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Stimmen zum Spiel

West-fa-len-po-kal ! Vier-schan-zen-tour-nee!

Die Anreise hatte Kreisligacharme: Einspurige, spärlich beleuchtete Straßen innerorts, Kolonne fahren hinterm Traktor außerorts. Auch das Stadionflutlicht war aus wenigen hundert Metern von einer Straßenlaterne kaum zu unterscheiden.

Parkende Autos auf beiden Straßenseiten rund um das Stadiongelände sorgten für so eine schmale Fahrspur, dass die ASC-Helferlein vom Fanmobil durch Polizeibeamte zur präventiven Verkehrsregulierung aufgerufen wurden. Half nur bedingt: gekracht hat es trotzdem.

Charmant auch die Anordnung der Bratwurstbude: Direkt vor den Dixie-Klos entzündete sich nach kurzer Zeit ein Geruchsfestival.

Nachdem durch die Mikrofonanlage dem Schiedsrichter „allzeit richtige Entscheidungen“, den Mannschaften ein „herzliches Willkommen und viel Applaus“ sowie dem Spiel an sich ein „sportlich spannender Verlauf“ gewünscht wurde, wurde dann übrigens auch noch Fußball gespielt.

Klatsch, Bumms, Bumms. 3-0 für uns. Schön, wenn über Pokalspiele gegen unterklassige Gegener mehr nicht zu sagen ist. Auch wenn der ein oder andere Nebenmann im schlechten Sichtfeld aufs Spielfeld nach dem 2-0 noch raunte: „Wart ma´ab! Gleich kriegen wir eins und dann geht das große Zittern wieder los hier!“ Es war standesgemäß, also sogar mit Klassenunterschied.

Das Finale ist greifbar nah, der DFB-Pokal schon so gut wie safe. Jetzt wird Euphorie angeordnet! Wir können Geschichte schreiben und den Briefkopf erweitern – Westfalenpokalsieger. Wow! Wer noch nicht im Stadion war, sollte das schnellstens nachholen, denn wenn über Jahre von den Langemanns, Hammanns, Tims und Toms die Rede ist, ihr könntet nicht mitreden!

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"Da pisst der Sack mir an den Lack!" - Arminia Live in Liga 3

Auswärtsspiel bei Stuttgart II. Na toll. Nachdem ARD-Sportchef Steffen Simon vor der Saison ankündigte, Spiele von Bundesliga-Zweitvertretungen in der Dritten Liga zu boykottieren, ist nicht davon auszugehen, dass der WDR eine Abordnung ins „GAZi-Stadion“ geschickt hat. TV-Bilder Mangelware.

Was nun? Radio Bielefeld! Dramatisches Mittelfeldgeplänkel mit Uli Zwetz. Trotz seiner Nörgelei, der Mann ist Fan und leidet mit. Das hört man. Nicht gut für´s Nervenkostum.

Was nun? NW-Liveticker! Nachdem im Osnabrück-Derby bestätigten Gerüchten zufolge Radio Bielefeld-Mitarbeiter im T-Shirt berichteten und sich damit als Krämer-Fans outeten, schickt die NW nun mit Lennart Krause die Krämer-Gedächtnis-Frisur ins Rennen.

 

Ein Spiel lesen, das soll der Trainer. Aber doch nicht der Fan. Ein bischen mehr Dramatik darf es dann doch sein.

Was nun? Der ASC-Livestream. Im Westfalenpokal-Fight gegen Lotte ein Hochgenuss zu verfolgen, wie die Herren - unterstützt von Geschäftsführer, Pressesprecher, Teammanager und Interimstrainer Marcus Uhlig - allen schlechten Sichtverhältnissen zu trotzen versuchten. Lotter „Ultras“ stellten sich inklusive Doppelhalter provozierend vor den ASC-Bulli, aus dem heraus das Spiel kommentiert wurde. Die Situation drohte mit zunehmender Spieldauer zu eskalieren: “Der Sack pisst an meinen Bulli. Der Sack pisst mir an den Lack.. Jetzt kriegt er eine...“ (Tür auf, Tür zu...)

Bei all den Bierbuden-Emotionen wurde dem Hörer dann der Platzverweis von Riemer unterschlagen. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Was nun? Wohl ein Mix aus Allem. In Hoffnung auf weitere Highlights der Liveberichterstattung wünsche ich uns allen einen Dreier.

 

(An einen Sieg kann ich heute irgendwie nicht glauben. Als ich im Freundeskreis auf ein 4:1 für Stuttgart tippte, wurde ich gefragt, ob ich von Dämonen befallen sei. Ich entgegnete: „Mir ist Kentsch begegnet.“ Ruhe.)
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"Wer die schlechten Spiele nicht verliert, ist auf einem guten Weg."

 

 

"Wenn ich an die Choreo denke, kriege ich eine Gänsehaut. Den Leuten kann man gar nicht genug danken."

 

Worte, denen man sich nur anschließen kann. Schließlich werden besonders diejenigen Fangruppierungen in den medialen Pyrodebatten schlecht dargestellt, die für beeindruckende Stadionbilder wie eben jenes aus dem heutigen Derby verantwortlich sind.

Aber nicht nur der warmen Worte wegen, die in Richtung Fans immer schnell gefunden sind, hat mich Stefan Krämers Interview nach Spielschluss voll überzeugt.

„In der Anfangsphase konnte man schon sehen, dass wir uns schwer tun werden – man hat ja als Trainer so ein Bauchgefühl und kann das interpretieren.“

 

Recht hat er. Ich denke man braucht nicht lange rumdiskutieren: Osnabrück war heute ein Stück besser als unsere Arminia. So fair sollte man sein. So fair ist auch der Trainer:

„Die zweite Halbzeit war besser, die Mannschaft hat gute Nehmerqualitäten. Nachher war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Osnabrück, deshalb können wir mit einer eher schwachen Leistung gut mit dem Punkt leben.“

 

Manchmal ist es besonders schwierig die Dinge so zu beschreiben, wie sie sind. Manche Trainer Gallionsfiguren Heilsbringer Notnägel sind gar dafür bekannt, dass sie das ob ihres überbordenden Temperaments nicht wollen oder können.

Krämer scheint herrlich klaren Kopf zu bewahren.

"Eine Mannschaft, die nicht funktioniert, verliert so ein Spiel – deswegen bin ich froh."

Nachdem die Mannschaft als siegloser Tabellenletzter vom Nobody von Ahlen an den Nobody Krämer weitergereicht wurde und das erste Spiel unter seiner Regie genauso schmachvoll verloren ging wie die Heimspiele zuvor, fing ich bereits an Sondermüllangebote für Fanartikelberge eines dahin gegangenen Traditionsvereins zu sondieren. Aber siehe da: die Mannschaft funkioniert. Trainer und Frisur funktionieren.

 

Stefan Krämer könnte nach langer Zeit mal wieder ein Glücksgriff sein – übrigens genauso wie das neue Präsidium. Wo sind die Maulwürfe? Wo sind die Horrormeldungen? Wo bleibt der Punktabzug?

 


"Wer die schlechten Spiele nicht verliert, ist auf einem guten Weg."

Diesen Satz darf man in Stein meißeln und auf den gesamten Verein übertragen. Es sind neun Punkte auf einen Relegationsplatz, aber sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Hören wir auf zu träumen und fangen wir an uns zu freuen, dass Arminia endlich wieder Hoffnung macht.

 

PS: Eines sei aber noch gesagt: So „robust“ wie Krämer von sich behauptet zu sein, ist er nicht. Es ist im NW-Video deutlich zu hören, dass er sich nach all den T-Shirt-Spielen doch erkältet hat.

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"Deutscher Sport-Club Allleeeez" - Bericht aus Bremen!

Nach längerer Zeit kann ich euch heute mal wieder einen Erlebnisbericht von einem Auswärtsspiel anbieten. Besagtes Auswärtsspiel bei der Bremer Zweitvertretung ist sogar zu einem Auswärtssieg mutiert, was bei meiner Anwesenheit nur äußerst selten gelingen will.

Auch wenn das Weserstadion im kalt-nassen Bremer Dezember durch sparsame Beleuchtung sehr elegant in Szene gesetzt wurde: besondere Wehmut kam nicht auf, als man sich am Stadion und den Vorplätzen eins bis zehn hinüber zum „Stadion“ Platz 11 schlich.

Irgendwie war es erheiternd spannend ein Punktspiel der Blauen vor 1200 Zuschauern zu verfolgen, unter denen sich auch Präsidenten von Vereinen wie Frisch Auf Herringhausen-Eickum mischten, die sich in dieses Ambiente wesentlich besser einfügen als ebenfalls anwesende Prominenzen wie Gerhard Weber.

Wohlwissend um das hohe Regenrisiko bei nur einer überdachten Tribüne hat der vorsorgende Armine die gesamte Sitzplatztribüne bereits im Vorfeld beschlagnahmt, was sogar zu Engpässen auf offizieller Seite führte und die Werderaner Verantwortlichen dazu zwang unter der Woche kreative Lösungswege aufzuzeigen:

 

„Herr Schonz kann sich mit auf das Tribünendach stellen, muss sich dort nur mit dem WDR arrangieren.“

 

Zeugwart Schonz gesellte sich dann doch lieber zu Stefan Krämer, der tatsächlich im T-Shirt dem Hundewetter trotzte. Uff!

Auch Arminias Profis bewiesen, dass sie klug voraus denken können: Mit dem Wissen um schwindende Kräfte aufgrund des Pokalfights gegen Lotte gaben die Jungs in der ersten Hälfte mächtig Gas. Aus den letzten Löchern pfeiffend, wurde sich dann in einer Abwehrschlacht zum Schlusspfiff durchgezittert.

Die völlig durchnässten Fans auf der unüberdachten Seite des Glücks heizten sich bei der Siegsfeier mit einer unnötigen (teuren?) Pyro-Aktion selber ein, während Krämer sich vor den Journalisten selbst revidierte: „Streicht den Satz mit „rocken“. Da gab es hier doch mal so einen Verwaltungsrat, der damit ziemlich daneben gelegen hat.“

Auf dem Rückweg donnerte uns dann aus einem schnörkellosen Flachdachbau ein lautes „Deutscher Sport-Club Alleeez, Du wirst nie untergeeeeehn!“ entgegen. Es waren weder der gute Gerry oder dörfliche Vereinsgrößen, noch Arminias Ältestenrat auf beschwippster Kaffeefahrt, die da riefen. Es war die Mannschaft, die die Kabine akustisch zerlegte.

Mit dem guten Gefühl, dass die 15 Neu-Bielefelder das Schickal Arminias tatsächlich zu interessieren scheint, ließ es sich dann erneut gefühlslos am Weserstadion vorbeilaufen. SIEG!

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Glühweinsause mit Lohmann

Kurzes „Vorwort“: Ich habe den letzten Blog-Eintrag bearbeitet und „entreißerisiert“. Ich kann zwar mein Geschreibsel weiterhin vertreten, bin jedoch der Meinung, dass Blog5 für das angesprochene Thema und die aufkommende Diskussion nicht der richtige Platz ist.

Auch wenn es rund um Arminia Bielefeld meist nie ums Sportliche geht, sollten wir hier versuchen beim Sportlichen zu bleiben. Und rein sportlich gesehen, steht ein netter Kick am Samstag auf dem Programm: 14 Uhr gegen Babelsberg.

Als ich mich am letzten Wochenende beim Bundesliga-Topspiel unter die Bayern-Fans gemischt habe, habe ich einen absurden Vergleich gewagt und versucht konkrete Unterschiede in den Fachsimpeleien zwischen Bayern- und Arminia-Fans ausfindig zu machen. Dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass Bayern-Fans viel über Taktik reden. Robben rechts oder links? Schicken wir Müller in die Mitte oder bringen wir ihn doch als zweite Spitze wenn Robben spielt? Und wo bleibt dann Toni Kroos, wenn Schweini wieder fit ist? Doppel-Sechs, flache Vier, Raute? Harte Sorgen!

Aber worüber reden wir Arminen? Es ist schon gelegentlich zu hören, dass eher Spieler X als Spieler Y spielen sollte, aber wird auch über taktische Rafinessen gesprochen? Ich habe eher den Eindruck, dass sich darüber kaum jemand auf der Tribüne Gedanken macht. Vielmehr glaube ich, dass alle hoffen, dass der Trainer irgendwo elf Leute findet, die den Ball anstoppen können. Im nächsten Schritt ergibt sich aus den besten Elf dann die taktische Aufstellung.

Es ist wohl einem endlich seriös arbeitenden Präsidium zu verdanken, dass heute in der NW nach gefühlten Ewigkeiten tatsächlich ein Artikel über taktische Möglichkeiten zu finden ist. Von „strategischen Überlegungen mit Hernandez“ ist die Rede. Ja sogar von einem „Plan B“, der besagt den jungen Flitzer als Joker zu bringen, sollte man sich für eine defensivere Startformation entscheiden. Als i-Tüpfelchen wird gar eine Systemumstellung mit zwei Sturmspitzen angesprochen. Ich bin baff.

Da die Babelsberger unser Rasenschach am Samstag nicht verstehen werden, hat sich der Bielefelder Westen vorbereitet und auf dem naheliegenden Siegfriedplatz einen Weihnachtsmarkt organisiert. Neben üblichen Glühweinangeboten soll sich auch Arminis-Trainer Lohmann für ein Meet & Greet angekündigt haben

Die Elchkuh freut sich...bestimmt...auch über taktische Fachsimpeleien.

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Warum man den Jena-Schiri trotzdem kritisieren darf....

Die Aufregung in Jena war groß! Alles, was bei den Arminen die Berechtigung hatte sich im Stadioninnenraum aufzuhalten, rannte nach Spielende wutentbrannt gen Referee Bastian Dankert. Warum? Aus aufgestautem Frust, Ärger über die eigene Niederlage und Wut.

Sich animalisch ausbrüllen und einen Sünder finden – menschlich.

Nahezu zeitgleich macht die Nachricht die Runde, dass Babak Rafati in einer Blutlache liegend in einem Kölner Hotel gefunden wurde und dem Selbsttod nur knapp entkam. Schock, Entsetzen, Spielabsage und Anteilnahme folgten– menschlich.

In dieser wohl einmaligen Situation ist es nachvollziehbar, dass sich ein DFB-Präsident für eine Stellungnahme zur Verfügung stellt. Eine Stellungnahme im direkten Anschluss an die Vorgänge sollte sich dann jedoch auch auf die aktuellen Umstände, Ausdrücke des Bedauerns und die Aufarbeitung der Spielabsage beschränken und nicht genutzt werden, um vogelwild zu spekulieren. Theo Zwanziger, dessen Stellungnahmen schon im FIFA-Skandal abenteuerlich waren („Man muss wissen, wie die FIFA funktioniert. Das ist eben so.“); Theo Zwanziger,der vor Blatter und seinen Kumpanen also nie in der Lage war Rückgrat zu zeigen, nutzte am Samstag diese öffentlichkeitswirksame Situation wie schon nach dem Enke-Tod wieder einmal für sein Gesicht.

Mit staatstragender Miene sinnierte er über den hohen Druck im Leistungssport und dass man diesbezüglich nicht die richtige Balance finden würde, ohne überhaupt Kenntnis davon zu haben, was Rafati beinahe in den Tod getrieben hatte. Zwanzigers Menschlichkeitsschelte – Part II.

Eine Schelte mit Signalwirkung. Allerorts lassen Trainer durchblicken, sie wollen ihr Verhalten überdenken. Allerorts bemüht man sich mildere Töne zu finden. Auch bei Arminia. Der absolut verständlichen Elfmeter-Aufregung folgt ein weiches Statement am Tag danach:

„Mit einem Tag Abstand und unter Einbeziehung der Eindrücke rund um den tragischen Suizid-Versuch von Babak Rafati möchten wir von unserer Seite aus allerdings jede weitere öffentliche Diskussion über die Entscheidungen in Jena beenden.“

(Quelle: DSC)

Ist das angebrachte political correctness oder ein Gewissensbiss? Sollte es trotz aller Vorkommnisse und Umstände, die kein Außenstehender (auch nicht Herr Zwanziger!) genauer einschätzen kann, nicht weiterhin möglich sein in einem respektvolleren Umgangston Schiedsrichterleistungen angemessen zu kritisieren?

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Sagt allen "Prügelt euch nicht"....

Ungewöhnliche Woche, findet ihr nicht?

Auf Glasflaschenverbot in ganzen Landstrichen folgen Ankündigungen großer Ausweichmanöver per Kleinbulli und Bier-Hänger.

Auf Pyro- und Prügelphobie folgen Großkonferenzen zwischen Fan- und Sicherheitsbeauftragten, Vertretern der Fanprojekte, Polizeibeamten beider Städte, Ordnungsdienst, Bundespolizei, Landespolizei, der Ordnungsdienst der Stadt Münster, Feuerwehr... (was für eine Aufzählung!)

Auf Ultra-Fanbrief folgt Willkommensgruß der Polizei Münster.

Dazu jede Menge Kriegsrhetorik, selbst in Statistiken...

"Bei 16 Aufeinandertreffen konnten sich die Preußen erst dreimal über einen Sieg freuen, fünfmal trennten sich die Mannschaften unentschieden und achtmal ließ die Macht aus dem Teutoburger Wald in Münster nur Schutt und Trümmer zurück."

(Quelle: dasWettangebot)

… oder in Ratschlägen zum richtigen Umgang mit den eigenen Fanartikeln:

„Generell gilt: Eure Utensilien sind Bielefelder Utensilien und gehören nicht in des Feindes Hand.“

 

Der „Feind“ darf meinen Schal sehen, nur spüren, darf er ihn nicht! Jawohl!

Ist es bei aller Vorfreude nicht angebracht die Situation um eine Portion Dramatik zu entschlacken und sich vielleicht am Samstag ausschließlich die folgende Marschroute der Lokal Crew zu Herzen zu nehmen ?

 

"Es gilt die Jungs nach vorn zu peitschen. Beim für uns alle wichtigsten Spiel muss auch der beste Support her. Das bedeutet die Betonung jeder Menge Antipathien für die Gegenseite, wir wollen aber unbedingt unser Team siegen sehen und sollten die Unterstützung nicht vernachlässigen!"

 

Die Betonung von Antipathie, wird in meinem Fall auch eine Betonung bleiben und ich hoffe, dass viele der Anwesenden im Stadion das genauso handhaben werden. Aus meiner Sicht durfte Arminia sich lange Zeit und in jeder Lage besonders seiner Fans rühmen. Wenig Gewalt, viel kreativer Support! Lokal Crew und Co haben einiges für die Stimmung im Stadion sowie für das Bielefelder Fan-Image getan und ich bin mir sicher, dass man sich das am Samstag nicht nehmen lassen wird, zumal viele – darunter auch ich – den Ursprung der Rivalität allenfalls aus Erzählungen kennen.

Rivalitäten entstehen ja eh oft dann, wenn sich zwei Vereine besonders ähneln und nach Alleinstellungsmerkmalen suchen. Davon kann zwischen Prxn und Arminia jawohl keine Rede sein. Es dürfte direkt beim Anblick des Stadions deutlich werden, wer vor wenigen Jahren Bundesliga gespielt hat und wer zur gleichen Zeit in der Oberliga herumgekrochen ist. Nach Anpfiff wird dann hoffentlich auch deutlich, dass beide Seiten den Weg, der sie zu diesem Derby geführt hat, wieder rückwärts antreten werden.

Eigentlich hat uns Münster also gar nicht zu interessieren. Wir „ziehen das Ding“ (Fabian Klos), feiern ein wenig und fahren nach Hause! Is´ja nur Fußball...

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Wocht zum Spocht

Rund um diesen Spieltag, an dem Arminia tatsächlich mal ohne Niederlage aus den neuen Bundesländern "rübba machen" durfte, sind mir ein paar zeitgenössische Zitate aufgefallen, die aus meiner Sicht ihren ganz eigenen Charme entfalten:

"Jetzt sind sie auch auf der Landkarte der Zündel-Fans:  Die Jungs aus Räääääsfeld oder aus Spenge... oder woher auch immer sie kommen."

MDR-Radioreporter kommentiert das Bengalo-Feuer im Arminen-Block.

 

Handwerk Rabenstein

So heißt der gastgebende Verein, auf dessen Sportplatz Arminia das Abschlusstraining vor dem Chemnitz-Spiel absolvierte. Nach Meldung hiesiger Printmedien war diese Lokalität den Navigationsgeräten unbekannt.

 

"Bielefeld ist ein Dorf."

Marcus Uhlig erklärt Journalisten, wie man darauf aufmerksam geworden sei, dass der junge Onel Hernandez den ausgemachten Zapfenstreich nur als Empfehlung interpretierte.

"Halbzeit in Offenbach. Spielstand 1:1. Unterhaltsames Spiel. Sicherheitskräfte im Regensburger Block."

Liga3-Online gibt auf Facebook den Ton der dritten Liga an und macht deutlich, was hier unter "unterhaltsam" verstanden wird.

"22. Minute: Rote Karte für Rajkovic! Auf geht's Hamburg, kämpfen und siegen!"

Geradezu euphorisch feiert der HSV über seinen Facebook-Account den Platzverweis des eigenen Verteidigers und lässt damit keine Zweifel über die eigene Vorstellung von "Siegen" aufkommen.

"Die Mannschaft befindet sich in einer Gemütsverfassung, in der sie selbst gegen einen Viertligisten nicht bestehen kann."

Der mächtige Finanz-Geschäftsführer des MSV Duisburg, Roland Duweisstschonwer K., begründet die sportliche Entscheidung Trainer Milan Sasic zu entlassen. Sportdirektor Grlic wird in überregionalen Medien nicht zitiert.
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Klos im Hals

Nach dem ein oder anderen Nörgel-Beitrag in den letzten Wochen, sehe ich mich heute geradezu in der Pflicht mal "Danke" zu sagen.
Danke für den lang ersehnten zweiten Sieg in Folge.

Danke vor allem auch für die Art und Weise wie der Dreier eingefahren wurde.

Die "Jungs" - über die jetzt wieder als "unsere Jungs" gesprochen wird - haben sich diesen Erfolg so dermaßen verdient, dass man sich einfach fragen muss was in den 11 Spielen zuvor unter von Ahlen alles falsch gelaufen ist...

Lässt man Spieltempo und spielerische Fertigkeiten mal unbeachtet, war es ein Sieg, den man so auch in guten Erstligazeiten selten gesehen hat. Ein absolut leidenschaftlicher Auftritt, der ganz große Werbung für den DSC war. Die Hachinger wussten wohl in der 2. Hälfte genauso wenig wie die Zuschauer , was ihnen geschieht. Neuestes Arminia-Zauberwort: "Hoch verteidigen." Wie die Feuerwehr rannten die Blauen an, kesselten die Hachinger schon um ihren eigenen 16er ein und zwangen sie zu Fehlern. Größte Sorge war einzig, dass der Kräfteverschleiß zu groß sein könnte, um gegen Ende das Ding noch zu entscheiden. Aber auch hier: konditionelle Mängel absolut nicht zu erkennen.

Purer Wille und Entschlossenheit wurden belohnt. Dieser Auftritt hat Bock gemacht.

Trainer machen es ja nur sehr selten und wenn sie es machen, klingt es eher wie eine Schutzmaßnahme denn als ehrliches Lob, aber einen Mann muss man einfach hervorheben: Fabian Klos. Nicht nur des Tores wegen, sondern vor Allem für eine wahnsinnige Laufleistung und großem Einsatz. Vorne gefährlich, immer in Bewegung, anspielbereit und gefühlt zur gleichen Zeit als Ausputzer am eigenen Strafraum.

Im Namen wohl Aller, die gestern da waren: Danke, wir kommen wieder!

Das musste gesagt werden...

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Weil heute Montag ist...

"Dann bereits die 82. Minute. Wieder Ballverlust Kickers. Hernandez auf Hille. Der hat Platz. Und nicht nur das: Der hat das Auge für Rzatkowski. Rzatkowski– TOR! Eins Null Bielefeld.

Die Führung ist verdient, dass es nur so kracht."

 

Die Sportschau bittet bestimmt den Fehler, dass Jerat statt Hernandez den Hille geschickt hat, zu entschuldigen...
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