Stadionhits
Lachsalven und Juxraketen
Verfasst von Santon am 31. Dezember 2012 - 18:20.Zum feucht-fröhlichen Jahresausklang dürfen auch bei Blog5 ein paar wirklich schlechte Wortwitz-Spielereien nicht fehlen:
- Ich geh' aufs KLOS einen abSALGERn.
- Wir waren so HORNIG, dass wir ungeSCHÜTZt hatten und nun stecken wir in der PATSCHE.
- Alles im RAHN?
- APPI geht's.
- Heute erwarte ich volles AGYEMANG!
- Reisst Euch gefälligst am RIEMER!
- Mit "Ein Bett im SCHÖNFELD" holten "Die ORTEGAs" PLATINS.
- Aramsamsam, aramsamsam, gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam - ARABI ARABI gulli gulli gulli gulli gulli ramsamsam
Das Ganze ist natürlich beliebig erweiterbar. Ich trinke jetzt ein BURMEISTER und rutsch' dann friedlich rein. Wir hören uns im neuen Jahr!
Die Nummer 1 in OWL
Verfasst von Santon am 20. August 2012 - 13:15.Um die Derby-Frotzeleien nach einem tollen Sonntag stilvoll zu vollenden:
Ich habe Uli Zwetz gestern in der Schlussphase kommentieren sehen. Und zwar mit einer Hand am Mikro und der anderen jubelnd zur Faust geballt in der Luft schwingend. Und das bestimmt nicht, weil das hier der Realität entspricht:

Und Fußball ist gar nicht so wichtig....
Verfasst von Santon am 28. Juni 2012 - 23:43.Siegesserie aufgeklärt - Fanclub stellt sich der Öffentlichkeit
Verfasst von Santon am 27. Juni 2012 - 12:05.Was veranlasst einen Radiosender dazu einen Verein als „Verein der Woche“ zu präsentieren, den es inoffiziell erst etwa zehn Monate und offiziell gar erst ein halbes Jahr lang gibt? Seine simple Eigenschaft einer von über 110 Fanclubs von Arminia Bielefeld zu sein, dürfte nicht das ausschlaggebende Fundstück auf der Suche nach Errungenschaften gewesen sein.
Gut, schaut man sich den Vorgänger-Verein der Woche an, so ahnt man bereits, dass die Kriterien nicht allzu hoch gesteckt wurden: Der „Still- und Fläschchentreff“ im Klinikum Herford klärt „Breifragen“ und erörtert warum die Kleinen wann weinen.
Der Trumpf des Fanclubs „Die Blaublüter“ ist eher spiritueller Natur. Die Blaublüter halten sich – wohl exklusiv – dafür verantwortlich Arminias Niederlagen-Misere zu Beginn der letzten Saison beendet zu haben. Nach inoffizieller Gründung hagelte es Punkte. Allein diese Einbildung war runde anderthalb Minuten Sendezeit auf Radio Herford wert.
Wer jetzt „Blaublüter“ gelesen hat und auf mächtige Finanzspritzen Uerentruper Großgrundbesitzer spekuliert, wird jedoch enttäuscht: Der Name hat eher wieder was mit Casper zu tun.
Sollte wider Erwarten jemand neugierig auf den Bericht geworden sein, so findet er ihn hier!
Anmerkung: Der Autor gibt zu Teil dieser mystischen Gruppierung zu sein, schwarzen Katzen den Rücken zuzudrehen und im Morgenkaffee sehen zu können was abends gegessen wird.
Sorry SCP!
Verfasst von Santon am 31. Januar 2012 - 23:24.Vor ein paar Wochen ist Holstein Kiel eine der zum Glück immer noch machbaren Pokalsensationen gegen den FSV Mainz 05 gelungen. Während Thomas Tuchel sich überraschenderweise kleinlaut gab und den Kielern eingestand verdient gewonnen zu haben, waren diese längst im Siegestaumel. Blöd nur, dass zeitgleich die Pokalauslosung in der ARD inklusive Live-Schaltung stattfand. Nachdem den Kielern ein Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister zugelost wurde, kannte die Euphorie verständlicherweise keine Grenzen mehr. Die Kieler Kicker wähnten sich unbeobachtet als sie den in Amateurklassen wohlbekannten Gassenhauer „Heidi heidi heidi hoo – BVB Huren*****“ im eigenen Vereinsheim schmetterten. Das ist zugegebenermaßen nicht besonders originell, aber eben auch nicht so gemeint wie gesungen.
Das Ganze rief ob der fortgeschrittenen Uhrzeit unter der Woche noch einmal nicht den Jugendschutz auf den Plan, einzig der DFB blieb wachsam und brummte den Norddeutschen eine für Amateurvereine saftige Geldstrafe von 12.000 € auf, mit der Holstein im Ranking „Kosten pro Sendeminute“ sicherlich in Jauch-Regionen vorstieß.
Damit nicht genug der Strafe: Womöglich aus Angst vor Ausschreitungen während des hochbrisanten, ewigen Duells mit dem BVB wurden die Störche mit Dortmund-Fahnen vor eine Kamera gezerrt, um sich bei den Borussen zu entschuldigen. Das Ergebnis veranlasst zum Fremdschämen.
Da sitzen sie wie brave Schuljungen vor der ersten Theateraufführung, gezeichnet von Nervösität: Sitzt mein Text?
Unsicherheiten sind zu erkennen, aber die Botschaft kommt glaubhaft rüber. Nicht zuletzt weil das gemeinsam eingesprochene „Sorry BVB“ jedes Mütterchen am Herzen packen dürfte.
Was das jetzt mit Arminia zu tun hat? Zunächst gar nichts, aber wenn ich nun einen kleinen Seitenhieb gegen unsere Freunde aus Münster wage, in dem ich auf die aktuelle Tabellenkonstellation verweise, möchte ich das nicht als Kampfansage verstanden wissen. 
Vielmehr soll es das sein, was der Kieler Minnegesang auch sein sollte: ein aus purer Freude entstandenes Späßchen, was zum Sport dazugehört. Wer das nicht versteht, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.
„Ich glaub ich geh auch ma´wieder nachhe Arminia hin. Soll ja zuletzt gar nich schlimm gewesen sein.“
Verfasst von Santon am 27. November 2011 - 21:27.Ein gebürtiger Bielefelder, dessen Vereinsliebe den kurzen Weg zur Alm leider dennoch nie gefunden hat, mit einem für ostwestfälische Verhältnisse geradezu rührendem Lob.
Nach drei Heimsiegen am Stück inklusive Powerplay à la Krämer ist dieses Lob durchaus angebracht. In zwei Wochen darf daher das Derby gegen Osnabrück auch gut besucht werden. In den weiten Sphären des Internets wurde bereits zur „Ausverkauft gegen Osnabrück“-Aktion aufgerufen, die ja in vergleichbarer Form schon gegen Oberhausen vor anderthalb Jahren bestens funktionierte...
Ebenfalls gelesen habe ich, dass sich der DSC mit einem Zuschauerschnitt von 9.000 in den Winter verabschieden würde, wenn 21.522 Zuschauer gegen den VfL kämen. Wird wohl nicht gelingen, aber alles unter 15.000 Zahlende wäre dennoch enttäuschend.
Last but not least ein weiteres Fundstück. Die Deutsche Welle, die bekanntlich weltweit schwappt, hat sich der glorreichen Arminia und ihrem Niedergang gewidmet. Auch wenn der „Betroffene“ (also das wir von uns in Arminia) nicht viel neues erfährt: ein netter Beitrag, der den Arminen-Fan als most suffering supporter auszeichnet!
Besonders markant ist ein wohl langlebiges Zitat von Christian Venghaus:
"Die Beziehung zu meinem Verein ist so, wie mit einem Partner, der einen immer wieder betrügt"
Highlife Arminia
Verfasst von Johnny Dresden am 20. November 2011 - 12:18.

Ich habe nie daran gezweifelt, dass der "Opa" in unseren Reihen noch einen ganzen Haufen Buden machen wird. Diese beiden Tore in Jena haben zwar nichts mehr gebracht, aber plötzlich eine neue Qualität im Sturm offenbart.
Und was entdecke ich, als ich abends zu einem Konzert in einem Plattenladen stehe? Genau diese Platte (die man sich hier anhören kann)!!! EIN ZEICHEN!!!
Ich beantrage hiermit, jedes auf der Alm von Eric erzielte Tor mit diesem Song zu belohnen. Übrigens: Sowohl der Musiker als auch der Fußballer sind Ghanaer. Verwandt sind sie wohl nicht. Unser Eric trägt ein ´g´ am Ende.
Viel Spaß beim Tanzen wünscht
Johnny
Sagt allen "Prügelt euch nicht"....
Verfasst von Santon am 9. November 2011 - 20:49.Ungewöhnliche Woche, findet ihr nicht?
Auf Glasflaschenverbot in ganzen Landstrichen folgen Ankündigungen großer Ausweichmanöver per Kleinbulli und Bier-Hänger.
Auf Pyro- und Prügelphobie folgen Großkonferenzen zwischen Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Vertretern der Fanprojekte, Polizeibeamten beider Städte, Ordnungsdienst, Bundespolizei, Landespolizei, der Ordnungsdienst der Stadt Münster, Feuerwehr... (was für eine Aufzählung!)
Auf Ultra-Fanbrief folgt Willkommensgruß der Polizei Münster.
Dazu jede Menge Kriegsrhetorik, selbst in Statistiken...
"Bei 16 Aufeinandertreffen konnten sich die Preußen erst dreimal über einen Sieg freuen, fünfmal trennten sich die Mannschaften unentschieden und achtmal ließ die Macht aus dem Teutoburger Wald in Münster nur Schutt und Trümmer zurück."
(Quelle: dasWettangebot)
… oder in Ratschlägen zum richtigen Umgang mit den eigenen Fanartikeln:
„Generell gilt: Eure Utensilien sind Bielefelder Utensilien und gehören nicht in des Feindes Hand.“
Der „Feind“ darf meinen Schal sehen, nur spüren, darf er ihn nicht! Jawohl!
Ist es bei aller Vorfreude nicht angebracht die Situation um eine Portion Dramatik zu entschlacken und sich vielleicht am Samstag ausschließlich die folgende Marschroute der Lokal Crew zu Herzen zu nehmen ?
"Es gilt die Jungs nach vorn zu peitschen. Beim für uns alle wichtigsten Spiel muss auch der beste Support her. Das bedeutet die Betonung jeder Menge Antipathien für die Gegenseite, wir wollen aber unbedingt unser Team siegen sehen und sollten die Unterstützung nicht vernachlässigen!"
Die Betonung von Antipathie, wird in meinem Fall auch eine Betonung bleiben und ich hoffe, dass viele der Anwesenden im Stadion das genauso handhaben werden. Aus meiner Sicht durfte Arminia sich lange Zeit und in jeder Lage besonders seiner Fans rühmen. Wenig Gewalt, viel kreativer Support! Lokal Crew und Co haben einiges für die Stimmung im Stadion sowie für das Bielefelder Fan-Image getan und ich bin mir sicher, dass man sich das am Samstag nicht nehmen lassen wird, zumal viele – darunter auch ich – den Ursprung der Rivalität allenfalls aus Erzählungen kennen.
Rivalitäten entstehen ja eh oft dann, wenn sich zwei Vereine besonders ähneln und nach Alleinstellungsmerkmalen suchen. Davon kann zwischen Prxn und Arminia jawohl keine Rede sein. Es dürfte direkt beim Anblick des Stadions deutlich werden, wer vor wenigen Jahren Bundesliga gespielt hat und wer zur gleichen Zeit in der Oberliga herumgekrochen ist. Nach Anpfiff wird dann hoffentlich auch deutlich, dass beide Seiten den Weg, der sie zu diesem Derby geführt hat, wieder rückwärts antreten werden.
Eigentlich hat uns Münster also gar nicht zu interessieren. Wir „ziehen das Ding“ (Fabian Klos), feiern ein wenig und fahren nach Hause! Is´ja nur Fußball...
Es wird wieder gerockt, Jungs!
Verfasst von Santon am 6. November 2011 - 3:29.Ohje! Von 12 möglichen Punkten haben wir 10 geholt. Aus nervöser Magerkost wurde mit zunehmender Spieldauer gegen Oberhausen demonstrative Überlegenheit, die im Anschluss mit dem vollen Repertoire gemeinsamer Jubelarien zwischen Fans und Mannschaft gekrönt wurde. Die Welle, eingehaktes „Crowd-Hüpfen“, Spruchbandparty und schließlich auch noch eine Humba, intonisiert vom letzten Arminen, an dessen Namen sich alle Zuschauer noch erinnern können: Markus Schuler.
Wie dieser jenes tat, bleibt zugunsten seines Geldbeutels mal unerwähnt.
Im Stile eines antizyklischen Nörglers à la Matthias Sammer, der das als großer Mahner besonders nach Siegen perfektionierte, möchte ich in Stunden der Heiterkeit und Vorfreude auf Prxn darauf aufmerksam machen, dass immer noch 10 Punkte auf einen Aufstiegsplatz aufzuholen sind. Späßchen, aber wer hat den Rückstand auf einen Aufstiegsplatz noch nicht runtergerechnet und „in Liga Drei ist alles möglich“ in sich hineingemurmelt?
Ein Tipp zum Zeitvertreib bis nächsten Samstag: Alexander Geilhaupt, einst als Verwaltungsratsvorsitzender und Rückrundenrocker bekannt geworden, schreibt ein Buch. Wissen viele ja gar nicht!
Vorabveröffentlichungen von "Willkommen im Club" soll es auf seiner Homepage geben. So zum Beispiel das erste Kapitel: „Überraschungssieg“.
Es beschreibt den heldenhaften Aufstieg eines einfachen Unternehmers, der es in tranceartigem Zustand mit Umweg über den Raucherbalkon hinein in den biederen Saal der Stadthalle geschafft hat und dort vom anwesenden, johlenden Pöbel in Arminias Vorzeigegremium „Verwaltungsrat“ gewählt wurde. Intime Details aus der Gefühlswelt des Autors („Meine Stimme ist sicher und dynamisch, so wie geübt.“) und die Schilderungen seines augenscheinlich bannenden rednerischen Erfolges („Ich erhalte als einziger Beifall“) lassen den Leser in Ehrfurcht zurück.
Für Herrn Geilhaupt, dessen Name selbstredend Programm ist (s. Homepage), zählt nur der Erfolg. Er sollte ihn an diesem Abend bekommen, Arminia in den Jahren danach nicht.
Diejenigen unter uns, die daran zweifeln, dass Arminia noch genügend Strahlkraft besitzt, werden dank der Lektüre gerne zur Kenntnis nehmen, was dieser Verein für das Selbstwertgefühl einiger Herren noch ausrichten kann.
Denjenigen, die darauf hoffen, dass Arminia demnächst in Bestseller-Listen zu finden ist, ist diese Hoffnung schnellstens auszutreiben. Beruhigenderweise befindet sich Herr Geilhaupt selbst nicht unter ihnen.
Die Kickers - nicht Irgendwer!
Verfasst von Santon am 14. Oktober 2011 - 15:38.Zum morgigen Auswärtsspiel der Blauen eine klitzekleine persönliche Anekdote, von der ich eigentlich gehofft hatte, dass sie mit Arminia Bielefeld nie in Berührung kommt:
Wollte man vor wenigen Jahren in der Sportschau den Erstligisten Arminia sehen, musste man – sofern der Gegner nicht Bayern München hieß - in der Vorahnung, dass es die erste oder spätestens zweite Zusammenfassung sein wird, sehr zeitig vor dem TV sitzen. Dabei konnte es vorkommen, dass man sogar das ein oder andere Drittligaspiel zu Gesicht bekam, welches mit hoch gesetzter Nase und sichtbar zur Schau getragenem Desinteresse verfolgt wurde.
So geschehen bei einem Spiel unseres morgigen Gegners. Ein sichtlich erschöpfter Coach mit grau melierter Verzweiflungswuselfrisur versuchte die Niederlage gegen die Kickers zu begründen und beendete seine Ausführungen mit einem offensichtlichen Totschlagargument für Drittligaexperten:
„Am Ende muss man auch sagen: Wir haben hier nicht gegen Irgendwen gespielt. Wir haben gegen Kickers Offenbach gespielt.“
Einem Arminia-Fan anno 2008, der in Vorfreude auf Bundesligaberichte seines Teams und anderen erlesenen Mannschaften wie eben den Bayern oder dem HSV unruhig vor dem Bildschirm saß, konnte diese Aussage nur ein großes, arrogantes Lachen entlocken.
Bis heute ist mir dieser Satz in Erinnerung geblieben. Man spielt nicht gegen Irgendwen, wenn man gegen Kickers Offenbach spielt. Was „damals“ lustig war, klingt heute bedrohlich.
Die immer wieder großen Töne des Interims(?)-Trainers Krämer (nicht Uhlig!) und die Versprechen der Spieler den Bock umstoßen zu wollen, ziehen schon längst nicht mehr. Es gibt nichts, was im Hinblick auf dieses Spiel positiv stimmt. So wurde dann auch ein geplanter Sonderzug nach Offenbach gestrichen, stattdessen werden Bulli-Touren angeboten.
Weiterhin bleibt auch die Frage offen, ob es nicht viel mehr Sinn machen würde Arminia endlich sportlich so zu stärken, dass am Ende keine Nachfinanzierungen mehr nötig sind.
Lieber in Beine als in schwarze Löcher investieren, oder? Inklusive der beiden Derbys wäre dann ein Zuschauerschnitt von 9.200 sicherlich zu erreichen.



