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Stadionhits

Fight for your right!

Beim Spiel gegen Stuttgart haben wir es sofort vermisst: "Fight for your right to party" von den Beastie Boys als Einlaufmusik. Das Westfalen-Blatt klärt auf, warum:

»Enter sandman« von Metallica ist die neue Einlaufmusik, die sich die Mannschaft ausgesucht hat. Damit sind die Beastie Boys und deren »Fight for your right to party« abgelöst. Doch warum ausgerechnet »Enter sandman«? »Die Musik soll uns richtig fürs Spiel anheizen. Und dem Gegner zeigen: Hier hängen die Trauben hoch. Wir wollen versuchen, einfach für ein bisschen Kult bei Arminia zu sorgen«, klärt DSC-Verteidiger Bernd Korzynietz auf.

Die Metallica-Nummer war nur eine von vielen, die aus dem Mannschaftskreis vorgeschlagen wurden. Markus Bollmann spielte den Kollegen den Sandmann-Song vor – und stieß auf offene Ohren. Auch bei den Fans kam das Lied gut an, obwohl die Beastie Boys mit ihrer Aufforderung, um das Recht zum Feiern zu kämpfen, den Nerv des Publikums voll getroffen hatten. (Quelle: WB)

blog5 fand "Fight for your right" schon ziemlich töfte und ist zugegebenermaßen ein bißchen traurig, daß wir nun Metallica hören ähh müssen beim Einlaufen... aber nun gut - wenn die Mannschaft das so will.

Ob Jonas Kamper auch für "Enter Sandman" gestimmt hat?

Beastie Boys

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Wer über Fangesänge schreibt, kommt um Arminia nicht herum…

...na ja, zumindest, wenn der Autor Philip Köster heißt.

tagesspiegel.de

„Lass die Finger von Owomoyela“
Die Stimmung in den Stadien lebt von den Gesängen der Fans in der Kurve. Die sind mal witzig, mal unter der Gürtellinie. Und mal sind sie einfach nur unglaublich laut
(...)
und Bielefelder Fans dichten gar die Urhymne der Fußballfans „You’ll never walk alone“ um in den merkwürdigen Reim: „Du gehst niemals allein – mit einem Bier in der Hand“.
(...)
Besonders wirkungsvoll sind Fangesänge jedoch immer dann, wenn sie auf Geschehnisse auf dem Rasen reagieren. Als 1998 Stefan Effenbergs üppiges Gehalt bei Borussia Mönchengladbach bekannt wurde, sang beim Gastspiel auf der Bielefelder Alm das ganze Stadion hämisch: „Fünf Millionen, keiner weiß warum.“ Effenberg ließ sich schließlich entnervt auswechseln.
(...)
Und als Werder Bremen die Verpflichtung des Bielefelders Owomoyela plante, dichteten die Ostwestfalen ein Lied der Popgruppe „Fettes Brot“ um: „Lass die Finger von Owomoyela“.
(...)
Verlorengegangen ist dabei allerdings die Anarchie früherer Tage. Spontane Einfälle aus dem Blockinneren sind seltener geworden. Zu pausenlos und animierend sind die Aktionen der Vorsänger, die kaum mehr zu Atem kommen.

Zwar selten, aber es gibt durchaus noch die spontanen Einfälle das spontane Aufbrechen verkrusteter Gesangs-Hierarchien.

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ZZZ Hacker feat. Do you know Arne?

Im dänischen Neuzugang Jonas Kamper haben wir vielleicht (und endlich) den legitimen Nachfolger von Armin Eck gefunden - dem ungefähr einzigen Fußballer der Erde (neben Mehmet Scholl), der einen Musikgeschmack abseits vom fussballertypischen "Ich hör eigentlich ganz gerne so Black Music und auf Parties die Hermes House Band!" vorweisen konnte (und den Herr Eck auch damals im 11FREUNDE-Vorgänger und sagenumwobenen Arminia-Fanzine "Um halb vier war die Welt noch in Ordnung" der Fußballgötter Philipp Köster, Reinaldo Coddou H., Stefan Stricker, Andreas Beune, Rainer Sprehe u.a. unter Beweis stellte).

"Bei Bröndby hatten wir eine Band. Fünf Jungs, erst spielte ich Schlagzeug, dann Gitarre. (...) Unser erster Auftritt war auf der Bröndby-Weihnachtsfeier mit allen Abteilungen. Wir waren nervöser als vor einer Meisterschaftspartie. Wir spielten katastrophal. Aber die Leute hatten ihren Spaß daran. (...) Die Bröndby-Fans sangen im Stadion immer von der blau-gelben Armee, von der blue-yellow army. Wir Spieler verstanden das nie richtig. Für uns klang es wie ›Do you know Arne?‹ – So haben wir uns dann genannt." (...)

Während ihres Besuchs in Kopenhagens Vorort Bröndby, wo der Verein zu Hause ist, erfuhr Königin Margrete II. von der klubeigenen Band. Sie war so begeistert, dass sie darauf bestand, »Do you know Arne?« einmal spielen zu hören. Kamper: »Als wir davon hörten, dachten wir nur: Wow! Dann spielen wir eben für die Königin. Bei einem großen Fest im Bröndby-Stadion traten wir vor der Queen und vor 30000 Fans auf. Ein Wahnsinnserlebnis.«

(Quelle: Westfalen-Blatt)

Na dann lass mal hören, Jonas!

ZZZ Hacker feat. Do you know Arne?

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“Die Liebe, die mich am Leben hält”

Lutz von Rosenberg Lipinsky ist neben Ingolf Lück der wohl bekannteste Comedian, der sich ohne jeglichen Anflug von Scham zu seiner leidenschaftlichen Liebe zu Arminia Bielefeld bekennt - viel mehr noch: Er marschiert nicht nur häufig im Arminia-Trikot auf die Bühne, sondern schrieb zeitweise auch eine Satire-Kolumne in der ASC-AKTUELL und veröffentlichte 2004 "Die Arminia Hymne", eine Coverversion von Xavier Naidoo's "Nicht von dieser Welt".

Diesem Song begegnete man erstmals 1999 beim Versuch von RTL, mit der Sendung "Die dritte Halbzeit" den damals grassierenden - und eigentlich immer noch nicht ganz beendeten - Comedy-Boom auf das Thema Fußball auszuweiten. Weil dabei nicht sonderlich geschickt bei anderen Comedy-Formaten geklaut wurde - zudem zu viel bei "7 Tage, 7 Köpfe" und zu wenig bei Baddiel & Skinner's "Fantasy Football League" - durfte sich Moderator Björn-Hegen Schimpf bald schon wieder einen anderen Job suchen.

Ich habe damals von der Sendung, in der Lutz von Rosenberg Lipinsky sein Arminia-Cover live vortrug (und in dessen Publikum sich etliche Arminia-Fans befanden), ein paar Screenshots gemacht, den Song zudem teilweise mitgeschnitten:

MP3-Download: Lutz von Rosenberg Lipinsky - Arminia Bielefeld, die Liebe, die mich am Leben hält (3,6 MB)

Lutz von Rosenberg Lipinsky bei RTL's 'Die dritte Halbzeit'

Im Hamburger Abendblatt wird der in Gütersloh geborene und seit 1991 in Hamburg lebende Rosenberg Lipinsky heute über seine Arminia-Leidenschaft ausgefragt:

ABENDBLATT: Herr von Rosenberg, Bielefeld und Fußballfan, ist das nicht etwas, was sich eigentlich ausschließt?

LUTZ VON ROSENBERG LIPINSKY: Das hat etwas mit der Einsamkeit der Gegend zu tun, es gibt dort relativ wenige Attraktionen, aber recht viele Diskotheken. Auf Grund der vielen britischen Besatzungstruppen, die wir in der Gegend hatten, wurde viel getrunken, getanzt und geprügelt. Darüber hinaus gab es dieses Stadion...

ABENDBLATT: ...die Alm.

VON ROSENBERG: Damals hieß sie noch Alm, das war 'ne schöne Zeit. Mein Vater hat mich dahin mitgenommen, das ist der Klassiker, den wohl fast jeder Mann erzählen kann. Für mich hat es immer etwas von Stammeskämpfen. Ich gehöre dahin, wo ich meine Wurzeln habe, und die Farben habe ich an.

ABENDBLATT: Heute gelten Sie als größter Arminia-Fan in der norddeutschen Tiefebene. Ewige Sehnsucht nach der Kindheit?

VON ROSENBERG: Natürlich, und natürlich ist es auch eine peinliche Überhöhung der eigene Heimat. Je weiter du weg bist, je länger du weg bist, um so toller findest du das. Das geht ja auch vielen unserer südeuropäischen Mitbürger hier in Deutschland so, daß sie völlig begeistert sind von ihrem Land - als hätten sie ganz vergessen, was der Grund war, weshalb sie weggegangen sind. (...)

ABENDBLATT: Aber was denken Sie sich dabei, als Quasi-Hamburger immer mal wieder im Arminia-Trikot aufzutreten?

VON ROSENBERG: Ich habe vor Jahren die Idee gehabt zu einer Xavier-Naidoo-Parodie und habe daraus eine Arminia-Hymne geschrieben, die den Kollegen aus Mannheim sicher zutiefst beleidigen würde, wenn er sie zu Ohren bekäme. Das Publikum kippt oft beim ersten Refrain von den Stühlen, da es sich nicht vorstellen kann, daß jemand freiwillig ein Lied über Arminia Bielefeld singt, noch dazu ein Liebeslied: "Arminia Bielefeld, die Liebe, die mich am Leben hält."

ABENDBLATT: Fußball und Frauen, ist das so wie Fußball und Bielefeld - das geht eigentlich nicht?

VON ROSENBERG: (...) Wenn man erlebt, wie Frauen ihr Kommunikations- und auch Sozialverhalten verändert haben, ist ja auch die Frage logisch: Wann wird es im Stadion anders? Bestes Beispiel: Es gibt nicht mehr Bier und Wurst, sondern Kaffee und Donuts. Plötzlich mußt du im Stadion rationale Konsumentscheidungen treffen. Ich will nicht über Heiß und Kalt nachdenken, ich will einfach nur rechts die Wurst und links das Bier - fertig! (...)

ABENDBLATT: Und wie ist das bei Ihnen zu Hause?

VON ROSENBERG: Wenn ich zu einem Spiel der Arminia fahre, und das können schon mal 500 bis 600 km für eine Strecke sein, sagt meine Frau immer: "Dann viel Spaß!" Und ich sage jedesmal: "Ich will keinen Spaß, ich will Erfolg!" Und was das Ergebnis angeht, da hat sie ihr eigene Semantik: Sie versucht dann manchmal Mitleid zu zeigen, und wenn es mich wirklich betrifft und ich zu Hause geguckt habe, mache ich erst mal das Fenster auf oder gehe vor die Tür. Fußball-Bundesliga, das ist der einzige Bereich, bei dem ich auch wirklich Macho bin. (...)

(Quelle: J. HAARMEYER, Hamburger Abendblatt)

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Immerhin der richtige Name…

Rangliste der schönsten Bundesliga-Stadien bei sport.de:

...
18. Die Bielefelder Alm

Auf zur Abstimmung auf www.sport.de


Die Bielefelder Alm

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Hannover 96 - Arminia 0:1 | Kleiner Nachtrag

Amüsantes Vorkommnis am Rande: Mitte der zweiten Halbzeit schallt dem imposanten weil vollbesetzten Arminia-Auswärtsblock plötzlich von den Sitzplätzen rechterhand ein mittellautes und etwas quietschiges "Wen lieben wir?" entgegen. 2000 Köpfe drehen sich verwundert nach rechts und blicken auf geschätzte 25 Arminis im Alter zwischen mutmaßlich 5 und 9 Jahren, die erwartungsvoll zu uns herüberblickend auf ihren Sitzschalen stehen. "D-S-C" schallt es lauthals zurück. Dieser Dialog wird noch zweimal wiederholt:

25 Piepsstimmen: "Weeen lieben wiiiiiaaa?"
2000 sonore Männerstimmen: "Dee-Esss-Ceee!"

Bravo! Der vorbildliche Einsatz der blauen Mini-Fans wird daraufhin zurecht mit lautstarken "Arminis! Arminis!"-Rufen bedacht. Niedlich.

Arminis-Fanschal

Schwarz Weiss Blau sind alle unseren Farben!

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Mein schwarz-weiß-blaues Band (1925)

Ich wählte mir als Knabe schon
mein schwarz-weiß-blaues Band.
Ich legte es um meine Brust
mit jugendstarker Hand.

Ein Knabe zwar, doch war das Wort,
das ich dem Bande gab,
fest bis zum heut´gen Jubeltag
und bleibt´s bis an mein Grab.

Vom Knaben wurde ich zum Mann,
hab heute ernste Pflicht,
doch was das Leben fordern mag,
mein Band, das laß ich nicht.

Vom Knaben wurde ich zum Mann,
ich sah die Jahre geh´n.
Ich sah Arminias stolzes Band
siegreich am Maste weh´n.

Ich sah Arminias schweren Kampf,
ich sah ihr Leid und ihre Not.
Doch glaubt´ ich an Arminias Stern -
und sah ihr Morgenrot.

Und Jahre werden kommen,
und Jahre werden geh´n.
Arminia aber wird
siegreich fortbesteh´n.

Und so Gott will, so werde ich
dereinstens auch ein Greis.
Dann klingt von meinen Lippen noch
das alte Lied ganz leis:

"Armine bin ich! Will es sein,
solang mein Auge sieht!
Solange noch ein Tropfen Blut
durch meine Adern zieht!"

Und schließen will ich dann mein Lied
mit jenem letzten Klang,
den ich so oft gesungen hab
in frohem Jugenddrang:

Legt mir aufs Grab den Fußball hin.
Das Fähnlein in die Hand.
Und bindet um die kalte Brust
mein schwarz-weiß-blaues Band!

(Text: Paul Wiegend, 1925)

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Arminia Bielefeld (1996)

Arminia Bielefeld
ist so lautstark wie ein Hund, der bellt.
Wenn das Leder auf dem Rasen liegt
wissen wir es ist soweit,
daß der Mann in schwarz zum Anpfiff pfeift.

Der Fan-Club, der die Farben trägt,
die Mannschaft, die den Ball bewegt,
hoffen auf den Sieg
und wissen es genau:
die Zeit ist reif für Schwarz-Weiß-Blau.

Nächsten Samstag auf der Alm
mit 'nem Becher Bier und Zigarettenqualm
warten wir auf ein neues Spiel.
Die Spieler laufen sich schon warm,
die Fanfaren geben Großalarm
und uns damit das Lebensgefühl.

Ich bin zwar kein großer Fußballfan,
weil ich weder das Spiel noch die Regeln kenn'
doch eins das merkte ich irgendwann wohl.
Denn als ich das erste Mal Arminia sah,
wurde für mich sofort klar:
Fußball ist genau wie Rock'n'Roll.

(Text und Musik: Buttermaker, 1996)

Plattencover Die Alm ruft! 1996

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Geh weiter (2002)

Geh weiter, geh weiter - mit dem Schal schwarz, weiss, blau,
und du gehst niemals allein, du gehst niemals allein.

Egal ob wir verlieren odert als Sieger dasteh'n
Erste oder zweite Liga die Treue bleibt besteh'n.

Wir stehen halt im Fahrstuhl und wenn's ewig so bleibt,
ist uns egal wir stehen bereit.
Dortmund geschlagen und die scheiß Bayern erst recht,
Nur gegen Prxn spielen wir schlecht.

Und was schöne Spiele hat die Alm schon gesehen,
Auch in der Oberliga würden wir zu ihr gehen.
Und wenn wir auch denken, daß wir besseres verdienen,
halten wir doch zusammen, bleiben wir stets Arminen.

(Text und Musik: Schiesser - Alm-Songs, 2002)

Plattencover Schiesser, Alm-Songs 2002

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