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Staubfänger / Fanfundus

Hoffenheimis - die verlorene Arminis-Generation

Auch die Zehnjährigen möchten Teil einer Jugendbewegung sein - doch wie so häufig leider immer der falschen. Generationskonflikte sind vorprogrammiert.

(...) Für Eltern, deren quengelnde Kinder nach einem [Hoffenheim-]Trikot verlangen, klingt das wie Hohn. "Das ist kein Aspekt, das ist ein Problem!", sagt etwa Heiko Maiser aus Bielefeld. Halb Ostwestfalen habe er abgesucht, um den Weihnachtswunsch seines zehnjährigen Sohnes zu erfüllen: Ein Trikot von Chinedu Obasi in Kindergröße 152 sollte es sein. Arminia-Bielefeld-Trikots hätte es an jeder Ecke gegeben, nach dem Leibchen des Hoffenheimer Wunderstürmers aber suchte Maiser vergeblich. "Ich komme mir vor wie im Osten", klagt er (...) [sueddeutsche.de]

Die Jugend von heute: Kleine, bequeme und verwöhnte Erfolgsfans...

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Widerstand kommt von unten

In jeder Saison findet man sich unversehens wieder an dem Punkt, an dem das Tragen des Fanschals zu einem kulturellen Akt des Widerstands wird. Einer meiner Studies jedenfalls läuft seit Tagen in der Uni damit herum. Ich konnte also nicht anders, als ihn auf dem Flur zu fragen, ob das reiner Trotz ist oder eine ausgewachsene Erkältung.

Chapeau jedenfalls mal derbe vor all den Fans in Schulen, Unis, Mittagspausen, die sich nach diesen grauen Wochenenden, wenn man final im Keller der Tabelle angekommen scheint, den sorgenvoll-neugierig-höhnischen Blicken ihrer Kollegen aussetzen.

Aber schlimmer kanns ja jetzt eh nicht mehr kommen (der Standardspruch zum Fanschal). Und wenigstens bewahrt man sich so seine Würde. Bayern kann ja jeder. Aber Arminia? Ha. Man erkennt sie, die wahren Fans, nicht am gebeugten Rücken, nein, am Schal, dem trutzend erhobenen Haupt und diesem Leuchten in den Augen.

(Ja, es weihnachtet sehr, die nasskalte Zeit der Durchhalteparolen...)

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Wir sind längst in der zweiten Liga angekommen...

...zumindest wenn man den diesjährigen Adventskalender als Kriterium heranzieht, den ich jetzt bei Horten im Regal entdeckt habe:

Würd mich nicht drüber freuen, wenn ich ihn von meiner Mutter bekäme. Wie bereits vor zwei Jahren an dieser Stelle beschrieben: Es wäre alles so einfach, wenn man sich zur besinnlichen Jahreszeit auf die guten, alten deutschen Sportclub-Adventskalender-Gestaltungs-
Tugenden
besinnen würde: Auf jedes Türchen ein Fußballgott. Punkt.

Übrigens: Der Rekordmeister zeigt uns nicht nur fast jeden Samstag in sportlicher Hinsicht, sondern in diesen Wochen auch in Sachen Adventskalender wie man's besser macht:

Voller Stolz wird Uli Hoeneß ihn in sein Wohnzimmer hängen und sich denken: "Ich bins doch für den Adventskalender verantwortlich!"

Na ja, über Motive und Farben kann man natürlich diskutieren (ich als Hobby-Bayernfan weniger). Trotzdem: Als Armine sollte man sich vor dem Adventskalender-Hintergrund in den nächsten Wochen mit Sprüchen wie "Bayern-Fans sind alle unter 12" vielleicht etwas zurückhalten.

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Wenn ihr zu doof seid, einen Sponsor zu finden und dann endlich Ruhe gebt, stiften wir halt noch'n Preis für's Tippspiel!

Wie bereits im vergangenen Posting angedeutet: Dank des Digitalkombinats, bereits großzügiger Zur-Verfügung-Steller der Blog5-Drupal-Technik, können wir für unser Arminiatippspiel einen Preis für denjenigen ausloben, der es schafft, Trainingsweltmeister bis zum Ende der Hinrunde von der Spitze der 'wahren Tabelle' zu verdrängen. Wer das mit der 'wahren Tabelle' bereits begriffen hat, überspringe den folgenden Absatz ;-)

Nochmal für alle, die immer noch nicht verstanden haben, worum es sich bei der 'wahren Tabelle' handelt (wie auch bei dem Durcheinander, das ich immer von mir gebe) bzw. alle, die Blog5 mit diesem Beitrag erstmals lesen: Alle Arminiatipper bekommen Punkte für ihre Tipps und landen nach einem mathematisch hochkomplexen, in diesem Beitrag beschriebenen Modell in einer Tabelle. In der 'wahren Tabelle' finden sich am Ende all diejenigen, die mehr als die Hälfte aller Arminia-Spiele getippt haben, d.h. konkret mindestens 9 der 17 Hinrundenspiele. Den sagenhaft großzügigen Preis kann also jeder gewinnen, der noch zum Wolfsburg-Spiel oder sogar erst zum Schalke-Spiel einsteigt, den von den 17 Spielen sind noch zehn zu absolvieren.

Die 'wahre Tabelle' kann man in Kürze sogar getrennt von der normalen Tabelle betrachten, wenn die Schnarchnasen vom Digitalkombinat endlich mal in die Puschen kommen sobald der großzügige Stifter des Preises, das wunderbare, vielbeschäftigte Digitalkombinat sie nach Abarbeitung aller Kundenaufträge ehrenamtlich feierabends fertigprogrammiert hat.

Für alle, die nach Durchforsten dieser Bleiwüste noch immer nicht das Interesse daran verloren haben, was es zu gewinnen gibt, sei es nun verkündet: Dieses tolle Ding hier...

...ist es nicht. Zu gewinnen gibt es einen Preis, den Marcel Reich-Ranicki höchstwahrscheinlich nicht annehmen würde (zumindest würde er nicht annehmen, daß das schon alles sein soll), einen Tätärätäääää:

50-Euro-Gutschein für den Arminiashop

den man dann pünktlich vor'm Fest im Fanshop unter der sagenhaften Osttribüne einlösen kann! Jetzt schon an Weihnachten denken! Der Tippspiel-Sieger wird narrisch und Ansgar Brinkmann widersprechen: Das Leben ist doch ein bunter Teller - es sei denn, man möchte mit dem Gutschein zwei Modell-Omnibusse erwerben.

[Screenshot von planet-arminia.de]

Doch unseren Wunsch nach einem 63,90-Euro-Gutschein erfüllte uns das wunderbare Digitalkombinat leider nicht.

Ein Häkchen hat die Sache noch: Wir haben den Gutschein noch nicht und eine kurze Recherche auf planet-arminia lässt leise Zweifel aufkommen, ob es noch Gutscheine gibt (auf planet-arminia hab ich keinen gefunden). Aber ich hab sowas vor zwei, drei Jahren mal verschenkt und Arminia wäre ja vom Klammerbeutel gepudert, wenn man dort Heiko Westermann aber keine Gutscheine kaufen kann. Falls es keinen Gutschein gibt, kaufen wir für den Sieger bei planet-arminia ein. Montag wissen wir mehr, dann war Marcus mit Maske im Shop, um ihn zu besorgen.
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Wichtiger Hinweis zum heutigen Derby SC Paderborn - Arminia Bielefeld

Die Fanbetreuung des SC Paderborn weist auf folgenden Sachverhalt hin:

"Personen mit eindeutig politisch zuzuordnender Kleidung wird der Einlass verwehrt. Die Eintrittskarte verliert ihre Gültigkeit. Sollten sich Personen mit erwähnten Kleidungsstücken im Stadion befinden, werden diese des Stadions verwiesen."

Lieber Niesel! Dein übliches "Man kann nicht nicht politisch sein" in allen Ehren - aber bevor wir beide heute Abend losfahren: Tu mir also den Gefallen und entferne bitte diesen provokanten Anstecker von Deiner Jacke - hab echt keinen Bock auf Stress. Wirklich nicht. Kehr noch eins.

Obama

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Blödheit hat einen Namen...

...nicht jedoch "Arminia", wie man beim aktuellen 0:1-Halbzeitstand gegen den KSC möglicherweise denken könnte, nein - vielmehr lautet ihr Name "Sascha", weil ich als Depp des Tages heute extra früüühzeitig aus Hamburg heim nach Bielefeld aufbreche, um pünktlich zum Anstoß auf der Alm zu sein - und exakte 280 km später zuhause beim Blick in mein Portemonnaie feststelle, daß ich meine Dauerkarte vergessen/verlegt/verloren* habe und nach einstündiger panischer Wohnungsdurchsuche aufgrund der inzwischen eingekehrten Zeitknappheit mir statt Stadionbesuch mit Flutlicht diesmal wohl nur folgender zerknirschter Blick auf unsern lieben Dennis bleibt:

Armer Dennis!

Hinsichtlich des aktuellen Rückstands und der sogleich beginnenden 2. Halbzeit bin ich hingegen gänzlich optimistisch und verlasse mich voller Urvertrauen auf das kompetente Urteil von Tippspielleiter Hippo, der den aktuellen 0:1-Rückstand durch Porcello vorausgesagt hat.

Ich lehne mich zurück und versuche dennoch entspannt auszusehen - schließlich geht das Spiel seiner Einschätzung nach trotzdem 3:1 für Arminia aus.

(*gilt es noch herauszufinden)
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“Ein Wirrwarr aus blauem, weißem und schwarzem Gedöns”

Der Kölner Stadtanzeiger erkennt einen Trend hin zur Verschlichterung ("Trend zum Schmucklosen") beim Trikot-Design in der Liga – und zwar nicht etwa, um (wie beim Arminia-Logo) irgendeinem heißen sophisticated Web-2.0-Werbeklitschen-Hype hinterherzurennen, sondern – ganz praktisch – damit die Vereinsnamen Sponsoren- schriftzüge besser zu erkennen ist. An welchem Verein ließe sich diese Beobachtung besser verdeutlichen als an Arminia:

(...) Insofern haben die eher langweiligen Outfits einen tieferen Sinn: vom hochwertigen Material soll Designer-Schnickschnack möglichst wenig ablenken. Darüber hinaus müssen auf jedem Hemd inzwischen vier Werbebotschaften gut erkennbar platziert werden: Hauptsponsor, Hersteller, sowie auf je einem Ärmel das Liga-Logo und der Schriftzug des Hauptsponsors der Liga. Da macht sich ein Wirrwarr aus blauem, weißem und schwarzem Gedöns wie auf dem Trikot von Arminia Bielefeld in der vergangenen Saison nicht gut.

Diese Saison ist dasselbe Trikot blau, mit einem weißen Brustbalken (...) [ksta.de]

"Keine halben Sachen!" fordert Blog5 in diesem Zusammenhang und bittet alle Verantwortlichen, das Wirrwarr aus blauem, blauem und blauem Gedöns nochmal zu über- und über unseren Trikot-Vorschlag für kommende Saison nachzudenken:

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Samstag ist Waschtag…

...und das will sich achselhöhlengeruchstechnisch und untenrumhygienisch so gar nicht mit dem typischen Erstligaspielplan vertragen: Zur Alm "Schüco-Arena", Arminia gucken, vonna Al "Schüco-Arena" zurück, Sportschau gucken, zwei Stunden Videotexttafeln analysieren, Sportstudio gucken und während der Sportstudio-Wiederholung auf 3Sat einschlafen. So kommt es mitunter vor, daß man sich einige Wochen gar nicht waschen kann und das nächste Freitags- oder Sonntagsspiel herbeisehnt. Aber wem erzähl ich das: Die meisten Blog5-Leser werden dieses Problem ja kennen...

Doch nun, zur Weihnachtszeit, ist spielfrei und der Samstag kann wieder seiner traditionellen Bestimmung gemäß genutzt werden. Und die Angst, an diesem fremden, unvertrauten Ort, der Dusche, ein arminialoses Dasein fristen zu müssen, ist glücklicherweise völlig unbegründet:

Arminia Duschzeug

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A bissle isch emmer no besser wia gar nix!

Die Schwaben sind ein lustiges Völkchen. Geben ihren Töchtern unvorteilhafte Namen („Aschdrid“), verzichten auf einen übertrieben differenzierten Einsatz von Relativpronomen („Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann“) und nehmen sehenden Auges Verwechslungen mit dem Vereinsmaskottchen einer bekannten religiösen Lehrtradition in Kauf, wenn sie einem allseits beliebten Streichfett ein vom Standarddeutschen abweichendes Geschlecht geben („der Budder“). Alles getreu dem Motto „Mir kennad au Hochdeitsch, mir wellad bloß ned“.

Trotzdem wird der VfB Stuttgart immer wieder mal aus Versehen Deutscher Meister und erlaubt sich im Zuge dessen die ein oder andere Hochnäsigkeit („A fräche Gosch han“) gegenüber „Zuagreisden“ (sprich: Alle Leute nördlich der Donau), so wie die Folgende, auf die uns Arminia-Fan Flo aus Stuttgart freundlicherweise per Mail hinweist:

"Eine Liaison mit Eintracht Frankfurt wurde ihm (Antonio Da Silva) schon nachgesagt. Sein Berater Klaus Gerster erteilt den Gerüchten eine Absage. "Da ist nichts dran. Und ein Wechsel zu einem Club der Bielefeld-Kategorie wäre für Toni ein Rückschritt", sagt Gerster, der für seinen Spieler gute Perspektiven sieht."

(Quelle: Stuttgarter Zeitung)

Vielleicht ist ja genau diese Art von Vermessenheit („saudomms Läddagschwäddz“) verantwortlich für das zunehmende Wegbrechen ganzer VfB-Fan-Generationen - eine Beobachtungen, wie sie kürzlich bereits Philipp Köster in seiner NW-Kolumne machen durfte:

"Neulich bekam ich eine Mail von Konrad Eisele, einem Mathelehrer aus Stuttgart. Der hatte in der 4b eine Klassenarbeit schreiben lassen und beim Einsammeln der Hefte bemerkt, dass der kleine Lionel doch tatsächlich einen glitzernden Arminia-Aufkleber aus der Panini-Kollektion auf den Schutzumschlag geklebt hatte. Eisele fand das Bekenntnis mitten in der schwäbischen Diaspora rührend, und ich fragte mich spontan: Schlägt tatsächlich mitten in Stuttgart ein kleines schwarz-weiß-blaues Herz?"

(Philipp Köster in seiner NW-"Meine Arminia"-Kolumne)

Nachdem wir zuletzt ja bereits mit der Stimmung in München unzufriedenen Bayern-Fans eingeladen hatten, Arminia-Fans zu werden, sei dem Nachwuchs im Ländle hiermit nun ebenfalls offiziell angeboten, sich doch lieber einem weltoffenen Klub wie Arminia Bielefeld mit Haut und Haaren zu verschreiben. Auch hier wird gern mal „a Fläschle Rooda“ geköpft!

Also, liebe Schwaben: Gugg net lang, gang na!

Könnte der Startschuß einer richtungsweisenden Entwicklung sein, die wir von blog5 gerne nochmal mit dem uns von Herrn Köster damals netterweise übersandten Beweisfoto o.g. Klassenarbeitshefts illustrieren möchten:

Bielefeld weltweit

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Exklusiv: Blog5 berichtet vom Arminia Geheimtraining!

Als knallharte Investigativ-Blogger war es für uns selbstverständlich ein Kinderspiel, Power-Ernsts geheime Trainingszeiten in Erfahrung zu bringen. Auf's Trainingsgelände durften wir zwar nicht, aber aus dem Gebüsch gelang uns ein aufschlussreicher Schnappschuss, der für das Spiel morgen Anlass zur Hoffnung gibt:

Arminia Abwehrbollwerk
Höchst innovativ: Riegel-Ernst lässt mit zwei leicht versetzt stehenden 4er-Abwehrketten spielen. Zudem könnte die Stimmung in diesem dicht gestaffelten Arminen-Abwehrbollwerk nicht besser sein und damit sollte die Null hinten endlich mal wieder stehen. Vermutlich aber leider auch vorne, denn das Team wirkt recht unbeweglich.

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