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Stimmen zum Spiel

"Mit dem Thema Untergang kennt man sich in Ostwestfalen bestens aus."

Leider strickt René Hamann (in der jungen Welt) diese eigentlich sehr hübsche Erkenntnis über uns Ostwestfalen unoriginellerweise um die bis zur absoluten Unerträglichkeit ausgelutschte und (mindestens bei Bielefeldern) entsprechend reflexartig laut knirschendes Gähnen provozierende Theorie von der Stadt, die ja gar nicht existiert und "also auch keinen Fußballverein beheimaten" kann, was irgendwie sogar noch unkreativer ist als "Niiie mehr Zweite Liiiga!" singende Gästefans.

Deutlich kurzweiliger ist da Peter Burkamps Rückblick auf Arminias Berg- und Talfahrt der letzten 16 Jahre in der NW und somit gut geeignet, uns bemitleidenswerten Arminen die Wartezeit auf den 15. Juni zu verkürzen (Entscheidung des DFB über endgültige die Erteilung der Spielgenehmigung für die 3. Liga), wenn wir erfahren, ob Arminia 2012 zumindest noch gegen Dynamo Dresden und PrxXn Mxxstxr oder eine Liga tiefer als Verl und Wiedenbrück gegen den VfB Speldorf und FC Wegberg-Beeck auflaufen wird.

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"Ich spüre die Verantwortung für diesen Traditionsklub und für diese Region."

Markus von Ahlen bei seiner Vorstellung als künftiger Arminia-Trainer.

Trotz langen Nachgrübelns kann ich mich gar nicht entscheiden, ob ein Einstieg bei Arminia zum jetzigen Zeitpunkt der 106jährigen Vereinsgeschichte besonders viel oder besonders wenig Mut erfordert.

Besonders wenig Mut, weil der Platz zwischen Arminias Rücken und dahinterliegender Wand längst kaum mehr breit genug ist, um einen positiven Lizensierungsbescheid durchzufaxen. Eine Win-win-Situation, weil das Machen von noch mehr Fehlern als zuletzt quasi zum Ding der Unmöglichkeit wird.

Besonders viel Mut, weil sich nach den fatalen und selbstmörderischen Zahlenspielen der Vergangenheit (Tribünenkosten: 19 Mio., Wert des Stadions: 25 Mio., Schuldenstand: 27 Mio.) in der potentiellen Konkursmasse des Vereins einzig noch dieser (kaputte) Solarrechner finden lässt (der mutmaßlich aber auch eine große Mitschuld an der aktuellen Situation trägt):

Konkursmasse Arminia Bielefeld

Blog5 wünscht dem neuen Trainer unseres aus der Region gar nicht mehr wegzudenkenden Traditionsklubs* von Herzen unendlich viel Geduld, ein gutes Händchen und alles erdenklich Gute!

*Lieblingsvereine: Arminia hält sich in Bielefeld und Umgebung mit 10 Prozent auf dem dritten Platz – hinter Borussia Dortmund und dem FC Bayern München, vor Schalke 04 und Werder Bremen.
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"Beide Hände auf den Schultern und dann um die Hüfte - das kann ich bei meiner Partnerin machen, wenn ich Lambada tanze."

Ewald Lienen, wie wir ihn vermissen werden, zum Foul von Bollmann vor dem Strafstoß. Aufgeschnappt bei der NW und bestimmt hinlänglich bekannt, darf und muss allerdings als Zitat auch hier Beachtung finden.

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Drei Mann, ein Wort — ein anderer, vorerst kein Wort mehr

Man hatte ja in den zurückliegenden zwölf Monaten selten das Gefühl, daß unsere Oberarminen in den zurückliegenden 24 oder sogar 60 Monaten von allen sich anbietenden möglichen Handlungsoptionen jeweils die beste wählten. Heute ist es allerdings mal wieder soweit, daß ich "gut gemacht" denke. Auf arminia-bielefeld.de lesen wir

"Schluss mit den Spekulationen"

Wolfgang Brinkmann, Ralf Schnitzmeier und Alexander Geilhaupt gehen mit der nachfolgenden gemeinsamen Stellungnahme zur Gesamtsituation des Clubs in die Offensive. [arminia-bielefeld.de]

Jetzt mal ganz unabhängig davon, was in dieser langen Stellungnahme alles drinsteht und wie wir das evtl in zwei Wochen bewerten — allein daß es eine solche gemeinsame als Reaktion auf

Die Indiskretionen rund um den DSC Arminia reißen nicht ab. In einer neuerlichen Mail, die heute der Presse zugespielt wurde, wird der Verwaltungsratsvorsitzende Alexander Geilhaupt diskreditiert. [arminia-bielefeld.de]

gibt, ist m.E. endlich mal eine gute. Die Vorstellung, daß dieser Kurs fortgesetzt werden könnte, ist ja vielleicht ein kleines, helles Pünktchen am Ende des Tunnels.

Doch halt! Glaubt nicht alles, was in der Zeitung im Blog5 steht und lest, was Heribert Bruchhagen, dem Arminia nach wie vor sehr am Herzen liegt, zu sagen hat:

"Was da im Internet zwischen 22 Uhr und halb eins von Halbakademikern betrieben wird, ist unsäglich und desaströs", moniert "Heri" die Einflussnahme gewisser Fan-Kreise. "Denen sollte man ein Kicker-Managerspiel schenken, aber aus dem Profifußball sollten sie sich raushalten. Davon haben sie keine Ahnung." Insgesamt empfiehlt er dem "überkritischen Umfeld" (...), "den Vorständen mehr Vertrauen zu schenken" [nw-news.de]

Auch wenn ich nicht gemeint sein kann (u.a. weil ich ja fussballkompetenz.de habe und dem Vollakademiker Roland Kentsch sowie seinen Vorstands- und Aufsichtsratskollegen damals uneingeschränkt vertraut hatte), werde ich seiner Empfehlung nachkommen und mir auf unbestimmte Zeit mit einem Kicker-Managerspiel ein paar Tassen kreativen Pausentee gönnen und hier lediglich ab und zu in den Kommentaren sowie im Blog5-Twitter von mir hören lassen.

Eigentlich ist mein Geschreibe hier ja viel zu unwichtig, als daß ich eine Westerwell'sche, Guttenberg'sche oder Köhler'sche Rücktrittserklärung abgeben müsste (was sie ja nicht einmal ist). Doch als ich mich vor drei Jahren mal in eine solche Pause begab, ohne das zu tun, kamen irgendwann irgendwelche nachfragenden Kommentare und auch persönlich wurde mir damals gesagt, daß man auch in diesem Rahmen nicht einfach so aufhören könne zu schreiben, ohne das zumindest zu sagen. Das sei nun hiermit geschehen. Wie lange die Pause dauert? Vielleicht juckt's recht zeitnah wieder in meinen Fingern, vielleicht auch sehr, sehr lange nicht. Warum die Pause? Einerseits hab ich grad einen Haufen anderen Kram umme Ohren. Es ist ja nicht so, daß ich das noch nie hatte (aber sicherlich selten so viel wie gegenwärtig) deshalb sei andererseits mal das das Wort "Pause" schmückende Attribut kreativ hervorgehoben - jedoch nicht näher ausgeführt.
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"...wenngleich man diesem Klub nie den Vorwurf machen konnte, ortsfremde Fußballromantiker durch Vortäuschung prickelnden Fußballs emotional angeheuert und dann im Stich gelassen zu haben"

Oho, finden wir auf unsere letzten Tage im höherklassigen Fußball dann sogar auf faz.net nochmal Erwähnung. Und in gewisser Weise recht schmeichelhafte (finde ich jedenfalls):

(...) Fans von Arminia Bielefeld haben es gerade auch nicht leicht, wenngleich man diesem Klub nie den Vorwurf machen konnte, ortsfremde Fußballromantiker durch Vortäuschung prickelnden Fußballs emotional angeheuert und dann im Stich gelassen zu haben. Der gemeine Arminia-Fan, zumindest wie wir ihn bisher erleben durften, ist schon von Geburt an fest in seiner Fußballregion verwurzelt und wird dann, wenn es ihn in die Fremde verschlägt, ein ewiger Fall für tapfer erduldetes Fußball-Fernweh (...) [faz.net]

Ich könnte denken, der gute Christian Eichler hätte beim Schreiben dieser Zeilen an mich gedacht. Hat er aber nicht, sondern — es läuft aber fast auf's selbe hinaus — an Powerernst. Im weiteren Verlauf des Artikels erfahren wir mehr über die Begleitumstände, die zu seiner Entlassung in Südafrika führten und über das Englisch unseres Jahrhundertrainers, welches er bei der WM von sich gab:

(...) wobei er mit seiner sehr germanischen Interpretation der englischen Wortaussprache („wi kamm reit sru se middel“) mitunter an den Tonfall erinnerte, mit dem Hollywood in den 40er Jahren Wehrmachts-Offiziere karikierte. [faz.net]

Mmmmh, ich lehn mich jetzt lieber nicht zu weit mit zustimmendem Gekicher aus dem Fenster; es könnte bei meinem Englisch auf einen ähnlichen Eindruck hinauslaufen...

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»Ich will so hoch spielen, wie es geht«

überrascht Dennis Eilhoff.

Womit endlich eine (zuletzt desöfteren verzweifelte gesuchte) Gemeinsamkeit zwischen Fans und Spielern gefunden wäre - denn, offengestanden und mal ganz unter uns: Geht uns ähnlich.

Wir sagen "Tschüss Dennis!" und danken Dir für lange Jahre der Treue.

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Bin ausgeprochen fröhlich!

Welch Wonne! Ich habe lange überlegt, ob man trotz des Prachtwetters Zeit für das Duisburg-Spiel einplanen sollte. Letztlich hab ich mich richtig entschieden.

Mit einer Aggressivität wie der kleine Alfred als er sich aus der Eierschale pickte, gingen die Blauen in die Zweikämpfe. Gelegentlich mit beinahe übertriebener Härte, aber so stellt man sich den Abstiegskampf vor.

(Jedenfalls wäre man geneigt das zu sagen, wenn man denn wirklich im Abstiegskampf stecken würde...)

Dazu kommt sogar noch, dass sie nach vorne ganz und gar nicht wie blinde Maulwürfe à la Henk agiert haben. Der ein oder andere Konter wäre zu Rapolder-Zeiten als brillanter "Syschtem-Fussball" von den "Medien hochsterilisiert" worden.

Dass die Duisburger zwei mal freistehend vor dem Tor an sich selbst scheiterten, habe ich vergessen.So verblüffend fröhlich, ja so ausgeprochen fröhlich war ich (diese Saison) nie!

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Watt nicht interessant war, wird interessant gemacht.

Machen wir es wie die Promis: Nach dem Motto Talkmaster A lädt Talkmaster B in seine Show ein und Talkmaster A lässt sich im Gegenzug selbstverständlich gerne von Talkmaster B einladen sei Lutz, der in seinem Beitrag freundlicherweise mich zitiert hat, hier im Blog5 zum gestrigen Spiel zitiert:

Zum Spiel gibt’s nichts zu schreiben. Außer: es war schön, Rübe mal wieder zu sehen. [geydan.net]

 

Erwähnenswert darüber hinaus dann noch, was mir beim Blick auf die Anzeigentafel aufgefallen ist: Wir haben gar nicht gegen Paderborn gefühlt verloren, sondern gegen den SC Erborn:

[...zwei Minuten später] Ok, ich gebe zu: Ich habe eine riesengroße Dummheit, ja ich sage sogar: einen Fehler begangen, für den ich mich zutiefst schäme und der mir unendlich leid tut. Ich betone aber: Ich habe zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht, das ist eine absurde Unterstellung. Dennoch bin ich bereit, den Titel Fußballkompetenz vorerst ruhen zu lassen — bis morgen früh, wenn Gras über die Sache gewachsen ist (bis wieder Gras im 16er unseres Stadions wächst, dauert es wohl noch eine Weile).

Um selbst zur Aufklärung beizutragen: Das mit dem "Erborn" ist nicht mir aufgefallen, sondern unserem Mann im Westen: Rouven und beim oben zu betrachtenden Bild handelt es sich um ein von ihm angefertigtes Bild, das ich, ich wiederhole mich, nicht bewusst in diesen Beitrag hier gepastet habe.

Etwas weniger Gewissensbisse, Rouvens Werk als sein eigenes auszugeben, hatte offenbar dessen Kollege, der mit der Betreuung der Facebookseite NW-Arminia betraut ist:

Was Rouven (letzter Kommentar im Bild) etwas überrascht ("Ööööö"), aber letztlich dann wohl doch locker zur Kenntnis nahm (";-)"; das Plagiat bliebt ja im Hause NW) und die Quelle einfach selber nachlieferte. Rouven ist halt noch ein Web-Zwo-Nuller der alten Schule, wo es sich gehört, die Quelle für Lustiges oder Interessantes zu verlinken...

Jetzt haben wir wertvolle Bits & Bytes mit irgendwelchen Kollege-Ridder-Hätte-Man-Ruhig-Mal-Zitieren-Und-Verlinken-Können-Sachen verschwendet, dabei soll nicht untergehen, daß Rouvens Beitrag mit einer hübschen Fotostrecke aus der Perspektive des Pressevertreters versehen ist. Ebenso hat sich Lutz, wenn er denn schon mal wieder vor Ort war, weder lumpen lassen, sich neben meine Wenigkeit zu stellen, um ein wenig von meinem Fußballfachwissen zu profitieren, noch einen Haufen Bilder zu schießen.

Tja, für ein Spiel, zu dem es nichts zu schreiben gibt, sind hier ja dann doch ein paar Wörter und bei den beiden viele, viele Bilder zusammengekommen. Watt nicht interessant ist, wird interessant gemacht.

Übrigens: Der Groundhopper2000 sammelte seine Punkte gestern nicht auf der Alm in der "Schüco-Arena", sondern bei Ahlen vs. Braunschweig.
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"Das Produkt Arminia ist nicht mehr zweit-, sondern nur noch drittklassig"

hat auch Arminias Vorstandsmitglied (und wie die Vokabel "Produkt" unschwer erkennen lässt: Marketing-Kaufmann) Detlef Echternkamp (wir spekulieren sehr spekulativ: womöglich nach Lesen von Santons "Kein Bock mehr auf Durchhalteparolen"-Beitrag sowie Durchblättern der aktuellen 11FREUNDE-Ausgabe) ein Einsehen und fordert weiter:

"Wir müssen jetzt Nägel mit Köpfen machen und frühzeitig planen. Wir brauchen Kompetenz für die 3. Liga." (NW)

Korrekt! Sieht der weiße Brasilianer ja ähnlich.

Blog5, landläufig bekannt aus Funk, Film und vonne Butterfahrten als optimistischer Lichtgeber am Ende dunkler Tunnel, glaubt felsenfest an die erfolgreiche Erteilung der Drittligalizenz und stellt in seiner Funktion als Servicedienstleister am Fan schonmal einige wichtige Bookmarks zur Vorbereitung auf die Spielzeit 2011/12 bereit:

Einsteiger/Basiswissen
(Achtung: Nächste Woche schreiben wir einen Test):

Für Fortgeschrittene:

Für Profis:

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"Sportschau um 18 Uhr? Da läuft doch die stinklangweilige 3.Liga, mit der die Sendung gestreckt wird, bevor dann endlich Bundesliga kommt!"

Haraldt Schmidt bringt mich mit seinem Kommentar zum 18-Uhr-Sportschau-Ritual von Frau Wulff  um meinen Schlaf.

Ich dachte ich hätte bereits innerlichen Frieden geschlossen...

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