Stimmen zum Spiel

Eine kurze Lanze für den VfL

Bei all dem Freudentaumel muss eine kurze Lanze für den VfL Osnabrück gebrochen werden.

Unser Fußballnachbar droht im Falle des wahrscheinlichen Nichtaufstiegs im Chaos zu versinken und führt damit vor Augen, was den DSC vielleicht in diesem Fall erwartet hätte. Einige interne Problemen der Lilaweißen scheinen hausgemacht. Der Rücktritt von Pele Wollitz hat das eindrucksvoll gezeigt. Der VfL ist aber auch ein Opfer der defizitären Pleiteliga 3.

In der letzten Saison hatten die beiden Direktaufsteiger nach 38 Spieltagen 66 bzw. 64 Punkte. Der VfL wäre mit 70 Punkten nach 37 Spieltagen jetzt schon Meister. Nach so einer Saison mit leeren Händen dazustehen, ist verdammt bitter.

Pele Wollitz hat mit wenig Geld eine erfolgreiche Truppe zusammengestellt und die Region ist genauso fußballverrückt wie Schwarzweißblau. Die Duelle beider Clubs werden mir sehr fehlen. Und das nicht nur, weil ich mit dem Rad zur Bremer Brücke fahren konnte, sondern weil die Spiele sportlich rassiger waren als gegen Telgte.

Der VfL steht jetzt ungefähr da, wo Arminia 2011 stand. Und weil man weiß, wie sich das anfühlt, haben Fans und Mitarbeiter mein solidarisches Mitgefühl. Ich hoffe für den VfL auf den Relegationsplatz und ein Wiedersehen in Liga 2.

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"Das ist für mich der ostwestfälische Jürgen Klopp!"

versucht sich Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen an einem mehr oder weniger gelungenen Kompliment in Richtung Stefan Krämer.

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Wir sind 2. Liga!

Genießen wir aufstiegstrunken doch noch kurz folgende kleine Pressereaktionssammlung und prüfen, ob sich da möglicherweise eine gewisse Synonym-Schnittmenge ergibt:

"Die Traditionsvereine Karlsruher SC und Arminia Bielefeld kehren in die 2. Fußball-Bundesliga zurück." (WELT)

"Zwei Traditionsmannschaften sind zurück in der Bundesliga - wenn auch nur in der zweiten." (Spiegel Online)

"Die 2. Bundesliga bekommt in der Spielzeit 2013/14 zwei Traditionsklubs zurück." (Kicker)

"Die ehemaligen Bundesligisten Karlsruher SC und Arminia Bielefeld..." (spox.com)

"Traditionsverein Arminia Bielefeld" (Reviersport)

"Zwei Traditionsklubs sind zurück" (Süddeutsche)

"Die Zweitliga-„Dinos“ Karlsruher SC und Arminia Bielefeld..." (Liga-Zwei.de)

"Die Traditionsvereine" (sport1.de)

"Traditionsclub" (stern)

"Die Traditionsvereine..." (RP Online)

Sehr schön! Und jetzt nochmal alle zusammen:

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"Der wichtigste Körperteil in den letzten drei Spielen ist der Kopf."

übersetzt Stefan Krämer intuitives Fußballwissen in Worte.

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Widder verloren?

Mitunter treibt die dritte Liga muntere Spielchen mit ihren Fans. Wobei, was heisst hier ihren Fans? Fan der dritten Liga ist man wohl eher selten, vielmehr ist man Fan seiner Mannschaft und nimmt daher die Ligazugehörigkeit irgendwie in Kauf. Dieses Phänomen kann natürlich auch in anderen Ligen beobachtet werden, kommt jedoch hier am deutlichsten zum Vorschein.

Arminias Spiel in Saarbrücken ist ein gutes Beispiel. Als eines der ersten Spiele der Rückrunde sollte es bereits im Dezember stattfinden, doch Schnee und Eis durchkreuzten diese Pläne. Und das gleich ein zweites Mal im Januar. Während in der ersten und zweiten Liga überwiegend auf einem grünen Teppich weiter gespielt werden konnte, fehlt in Saarbrücken oder an anderen exklusiven Orten der Liga die Rasenheizung.

Nun gut, geschenkt. Vorgestern, also im Februar, haben wir das Spiel ja nachholen können. Und wir haben es gewonnen. Warum griesgrämig sein?

Nicht zuletzt wurde es das schon erwartete Torfestival gegen den 1.FCS. Nach einem 0:4, einem 4:2 und einem 3:2 gab es nun wieder ein 4:2 aus Sicht des DSC. 6 Tore - da freut man sich doch auf die Zusammenfassung im TV!

TV? Wir wären dann beim nächsten Problem. Nachholspiele der dritten Liga bleiben vom Fernsehen weitestgehend unbemerkt. Im WDR war gar nichts zu sehen und in irgendeiner Sportschau im Ersten erst recht nichts.

Kurz bevor sich einige nun daran machten aus Bilderstrecken der NW oder dem Westfalenblatt ein Daumenkino zusammenzufügen, ertönte frohe Kunde aus dem Funkhaus des Saarländischen Rundfunk! Es waren Kameras vor Ort. Es existiert ein rund dreiminütiger Bericht!

Über die sozialen Netzwerke verbreitet sich der Filmschnippsel in Windeseile. Doch die Freude weicht dem Schock.

Schon die Ankündigung im Studio unter dem Slogan „Widder verlor“ schickt den Ostwestfalen gedanklich ins Tierreich. Einschlägiges Feedback auf Arminias Facebook-Präsenz: „Ich versteh nix, aber is' lustig. Ich hoffe sie konnten den Widder finden, den sie verloren haben.“

Es war der einzige Bericht über den DSC in Saarbrücken – und er war saarländische Folklore: „De Fans han die Flemm“. „Bisch dahin woar de Luginger zufridde!“. „Des Toar is füdde Klos nua Formsach!“.

Passend dazu einige Tore. Das 1:1 sowie das 3:1 gelangen nur unter gütigster Mithilfe der Saarbrücker, dazu noch ein Eigentor von Appiah. Man hatte sich mehr erhofft.

Vielleicht wäre das alles besser zu ertragen gewesen, hätte man sich im Saarland der Landessprache seines Nachbarn bedient. Ein französischer Kommentar hätte eleganter geklungen. Wir hätten uns bei einem wieder einmal starken Platööhn im Tor bedankt, hätten über Tore von Klo (stummes -s-) und Glasnööhr gejubelt, den schnellen Ille bewundert, uns an der Rückkehr von Übenöhr und Ornisch nicht satt gesehen und uns gefreut, dass sich beim Torschützen und Vorlagengeber Testroet an der Aussprache nichts ändert.

Morgen geht’s gegen Unterhaching. Bleibt zu hoffen, dass der WDR wieder im Stadion ist.

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Ätsch, Acki!

Wie würde es Pierre Brice sagen? Vielleicht: In diesem Zitat vom BVB-Geschäftsführer Watzke fehlt mir der Respekt!

"In einer dreigeteilten Bundesliga nur Siebter zu sein und hinter Bielefeld zu stehen, kann nicht der Anspruch von Borussia Dortmund sein. Das nehme ich nicht mehr hin!"

(WAZ, 10.01.2013)

Musste aber wohl! Und ein besseres Kompliment für unsere Jugendarbeit konnte es ja gar nicht geben. Ärger' Dich nur weiter!

Den 2:0-Sieg unserer Almbuben gegen den BVB hab ich übrigens vor Ort miterlebt. Ein enges Spiel, aber der Sieg war verdient. Und im Dormtunder Lager war schon da der Frust nur allzu deutlich. Daher: Mütter Ostwestfalens, jagt Eure Talente nicht  stundenlang auf die Autobahn ins Ruhrgebiet. Schickt sie auf die Alm!

 

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"Ich habe Traurigkeit für die Mannschaft."

Bemerkenswertes Zitat von "Pele" Wollitz auf der Pressekonferenz nach dem 0:0 zwischen Osna und Arminia.

Dass Arminia nach der Halbzeit längere Zeit spielbestimmend war, rechtfertigte er damit, dass das "in die Augenhöhe" schonmal passieren kann.

Nur gut, dass der Elfmeter aus unserer Sicht nicht in die Auge ging. Timo Staffeldt spielte den Roberto Baggio Fußballgott, verzog völlig und schenkte uns in der letzten Minute den einen Punkt.

Martin Anders kommentiert folgerichtig auf Facebook: "Ich habe Heiterkeit für Timo Staffeldt."

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Arminia doch on-topic

Was so ein Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen doch so alles bewirken kann.. erstaunlich und überraschend für einen "Retortenclub" als Gegner.

Bereits vor einiger Zeit hat Hippo an dieser Stelle (völlig zu Recht) Werbung für den 1LIVE-Elfer gemacht.

Er hatte damals auf diese Sendung hingewiesen, weil...

weil Mike Litt und Christoph Biermann cool sind, es  öffentlich-rechtlich-unkommerziell ist, insofern authentisch ist, als ich die Sendung tatsächlich mal hören werde...

...und weil Arminia mit etwas Glück kein Thema dieser Sendung sein wird, so daß man sich heut Abend mal mit den Luxus-Problemchen anderer Vereine ablenken kann.

Nun gut. Mike Litt ist bestimmt immer noch cool, aber er moderiert heute Abend nicht. Das übernimmt Michael Dietz.

Und Arminia ist nicht off-topic. Zumindest heute nicht. Denn heute ist Stefan Krämer zugeschaltet und darf über unsere Erfolgssträhne sowie Pokalpläne berichten.

Nach netten Gesprächen mit Arminia-Fan und 1LIVE-Reporter Peter Schultz möchte ich den erstgenannten Argumenten Hippos hiermit zustimmen und ebenfalls auf die Sendung verweisen: Heute Abend, 23 Uhr, 1LIVE. "Die Blauen kommen."

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Bielefeld - Chemnitz 0:0

Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell der Westfalenpokal (Sieg im Finale gegen MS), der DFB-Pokalsieg gegen Paderborn und die Tabellenführung vergessen werden. Auch wenn der Stachel aus dem Telgte-Debakel tief sitzt: Es hat etwas von Hochnäsigkeit jetzt über die Mannschaft herzuziehen oder zu pfeiffen.

Sogar  "Krämer raus"-Stimmen soll es schon gegeben haben, nachdem dieser angeblich - so liest es sich im NW-Liveticker - einigen, buhenden Sitzplatzinhabern den Scheibenwischer entgegenbracht hat.

Die 3. Liga ist eben nichts für Feinschmecker. Oft genug wurde betont, dass in jedem Spiel an die Grenze gegangen werden muss, um in dieser Liga eine gute Rolle zu spielen. Arminias Kader kann das und ist ausgeglichen genug, um oben dran zu bleiben. Dafür braucht es nur Geduld. Und kein Pfeiffen.

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