthonstraße verzweilfte "Eeeeewaaald!!!Eeeeewaaaald!!!"-Rufe vernommen zu haben.

UPDATE 22:11Uhr: Arminia-Sponsor Marienbrunnen beschwert sich bei NW-Redakteuren, man hätte vergessen die Marke der um 21:56Uhr in den Tagungsraum geschleppten Kiste Mineralwasser zu nennen.

UPDATE 22:32 Uhr:Nachdem Herr Erdmann aus dem DSC-Verwaltungsrat um 22:13Uhr eine Runde ausgegeben hatte, verpassen möglicherweise beschwippste Journalisten, dass Ewald Lienen an ihnen vorbei Richtung Tagungsraum tapert.

UPDATE 22:49 Uhr: Innerhalb weniger Minuten macht Ewald Lienen das Ding mit Schüco-Chef Hindrichs klar. Bereits um 22:45Uhr wird Rudi Bommer eine telefonische Absage erteilt.

22:52 Uhr: Der Blog5-Schreiberling legt sich zur Ruhe und träumt von einer glorreichen Zukunft mit dem Ex-Arminen.

Willkommen zurück, Ewald!

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Ein Verein, der mal nach oben wollte, ist ganz unten

Wie kriegen wir jetzt die Kohle für einen neuen Trainerstab zusammen? Diese Frage stellen sich seit Wochen viele Leutchen, die sich dem DSC verbunden fühlen.

Und die Fragen ist ja nicht unberechtigt: Sportlich und imagemäßig am Boden zieht's auch angesichts des herannahenden Winters (obwohl wir Bielefelder uns ganz gut mit Herbstdepressionen arrangiert haben) wenig zahlende Kundschaft auffe Alm in die "Schüco-Arena".

Ich weiß es nicht!

Doch gutes Führungspersonal unterscheidet sich von unsereins darin, daß es nicht achselzuckend mit, mit den Händen in der Tasche und auf den Boden schauend "Weiß auch nicht" sagt, sondern, den Blick nach vorn gerichtet, handelt und das Stadion ausgliedert sich zunächst fragt: "Wie kommen wir trotzdem an das Geld der Leute?" Beispielsweise, indem man mit dem alten "It's Not A Bug - It's A Feature!"-Trick aus der Not eine Tugend macht: Die Tage werden kürzer und kälter, die Leute haben keine Lust, sich Arminia im Stadion anzutun und bleiben lieber in der warmen Stube – was liegt da näher, als ihnen ein Buch anzubieten? Und sie suchen, um ihren Depressionen entfliehen zu können, ständig nach Bestätigung dafür, daß es anderen ja noch viiiiieeel schlechter als ihnen selbst geht – was liegt da näher, als ihnen dieses Buch* anzubieten?

Zur Lesung ist die Alm "Schüco-Arena" dann erstmals nach langer, langer Zeit wieder ausverkauft.

Und pünktlich zum Frühlingsanfang dann, wenn die Blumen blühen, die Vöglein zwitschern und und die Sonne wieder hoch genug steht, um mit ihren Strahlen über die Hügel des Teutoburger Waldes hinweg die Stadt erreichen und die Herzen der Bielefelder erwärmen zu können, ist die Veröffentlichung des Nachfolgebandes "Ein Verein will wieder nach oben" geplant.

* mit einem Vorwort von Roland Kentsch, Autor des Bestsellers "Fußball ist mehr als ein 1:0", in welchem ein Vorwort von DFB-Chef Dr. Theo Zwanziger ist.
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Lorant, Möhlmann, Rapolder, Helmer, Bommer...

...wenn so viele Leute, wie bisher als Trainerkandidaten - ja sogar: Favoriten - gehandelt wurden, regelmäßig ins Stadion kämen, dann hätten wir immer volle Hütte und keine Finanzprobleme (und wahrscheinlich auch keine Ziege-Nachfolgediskussionen).

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Zwischendurch mal ne gute Nachricht: "Das Spitzenspiel endete mit einem klaren 5:0-Sieg für Arminia Bielefeld"

Jawoll! Und zwar nicht gegen irgendwen, sondern gegen Prxn. Und nicht in irgendeinem Spiel, sondern (quasi*) heute vor 85 Jahren im ersten vom Rundfunk übertragenen Fußballspiel. Wir wurden

in dieser Saison unangefochten Westfalenmeister (...) Preußen Münster dagegen landete abgeschlagen im Niemandsland der Tabelle [news.suite101.de]

 

denn sie spielten

ohne Mumm und ohne Phantasie – und auf dem Marsch heimwärts verkündete der Unbekannte Fan: „Ich gehe nicht mehr ins Stadion. Das trostlose Gekicke kann ich mir fortan auch im Radio anhören.“ [news.suite101.de]

Und mit dieser Aussage sind wir auch schon wieder in der Gegenwart angekommen — in Arminias Gegenwart, womit die guten Nachrichten wieder vorbei sind. Willkommen in der Winterzeit!

* am 1. November 1925 | Der komplette Text ist sehr lesenswert!
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Hießen wir "Eintracht" statt "Arminia" Bielefeld, dann lautete diese Überschrift hier "DSC Zwietracht Bielefeld"

Spiegel-Online ist ja stets sehr geschickt darin, in Überschriften und Anreißertexten statt Informatives möglichst Widersprüchliches in den Raum zu werfen und viele Fragen aufkommen zu lassen, damit der geneigte Leser mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit möglichst viele Artikel anklickt.

Normalerweise hätte Arminia mangels Interesse gegenwärtig keine Chance auf spiegel.de zu landen. Doch wenn sich die Redakteure überhaupt nicht bemühen müssen, Widersprüchliches, Fragen-Aufkommendes und damit Interesse-Hervorrufendes zu formulieren, dann klappt's trotzdem:

"Hääääää?", wird sich der durchschnittlich fußball- und damit normalerweise nicht arminiainteressierte spiegel.de-Leser fragen, "da war doch neulich erst irgendwas mit 6-Punkte-Aus-3-Spielen-Ultimatum, oder? Warum denn, wenn die eh auf Trainersuche sind? Mal nachlesen, was da wieder los ist....".

Das Problem: Seine Fragen werden im Artikel nicht beantwortet. Stattdessen bleibt er (wie übrigens auch Falk) mit der Frage zurück: "Selbst wenn die nun 6 Punkte aus den nächsten 2 Spielen holen sollten - können die denn anschließend überhaupt weiter zusammenarbeiten...?"

(...) er wolle sich, so Ziege, nicht bemitleiden und auch nicht vorführen lassen.

Doch betrachtet man die Situation beim Tabellenletzten in Bielefeld und die Äußerungen Schnitzmeiers, muss man sich die Frage stellen, ob dies nicht schon geschieht. Ziege sagte zudem, es sei "unglücklich, wenn alles öffentlich diskutiert wird" - und attackierte damit indirekt die Arminia-Verantwortlichen. [spiegel.de]

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Der Roland Kentsch in mir

Der ein oder andere erinnert sich möglicherweise an meine Posting neulich, in welchem ich vor dem Hintergrund des für den Etat kalkulierten Zuschauerschnitts (15.000) voller Sorge auf bisher von Lothar begrüßten Fußballfreunde auf der Alm in der Schüco-Arena geblickt habe.

Glücklicherweise wusste der gute Santon mir meine Sorgen zu nehmen: Das Pokalspiel käme ja noch und Zuschauereinnahmen dafür nach der ersten Runde dürften zu Beginn einer Saison nicht für den Etat berücksichtigt werden. Puh! Ich rechnet mal durch:

Ja, die zweite Runde haben wir im Sack. Ich mach's mir mal einfach: 45.000 Zuschauer auf'm Betze geteilt durch zwo macht 22.500 mehr als geplant, macht ca. 1300 pro Spiel, d.h. von den 15.000 müssen nur noch 13.700 erreicht werden. Bei 30.000 sind etwas mehr als 14.000. So eine dritte Runde im ausverkauften Signal-Iduna-Park käme nicht schlecht...

Wir ziehen als Zweitliga-Schlusslicht an einem Dienstag-Abend 45.000 Zuschauer auf den Betze, gewinnen, danach hauen wir die Dortmunder im ausverkauften Signal-Iduna-Park aus'm Pokal und dann holen wir nach dem Pokal auch den Europapokal - und schon sind wir saniert. So also meine Kalkulation, die mich eigentlich zum Geschäftsführer Finanzen bei Vereinen wie Arminia oder Duisburg qualifiziert.

Doch der Hoeneß-gestählte Breitnigge ist's einmal mehr für meine Scheißstimmung verantwortlich, indem er mich gestern knallhart auf den Boden der Tatsachen zurücktwitterte:

Und da waren sie wieder, meine 15.000 Probleme: Ich rechne mal durch und komme auf das Ergebnis: Wir haben durch diese Pokalrunde über die Saison verteilt 500 Zuschauer dazugewonnen. Dazu kommen ein paar TV-Einnahmen und abzüglich der Zuschauer, die wir durch das Pokalspiel verloren haben... Oh Herr!

Zum Glück gibt Santon die Hoffnung nicht auf und trommelt mit Durchhalteparolenphrasen möglichst viele Leute zusammen. Da will auch ich es nicht unversucht lassen und lasse mich - als gefühlter Geschäftsführer Finanzen - zu einer neuerlichen, knallharten Kalkulation hinreißen: Wir gewinnen doch von den kommenden drei Spielen zwei. D.h. die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg beträgt morgen 2/3. Wer will sich das entgehen lassen? Kommt alle! Ausverkauft gegen Union!

Kann mir nicht mal wer einen kompetenten Aufsichtsrat zur Seite stellen..?
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Teufel, was habe ich getan.

Wollte gestern bei Sky anrufen und nur mal fragen, was ein DFB-Pokal-Tagesticket kostet. Während ich noch durch die Telefonanlage navigierte, hatte ich es - der Teufel weiß wie (vermutlich Telefonnummer) - auch schon bestellt. Kuhl, ohne dass mich einer gefragt hat wer ich bin, wie ich heiße oder wie meine Kundennummer ist, kuhl.

Naja 20:30 dann, konnte ich das Spiel gucken und möchte es mal kurz zusammenfassen:

  • Gefährlicher Freistoß FCK, kommt einer mit dem Kopf dran, 1:0.
  • Gefährlicher Konter DSC, irgendwie kanpp Abseits, immer noch 1:0.
  • Gefährliche Ecke FCK, kommt einer mit dem Kopf dran, 2:0.
  • Halbzeit
  • Gefährlicher Freistoß DSC, kommt keiner mit dem Kopf dran, 2:0.
  • Gefährlicher Freistoß DSC, kommt keiner mit dem Kopf dran, 2:0.
  • Gefährlicher Konter FCK, irgendwie kein Abseits, 3:0.

Super. Ausgelichenes Spiel. Gut, dass ich mich verwählt habe.

PS: Ich fands wirklich einigermaßen ausgeglichen.

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