Google+

Stadien unserer Jugend

Wir knieten nieder wir Bauern - Armina war zu Gast

Seit September 2002 bin ich Oerlinghausener und hier ist auch wirklich drei, viermal im Jahr was los - Osterfeuer, Schüttenfest, Weihnachtsmarkt und dieses Jahr

Bus neben Bushaltestelle

Gymnasium Haupteingang

parkte direkt an der Bushaltestelle Schulzentrum der Bus der Arminia. Diese waren nämlich zu Gast in der wunderschönen Niklas-Luhmann-Arena vormals bekannt als "der Platz, an dem wir wie die Bekloppten für die Bundesjugendspiele laufen mussten".

Stadion im Grünen - Freistoss für die Grünen

Iris vor einer Gruppe Leute.

Dafür durfte Iris heute aber wen ganz besonders sehen.

Wären die Oerlinghausener und ihre lippischen Freunde mal lieber öfter um den Platz gelaufen, denn die Gäste haben toternst gemacht und führten schon zu Halbzeit mit 7-0.

12 zu 0

Einer von insgesamt 16 Höhepunkten war der Elfmeter von Thorben Marx und die Pommes mit Bratwurst für Iris und mich.

Viele Grüße
aus Lipperreihe
(Ortsteil von Oerlinghausen, der bei der Eingemeindungswelle lieber mit Dalbke nach Bielefeld gegangen wäre)

Aus der Kategorie:

Sportsitz 7040, Businessvariante Modell Bielefeld

Wusste gar nicht, daß es auf der guten alten Internetseite stadionwelt.de einen Businessbereich gibt.

Und außerdem wusste ich gar nicht, daß es vom guten alten, auf der neuen Osttribüne zum Einsatz kommenden Sportsitz 7040

(...) „Im normalen Zuschauerbereich waren das insgesamt 4.788 blaue Klappsitze.“ Dafür wurde der aus eigener Produktion stammende Sportsitz 7040 verwendet. (...)

eine Business-Variante mit der Modellbezeichnung Bielefeld gibt. Donnerwetter! Dabei handelt es sich um einen

(...) Hochpolstersitz, auf dessen Rücken das Logo des Clubs zu finden ist.“ Diese Business-Variante ist zudem in 292-facher Ausführung – nur mit einer veränderten Armlehne – in den Logen des Clubs aus Ostwestfalen zu finden. [stadionwelt.de]

Man habe, so Reinhard Berg, Geschäftsführer der Firma Stol Großraumbestuhlungs GmbH aus Porta Westfalica, "ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten“*.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang daran, wie es dort, wo man sich heute trotz modernster Hochpolsterung einem leicht erhöhten Rückenleiden- und Hämoriden-Risiko aussetzt, noch Anfang März 2007 aussah. Damals, als es auf der guten alten Osttribüne noch keinen Businessbereich gab (bzw. einen sehr einfach gehaltenen).

 
* z.B. von Arminias Mannschaftsarzt: "Gratulation zu Ihrem Stuhl: nicht zu weich und nicht zu fest. Sehr gesund!".

Aus der Kategorie:

Ernst Müddendorp aus Bilfld

"Bielefeld" hat so viele "e"s - da kann man schonmal eins vergessen.

Daß dies nicht erst seit gestern eine schöne Tradition ist, beweist der WDR bereits in seinem Spielbericht anno 1989:

WDR

Tipp:
Beim terrorsittich gibt es noch viiiele feine Nostalgie-Clips zu bewundern.

Bei RTL finden sich beispielsweise Hinweise bezüglich Power-Ernst ihm seine (berechtigte) Angespanntheit hinsichtlich der Schreibweise des eigenen Nachnamens:

RTL

Aus der Kategorie:

Wir wurden damals auf Schalke wie Schlachtvieh behandelt…

...ist sicherlich eine etwas (aber auch nur etwas) übertriebene Formulierung dafür, wie man mit uns Schlachtenbummlern bei unserem Besuch in Gelsenkirchen in der vorletzten Saison umgegangen ist und die mir vielleicht nicht von ungefähr in den Sinn kam, weil meines Wissens einige der gegenwärtigen und ehemaligen Schalker Cluboberen aus dem Umfeld der Rheda-Wiedenbrücker Fleischproduktionsindustrie kommen.

Doch ich schweife ab, denn gehen soll es hier darum, wie wohl oder unwohl sich Auswärtsfans in Stadien fühlen und daß dies einen gewissen Beitrag dazu leisten kann, wie gut bzw. doof man einen Verein findet. Und als ich auf der A in der "Schüco Arena" neulich mal aus Block 2 zum Auswärtsfanblock rübergeschaut habe, kreisten Gedanken wie "Viel vom Spielgeschehen im 16er können die da drüben wahrscheinlich nicht sehen" durch meinen Kopf.

Unsere Freunde vom Sparrenblog haben sich genauer informiert - und zwar in den Foren von Hertha und Eintracht-Fans. Offenbar sind Auswärtsfans auf der in der "Schüco-Arena" sehr unzufrieden mit den Sichtverhältnissen.

(...) "Der neue Gästeblock ist einfach eine Frechheit. Selbst in Aachen wo man ca. 17 Zäune vor sich hat, hat man mehr gesehen. Wie kann man etwas neu bauen und nur um 250 leute mehr ins Stadion zu bekommen einen Gästeblock bauen, wo man einfach nix sehen kann? Das ist eine absolute Frechheit" (...)

...ist nur ein Zitat aus dem lesenswerten 'Auswärtsblock-Sparrenblogbeitrag'. Sparrenblogger Mischa findet darüber hinaus auch optisch nicht alles gelungen ist sogar noch weitergegangen:

(...) Seit Mittwoch abend hatte die Arminia-Pressestelle, das Architekturbüro Stopfel sowie die Fanbeauftragten der Eintracht und Hertha Gelegenheit, per Antwort auf unsere E-Mail Stellung zu beziehen. Auch als Blog muss man fair sein. Geantwortet hat niemand (...)

Wie gesagt: Die Beliebtheit eines Vereins hängt auch davon ab, wie wohl sich Auswärtsfans im Stadion des Vereins fühlen. Doch was soll's? Arminia ist ja ohnehin der unsympathischste Verein der Liga, da hat auch die 'alte' Architektur nix genutzt. Vielleicht haben alle Angefragten so ähnlich gedacht und sich die Antwort auf die Mail deshalb gespart.

Aus der Kategorie:

Total kultig und voll im Trend: Almspotting

Freitag Mittag aus der Geschäftsstelle kommend, mich darüber ärgernd, daß ich mal wieder im Konjunktiv verharrender Trottel für Wolfsburg nur noch eine Sitzplatzkarte ergattern konnte, vernehme ich munteren Gesprächslärm aus dem Stadionbereich.

Um die Ecke schielend erspähe ich Hans-Hermann Schwick und Roland Kentsch, die gerade höchst bodenständig dabei sind, sich ihr Mittagsessen aus der Gulaschkanone am Essensstand unter Block3/4 einzuverleiben - das sonorige Gemurmel kommt aber offenbar aus dem Stadioninneren.

Ich riskiere einen Blick:

Almspotter begutachten den Fortschritt des Alm-Ausbaus

Oha! Was geht?

Hat Ernst mal wieder kurzfristig den Trainingsort verlegt, um "die Spannung hochzuhalten"? Oder ein heimliches Kräftemessen mit Real Madrid, die zur Strafe für ihre Schlappe in Hannover auf der Alm zwischenstoppen müssen?

Erwartungsvoll wende ich meinen Blick:

Almausbau

Ok.

Kann man bringen.

Baustellenbestaunen auf Block 4 mit beachtlicher Beinfreiheit klingt immernoch besser als "Weltrekord-Versuch im Rückwärtslaufen in Horgau".

Mit wem der im Vordergrund sitzende junge Mann wohl telefoniert?

"So, der Kran ist jetzt komplett ausgefahren."
"Ernsthaft?"
"Ja, ich bin mir sicher."
"Stimmt, jetzt seh ich's auch auf der Webcam."
"Siehstewoll, hab ich doch gesagt."

Memo an mich:

Den Wikipedia-Artikel zum Thema Trainspotting und Planespotting


1 Spotting als Hobby
     1.1 Eisenbahn
     1.2 Flugzeuge
     1.3 Vögel
2 Spotting als Ehrenamt
3 Spotting im Motorsport

bei Gelegenheit ergänzen:


     1.4 Alm-Ausbau (Bielefeld)

Aus der Kategorie:

“Eine Mischung aus Stolz, Selbstironie, Anspruch und Fatalismus.”

Conrad Schormann verabschiedet sich in der NW von der Osttribüne und beschreibt "die Attitüde (...), mit der die Arminen heute ihre Unvollkommenheit bewältigen".

Aus der Kategorie:

Sitzen ist für’s Gesäß — Tschüss Block 5!

Wie praktisch, daß das Spiel gegen Nürnberg gestern so grandios war. So hielt sich die Trauer darüber, daß es das letzte Spiel im Block 5 war doch halbwegs in Grenzen. Aber wir hatten ja seit Bekanntwerden der Umbaupläne vor einem Jahr dank der vielen Anwohnerklagen ausreichend Zeit, um uns mit dem Gedanken anzufreunden, es uns bald in Block 2 gemütlich machen zu müssen.

Übrigens: Blog5 wird nach wie vor Blog5 heißen. Sozusagen als verbales Denkmal und in Erinnerung an die guten alten Zeiten, als nicht sitzend Scampi und Sushi diniernde Fußballfans an Erfolgsfußball Interessierte, sondern noch wir auf Höhe der 16er-Linie stehend genau erkennen konnten, daß kein Armine im Abseits war.

Tschüss, Block5!


Diese Karten wurden nur wenige Minuten später umgetauscht.


Niemals geht man so ganz. Wir werden dich in guter Erinnerung behalten.


Der neue Geist hält bereits Einzug: Zukünftig geht's hier neben den kleinen und großen Geschäften auch um finanzielle.


Gute Frage.


Auch die Jöllenbecker Sippe wird sich ein neues Zuhause suchen müssen.


Heute Nacht hatte ich zum ersten Mal einen Erinnerungstraum.

Aus der Kategorie:

Von Marl bis Beckum — Stadien unserer Jugend

Ein paar Blog5-Worte vorweg: Bis vor zwölf Jahren bolzte Arminia noch auf den Sportplätzen der näheren Umgebung anstatt in den Arenen Europas der Bundesliga – damals in der Regional-/Oberliga, als Arminia noch nicht die Champions-League-Anwärterin war, die sie heute ist. Einige haben das allerdings längst verdrängt oder gar vergessen.

Doch wie heißt es so schön: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und Zukunft aktiv gestalten. "Wider das Vergessen" sagte sich also Philipp Köster und fragte uns, ob er unseren Blog nicht als Forum nutzen könne, an dieses dunkle Kapitel der an dunklen Kapiteln nicht armen Arminia-Geschichte zu erinnern.

So einfach geht das allerdings nicht, da könnt' ja jeder kommen. Doch nach Durchsicht seiner Referenzen (u.a. 11Freunde-Mitgründer, -Herausgeber und Chef-Redakteur, Spiegel-Online- und Tagesspiegel-Bundesliga-Kommentator, NW-Kolumnist, Um halb Vier war die Welt noch in Ordnung-Macher; auch in Sabine-Christiansens Runde saß er mal) sagten wir uns: Juchu! Welch Glanz in unserer Hütte! Lassen wir ihn schreiben, was er will. Hauptsache bei uns! Schreiben kann er ja ganz gut, geben wir dem Jungen also eine Chance, die Karriereleiter als Blog5-Gastautor eine weitere Sprosse empor zu klimmen.

Folge 1: Das Hermann-Löns-Stadion zu Paderborn

"Über sieben Brücken muss du gehen". Peter Maffays grausiges Geröhre war das Leitmotiv der Jahre 1988 bis 1995. Sieben Jahre lang reisten wir durch verlassene, westfälische und münsterländische Marktflecken, bestaunten die Heidekraut-Tribüne in Bonn, den renaturierten Hügelblock in Beckum und die Eisenbahnfanfare des einköpfigen Sölder Anhangs. Und das alle Jahre wieder. Leider sind seit 1995 allzu viele hübsche Stadien der Oberliga Westfalen und der Regionalliga West/Südwest in Vergessenheit geraten. Wer weiß noch, wie der Dortmunder Mendesportplatz aussieht, auf dem wir Lothar Huber wegen seines lichten Haarwuchs anpöbelten? Und der bäuerliche Charme Edenkobens! Die formidablen Google-Maps sorgen nun dafür, dass wird uns all diese wunderschönen Arenen noch einmal anschauen können. Höchste Zeit also für eine kleine Zeitreise und das Sammeln von kleinen Anekdoten rund um die Spiele damals. Los gehen soll es dort, wo alles begann: im Paderborner Hermann-Löns-Stadion, Schauplatz des ersten Auswärtsspiels der Arminia in der sagenumwobenen Oberliga-Saison 1998/89.

Hermann-Löns-Stadion, Paderborn.

1. Am Eingang hinter der Gästetribüne saß ein betagter Herr hinter einer kleinen Schatulle und verkaufte Eintrittskarten. Nach jeder Transaktion schloss er umständlich die Schatulle und blickte prüfend durch seine Brille, ob schon der nächste Kartenkäufer an ihn heran getreten war. Etwa eine Viertelstunde vor dem Spiel war die Schlange der Anhänger auf etwa hundert Meter angewachsen. Im hinteren Teil der Schlange herrschte Lynchmob-Stimmung. Kurz vor Anpfiff drängelten etwa fünfzig Anhänger einfach am entsetzten Senior vorbei ins Stadion.

2. Während des Spiels, Arminia gewann am Ende 2:0, riss ein polizeilicher Hundeführer eine Arminia-Fahne vom Zaun. Was dazu führte, dass zehn Minuten lang wild am Zaun gerüttelt wurde und die Polizei mit dem damals (Degowski und Rösner ließen grüßen) schwer aktuellen Schimpfnamen "Geiselmörder" bedacht wurden. Ein schwerstens tätowierter Kollege neben mir etwa brüllte ungefähr dreihundert Mal den Hundeführer an: "Ich hau dir eine". Dafür stand er aber zu weit weg.

3. In einem der folgenden Jahre spielten wir bei herbstlichen Temperaturen wieder mal in Paderborn, und ich hatte einen Kollegen dabei, dem ich immer von Arminia vorgeschwärmt hatte. Das Spiel endete 0:0 und war der ereignisloseste Kick aller Zeiten. Es passierte noch weniger als beim Deutschland-Österreich-Spiel in Gijo 198, ohne dass die Spiele es darauf angelegt hätten. Der Kollege kam nie wieder mit.

4. Auf dem Bild sieht man die Stromleitung über dem Platz ganz deutlich. Traf je ein Ball die Leitung?

[Nachtrag von Blog5: Noch netter kann man das alles betrachten, wenn man sich die Software Google-Earth downloaded. Es war Philipps Absicht, darauf hinzweisen, was wir vergessen hatten.]

Aus der Kategorie:


Artikel-RSS RSS-Symbol       Kommentare-RSS RSS-Symbol

blog5 ist eine super Sache dank der großartigen OpenSource Community-, Blog- & Foren-Software Drupal
und dank der wunderbaren Drupal-Dienstleister vom
Digitalkombinat aus Bielefeld


Digitalkombinat GbR - Medieninformatik & Gestaltung aus Bielefeld