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Schnappschüsse

"Es zählt nur ein Sieg"

Wenn man krank ist, hilft es seit ca. einem Jahr, sich mit Arminia zu beschäftigen, denn das Leid anderer — bspw. derer, die gestern nach Aue gefahren sind und überhaupt aller, die Arminia lieb haben — relativiert die eigenen Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen etwas: "Es gibt Schlimmeres als grippeähnliche Symptome!"

Man geht also auf die Arminia-Seite... äh: und liest — anfangs noch denkend, man verlese sich im Fieberwahn — plötzlich was von "Sieg":

Na bravo! Auf nix mehr ist Verlass. Leg ich mich halt wieder inne Falle. Obwohl: Immerhin steht da auch was von "Niederlagenserie" und die anderen Top News helfen ja ebenfalls etwas, die eigenen Schmerzen zu vergessen. Und ich statte, bevor ich mich wieder hinlege, nw-news.de noch einen Besuch hab, da krieg ich dann sicherlich das volle Frust-Programm.

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"Soll isch dir moal mein Hexenkessel zeigen?"

Gut, wir wollen mal nicht so tun als ob es keine Anlässe gebe erst vor der eigenen Haustür zu kehren bevor wir dann Schabernack über die Konkurrenz treiben.

Aber über die sozialen Netzwerke bin ich auf ein besonders einprägsames Stück hoher Werbekunst aufmerksam gemacht worden. Unser Gegner vom Sonntag, der FC Erzgebirge Aue, ist ähnlich wie wir zu Erstligazeiten, eifrig auf Mitgliedersuche.

Der FCE suggeriert die neue Fussballmacht des Ostens zu sein und schätzt sich glücklich einen Spieler namens Hensel in seinen Reihen zu haben. Schließlich war es so problemlos möglich nach zwei bis drei Mal nachdenken originelle Wortspiele à la "Hensel & Gretel laufen ohne Gretel durch den Wald und treffen eine Hexe" zu entwickeln.

Hexe? Hexenkessel, beim FCE, na sischaa!

Im Gegensatz zu unserer „Aktion 5.000“, aus der dann unplanmäßig eine „Aktion 10.000“ wurde, wäre man in Aue glücklich über „2011 neue Veilchen“. Momentan sind es 1679, dürfte also machbar sein.
Ansonsten kann man die Erzgebirgler nur warnen. Mitglieder zahlen nämlich nicht nur fleißig Beiträge, manche von denen wollen teilweise sogar ein Mitbestimmungsrecht. Das möglichst schnell einzugrenzen, braucht sehr viel Überzeugungskraft und wird schon bald zur größten Vorstandspflicht.
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Arminia: Das Groundhopper-Paradies!

Tja, solange Arminia nicht gewinnt, werden wir dank Sieggarantieticket nun wohl jeden Heimspieltag die Berichte des Groundhoppers 2000 lesen dürfen. Was sich der Kerl freuen muss: Für so'n günstigen Kurs soviele Groundhopper-Punkte einsammeln. Arminia: Das Groundhopper-Paradies! Neulich noch zum Spiel gegen Hertha, heute zum gestrigen gegen Bochum.

Erwähnenswert: Hatte er vor 14 Tagen noch 5/5 Punkte für Gluvine 330mls 2.50 Euros verteilt, so lesen wir heute für

Beer 2/5 (Krombacker Pils 400mls 3.50 Euros)

Ansonsten wieder mit vielen schönen Bildern vom und rund um's Spiel.

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Wer hätte das gedacht: Man kann auch ohne Hoffnung Spaß haben

Als Leidensgenosse Gerwin und ich vor den Stadiontoren mal zählten, wie viele Spieltage wir den Abstieg nun noch live ertragen müssen miterleben dürfen

mussten wir galgenhumoristisch grinsen. Wir hörten uns auf dem Weg zum Block noch an, was Ewald dem Sky-Reporter zu sagen hatte...

...es war aber, wer hätte das gedacht, offenbar nix von solchem Belang (wie bspw. "Wir waren seit meinem Amtsantritt die beste Mannschaft der Liga", "Ich möchte dem Blog5 auf diesem Wege herzlich zum 5jährigen Bestehen gratulieren und bekenne, daß ich es regelmäßig lese und meine Einschätzung der Situation maßgeblich von ihm beeinflusst ist" oder "Knien Sie nieder, Sie Rostbratwurst"), daß wir es uns gemerkt hätten.

Als wir schließlich wie üblich ein paar Minuten vor Anpfiff den Block, wo wir uns normalerweise unseren halben Quadratmeter Beton mit Ellenbogen und bösen Blicken erkämpfen müssen, betraten, bot sich uns dieses Bild:

 

Kurz darauf schrob Lutz per SMS, die NW spreche von 18.000 Zuschauern. Worüber wir herzlich lachen mussten und entsprechend antworteten. Doch das war etwas voreilig: Denn wir schauten uns mal etwas um und sahen, daß aus dem Ruhrpott richtig viele Leute angereist,

die anderen Blöcke im Stadion (bspw. Ost-Oben) ganz gut ausgelastet waren und sich auch unser Block anschließend noch etwas füllte. Es waren schließlich tatsächlich knapp 18.000. Sieggarantietickets hin oder her: Wer hätte das gedacht?

Beim Betreten des Blocks wurde uns ein Zettel in die Hand gedrückt, in welchem Fangruppen aus dem Block 1 unter dem Motto "Kredit verspielt" (siehe schwer copyrightgeschütztes Foto hier; übrigens: hoffentlich hängt nicht bald so ein Banner mit Sparkassen-Logo im Stadion) dazu aufriefen, sich ihrem passiven Verhalten anzuschließen. Ich hatte Verständis für die Aktion und niemals erwartet, daß das Spiel nach den zurückliegenden Leistungen und angesichts der Situation einen Anlass geboten hätte, etwas anderes zu tun als zu Schweigen. Doch wer hätte das gedacht: Das Spiel war mit zunehmender Dauer Anlass für gute Stimmung und die kam auch ohne den Support vom Block 1 und irgendwelchen Zaunkönigen auf.

Und so lautet die Erkenntnis: Man kann auch ohne Hoffnung noch etwas Spaß haben. Und daß das Bielefelder Publikum ein ganz tolles ist mit viel Potential ist, weil es keine großen Erfolge sondern hauptsächlich Einsatz braucht, um zufrieden zu sein - diesen Satz beende ich aber nicht mit "Wer hätte das gedacht?", denn die Erkenntnis ist ja nicht neu, siehe u.a. den Aachen-Beitrag. Erfolge braucht man für Sky-Offices. Schade, daß der Verein die Geduld dieses Publikums in den letzten Jahren so sehr strapaziert hat.

Zum Spiel sei kurz gesagt: Ja, der Einsatz der Jungens stimmte, sie haben auch spielerisch eine der besten Saisonleistungen geboten. Aber von "Überlegenheit" zu sprechen, wie es Ewald tat, ist m.E. reichlich übertrieben. Wenn der Begriff "leistungsgerecht" noch ein Beispiel für sich suchen sollte, so hat er es mit dem Ergebnis dieses Spiels gefunden. Aber das immerhin gegen ziemlich gute Bochumer, für die es bitter sein muss, ausgerechnet gegen eine Arminia in dieser Situation Punkte zulassen. Wer hätte das gedacht?

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Ein paar Punkte gab's am Sonntag doch

...und zwar Groundhopper-Punkte für Stephen Lang, wie wir auf Groundhopper 2000 nachlesen können. Darüber hinaus verteilte der gute Stephen auch Punkte für das Spiel und Arminia. Bei Stadium und Gluvine kommen wir nicht so schlecht wech.

Stadium 4/5
Referee Mr Hartmann 2/5
Gluvine 5/5 330mls 2.50 Euros
Entertainment 3/5

Und völlig richtig: Der Schiri war an allem Schuld! Die Lustlosigkeit von Referee Mr Hartmann ist ja auch meiner Wenigkeit aufgefallen. Für Entertainment hätte ich allerdings lediglich einen mageren Punkt vergeben.

Erwähnenswert ist darüber hinaus sein Match Archive für den Januar 2011 (am rechten Seitenrand):

Rot Weiß Ahlen, SV Avenwedde, SpVgg Oelde: Bei Stephen können sich Arminia-Schlachtenbummler offenbar ne Menge guter Infos über die Stadien Plätze unserer zuküftigen Gegner abholen!

Übrigens - da Lutz schon nicht da war - avec ein paar hübsche Fotos vom Spiel obendruff.
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> 20.000!

Boooooah:

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Bielefeld? Mannschaftsbus am Duisburger Stadtrand? Pickertprofis vs. Printenprinzen?

Ach ja, früher was alles besser: Arminia war auf Jahrzehnte hinaus unabsteigbar - hatte zumindest damit kalkuliert - und wir konnten uns auf JHVs spannenden Luxus-Diskussionen widmen, ob es denn ok vom Vorstand war, einfach so wegen Schärfung der Marke "Arminia" überregional hinaus für einen marktüblichen 5stelligen Preis das "Bielefeld" aus dem Logo streichen zu lassen. Heute lesen wir nun auf nw-news.de

Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld wird beim Heimspiel  gegen Alemannia Aachen (...) auf den Trikots seiner Spieler den gewohnten Schüco-Schriftzug durch das Wort Bielefeld ersetzen. (...)

Dirk U. Hindrichs (...): "In der ganzen Welt werde ich auf Arminia angesprochen. Bielefeld ist Arminia und Arminia ist Bielefeld. (...)" [nw-news.de]

Übrigens fand ich es damals vom Vorstand ziemlich ungeschickt, diese Logo-Aktion unmittelbar vor die JHV zu legen. Oder war es ganz im Gegenteil höchst geschickt? Die Diskussion um's Logo wurde damals so leidenschaftlich geführt, daß die Leute, die über die gewagte Finanzierung der neuen Tribüne und die Doppelfunktion Schatzmeister/Finanzgeschäftsführer reden wollten, vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erregen konnten...

...und mit unserem damaligen Schatzmeister/Finanzgeschäftsführer sind wir schon beim nächsten Thema. Ein aufmerksamer Blog5-Leser, der namentlich nicht genannt werden möchte, schickte uns dankenswerterweise dieses Foto:

Donnerwetter: Geschäftstüchtig ist er ja! Und er thinkt weiterhin big und gibt sich nicht mit dem Abtransport kleiner Fiats oder Smarts zufrieden. Ich befürchte nun allerdings, daß unsere Jungs nach dem Rückspiel beim MSV an den Duisburger Stadtrand wandern müssen, um den dorthin abgeschleppten Mannschaftsbus abzuholen.

Doch ich bin schon beim Auswärts- und Rückspiel gegen die Zebras, wo doch erst noch das Hin- und Heimspiel unserer Pickerprofis gegen die Printenprinzen ansteht. "Hääääää?", höre ich den ein oder anderen denken, "wen oder was meint er denn nun schon wieder mit Pickertprofis und Printenprinzen...?" Um solcherlei Fragen gar nicht erst aufkommen zu lassen, hat Arminia das Plakat zum Spiel mit anschaulichen grafischen Elementen etwas aufgewertet:

"Ach soooooo! Alles klar: Neben dem Arminialogo ist ein Pickert, dann werden die Pickertprofis wohl die Spieler von Arminia Bielefeld sein. Und neben dem Aachen-Logo ist eine Printe. Dann müssen die Printenprinzen die Spieler von Alemannia Aachen sein!"

So, wer sich für das auf dem Plakat angekündigte Spiel in eine halbwegs gute Stimmung bringen möchte, klicke sich nun am besten nicht durch Lutz Bilderstrecke zur letzten Heimniederlage gegen Fürth. Ich klick mich jetzt gleich dennoch durch, damit ich mit angemessen schlechter Stimmung dorthin gehen und mich anschließend über die 3 Punkte umso mehr freuen kann!

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Trost aus Schottland

Da viele andere ebenso wie Uwe Mojela sich von der ostwestfälischen Tristesse eingeholt fühlen dürften, könnte kreativ Amüsierendes uns allen Freude bereiten.

Kreativer als Blumen am Totensonntag ist da diese Postkarte, die mich aus Schottland erreicht hat:

Sie offenbart uns nicht nur die routinierte "Abgewichstheit" des Detlef Dammeier in seinen letzten Spielen für Arminia, sondern vielleicht auch eine neue Methode des Clubs die leeren Kassen zu füllen.

Nach Hippos Buchidee setzen wir jetzt also auf den Postkartenverkauf, möglicherweise angetrieben durch Herrn Mamerow, der ja bekanntlich ein Unternehmen für Post- und Grußkarten führt.

Die Aktion scheint zu laufen. Bei näherer Betrachtung des Bildes ist festzustellen, dass der Schotte sich im Gegensatz zu den anderen Motiven sputen muss, um noch ein Exemplar zu erhaschen.

 

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Arminia und die Schaffung des Neuen Menschen

Das im Titel dieses Beitrags Genannte, was dem Sozialismus ganz allgemein und Margot Honecker im Speziellen nicht gelingen will (wollte), muss nun halt Arminia erledigen, wie wir heute auf westfalen-blatt.de lesen:

Thomas Krücken findet, dass der DSC Arminia als Bundesligist einen sozialpädagogischen Auftrag zu erfüllen hat wie »die Vermittlung von Werten und Normen«. Coaching abseits des Trainingsplatzes, Vermittlung von Kritikfähigkeit, Eigenverantwortung, Respekt, Konfliktfähigkeit oder Teamfähigkeit, schulische Begleitung - die persönliche Entwicklung des Einzelnen müsse konstruktiv gefördert werden. [westfalen-blatt.de]

Donnerwetter! Doch im Gegensatz zum Sozialismus wählt Arminia nicht den Ansatz der Gleichmacherei, sondern:

Perspektiv soll eine Schulkooperation intensiviert und mit dem Gütesiegel »Eliteschule des Fußballs« zertifiziert werden. Krücken betont, dass es sehr angenehm sei, wie aufgeschlossen die Vereinsführung Optimierungsvorschlägen gegenüber stehe [westfalen-blatt.de]

*Augenreib* "Eliteschule des Fußballs" - Respekt Arminia! Also spätestens wenn die Absolventen der Arminia-Eliteschule hier zukünftig das Sagen haben, geht's uns allen wieder gut (deshalb gerade heute Zukunftsanleihen zeichnen!).

Ob die Verpflichtung Ewalds nur ein Baustein in dieses langfristig angelegten und sehr nachhaltigen Konzepts ist? Höchstwahrscheinlich. Einer unser Jungs verkörpert Arminias neues Menschenbild jedenfalls bereits heute: Lutz. Äääh, also Lutz sicherlich auch, aber ich meinte jetzt Dennis. Lutz hat ihn fotografiert und dessen Heldentat als Superzeitlupe

zusammen mit vielen weiteren Fotos vom Osnabrück-Sieg auf seine Webseite gestellt, was vor Anpfiff des Oberhausen-Spiels schnell noch nachgetragen sei, bevor das Osna-Spiel heute Abend keine Sau mehr interessiert.

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Achtung: "Katze zugelaufen!"

Was ist da zu lesen auf der Homepage der Arminia?

"Katze zugelaufen", steht da in blauen Lettern. Meine erste Assoziation, jemand würde dort seine Überraschung über die bis zum samstäglichen Elfmeter ungeahnten Hexerqualitäten von Dennis Eilhoff zum Ausdruck bringen, lässt sich im weiteren Verlauf der Meldung nicht aufrecht erhalten:

"Auf dem Gelände der SchücoArena streunt seit einigen Tagen eine offensichtlich herrenlose Katze umher. Das Tier ist zweifarbig: Unterbauch und Füße sind weiß, der Rest rötlich/braun. Außerdem ist der Stubentiger sehr zutraulich. Nähere Infos erteilt die DSC-Geschäftsstelle."

Wer also in der Tat auf der Suche nach seinem geliebten Vierbeiner ist, dem hilft Arminia.

Im selben Atemzug dieser wohltätigen Hilfsaktion, ist allerdings die Personalpolitik bei den Blauen zu kritisieren, schließlich wird Maskottchen Lohmann öffentlich zur Disposition gestellt:

"Bedingung für eine Rückgabe der Katze wäre also, dass der Halter sie uns zu allen weiteren Heimspielen als Glücksbringer zur Verfügung stellt"

Kein Geißbock, kein Dino, kein Bazi, kein Adler - nein, die Katze solls richten! Grrrr....

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